Pfeffingen ist spitze – zumindest in der Region Basel und in den Augen der Macher des Bilanz Gemeinde-Rankings. Die Gemeinde am Rande des Birsecks besticht laut «Bilanz» vor allem im Bereich Immobilien. In dieser Kategorie liegt Pfeffingen auf Rang drei aller 960 untersuchten Gemeinden. In der Gesamtwertung reicht es Pfeffingen auf Platz 57. Riehen auf Platz 119 und Münchenstein auf Rang 134 komplettieren das Siegertreppchen in den beiden Basel.
Doch wie erstellt man genau eine Rangliste der besten Gemeinden? «Tiefe Steuern, gute Schulen, kurze Wege – und vor allem ein überzeugendes Zusammenspiel aus Lebensqualität und Perspektiven», so charakterisiert die «Bilanz» eine lebenswerte Gemeinde. Alle 960 Gemeinden in der Schweiz mit mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden berücksichtigt. 56 Kennzahlen werden in den acht Themen Arbeit, Immobilien, Bevölkerungsstruktur, Steuern, Verkehr, Versorgung, Sicherheit und Ökologie gebündelt. Was die genauen Kennzahlen sind, wird nicht ausgeführt.
Das Thema Immobilien wird «leicht höher gewichtet», wie die Bilanz schreibt. Welche Kriterien zu einer hohen Bewertung in diesem Bereich führen, bleibt unklar. Doch der Abschnitt «Boom-Städte vs. Flaute» gibt einen Hinweis. Hier wird Zürich an erster Stelle genannt, da die Immobilienpreise in den letzten drei Jahren am stärksten gestiegen sind.
Die Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Statistiken und Immobilienpreismodellen des Zürcher Beratungsunternehmens für Immobilien und Standortfragen Iazi. Dieses Unternehmen ist auch zuständig für die dem Ranking zugrunde liegende Studie. Alle Gemeinden, die in der Kategorie Immobilien in den Top Ten landen, gehören laut «Bilanz» auch zu den besten hundert Gemeinden. Die neun Gemeinden mit den tiefsten Steuern sind gar alle in den Top 50.
Hölstein und Oberdorf am Ende der Rangliste
Am unteren Ende der regionalen Skala finden sich Hölstein und Oberdorf. Hölstein rangiert beispielsweise bei der Arbeit auf Platz 919 von 960. Wie diese Rangierung zustande kommt, ist jedoch nicht ersichtlich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass mit Oris eine international tätige Firma ansässig ist. Doch nicht nur Hölstein schneidet im Bereich Arbeit schlecht ab, auch die Stadt Basel landet lediglich auf Rang 809. Gut schneiden beim Thema Arbeit hauptsächlich touristische Gemeinden in den Bergen ab.
Basel schafft es zumindest in der Kategorie Verkehr unter die besten zehn Gemeinden. Das dürfte diejenigen, die sich über die fehlenden Parkplätze oder die «grüne Wand» in der Innenstadt beschweren, erstaunen. Für viele weniger erstaunlich dürfte der drittletzte Platz von Basel beim Thema Sicherheit sein. Doch Riehen ist in dieser Kategorie nur vier Plätze vor Basel rangiert. Laut «Bilanz» ist Riehen somit eine der zehn unsichersten Gemeinden der Schweiz.
Gemeinden wie Muttenz, Münchenstein und Birsfelden sind beim Verkehr alle vorne dabei. Bei den Steuern ist lediglich Riehen in den Top 500. In der Rangliste sind somit Gemeinden erfolgreich, die tiefe Steuern, steigende Immobilienpreise und einen Anschluss an die Autobahn haben.
