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Bilanz Rangliste der besten Gemeinden in der Schweiz mit vielen Fragezeichen


Pfeffingen ist spitze – zumindest in der Region Basel und in den Augen der Macher des Bilanz Gemeinde-Rankings. Die Gemeinde am Rande des Birsecks besticht laut «Bilanz» vor allem im Bereich Immobilien. In dieser Kategorie liegt Pfeffingen auf Rang drei aller 960 untersuchten Gemeinden. In der Gesamtwertung reicht es Pfeffingen auf Platz 57. Riehen auf Platz 119 und Münchenstein auf Rang 134 komplettieren das Siegertreppchen in den beiden Basel.

Doch wie erstellt man genau eine Rangliste der besten Gemeinden? «Tiefe Steuern, gute Schulen, kurze Wege – und vor allem ein überzeugendes Zusammenspiel aus Lebensqualität und Perspektiven», so charakterisiert die «Bilanz» eine lebenswerte Gemeinde. Alle 960 Gemeinden in der Schweiz mit mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden berücksichtigt. 56 Kennzahlen werden in den acht Themen Arbeit, Immobilien, Bevölkerungsstruktur, Steuern, Verkehr, Versorgung, Sicherheit und Ökologie gebündelt. Was die genauen Kennzahlen sind, wird nicht ausgeführt.

Das Thema Immobilien wird «leicht höher gewichtet», wie die Bilanz schreibt. Welche Kriterien zu einer hohen Bewertung in diesem Bereich führen, bleibt unklar. Doch der Abschnitt «Boom-Städte vs. Flaute» gibt einen Hinweis. Hier wird Zürich an erster Stelle genannt, da die Immobilienpreise in den letzten drei Jahren am stärksten gestiegen sind.

Die Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Statistiken und Immobilienpreismodellen des Zürcher Beratungsunternehmens für Immobilien und Standortfragen Iazi. Dieses Unternehmen ist auch zuständig für die dem Ranking zugrunde liegende Studie. Alle Gemeinden, die in der Kategorie Immobilien in den Top Ten landen, gehören laut «Bilanz» auch zu den besten hundert Gemeinden. Die neun Gemeinden mit den tiefsten Steuern sind gar alle in den Top 50.

Hölstein und Oberdorf am Ende der Rangliste

Am unteren Ende der regionalen Skala finden sich Hölstein und Oberdorf. Hölstein rangiert beispielsweise bei der Arbeit auf Platz 919 von 960. Wie diese Rangierung zustande kommt, ist jedoch nicht ersichtlich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass mit Oris eine international tätige Firma ansässig ist. Doch nicht nur Hölstein schneidet im Bereich Arbeit schlecht ab, auch die Stadt Basel landet lediglich auf Rang 809. Gut schneiden beim Thema Arbeit hauptsächlich touristische Gemeinden in den Bergen ab.

Basel schafft es zumindest in der Kategorie Verkehr unter die besten zehn Gemeinden. Das dürfte diejenigen, die sich über die fehlenden Parkplätze oder die «grüne Wand» in der Innenstadt beschweren, erstaunen. Für viele weniger erstaunlich dürfte der drittletzte Platz von Basel beim Thema Sicherheit sein. Doch Riehen ist in dieser Kategorie nur vier Plätze vor Basel rangiert. Laut «Bilanz» ist Riehen somit eine der zehn unsichersten Gemeinden der Schweiz.

Gemeinden wie Muttenz, Münchenstein und Birsfelden sind beim Verkehr alle vorne dabei. Bei den Steuern ist lediglich Riehen in den Top 500. In der Rangliste sind somit Gemeinden erfolgreich, die tiefe Steuern, steigende Immobilienpreise und einen Anschluss an die Autobahn haben.



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Bilanz Rangliste der besten Gemeinden in der Schweiz mit vielen Fragezeichen


Pfeffingen ist spitze – zumindest in der Region Basel und in den Augen der Macher des Bilanz Gemeinde-Rankings. Die Gemeinde am Rande des Birsecks besticht laut «Bilanz» vor allem im Bereich Immobilien. In dieser Kategorie liegt Pfeffingen auf Rang drei aller 960 untersuchten Gemeinden. In der Gesamtwertung reicht es Pfeffingen auf Platz 57. Riehen auf Platz 119 und Münchenstein auf Rang 134 komplettieren das Siegertreppchen in den beiden Basel.

Doch wie erstellt man genau eine Rangliste der besten Gemeinden? «Tiefe Steuern, gute Schulen, kurze Wege – und vor allem ein überzeugendes Zusammenspiel aus Lebensqualität und Perspektiven», so charakterisiert die «Bilanz» eine lebenswerte Gemeinde. Alle 960 Gemeinden in der Schweiz mit mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden berücksichtigt. 56 Kennzahlen werden in den acht Themen Arbeit, Immobilien, Bevölkerungsstruktur, Steuern, Verkehr, Versorgung, Sicherheit und Ökologie gebündelt. Was die genauen Kennzahlen sind, wird nicht ausgeführt.

Das Thema Immobilien wird «leicht höher gewichtet», wie die Bilanz schreibt. Welche Kriterien zu einer hohen Bewertung in diesem Bereich führen, bleibt unklar. Doch der Abschnitt «Boom-Städte vs. Flaute» gibt einen Hinweis. Hier wird Zürich an erster Stelle genannt, da die Immobilienpreise in den letzten drei Jahren am stärksten gestiegen sind.

Die Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Statistiken und Immobilienpreismodellen des Zürcher Beratungsunternehmens für Immobilien und Standortfragen Iazi. Dieses Unternehmen ist auch zuständig für die dem Ranking zugrunde liegende Studie. Alle Gemeinden, die in der Kategorie Immobilien in den Top Ten landen, gehören laut «Bilanz» auch zu den besten hundert Gemeinden. Die neun Gemeinden mit den tiefsten Steuern sind gar alle in den Top 50.

Hölstein und Oberdorf am Ende der Rangliste

Am unteren Ende der regionalen Skala finden sich Hölstein und Oberdorf. Hölstein rangiert beispielsweise bei der Arbeit auf Platz 919 von 960. Wie diese Rangierung zustande kommt, ist jedoch nicht ersichtlich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass mit Oris eine international tätige Firma ansässig ist. Doch nicht nur Hölstein schneidet im Bereich Arbeit schlecht ab, auch die Stadt Basel landet lediglich auf Rang 809. Gut schneiden beim Thema Arbeit hauptsächlich touristische Gemeinden in den Bergen ab.

Basel schafft es zumindest in der Kategorie Verkehr unter die besten zehn Gemeinden. Das dürfte diejenigen, die sich über die fehlenden Parkplätze oder die «grüne Wand» in der Innenstadt beschweren, erstaunen. Für viele weniger erstaunlich dürfte der drittletzte Platz von Basel beim Thema Sicherheit sein. Doch Riehen ist in dieser Kategorie nur vier Plätze vor Basel rangiert. Laut «Bilanz» ist Riehen somit eine der zehn unsichersten Gemeinden der Schweiz.

Gemeinden wie Muttenz, Münchenstein und Birsfelden sind beim Verkehr alle vorne dabei. Bei den Steuern ist lediglich Riehen in den Top 500. In der Rangliste sind somit Gemeinden erfolgreich, die tiefe Steuern, steigende Immobilienpreise und einen Anschluss an die Autobahn haben.



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Swiss Prime Site: Kontinuität nach grossen Veränderungen


FuW-Einschätzung zum CEO-Wechsel

Swiss Prime Site: Kontinuität nach grossen Veränderungen

Swiss Prime Site setzt nach einer Zeit grosser Veränderungen auf Kontinuität. Beim grössten Immobilienunternehmen an der Schweizer Börse kommt es zur Stabübergabe. Im Rahmen einer internen Nachfolgelösung wird der künftige CEO Marcel Kucher einen Prozess weiterführen, der Resultat grosser Umwälzungen ist.



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Dominicé Swiss Property Fund mit starkem Wachstum


Der Fonds hat im Geschäftsjahr das Portfolio um rund 50 % vergrössert und für 246 Millionen Franken zugekauft.

Der Dominicé Swiss Property Fund (DSPF) hat im Geschäftsjahr 2024/25 den Wert seines Portfolios um 53 % auf 849 Mio. CHF ausgebaut. Die insgesamt 17 Zukäufe des Fonds lagen alle in den Kantonen Genf und Waadt und summierten sich auf 246 Mio. CHF. Insgesamt 488 zusätzliche Wohnungen wurden im Geschäftsjahr in den Fonds integriert, dies entspricht einem zusätzlichen Mietertrag von rund 10 Mio. CHF.

Die Erträge des Fonds stiegen von 25,6 Mio. auf 31,2 Mio. CHF, der Nettoertrag verbesserte sich von 14,3 auf 16,1 Mio. CHF und der Nettogewinn stieg um 34 % auf 15,1 Mio. CHF. Einschliesslich des Bewertungsergebnisses von 21,2 Mio. CHF stieg der Gesamterfolg von 10,8 Mio. auf 33,8 Mio. CHF. Die Anlagerendite gibt Dominié mit 6,38 % an (Vj.: 2,50 %). Die EBIT-Marge blieb mit 65,11 % stabil.

Die nächste Kapitalerhöhung ist bereits für Oktober geplant (IB berichtete).

Käufe

  • Carouge, Rue du Grand-Bureau 39 (9,5 Mio.)
  • Clarens, Chemin du Petit-Clos 11, 13 (11,9 Mio.)
  • Genf, Rue Liotard 3 (18,2 Mio.)
  • Genf, Rue des Mouettes 15 (15,9 Mio.)
  • Genf, Rue des Rois 21, 23 (12,4 Mio.)
  • Genf, Rue Jean-Antoine Gautier 16 (25,1 Mio.)
  • Genf, Rue de Montbrillant 50 (8,8 Mio.)
  • Gland, Route de Cité-Ouest 21, 23, 25 27, 29 (rd. 34 Mio.)
  • Lancy, Chemin des Fraisiers 35, 37 (16,9 Mio.)
  • Lausanne, Avenue d’Echallens 62 (5,4 Mio.)
  • Lausanne, Avenue Davel 19 (9,8 Mio.)
  • Lausanne, Avenue d’Echallens 40, 42 (20,4 Mio.)
  • Lausanne, Rue Dr César-Roux 9 (7,9 Mio.)
  • Onex, Rue des Bossons 22 (16,9 Mio.)
  • Pully, Chemin des Roches 1 (8,7 Mio.)
  • Versoix, Pont Céard 2, 2a, 2b/Route Suisse 117, 119, 121 (16,7 Mio.)
  • Yverdon, Rue de la Roselière 3, 5 (7,9 Mio.)

Verkäufe

  • St-Sulpice, Rue du Centre 140 (rd. 4 Mio.)

 

 

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Was passiert, wenn der Eigenmietwert abgeschafft wird?


Nachdem das Parlament im Dezember 2024 den Systemwechsel bei der Besteuerung von selbstbenutztem Wohneigentum beschlossen hat, haben Volk und Stände an der Urne das letzte Wort. Bei einer Annahme der Vorlage würde der Eigenmietwert wegfallen. Gleichzeitig könnten Wohneigentümerinnen und -eigentümer aber auch Unterhaltskosten bei den Steuern nicht mehr abziehen. Das gilt auch für die Kosten für Energiespar- und Umweltmassnahmen. Abzüge auf Bundesebene wären nicht mehr möglich, während es den Kantonen freisteht, solche Abzüge weiter zu gewähren. Auch der Schuldzinsabzug würde für nicht vermietete Liegenschaften – mit einer zeitlich beschränkten Ausnahme bei Ersterwerbern – komplett wegfallen. Wie die Studie «Immobilien Schweiz – 1Q 2025» von den Immobilienmarktexperten von Raiffeisen Schweiz zeigt, könnten im vorherrschenden tiefen Zinsniveau für viele Wohneigentümerinnen und -eigentümer, je nach Haushaltstyp, erhebliche Steuerersparnisse möglich sein. Am stärksten würden dank des hohen Ersterwerberabzugs Neuerwerberehepaare von der Reform profitieren. Auch Haushalte mit tiefer Belehnung, beispielsweise viele Rentnerhaushalte, würden zu den Gewinnern der Reform gehören. Am wenigsten entlastet würden dagegen Eigentümerinnen und Eigentümer von sanierungsbedürftigen Liegenschaften. Denn werterhaltende Sanierungsarbeiten und auch pauschale Unterhaltskosten könnten nicht mehr vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Ungleiche Wertsteigerung und wegfallende Sanierungsanreize

Wie die Studie weiter zeigt, würde Wohneigentum im aktuellen Marktumfeld bei einer Abschaffung des Eigenmietwerts aufgrund der Steuervorteile insgesamt an finanzieller Attraktivität und folglich auch an Wert gewinnen. Dies gilt jedoch nicht für Eigenheime in sanierungsbedürftigem Zustand. Diese dürften aufgrund der durch die Reform wegfallenden latenten Unterhaltsabzüge an Wert einbüssen. Denn mit dem Wegfall der Abzüge würde der Unterhalt von Wohneigentum teurer, wodurch künftig weniger saniert werden dürfte. Daher zählt auch das Baugewerbe zu den potenziellen Verlierern der Reform. Langfristig ist damit zu rechnen, dass weniger Mittel in die Sanierung von Wohngebäuden und damit in Produkte und Dienstleistungen dieser Branche fliessen würden. Kurzfristig jedoch könnte es zu einem Bauboom kommen. Denn wer befürchtet, dass die Reform an der Urne angenommen wird, könnte jetzt anstehende Sanierungen vorziehen, um die dabei anfallenden Kosten noch von den Steuern abziehen zu können. Spätestens bei einer Annahme der Reform dürften Baufirmen in der Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der Vorlage kurzfristig von vielen Last-Minute-Aufträgen profitieren. Die dann stark nachgefragten Dienstleistungen der Branche wären wohl nicht für alle sanierungsbereiten Wohneigentümerinnen und -eigentümer und nur zu einem deutlich höheren Preis verfügbar. Vorsichtige Eigenheimbesitzer sollten daher in Betracht ziehen, ohnehin bald anstehende Sanierungen so früh wie möglich aufzugleisen. Auf diese Weise können sie die latent in ihrem Zuhause schlummernden Steuerabzüge auf jeden Fall noch nutzen.



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Immobillienindex auf Rekordhoch – Preisdruck im Wohnsegment steigt


Immobilien

Die Schweizer Immobilienbranche ist optimistisch wie nie: Der jährlich von KPMG erhobene Swiss Real Estate Sentiment Index (SRESI) ist auf dem höchsten Stand seit Messbeginn 2012.

Der am Mittwoch publizierte Index für 2025 kletterte auf 69,5 von 29,9 Punkten im Vorjahr. Er misst die Erwartungen der Branche für die kommenden zwölf Monate, zusammengesetzt zu 80 Prozent aus den Preiserwartungen und zu 20 Prozent aus der Einschätzung der Wirtschaftslage. Positive Werte stehen für Optimismus und steigende Preise, negative für eine pessimistische Markteinschätzung.

Preiserwartungen treiben den Index

Nach dem Rekordtief von -77,4 Punkten im Jahr 2023 trieben stark gestiegene Preiserwartungen den Index innert zwei Jahren auf das Rekordhoch. Der Teilindex “Preisentwicklung” stieg auf 89,0 von 32,0 Punkten im Vorjahr.

Erstmals sind dabei die Erwartungen für sämtliche Lageklassen positiv, mit den höchsten Werten für zentrale Lagen. Besonders deutlich werden Preissteigerungen in Zürich (117,3 Punkte), Luzern/Zug (108,1) und Genf (84,4) erwartet.

Knappes Angebot verstärkt Preisdruck

“Die positiven Preiserwartungen am Immobilienanlagemarkt sind Folge des neu aufgeflammten Anlagedrucks und der erwarteten positiven Mietpreisentwicklung”, erklärte KPMG-Experte Beat Seger.

Zugleich nimmt die Branche ein knappes Angebot an Wohnimmobilien wahr. Als grösste Hürden für bezahlbaren Wohnraum werden Bürokratie, Regulierung, Politik und hohe Baukosten genannt.


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Weniger optimistisch als die Preisentwicklung wird die Wirtschaftslage eingeschätzt: Der Teilindex sank auf -8,4 von 21,5 Punkten im Vorjahr. Geopolitische Spannungen und gestörte Lieferketten belasteten die Aussichten, so Seger weiter.

Nachhaltigkeit unter Renditeaspekten

Drei Viertel der Befragten berücksichtigen in der Risikoanalyse auch Nachhaltigkeitsfaktoren, vor allem renditerelevante Kriterien wie Lage, Energieversorgung und Flächeneffizienz. Soziale Faktoren und Biodiversität spielen dagegen eine geringere Rolle.

Am diesjährigen SRESI beteiligten sich rund 400 Immobilieninvestoren und -bewerter mit einem Anlage- und Bewertungsvolumen von 355 Milliarden Franken. 
© Keystone-SDA



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Schweizer Hypotheken: Mehrrendite gegenüber Obligationen


Was ändert sich im Portfolio, wenn eine Pensionskasse Hypotheken anstelle des SBI AAA-BBB Index einsetzt?

Der SBI AAA-BBB Index ist ein gemischter Obligationenindex der sich zu rund 35 Prozent aus Staats- und staatsnahen Anleihen, zu circa 28 Prozent aus Unternehmensanleihen, etwa 34 Prozent aus Pfandbriefanleihen und zu 3 Prozent aus weiteren Anleihen zusammensetzt.

Mit dem Einsatz von Hypotheken anstelle des SBI AAA-BBB Index reduzieren Investorinnen und Investoren den Anteil an Staats- und Unternehmensanleihen in ihrem Portfolio zugunsten von pfandbriefgesicherten Anleihen (Hypotheken). Anders als bei klassischen Pfandbriefanleihen, kann bei Hypotheken zusätzlich die Marge des Kreditgebers abgeschöpft werden.

Dadurch profitieren Investorinnen und Investoren von einer systematischen Mehrrendite. Des Weiteren sind Investitionen in Hypotheken im Vergleich zu Staats- und Unternehmensanleihen zusätzlich besichert – mit der finanzierten Immobilie.



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Mit CredEx bekommt die Schweiz eine neue Auktionsplattform für Hypotheken


Ein Konsortium bringt Bewegung in den Schweizer Hypothekenmarkt: Neues Ökosystem mit Auktionsplattform verknüpft Angebot und Nachfrage.

Als “börsenähnliche Auktionsplattform” für Hypotheken bezeichnen die Gründungsunternehmen ihr Joint Venture, das unter der Marke CredEx (Credit Exchange) segelt.

Über diese Auktionsplattform sollen alle Marktteilnehmer verknüpft und miteinander verbunden werden. Auf der einen Seite Kreditnehmer, welche als Hausbesitzer oder Käufer auf der Plattform ihre individuelle Anfrage für Hypotheken starten können. Auf der anderen Seite beteiligte Partner als Vertriebspartner oder Hypotheken-Anbieter, also zum Beispiel Banken, Versicherungen und Pensionskassen.

Wer hinter CredEx steht

Die Zusammensetzung des Konsortiums, das die Hypotheken-Auktionsplattforn innerhalb des Joint Ventures Credit Exchange AG lanciert, ist interessant. Zwei Versicherer, eine Bank und ein Telekommunikations-Unternehmen gehören zu den Gründern, eines der Big Four ist als strategischer Partner mit im Boot.

Gründungsunternehmen

  • Mobiliar
  • Swisscom
  • Vaudoise
  • Clientis Zürcher Regionalbank

Strategischer Partner

Die beteiligten Unternehmen haben gestern im Rahmen des Digitaltags 2018 in Zürich ihr Projekt vorgestellt. Hanspeter Ackermann, CEO der Credit Exchange zu den Zielen der Plattform:

Mit der Credit Exchange wollen wir den Hypothekarmarkt innovieren. Die Verknüpfung von Endkunden, Vertrieb und Kreditgeber bringt für alle mehr Effizienz und Transparenz. Und sie eröffnet den Teilnehmern neue Märkte.

Wer was davon hat

Nach Aussagen der Gründer profitieren alle Beteiligten, zumal mit der Plattform-Lösung von Credit Exchange erstmalig eine Trennung von Vertrieb, Abwicklung und Kreditgeber bei der Vergabe von Hypotheken möglich werde. Die Gründer fassen die Vorteile für die verschiedenen Gruppen mit folgenden Argumenten zusammen:

Für Hypothekarnehmer

  • Einfacher Zugang zu den günstigsten Hypothekarzinsen in Echtzeit
  • Professionelle Beratung durch Ansprechpartner Ihrer Wahl
  • Systematische Angebotserstellung durch Echtzeitauktion garantiert Transparenz
  • Minimierung der Suchkosten durch einmalige Abfrage aller Anbieter
  • Verbindliche Offerte wird sofort erstellt

Für Banken, Versicherungen und Vermittler

  • Optimierung und Erhalt der Kundenschnittstelle durch Fokus auf das Kundenerlebnis
  • Deutliche Reduktion der administrativen Aufwendungen durch ausgelagerte Abwicklung und Bestandspflege
  • Kompetitives Angebot durch Zugang zu grossem Kapitalgebernetzwerk

Für Kreditgeber

  • Zugang zu einem dichten, schweizweiten Vertriebsnetz
  • Flexibilität durch effizienten Sekundärmarkt
  • Sicherheit durch eigenes Risikomodell und jederzeit freie Volumen- und Preissteuerung
  • Diversifizierung der Risiken durch die Möglichkeiten des neuen Ecosystems

Das Konsortium positioniert die Auktionsplattform als ein reines Business-to-Business-Geschäft. Vertriebspartner könnten für ihre Kunden über die Plattform direkt und transparent Angebote evaluieren und prüfen. Die Credit Exchange ist komplementär aufgestellt, soll die angeschlossenen Partner administrativ entlasten und mehr Transparenz und Effizienz im gesamten Markt ermöglichen. 

Ein Ökosystem für Hypotheken

Das Ökosystem für Hypotheken soll wachsen und sämtliche Beteiligten auf Kunden- sowie auf Vertriebs- und Kreditgeberseite verbinden. Neben zusätzlichem Komfort und günstigeren Hypotheken für Kreditnehmer, sieht das Konsortium insbesondere auch neue Möglichkeiten für Kreditgeber im Hypotheken-Ökosystem. Vor allem deshalb, weil Kreditgeber “mit der Plattform Zugang zu einem weitverzweigten Netz an angeschlossenen Vertriebspartnern erhalten und so in kleine und bisher unerschlossene Märkte vordringen können. Das macht die neue Plattform auch für Pensionskassen attraktiv, die damit überhaupt erst in das Geschäft mit Hypotheken einsteigen können.”

Die fünf Unternehmen, die als Gründer hinter der Credit Exchange AG stehen, begleiten die weitere Entwicklung der Hypotheken-Auktionsplattform als aktive Mitglieder des Verwaltungsrates. Zu den langfristigen Perspektiven der Plattform meint Verwaltungsratspräsident Thomas Müller:

Langfristig soll dieses umfassende neue Ecosystem im Schweizer Hypothekarmarkt jedem Teilnehmer erlauben, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Damit erhält der Endkunde nicht nur das günstigste Angebot, sondern auch ein ausgezeichnetes Gesamterlebnis.

Neue Bewegung im Schweizer Hypothekenmarkt

Die neue Auktionsplattform für Hypotheken, welche Angebot und Nachfrage verknüpft, bringt neue Dynamik in den Schweizer Hypothekenmarkt. Endkunden werden sicher profitieren, beteiligte Partner in unterschiedlicher Stärke ebenfalls. 

Das neue Ökosystem für Hypotheken der CredEx steht weiteren Partnern offen und dürfte vor allem von Versicherungen und Pensionskassen als Einladung verstanden werden, sich stärker im Markt der Hypotheken zu engagieren. Ein Engagement, das nicht den Kuchen grösser macht, die Zahl der Anbieter möglicherweise aber schon. Zusätzlicher Druck auf die Margen könnte sich positiv auf die Konditionen von Hypokunden auswirken. 

CredEx erinnert als Auktionsplattform an das Konzept des Startups Hypoauktion, das als Marktplatz für Hypotheken nach eigenen Angaben mit rund 70 Finanzierungspartnern operiert. Das Joint Venture Credit Exchange plant jedoch in grösseren Dimensionen und will ein Ökosystem etablieren, das auch in Services und Prozessen beteiligte Partner verbindet – Open Hypo gewissermassen.

Ein Geschäftsmodell, das im Ansatz auch die Valiant Bank testen will: Valiant bietet Hypotheken-Kunden verschiedene Offerten, auch solche von der Konkurrenz. 

Die verschiedenen Initiativen zeigen, dass auch im Hypothekenmarkt verstärkt Grenzen getestet und erweitert werden. 





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Studie der Großbank UBS: Immobilienpreise in Frankfurt und München deutlich gesunken


Studie der Großbank UBS
Immobilienpreise in Frankfurt und München deutlich gesunken