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Immobilienmarkt Schweiz: Logistikgebäude begehrter als Büros – News

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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Industrie- und Logistikgebäude sind gefragt. Was hinter der Entwicklung steckt – und weshalb Investoren genau hinschauen.

Unterschätzte Immobilien: Dass Einfamilienhäuser und Wohnungen immer teurer werden, das ist bekannt, die Preise sind astronomisch. Im Schatten dazu stehen Industrie- und Logistikgebäude. Sie würden unterschätzt, so das Fazit einer Studie der Immobilienberatungsfirma Wüest Partner. Die Nachfrage nach solchen Flächen und Gebäuden sei grösser als man erwarten würde. Mit dem zunehmenden Onlinehandel seien moderne Logistikzentren wichtiger geworden und dank der florierenden Pharmaindustrie seien auch Industriegebäude gefragt.

Bedarf nimmt zu: In der Logistikbranche gibt es derzeit 25 Prozent mehr Beschäftigte als noch vor zehn Jahren. Demzufolge braucht es auch mehr Gebäude: «Gefragt sind grosse, hochautomatisierte Distributionszentren mit Hochregallagern und Robotik sowie ergänzend urbane Lager für die letzte Meile», sagt Robert Weinert, Studienleiter von Wüest Partner. Die Kombination aus robuster Nachfrage und knappem Angebot habe die Mieten für Lagerhäuser seit 2021 in praktisch allen europäischen Logistikmärkten steigen lassen, so auch in der Schweiz.

Legende:


Logistikzentrum eines Schweizer Onlinehändlers. Solche Anlagen brauchen viel Platz und Flächen.


KEYSTONE/Peter Schneider

Angebot bleibt knapp: Trotz grosser Bauprojekte gibt es laut Studie in der Schweiz einen Mangel an Lagerhallen und Industrieimmobilien. Lediglich zwischen 1 und 1.5 Prozent der bestehenden Industrie- und Lagerflächen seien frei verfügbar, deutlich weniger als bei den Büros und den Mietwohnungen. Das Angebot bleibe weiter knapp, denn es gebe wenig verfügbares Bauland und die Verfahren für Baubewilligungen seien kompliziert und lang.

Pharma statt Maschinen: «Von den Schwierigkeiten in der Industrie ist auf dem Immobilienmarkt wenig zu spüren», sagt Robert Weinert zur Flaute in der Maschinenindustrie. Die boomende Logistik absorbiere zusätzliche Flächen, und weil kaum neues Industriebauland entstehe, treffe selbst eine gedämpfte Nachfrage auf ein noch knapperes Angebot. Von einem erhöhten Risiko seien lediglich ältere oder stark spezialisierte Objekte an peripheren Lagen betroffen.

Legende:


Schubladen so weit das Auge reicht: Hochregallager einer Schweizer Firma.


Keystone / CHRISTIAN BEUTLER

Neue Investitionen: Zwischen dem 2. Quartal 2025 und dem 1. Quartal 2026 wurden in der Schweiz Baubewilligungen für Industrie- und Logistikflächen im Umfang von 4.4 Milliarden Franken erteilt. Dies zeigt, dass es nach wie vor einen grossen Bedarf gibt. Zum Vergleich: Für Büroflächen wurden im gleichen Zeitraum Baubewilligungen von 1.9 Milliarden Franken budgetiert, also deutlich weniger. Industrie- und Logistikgebäude sind derzeit attraktiver als Büroflächen.

Die grössten Industriebauten der Schweiz


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Zu den wichtigsten in den vergangenen zwei Jahren bewilligten Projekten zählt die neue Produktionsstätte der Uhrenmarke Rolex in Bulle. Das Grossprojekt umfasst Produktionsflächen, Verwaltungsgebäude und Lagerräume, verteilt auf fünf Gebäude mit einer Gesamtfläche von über 250 000 m². Längerfristig könnten dort bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen.

Zu den weiteren bedeutenden Bauprojekten gehören ein Industrie- und Logistikkomplex im Kanton Zug sowie Logistikzentren mit Hochregallagern in Morges und Aarau. Auch die Kantone Genf und Zürich verzeichnen eine hohe Zahl grösserer Bauvorhaben: In den vergangenen zwei Jahren wurden dort jeweils fast zwanzig Projekte mit einem Investitionsvolumen von mindestens 10 Millionen Franken bewilligt.

Hohe Mieten: Im internationalen Vergleich sind die Mieten in den grossen Schweizer Städten für Industrie- und Logistikimmobilien sehr hoch und liegen zum Teil bei über 300 Euro pro Jahr und Quadratmeter. Zürich und Genf belegen in der Liste der teuersten europäischen Städte die Plätze zwei und drei, nur gerade in London sind die Mieten für solche Liegenschaften noch höher. In Amsterdam, Barcelona und Frankfurt wiederum kann man Industriehallen und Lagerräume im Vergleich zu Zürich zum halben Preis mieten.

Wo sind die Logistikzentren


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Legende:


Wüest Partner

Die Arbeitsplätze in den Bereichen Transport, Logistik und Distribution konzentrieren sich vor allem rund um die grossen Wirtschaftszentren: Zürich, Genf, Basel und Bern sowie, in geringerem Masse, Lausanne. Die Achse Zürich–Olten nimmt dank zentraler Lage und der Anbindung an die wichtigsten Strassen- und Schienennetze eine besondere Position ein. Weitere bedeutende Konzentrationen finden sich zwischen Zug und Luzern sowie auf dem Korridor Zürich–Winterthur–St. Gallen.

Höhere Rendite als bei Büros: Aus Sicht von Wüst Partner sind Investitionen in Industrie- und Lagerhallen für institutionelle Anleger wie Pensionskassen attraktiv. Die Renditen seien höher als zum Beispiel bei Investitionen in Verkaufsflächen oder Büros. Einzig Investitionen in Wohnungen seien noch etwas lukrativer.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
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Industrie- und Logistikgebäude sind gefragt. Was hinter der Entwicklung steckt – und weshalb Investoren genau hinschauen.

Unterschätzte Immobilien: Dass Einfamilienhäuser und Wohnungen immer teurer werden, das ist bekannt, die Preise sind astronomisch. Im Schatten dazu stehen Industrie- und Logistikgebäude. Sie würden unterschätzt, so das Fazit einer Studie der Immobilienberatungsfirma Wüest Partner. Die Nachfrage nach solchen Flächen und Gebäuden sei grösser als man erwarten würde. Mit dem zunehmenden Onlinehandel seien moderne Logistikzentren wichtiger geworden und dank der florierenden Pharmaindustrie seien auch Industriegebäude gefragt.

Bedarf nimmt zu: In der Logistikbranche gibt es derzeit 25 Prozent mehr Beschäftigte als noch vor zehn Jahren. Demzufolge braucht es auch mehr Gebäude: «Gefragt sind grosse, hochautomatisierte Distributionszentren mit Hochregallagern und Robotik sowie ergänzend urbane Lager für die letzte Meile», sagt Robert Weinert, Studienleiter von Wüest Partner. Die Kombination aus robuster Nachfrage und knappem Angebot habe die Mieten für Lagerhäuser seit 2021 in praktisch allen europäischen Logistikmärkten steigen lassen, so auch in der Schweiz.

Legende:


Logistikzentrum eines Schweizer Onlinehändlers. Solche Anlagen brauchen viel Platz und Flächen.


KEYSTONE/Peter Schneider

Angebot bleibt knapp: Trotz grosser Bauprojekte gibt es laut Studie in der Schweiz einen Mangel an Lagerhallen und Industrieimmobilien. Lediglich zwischen 1 und 1.5 Prozent der bestehenden Industrie- und Lagerflächen seien frei verfügbar, deutlich weniger als bei den Büros und den Mietwohnungen. Das Angebot bleibe weiter knapp, denn es gebe wenig verfügbares Bauland und die Verfahren für Baubewilligungen seien kompliziert und lang.

Pharma statt Maschinen: «Von den Schwierigkeiten in der Industrie ist auf dem Immobilienmarkt wenig zu spüren», sagt Robert Weinert zur Flaute in der Maschinenindustrie. Die boomende Logistik absorbiere zusätzliche Flächen, und weil kaum neues Industriebauland entstehe, treffe selbst eine gedämpfte Nachfrage auf ein noch knapperes Angebot. Von einem erhöhten Risiko seien lediglich ältere oder stark spezialisierte Objekte an peripheren Lagen betroffen.

Legende:


Schubladen so weit das Auge reicht: Hochregallager einer Schweizer Firma.


Keystone / CHRISTIAN BEUTLER

Neue Investitionen: Zwischen dem 2. Quartal 2025 und dem 1. Quartal 2026 wurden in der Schweiz Baubewilligungen für Industrie- und Logistikflächen im Umfang von 4.4 Milliarden Franken erteilt. Dies zeigt, dass es nach wie vor einen grossen Bedarf gibt. Zum Vergleich: Für Büroflächen wurden im gleichen Zeitraum Baubewilligungen von 1.9 Milliarden Franken budgetiert, also deutlich weniger. Industrie- und Logistikgebäude sind derzeit attraktiver als Büroflächen.

Die grössten Industriebauten der Schweiz


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Zu den wichtigsten in den vergangenen zwei Jahren bewilligten Projekten zählt die neue Produktionsstätte der Uhrenmarke Rolex in Bulle. Das Grossprojekt umfasst Produktionsflächen, Verwaltungsgebäude und Lagerräume, verteilt auf fünf Gebäude mit einer Gesamtfläche von über 250 000 m². Längerfristig könnten dort bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen.

Zu den weiteren bedeutenden Bauprojekten gehören ein Industrie- und Logistikkomplex im Kanton Zug sowie Logistikzentren mit Hochregallagern in Morges und Aarau. Auch die Kantone Genf und Zürich verzeichnen eine hohe Zahl grösserer Bauvorhaben: In den vergangenen zwei Jahren wurden dort jeweils fast zwanzig Projekte mit einem Investitionsvolumen von mindestens 10 Millionen Franken bewilligt.

Hohe Mieten: Im internationalen Vergleich sind die Mieten in den grossen Schweizer Städten für Industrie- und Logistikimmobilien sehr hoch und liegen zum Teil bei über 300 Euro pro Jahr und Quadratmeter. Zürich und Genf belegen in der Liste der teuersten europäischen Städte die Plätze zwei und drei, nur gerade in London sind die Mieten für solche Liegenschaften noch höher. In Amsterdam, Barcelona und Frankfurt wiederum kann man Industriehallen und Lagerräume im Vergleich zu Zürich zum halben Preis mieten.

Wo sind die Logistikzentren


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Wüest Partner

Die Arbeitsplätze in den Bereichen Transport, Logistik und Distribution konzentrieren sich vor allem rund um die grossen Wirtschaftszentren: Zürich, Genf, Basel und Bern sowie, in geringerem Masse, Lausanne. Die Achse Zürich–Olten nimmt dank zentraler Lage und der Anbindung an die wichtigsten Strassen- und Schienennetze eine besondere Position ein. Weitere bedeutende Konzentrationen finden sich zwischen Zug und Luzern sowie auf dem Korridor Zürich–Winterthur–St. Gallen.

Höhere Rendite als bei Büros: Aus Sicht von Wüst Partner sind Investitionen in Industrie- und Lagerhallen für institutionelle Anleger wie Pensionskassen attraktiv. Die Renditen seien höher als zum Beispiel bei Investitionen in Verkaufsflächen oder Büros. Einzig Investitionen in Wohnungen seien noch etwas lukrativer.

Quelle: www.srf.ch

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Lex Koller: Was sich für den Schweizer Immobilienmarkt ändert

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Sie vermuten sogar, dass die an der Börse gelisteten Gesellschaften eine Dekotierung droht – eine Befürchtung, welche auch in der Branche umgeht: Eine gründliche Vorabprüfung, die einem de-facto-Verbot gleichkommt, sei weder möglich noch praktikabel, denn Börsengeschäfte müssten rasch und oft sogar automatisch ausgeführt werden, sagt Marco Feusi, CEO der Immobiliengesellschaft Hiag, laut der Nachrichtenagentur SDA. Die Folge wäre: «Alle börsenkotierten Immobilienunternehmen würden sich dekotieren lassen», so Feusi.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
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Sie vermuten sogar, dass die an der Börse gelisteten Gesellschaften eine Dekotierung droht – eine Befürchtung, welche auch in der Branche umgeht: Eine gründliche Vorabprüfung, die einem de-facto-Verbot gleichkommt, sei weder möglich noch praktikabel, denn Börsengeschäfte müssten rasch und oft sogar automatisch ausgeführt werden, sagt Marco Feusi, CEO der Immobiliengesellschaft Hiag, laut der Nachrichtenagentur SDA. Die Folge wäre: «Alle börsenkotierten Immobilienunternehmen würden sich dekotieren lassen», so Feusi.

Quelle: www.beobachter.ch

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Renditeimmobilien: Expertenblick auf Markt und Trends 2026

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TEXT:

Herr Walde, wie entwickelt sich der Markt für Renditeimmobilien?

2024 war ein solides Jahr. Aber 2025 hat noch einmal eine deutliche Beschleunigung gebracht – vor allem auf der Nachfrageseite. Das hat sich bis in dieses Jahr hineingezogen. Institutionelle Investoren haben grosse Kapitalerhöhungen durchgeführt, und auch auf der privaten Seite ist klar zu spüren: Renditeimmobilien sind nach wie vor sehr gesucht. Ein konkretes Beispiel aus unserem Haus: Allein in der Stadt Zürich haben wir 2025 rund 50 Prozent mehr Mehrfamilienhäuser verkauft als im Vorjahr. Das Kapital ist vorhanden – und entsprechend sind die Preise gestiegen.

Zur Person

Claudio F. Walde ist CEO von Walde Immobilien. Das Familienunternehmen gehört zu den führenden Immobilienmaklern der Deutschschweiz und ist mit elf Standorten in den Regionen Zürich, Aargau, Zentralschweiz und Graubünden präsent. Rund 20 bis 25 Prozent des Geschäfts entfällt auf Renditeimmobilien, der Rest auf selbstgenutztes Wohneigentum.

Was passiert im Markt gerade?

Auf der Nachfrageseite haben geopolitische Unsicherheiten, relativ hohe Aktienbewertungen und das Tiefzinsumfeld dazu geführt, dass Immobilien einmal mehr als sicherer Hafen gesucht werden. Die Schweizer Immobilie ist ein solides Ankerprodukt – das spüren wir täglich. Auf der Angebotsseite gibt es aber zwei Faktoren, die im Moment für etwas Unruhe sorgen. Erstens die laufende Bau- und Zonenordnungsrevision der Stadt Zürich, deren Entwurf bis Ende Mai öffentlich auflag und bei Käufern wie Verkäufern eine gewisse Verunsicherung auslöst. Und zweitens die Wohnschutzinitiative im Kanton Zürich, die am 14. Juni zur Abstimmung kommt.

Können Sie die Zonenrevision kurz erklären?

Die Stadt Zürich überarbeitet ihre Bau- und Zonenordnung grundlegend. Es gibt Umzonungen, und gewisse Quartiere werden aufgezont, womit die Möglichkeit geschaffen wird, höher zu bauen. Allerdings gekoppelt an Auflagen wie etwa einen Pflichtanteil an preisgünstigem Wohnraum. Für Investoren bedeutet das im Moment schlicht viel Ungewissheit.

Und die Wohnschutz-Initiative?

Die Initiative will, vereinfacht gesagt, Mietzinserhöhungen nach Sanierungen erschweren und Leerkündigungen verhindern. Das klingt sozial, bremst aber Investitionen – und schafft keinen neuen Wohnraum. Dies führt käufer- und verkäuferseitig aktuell zu Unsicherheiten. Das spüren wir täglich.

Welche Art von Renditeimmobilien ist im Moment besonders attraktiv?

Was gerade sehr gesucht ist, würde ich als «Standard-Case» bezeichnen: ein gepflegtes Mehrfamilienhaus mit soliden Mieteinnahmen, gut unterhalten, kein Sanierungsrisiko, klare Rahmenbedingungen. Man weiss, womit man in den nächsten Jahren rechnen kann. Vollvermietet, gute Lage, hoher Wohnanteil – das ist das ideale Objekt. Solche Liegenschaften sind äusserst begehrt.

Gibt es in der Stadt Zürich noch «Hidden Gems» – Quartiere, deren Potenzial vom Markt unterschätzt wird?

Ehrlich gesagt: Nein – da sind wir zu spät. Die Stadt Zürich ist schlicht zu überschaubar und zu gut vernetzt; alle relevanten Lagen sind längst auf dem Radar. Was ich aber sagen kann: Es müssen nicht immer nur Zürich-Objekte sein. Baden, St. Gallen, die Zentralschweiz – wer gut angeschlossen ist, ist interessant.

Bremsen die neuen Eigenkapitalregeln?

Ganz so schlimm ist es nicht. Was wir beobachten, ist, dass Finanzierungsprozesse länger dauern. Investoren brauchen mehr Zeit, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Einen grossen Player wie die Credit Suisse vermisst man aktuell im Markt. Gleichzeitig kommen alternative Finanzierungspartner – Private-Debt-Anbieter, Pensionskassen, die zunehmend als Kreditgeber auftreten. Das Spielfeld hat sich verändert, aber ausgebremst wurde der Markt nicht. Wir machen nach wie vor viele Transaktionen.

Wie viel Eigenkapital braucht man, um ein Mehrfamilienhaus zu kaufen?

Das kommt sehr auf die individuellen Ausgangslagen an. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Banken bei einem erstmaligen Kauf im Bestand heute in der Regel mit 35 bis 40 Prozent Eigenkapital rechnen. Früher – vor den Verschärfungen – waren es bei professionellen Investoren eher 25 bis 35 Prozent. Es ist also schon mehr geworden.

Was für ein Investment empfehlen Sie mir mit Eigenmitteln von 2 Millionen Franken?

Da schicke ich Sie zuerst zu Ihrer Bank oder Ihrem Vermögensverwalter. Finanzberatung ist nicht unser Geschäft, wir vermitteln Immobilien. Aber wenn Sie meine persönliche Meinung hören wollen: Kaufen Sie ein Mehrfamilienhaus. Mit 40 Prozent Eigenkapital sind Sie bei einem Investitionsvolumen von rund 5 Millionen Franken. Das ist der realistische Einstieg heute.

Und wo? Schwamendingen oder Zollikon?

(lacht) Das kommt auf Ihre persönlichen Präferenzen an. Besuchen Sie die Quartiere. Fahren Sie vorbei. Was ich grundsätzlich empfehlen würde: einen S-Bahn-Anschluss in Fussdistanz. Einen gesunden Wohnungsmix mit verschiedenen Grössen. Und wenn die energetische Sanierung bereits gemacht und die Wärmeerzeugung nachhaltig gelöst ist – dann haben Sie das Sahnehäubchen obendrauf.

Gibt es Preisdruck am Markt?

Nein, den spüren wir ehrlich gesagt nicht. Was es gibt: Je schwieriger die Finanzierung wird, desto kleiner wird der Käuferkreis. Das kann dazu führen, dass Objekte länger auf dem Markt sind. Aber zu schmerzhaften Preiszugeständnissen ist es nicht gekommen.

Ein Ausblick auf die nächsten Jahre?

Drei Faktoren werden entscheidend sein. Erstens das regulatorische Umfeld: Was bei der Wohnschutzinitiative im Kanton Zürich passiert, was später auf eidgenössischer Ebene mit dem Mieterschutz kommt – das wird Auswirkungen auf den Markt haben. Wir sehen in Basel bereits, wie stark regulatorische Unsicherheit die Bau- und Sanierungstätigkeit bremsen kann. Zweitens das Zinsumfeld: Solange wir im Tiefzinsbereich bleiben, bleibt die Schweizer Immobilie attraktiv. Und drittens die geopolitische Lage: Die Schweiz gilt international als sicherer Hafen – politisch stabil, starke Währung, rechtssicher. Das stärkt die Nachfrage nach Schweizer Immobilien strukturell und unabhängig von kurzfristigen Marktzyklen.

Und Ihre grössten Risiken?

Eine grundlegende Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen wäre eine grosse Herausforderung. Persönlich halte ich viele der diskutierten Eingriffe für falsch und für zu kurz gegriffen. Dem Immobilienmakler sagt man übrigens seit zwanzig Jahren den Tod voraus. Ich glaube nach wie vor, dass persönliche Beratung – bei allem technologischen Fortschritt – essenziell bleibt. Man muss sich weiterentwickeln, Effizienz gewinnen. Aber ersetzen lässt sich persönliche Beratung nicht.

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Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
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Herr Walde, wie entwickelt sich der Markt für Renditeimmobilien?

2024 war ein solides Jahr. Aber 2025 hat noch einmal eine deutliche Beschleunigung gebracht – vor allem auf der Nachfrageseite. Das hat sich bis in dieses Jahr hineingezogen. Institutionelle Investoren haben grosse Kapitalerhöhungen durchgeführt, und auch auf der privaten Seite ist klar zu spüren: Renditeimmobilien sind nach wie vor sehr gesucht. Ein konkretes Beispiel aus unserem Haus: Allein in der Stadt Zürich haben wir 2025 rund 50 Prozent mehr Mehrfamilienhäuser verkauft als im Vorjahr. Das Kapital ist vorhanden – und entsprechend sind die Preise gestiegen.

Zur Person

Claudio F. Walde ist CEO von Walde Immobilien. Das Familienunternehmen gehört zu den führenden Immobilienmaklern der Deutschschweiz und ist mit elf Standorten in den Regionen Zürich, Aargau, Zentralschweiz und Graubünden präsent. Rund 20 bis 25 Prozent des Geschäfts entfällt auf Renditeimmobilien, der Rest auf selbstgenutztes Wohneigentum.

Was passiert im Markt gerade?

Auf der Nachfrageseite haben geopolitische Unsicherheiten, relativ hohe Aktienbewertungen und das Tiefzinsumfeld dazu geführt, dass Immobilien einmal mehr als sicherer Hafen gesucht werden. Die Schweizer Immobilie ist ein solides Ankerprodukt – das spüren wir täglich. Auf der Angebotsseite gibt es aber zwei Faktoren, die im Moment für etwas Unruhe sorgen. Erstens die laufende Bau- und Zonenordnungsrevision der Stadt Zürich, deren Entwurf bis Ende Mai öffentlich auflag und bei Käufern wie Verkäufern eine gewisse Verunsicherung auslöst. Und zweitens die Wohnschutzinitiative im Kanton Zürich, die am 14. Juni zur Abstimmung kommt.

Können Sie die Zonenrevision kurz erklären?

Die Stadt Zürich überarbeitet ihre Bau- und Zonenordnung grundlegend. Es gibt Umzonungen, und gewisse Quartiere werden aufgezont, womit die Möglichkeit geschaffen wird, höher zu bauen. Allerdings gekoppelt an Auflagen wie etwa einen Pflichtanteil an preisgünstigem Wohnraum. Für Investoren bedeutet das im Moment schlicht viel Ungewissheit.

Und die Wohnschutz-Initiative?

Die Initiative will, vereinfacht gesagt, Mietzinserhöhungen nach Sanierungen erschweren und Leerkündigungen verhindern. Das klingt sozial, bremst aber Investitionen – und schafft keinen neuen Wohnraum. Dies führt käufer- und verkäuferseitig aktuell zu Unsicherheiten. Das spüren wir täglich.

Welche Art von Renditeimmobilien ist im Moment besonders attraktiv?

Was gerade sehr gesucht ist, würde ich als «Standard-Case» bezeichnen: ein gepflegtes Mehrfamilienhaus mit soliden Mieteinnahmen, gut unterhalten, kein Sanierungsrisiko, klare Rahmenbedingungen. Man weiss, womit man in den nächsten Jahren rechnen kann. Vollvermietet, gute Lage, hoher Wohnanteil – das ist das ideale Objekt. Solche Liegenschaften sind äusserst begehrt.

Gibt es in der Stadt Zürich noch «Hidden Gems» – Quartiere, deren Potenzial vom Markt unterschätzt wird?

Ehrlich gesagt: Nein – da sind wir zu spät. Die Stadt Zürich ist schlicht zu überschaubar und zu gut vernetzt; alle relevanten Lagen sind längst auf dem Radar. Was ich aber sagen kann: Es müssen nicht immer nur Zürich-Objekte sein. Baden, St. Gallen, die Zentralschweiz – wer gut angeschlossen ist, ist interessant.

Bremsen die neuen Eigenkapitalregeln?

Ganz so schlimm ist es nicht. Was wir beobachten, ist, dass Finanzierungsprozesse länger dauern. Investoren brauchen mehr Zeit, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Einen grossen Player wie die Credit Suisse vermisst man aktuell im Markt. Gleichzeitig kommen alternative Finanzierungspartner – Private-Debt-Anbieter, Pensionskassen, die zunehmend als Kreditgeber auftreten. Das Spielfeld hat sich verändert, aber ausgebremst wurde der Markt nicht. Wir machen nach wie vor viele Transaktionen.

Wie viel Eigenkapital braucht man, um ein Mehrfamilienhaus zu kaufen?

Das kommt sehr auf die individuellen Ausgangslagen an. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Banken bei einem erstmaligen Kauf im Bestand heute in der Regel mit 35 bis 40 Prozent Eigenkapital rechnen. Früher – vor den Verschärfungen – waren es bei professionellen Investoren eher 25 bis 35 Prozent. Es ist also schon mehr geworden.

Was für ein Investment empfehlen Sie mir mit Eigenmitteln von 2 Millionen Franken?

Da schicke ich Sie zuerst zu Ihrer Bank oder Ihrem Vermögensverwalter. Finanzberatung ist nicht unser Geschäft, wir vermitteln Immobilien. Aber wenn Sie meine persönliche Meinung hören wollen: Kaufen Sie ein Mehrfamilienhaus. Mit 40 Prozent Eigenkapital sind Sie bei einem Investitionsvolumen von rund 5 Millionen Franken. Das ist der realistische Einstieg heute.

Und wo? Schwamendingen oder Zollikon?

(lacht) Das kommt auf Ihre persönlichen Präferenzen an. Besuchen Sie die Quartiere. Fahren Sie vorbei. Was ich grundsätzlich empfehlen würde: einen S-Bahn-Anschluss in Fussdistanz. Einen gesunden Wohnungsmix mit verschiedenen Grössen. Und wenn die energetische Sanierung bereits gemacht und die Wärmeerzeugung nachhaltig gelöst ist – dann haben Sie das Sahnehäubchen obendrauf.

Gibt es Preisdruck am Markt?

Nein, den spüren wir ehrlich gesagt nicht. Was es gibt: Je schwieriger die Finanzierung wird, desto kleiner wird der Käuferkreis. Das kann dazu führen, dass Objekte länger auf dem Markt sind. Aber zu schmerzhaften Preiszugeständnissen ist es nicht gekommen.

Ein Ausblick auf die nächsten Jahre?

Drei Faktoren werden entscheidend sein. Erstens das regulatorische Umfeld: Was bei der Wohnschutzinitiative im Kanton Zürich passiert, was später auf eidgenössischer Ebene mit dem Mieterschutz kommt – das wird Auswirkungen auf den Markt haben. Wir sehen in Basel bereits, wie stark regulatorische Unsicherheit die Bau- und Sanierungstätigkeit bremsen kann. Zweitens das Zinsumfeld: Solange wir im Tiefzinsbereich bleiben, bleibt die Schweizer Immobilie attraktiv. Und drittens die geopolitische Lage: Die Schweiz gilt international als sicherer Hafen – politisch stabil, starke Währung, rechtssicher. Das stärkt die Nachfrage nach Schweizer Immobilien strukturell und unabhängig von kurzfristigen Marktzyklen.

Und Ihre grössten Risiken?

Eine grundlegende Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen wäre eine grosse Herausforderung. Persönlich halte ich viele der diskutierten Eingriffe für falsch und für zu kurz gegriffen. Dem Immobilienmakler sagt man übrigens seit zwanzig Jahren den Tod voraus. Ich glaube nach wie vor, dass persönliche Beratung – bei allem technologischen Fortschritt – essenziell bleibt. Man muss sich weiterentwickeln, Effizienz gewinnen. Aber ersetzen lässt sich persönliche Beratung nicht.

Quelle: www.bilanz.ch

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Bundesratspläne zur Lex Koller sorgen für Frontenbildung

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TEXT:

Der Bundesrat will mit der Verschärfung auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt reagieren. Personen im Ausland sollen künftig keine Aktien von börsenkotierten Wohnimmobiliengesellschaften mehr kaufen dürfen. Die Vernehmlassung zu den Plänen endete am Mittwoch.

SP und SVP unterstützten die Vorlage. Ausländisches Kapital heize die Immobilienpreise an, argumentierten sie.

Wirtschaftsverbände, die Mitte-Partei und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) lehnten die Pläne hingegen ab. Sie warnten vor Nachteilen für den Wirtschaftsstandort. Mehrere Immobilienfirmen drohten mit einem Rückzug von der Börse. Die vorgeschlagene Prüfpflicht sei unrealistisch, sagte Hiag-CEO Marco Feusi.

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TEXT:

Der Bundesrat will mit der Verschärfung auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt reagieren. Personen im Ausland sollen künftig keine Aktien von börsenkotierten Wohnimmobiliengesellschaften mehr kaufen dürfen. Die Vernehmlassung zu den Plänen endete am Mittwoch.

SP und SVP unterstützten die Vorlage. Ausländisches Kapital heize die Immobilienpreise an, argumentierten sie.

Wirtschaftsverbände, die Mitte-Partei und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) lehnten die Pläne hingegen ab. Sie warnten vor Nachteilen für den Wirtschaftsstandort. Mehrere Immobilienfirmen drohten mit einem Rückzug von der Börse. Die vorgeschlagene Prüfpflicht sei unrealistisch, sagte Hiag-CEO Marco Feusi.

Quelle: www.radiocentral.ch

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Die Swiss-Prime-Site-Aktie bleibt von stabilen Immobilienerträgen gestützt

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Swiss Prime Site, CH0011029946

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 01:04 Uhr,
Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Swiss-Prime-Site-Aktie steht für einen der größten kotierten Immobilienwerte der Schweiz. Der Konzern setzt auf hochwertige Büro- und Handelsflächen, was sich in soliden Mieterträgen und einer robusten Vermietungsquote widerspiegelt.






Swiss Prime Site, CH0011029946, Illustration mit AI erstellt.