Der Referenzzinssatz ist der durchschnittliche Zinssatz aller Hypotheken in der Schweiz. Der Mietzins ist an den Referenzzinssatz gekoppelt. Sinkt der Referenzzins haben Mieter*innen grundsätzlich Anspruch auf eine Mietzinssenkung. Oft senken Vermieter*innen die Miete jedoch nicht von sich aus. Mieter*innen müssen deshalb selber aktiv werden.
Prüfen Sie zuerst, ob Sie einen Anspruch auf eine Mietzinssenkung haben und wie gross dieser ist. Anschliessend schicken Sie Ihrer Vermieterschaft einen Brief mit dem Herabsetzungsbegehren. Am besten gleich jetzt!
Habe ich Anspruch auf eine Mietzinssenkung?
Basiert Ihr Mietzins auf einem höheren als dem aktuellen Referenzzinssatz, steht Ihnen eine Senkung des Nettomietzinses um einen festen Prozentsatz zu. Achtung: Die Vermieterschaft kann die Teuerung und die allgemeine Kostensteigerung mit Ihrem Senkungsanspruch verrechnen. Überprüfen Sie deshalb Ihren Mietzins immer, bevor Sie ein Herabsetzungsbegehren stellen.
Wie überprüfe ich, ob ich Anspruch auf eine Reduktion habe? Mit unserem Mietzinsrechner
Unter mzr.mieterverband.ch/senkung bietet unser Mietzinsrechner eine schnelle und einfache Prüfung. Am Schluss bekommen Sie ein personalisiertes Schreiben, das Sie Ihrer Vermieterschaft eingeschrieben schicken können. Die Mietzinsreduktion wird immer erst auf den nächsten Kündigungstermin wirksam.
Brief an die Vermieterschaft geschickt? So geht‘s weiter
Wenn Ihre Miete gesenkt wird, sollten Sie prüfen, ob der neue Mietzins richtig berechnet ist. Wenn Sie mit der Antwort der Vermieterschaft nicht einverstanden sind, können Sie innert 30 Tagen ab Erhalt der Antwort bei der Schlichtungsbehörde Ihres Wohnbezirks ein Herabsetzungsbegehren einreichen. Auch wenn die Vermieterschaft auf Ihr Herabsetzungsbegehren nicht antwortet, können Sie an die Schlichtungsbehörde gelangen und dort ein Herabsetzungsbegehren stellen. Dieses müssen Sie spätestens 60 Tage ab Versand des ursprünglichen Herabsetzungsbegehrens an Ihre Vermieterschaft abschicken. Das Verfahren ist kostenlos. Lassen Sie sich dafür vom Mieterinnen- und Mieterverband beraten.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
HAMBURG (dpa-AFX Analyser) – Berenberg hat LEG auf “Buy” mit einem Kursziel von 99 Euro belassen. Der Immobilienkonzern habe das übernommene Portfolio von Brack Capital Properties (BCP) erfolgreich integriert und bei einer Branchenveranstaltung der Privatbank für 2026 eine weitere Margensteigerung in Aussicht gestellt, schrieb Kai Klose in seiner Einschätzung vom Mittwochabend. Er hält die Unternehmensziele für das kommende Jahr für erreichbar.
/rob/gl/tih Veröffentlichung der Original-Studie: 26.11.2025 / 18:17 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben
Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
HAMBURG (dpa-AFX Analyser) – Berenberg hat LEG auf “Buy” mit einem Kursziel von 99 Euro belassen. Der Immobilienkonzern habe das übernommene Portfolio von Brack Capital Properties (BCP) erfolgreich integriert und bei einer Branchenveranstaltung der Privatbank für 2026 eine weitere Margensteigerung in Aussicht gestellt, schrieb Kai Klose in seiner Einschätzung vom Mittwochabend. Er hält die Unternehmensziele für das kommende Jahr für erreichbar.
/rob/gl/tih Veröffentlichung der Original-Studie: 26.11.2025 / 18:17 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben
Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Zahlreiche Plattformen machen Geld aus der Wohnungsknappheit in Zürich. Dabei kassieren sie nicht nur von den Suchenden, auch das Inserieren kann teuer werden.
Wer in Zürich eine Wohnung finden möchte, muss derzeit tief ins Portemonnaie greifen. – Tsüri.ch / Sophie Wagner
Wer in Zürich eine Wohnung finden möchte, muss tief ins Portemonnaie greifen, und das nicht erst bei der Miete: Schon die Suche kann einem teuer zu stehen kommen. Immer mehr Plattformen bieten Abos und Premium-Versionen an.
Diese sollen die Chancen steigern, eine Wohnung zu finden, doch vor allem schlagen sie Kapital aus der Wohnungsknappheit.
So kostet ein Premium-Abo bei «Erstbezug.ch» stolze 49 Franken im Monat – oder 200 Franken für ein ganzes Jahr. Dafür verspricht die Website etwa eine frühzeitige Kontaktaufnahme und «exklusiv recherchierte Inserate».
Die Plattform Zueriwohnung verlangt fünf Franken pro Monat, Flatfox 30 Franken und auf Homegate gibt es ein Dreimonatsabo für 120 Franken.
Walter Angst vom Mieterinnen- und Mieterverband Zürich bezeichnet diese Praxis als «Katastrophe». Eingeführt worden sei diese von Flatfox, andere hätten nachgezogen.
«Ein ganz übler Verein», findet er und erinnert daran, dass der Anbieter auch schon Besichtigungstermine an Meistbietende vergeben hat.
Zudem habe die Plattform in der Vergangenheit Klauseln in Verträge eingebaut, damit Mieterinnen und Mieter den Anfangsmietzins nicht anfechten dürfen.
Sogar für die Suche nach Genossenschaftswohnungen lässt sich Geld ausgeben: Plattformen wie «genossenschaffen.ch» und «gnossizh.ch» verlangen 5 Franken beziehungsweise 4.50 Franken im Monat und stellen dafür alle Inserate der Zürcher Genossenschaften zusammen.
Schon vor der ersten Miete können Suchende viel Geld ausgeben. Die Preise für die Online-Plattformen ziehen immer weiter an. – Screenshot
Die Wohnbaugenossenschaften Zürich (WBG) schreiben dazu auf Anfrage, die allermeisten Genossenschaften würden ihre Wohnungen frei und öffentlich zugänglich ausschreiben. Ein kostenpflichtiger Service sei daher «nicht notwendig».
Das grösste Problem sei jedoch das knappe Angebot: «Darum setzen wir unseren Fokus auf die Schaffung von mehr gemeinnützigen Wohnungen.»
Inserieren für 300 Franken in der Woche
Nicht nur für Suchende wird es auf dem Wohnungsmarkt schnell teuer: Auch, wer eine Liegenschaft inseriert, muss zahlen, um dem Inserat zur nötigen Sichtbarkeit zu verhelfen.
Damit setzen die Plattformen auf ein ganz ähnliches Modell wie Tinder oder andere Datingapps: Wer zahlt, wird mehr gesehen.
Nach zwei Gratisinseraten kostet auf Flatfox jedes weitere 100 Franken. Bei Immoscout24 kostet das Inserieren gemäss Website zwischen 50 und 340 Franken – in der Woche.
Für die Preise, für die man heute eine Wohnung inserieren kann, konnte man vor nicht allzu langer Zeit noch eine Wohnung mieten: Im Jahr 2006 kostete eine durchschnittliche 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt Zürich noch 1236 Franken im Monat.
Insbesondere in Zürich ist die Wohnungsnot derzeit gross. – keystone
Das knappe Wohnungsangebot in Zürich hat offenbar dazu geführt, dass Online-Plattformen das grosse Geld wittern. Gemäss Zahlen der Stadt stand am Stichtag im Juni 2025 nur eine von tausend Wohnungen frei.
Der Druck auf die Suchenden ist enorm: Inserate sind im Schnitt nur 18 Tage online, wie Zahlen des Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft Zürich (SVIT) zeigen.
Es gibt aber noch ein weiterer Faktor, der das System befeuert. Denn Homegate, Flatfox, Immoscout24 gehören alle demselben Unternehmen: der Swiss Marketplace Group (SMG).
Neben den Immobilienplattformen gehören ihr auch Ricardo, Tutti, Anibis und Autoscout24 – die Liste ist lang.
Die SMG ist im Jahr 2021 aus einer Kooperation zwischen der TX Group und Scout24 Schweiz entstanden. Während die Verlagshäuser TX Group – vormals Tamedia AG – und Ringier im Journalismus konkurrieren, spannen sie bei Verkaufsplattformen zusammen.
So hält die TX Group 31,5 Prozent an dem Unternehmen, die Mobiliar Versicherung und Ringier je 29,5 Prozent. Die restlichen zehn Prozent liegen beim US-amerikanischen «Wachstumsinvestor» General Atlantic.
Die Zeitungen von Ringier und TX Group wie etwa der Blick oder der Tages-Anzeiger berichten zwar über die Wohnkrise, doch ihre Verlage schlagen Profit daraus.
Grösster europäische Börsengang des Jahres
Die NZZ machte bereits Anfang 2024 auf die Monopolisierung durch die SMG aufmerksam, sprach von einem Wettbewerbsproblem und titelte: «Schröpfen die Portale ihre Kunden?»
Gemäss dem Artikel wünscht sich der SMG-Chef Christoph Tonini ein Umsatzwachstum von 15 Prozent – jährlich. Um das zu erreichen, hat er die Preise auf den Plattformen weiter angezogen.
Mit ihrer Monopol-ähnlichen Stellung dürfte die SMG auch das Interesse der Wettbewerbskommission (Weko) wecken. Doch dafür ist das Unternehmen noch zu klein.
Für das Jahr 2024 betrug ihr Umsatz 291 Millionen Franken, eine Meldepflicht bei der Weko besteht ab 500 Millionen Franken. Doch steigt der Umsatz weiter wie bisher, würde die SMG diese Marke schon in wenigen Jahren knacken.
Als das Unternehmen im September an die Börse ging, handelte es sich um den grössten europäischen Börsengang dieses Jahres. Seither ist die Aktie jedoch um mehr als ein Drittel eingebrochen.
Seit September ist die Swiss Marketplace Group an der Börse. Nach einem guten Start ist die Aktie um ein Drittel eingebrochen. – Screenshot Google
Was für die SMG ein grosser Erfolg bedeutet, kann Wohnungssuchende in die Verzweiflung treiben. Doch nicht alle Plattformen haben der Profitmaximierung hingegeben.
So etwa der tägliche Newsletter von Immomailing, für den Kundinnen und Kunden einmalig 49 Franken zahlen müssen. Das Inserieren ist für alle kostenlos.
Und auf «newhome.ch» können Vermieterinnen und Vermieter für 20 Franken im Monat und eine kleine tägliche Pauschale inserieren. Für private Mietende, die einen Nachmieter suchen, ist das Inserieren sieben Tage kostenlos.
Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst bei «Tsüri.ch» erschienen. Autor Dominik Fischer ist Redaktor beim Zürcher Stadtmagazin.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Zahlreiche Plattformen machen Geld aus der Wohnungsknappheit in Zürich. Dabei kassieren sie nicht nur von den Suchenden, auch das Inserieren kann teuer werden.
Wer in Zürich eine Wohnung finden möchte, muss derzeit tief ins Portemonnaie greifen. – Tsüri.ch / Sophie Wagner
Wer in Zürich eine Wohnung finden möchte, muss tief ins Portemonnaie greifen, und das nicht erst bei der Miete: Schon die Suche kann einem teuer zu stehen kommen. Immer mehr Plattformen bieten Abos und Premium-Versionen an.
Diese sollen die Chancen steigern, eine Wohnung zu finden, doch vor allem schlagen sie Kapital aus der Wohnungsknappheit.
So kostet ein Premium-Abo bei «Erstbezug.ch» stolze 49 Franken im Monat – oder 200 Franken für ein ganzes Jahr. Dafür verspricht die Website etwa eine frühzeitige Kontaktaufnahme und «exklusiv recherchierte Inserate».
Die Plattform Zueriwohnung verlangt fünf Franken pro Monat, Flatfox 30 Franken und auf Homegate gibt es ein Dreimonatsabo für 120 Franken.
Walter Angst vom Mieterinnen- und Mieterverband Zürich bezeichnet diese Praxis als «Katastrophe». Eingeführt worden sei diese von Flatfox, andere hätten nachgezogen.
«Ein ganz übler Verein», findet er und erinnert daran, dass der Anbieter auch schon Besichtigungstermine an Meistbietende vergeben hat.
Zudem habe die Plattform in der Vergangenheit Klauseln in Verträge eingebaut, damit Mieterinnen und Mieter den Anfangsmietzins nicht anfechten dürfen.
Sogar für die Suche nach Genossenschaftswohnungen lässt sich Geld ausgeben: Plattformen wie «genossenschaffen.ch» und «gnossizh.ch» verlangen 5 Franken beziehungsweise 4.50 Franken im Monat und stellen dafür alle Inserate der Zürcher Genossenschaften zusammen.
Schon vor der ersten Miete können Suchende viel Geld ausgeben. Die Preise für die Online-Plattformen ziehen immer weiter an. – Screenshot
Die Wohnbaugenossenschaften Zürich (WBG) schreiben dazu auf Anfrage, die allermeisten Genossenschaften würden ihre Wohnungen frei und öffentlich zugänglich ausschreiben. Ein kostenpflichtiger Service sei daher «nicht notwendig».
Das grösste Problem sei jedoch das knappe Angebot: «Darum setzen wir unseren Fokus auf die Schaffung von mehr gemeinnützigen Wohnungen.»
Inserieren für 300 Franken in der Woche
Nicht nur für Suchende wird es auf dem Wohnungsmarkt schnell teuer: Auch, wer eine Liegenschaft inseriert, muss zahlen, um dem Inserat zur nötigen Sichtbarkeit zu verhelfen.
Damit setzen die Plattformen auf ein ganz ähnliches Modell wie Tinder oder andere Datingapps: Wer zahlt, wird mehr gesehen.
Nach zwei Gratisinseraten kostet auf Flatfox jedes weitere 100 Franken. Bei Immoscout24 kostet das Inserieren gemäss Website zwischen 50 und 340 Franken – in der Woche.
Für die Preise, für die man heute eine Wohnung inserieren kann, konnte man vor nicht allzu langer Zeit noch eine Wohnung mieten: Im Jahr 2006 kostete eine durchschnittliche 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt Zürich noch 1236 Franken im Monat.
Insbesondere in Zürich ist die Wohnungsnot derzeit gross. – keystone
Das knappe Wohnungsangebot in Zürich hat offenbar dazu geführt, dass Online-Plattformen das grosse Geld wittern. Gemäss Zahlen der Stadt stand am Stichtag im Juni 2025 nur eine von tausend Wohnungen frei.
Der Druck auf die Suchenden ist enorm: Inserate sind im Schnitt nur 18 Tage online, wie Zahlen des Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft Zürich (SVIT) zeigen.
Es gibt aber noch ein weiterer Faktor, der das System befeuert. Denn Homegate, Flatfox, Immoscout24 gehören alle demselben Unternehmen: der Swiss Marketplace Group (SMG).
Neben den Immobilienplattformen gehören ihr auch Ricardo, Tutti, Anibis und Autoscout24 – die Liste ist lang.
Die SMG ist im Jahr 2021 aus einer Kooperation zwischen der TX Group und Scout24 Schweiz entstanden. Während die Verlagshäuser TX Group – vormals Tamedia AG – und Ringier im Journalismus konkurrieren, spannen sie bei Verkaufsplattformen zusammen.
So hält die TX Group 31,5 Prozent an dem Unternehmen, die Mobiliar Versicherung und Ringier je 29,5 Prozent. Die restlichen zehn Prozent liegen beim US-amerikanischen «Wachstumsinvestor» General Atlantic.
Die Zeitungen von Ringier und TX Group wie etwa der Blick oder der Tages-Anzeiger berichten zwar über die Wohnkrise, doch ihre Verlage schlagen Profit daraus.
Grösster europäische Börsengang des Jahres
Die NZZ machte bereits Anfang 2024 auf die Monopolisierung durch die SMG aufmerksam, sprach von einem Wettbewerbsproblem und titelte: «Schröpfen die Portale ihre Kunden?»
Gemäss dem Artikel wünscht sich der SMG-Chef Christoph Tonini ein Umsatzwachstum von 15 Prozent – jährlich. Um das zu erreichen, hat er die Preise auf den Plattformen weiter angezogen.
Mit ihrer Monopol-ähnlichen Stellung dürfte die SMG auch das Interesse der Wettbewerbskommission (Weko) wecken. Doch dafür ist das Unternehmen noch zu klein.
Für das Jahr 2024 betrug ihr Umsatz 291 Millionen Franken, eine Meldepflicht bei der Weko besteht ab 500 Millionen Franken. Doch steigt der Umsatz weiter wie bisher, würde die SMG diese Marke schon in wenigen Jahren knacken.
Als das Unternehmen im September an die Börse ging, handelte es sich um den grössten europäischen Börsengang dieses Jahres. Seither ist die Aktie jedoch um mehr als ein Drittel eingebrochen.
Seit September ist die Swiss Marketplace Group an der Börse. Nach einem guten Start ist die Aktie um ein Drittel eingebrochen. – Screenshot Google
Was für die SMG ein grosser Erfolg bedeutet, kann Wohnungssuchende in die Verzweiflung treiben. Doch nicht alle Plattformen haben der Profitmaximierung hingegeben.
So etwa der tägliche Newsletter von Immomailing, für den Kundinnen und Kunden einmalig 49 Franken zahlen müssen. Das Inserieren ist für alle kostenlos.
Und auf «newhome.ch» können Vermieterinnen und Vermieter für 20 Franken im Monat und eine kleine tägliche Pauschale inserieren. Für private Mietende, die einen Nachmieter suchen, ist das Inserieren sieben Tage kostenlos.
Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst bei «Tsüri.ch» erschienen. Autor Dominik Fischer ist Redaktor beim Zürcher Stadtmagazin.
Laut dem Vergleichsdienst Comparis sind die Zinsen nach der Zinssenkung der SNB um 25 Basispunkte auf nun 0 Prozent weiter gesunken. Die Erwartung weiterer Senkungen im Verlauf des zweiten Semesters drücken die Zinsen erneut.
Saron-Hypotheken lagen nach der Zinssenkung im Bereich zwischen 0,9 bis 1,2 Prozent, heisst es weiter. «Nach der Leitzinssenkung durch die SNB bewegt sich der Saron leicht im negativen Bereich. Vertraglich gilt in diesem Fall bei Saron-Hypotheken immer ein Wert von 0 Prozent. Die Belastung von Saron-Hypotheken wird nun ausschliesslich von der Bankenmarge bestimmt», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.
(Grafik: Comparis)
Auch Festhypotheken sind im zweiten Quartal günstiger geworden. 10-jährige Festhypotheken kosteten im Durchschnitt 1,4 bis 1,9 Prozent, während 5-jährige für 1,0 bis 1,5 Prozent angeboten wurden.
Der Richtsatz, der anhand der Referenzzinsen von 30 Finanzinstituten berechnet wird, ging für 10-jährige Festhypotheken per Ende Juni auf 1,77 Prozent von 1,92 Prozent Ende März zurück, der für 5-jährige auf 1,40 Prozent von 1,63 Prozent.
Bei der Wahl der Hypotheken-Art und den Laufzeiten gab es laut Comparis kaum Veränderungen so hätte sich rund ein Fünftel der Kundinnen und Kunden für Laufzeiten von drei Jahren und weniger entschieden. Dafon entfallen rund die Hälfte auf Saron-Hypoteken. Mittleren Laufzeiten (4 bis 7 Jahre) machen rund einen Viertel aus und lang laufende Festhypotheken mit 10 Jahren und mehr waren mit knapp der Hälfte aller Abschlüsse weiterhin am gefragtesten, wie es weiter heisst.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Immobilieninvestitionen bieten im Niedrigzinsumfeld weiterhin gute Chancen. Bildquelle: KI-generiert mit OpenAI DALL·E
Nach dem längstem Government Shutdown können Investoren in den USA wieder auf wichtige Konjunkturdaten zugreifen. Dabei zeigt sich, dass sich der US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen stabiler entwickelt hat, als von Experten erwartet wurde. Die Sorgen um die US-Wirtschaft scheinen daher leicht abzunehmen, was auch die Erwartung auf eine weitere Zinssenkung im Dezember steigen lässt. Die freundlichere Stimmung bei den Investoren spiegelt sich auch an den Aktienmärkten wider.
Der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 verzeichnete in der vergangenen Woche Kursgewinne und setzte seinen Aufwärtstrend wieder fort. Auch in Europa und der Schweiz vollzogen die Aktienindizes DAX und SMI zuletzt eine Richtungsänderung.
REAL Index
Derweil haben die Schweizer Immobilienaktien ihren Aufwärtstrend unbeirrt fortgesetzt: Der REAL Index schloss am 26. November 2025 bei 4394,6 Punkten mit einer Jahresperformance von + 19,88% – womit er nur knapp unter der im Juni 2025 verzeichneten bisherigen Höchstmarke (+ 20,42 % YTD) lag. Zu den Top-Performern im Index zählen weiterhin die Aktien von Züblin mit einem Plus von 42,1% (YTD), Hiag (+ 38,0%) und Intershop (+ 30,7 %). Das Indexschwergewicht Swiss Prime Site weist einen Wertzuwachs von 23,1% aus.
Auch die europäischen Immobilienaktien haben in der zweiten Monatshälfte eine leichte Kurserholung vollzogen. Dank diesem Richtungswechsel konnte ein Teil der vorherigen Kursverluste ausgeglichen werden: Die Performance, die vor rund einer Woche noch bei +0,10% gelegen hatte, erholte sich wieder auf + 1,94% (Price Return, nicht währungsbereinigt).
SWIIT Index
Die Schweizer Immobilienfonds erreichten am 26. November 2025 einen neuen Höchststand. Trotz höherer Kapitalnachfrage aufgrund mehrerer Kapitalerhöhungen notiert der SWIIT Index mit 590,75 Punkten auf einem neuen Rekordniveau. Dies entspricht einer Jahresperformance von + 6,86%. Bei den drei Top-Performern im Index der kotierten Schweizer Immobilienfonds handelt es sich um «kleinere» Anlagevehikel. Kurz vor Monatsende wies der UBS Property Fund – Direct Residential mit + 25,4% den höchsten Wertzuwachs im laufenden Jahr aus, gefolgt vom Dominicé Swiss Property Fund (+ 25.4 %) und vom Sustainable Real Estate Switzerland (+ 22,2 %). Alle drei Immobilienfonds verfügen über einen hohen Anteil an Wohnliegenschaften von über 70%. Das Indexschwergewicht UBS Sima, mit rund 50% Wohnimmobilien im Portfolio, legte im laufenden Jahr um 6,8% zu.
Neues Rekordjahr
Die jüngste Entwicklung bei kotierten Schweizer Immobilienanlagengefässen fasst den Verlauf des gesamten Jahres gut zusammen. Nicht nur der Indexstand erreicht Höchstwerte, auch am Primärmarkt blickt man auf ein Rekordjahr zurück. Bis zum Jahresende dürfte eine Transaktionsvolumen von knapp 5 Mrd. CHF durch Kapitalerhöhungen und Neulancierungen erreicht werden. Hinzu kommen weitere 4 Mrd. CHF an Kapitalaufnahmen durch Anlagestiftungen. Dies unterstreicht einmal mehr die Attraktivität von Immobilieninvestitionen, die im Niedrigzinsumfeld weiterhin stabile Ausschüttungen bieten.
Der Artikel in der Rubrik «Immobilienanlagen im Fokus» erscheint in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Immobilien-Magazin Immobilien Business.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Immobilieninvestitionen bieten im Niedrigzinsumfeld weiterhin gute Chancen. Bildquelle: KI-generiert mit OpenAI DALL·E
Nach dem längstem Government Shutdown können Investoren in den USA wieder auf wichtige Konjunkturdaten zugreifen. Dabei zeigt sich, dass sich der US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen stabiler entwickelt hat, als von Experten erwartet wurde. Die Sorgen um die US-Wirtschaft scheinen daher leicht abzunehmen, was auch die Erwartung auf eine weitere Zinssenkung im Dezember steigen lässt. Die freundlichere Stimmung bei den Investoren spiegelt sich auch an den Aktienmärkten wider.
Der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 verzeichnete in der vergangenen Woche Kursgewinne und setzte seinen Aufwärtstrend wieder fort. Auch in Europa und der Schweiz vollzogen die Aktienindizes DAX und SMI zuletzt eine Richtungsänderung.
REAL Index
Derweil haben die Schweizer Immobilienaktien ihren Aufwärtstrend unbeirrt fortgesetzt: Der REAL Index schloss am 26. November 2025 bei 4394,6 Punkten mit einer Jahresperformance von + 19,88% – womit er nur knapp unter der im Juni 2025 verzeichneten bisherigen Höchstmarke (+ 20,42 % YTD) lag. Zu den Top-Performern im Index zählen weiterhin die Aktien von Züblin mit einem Plus von 42,1% (YTD), Hiag (+ 38,0%) und Intershop (+ 30,7 %). Das Indexschwergewicht Swiss Prime Site weist einen Wertzuwachs von 23,1% aus.
Auch die europäischen Immobilienaktien haben in der zweiten Monatshälfte eine leichte Kurserholung vollzogen. Dank diesem Richtungswechsel konnte ein Teil der vorherigen Kursverluste ausgeglichen werden: Die Performance, die vor rund einer Woche noch bei +0,10% gelegen hatte, erholte sich wieder auf + 1,94% (Price Return, nicht währungsbereinigt).
SWIIT Index
Die Schweizer Immobilienfonds erreichten am 26. November 2025 einen neuen Höchststand. Trotz höherer Kapitalnachfrage aufgrund mehrerer Kapitalerhöhungen notiert der SWIIT Index mit 590,75 Punkten auf einem neuen Rekordniveau. Dies entspricht einer Jahresperformance von + 6,86%. Bei den drei Top-Performern im Index der kotierten Schweizer Immobilienfonds handelt es sich um «kleinere» Anlagevehikel. Kurz vor Monatsende wies der UBS Property Fund – Direct Residential mit + 25,4% den höchsten Wertzuwachs im laufenden Jahr aus, gefolgt vom Dominicé Swiss Property Fund (+ 25.4 %) und vom Sustainable Real Estate Switzerland (+ 22,2 %). Alle drei Immobilienfonds verfügen über einen hohen Anteil an Wohnliegenschaften von über 70%. Das Indexschwergewicht UBS Sima, mit rund 50% Wohnimmobilien im Portfolio, legte im laufenden Jahr um 6,8% zu.
Neues Rekordjahr
Die jüngste Entwicklung bei kotierten Schweizer Immobilienanlagengefässen fasst den Verlauf des gesamten Jahres gut zusammen. Nicht nur der Indexstand erreicht Höchstwerte, auch am Primärmarkt blickt man auf ein Rekordjahr zurück. Bis zum Jahresende dürfte eine Transaktionsvolumen von knapp 5 Mrd. CHF durch Kapitalerhöhungen und Neulancierungen erreicht werden. Hinzu kommen weitere 4 Mrd. CHF an Kapitalaufnahmen durch Anlagestiftungen. Dies unterstreicht einmal mehr die Attraktivität von Immobilieninvestitionen, die im Niedrigzinsumfeld weiterhin stabile Ausschüttungen bieten.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Die LEG Immobilien SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das Immobiliendienstleistungen anbietet und über rund 166.300 Mietobjekte in Deutschland verfügt. Das Portfolio des Unternehmens besteht hauptsächlich aus der Vermietung und Verpachtung von Wohneinheiten, gewerblichen und industriellen Vermögenswerten, gefolgt von Garagen und Parkplätzen.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Die LEG Immobilien SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das Immobiliendienstleistungen anbietet und über rund 166.300 Mietobjekte in Deutschland verfügt. Das Portfolio des Unternehmens besteht hauptsächlich aus der Vermietung und Verpachtung von Wohneinheiten, gewerblichen und industriellen Vermögenswerten, gefolgt von Garagen und Parkplätzen.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Steht der Wohnbau am Abgrund? – Die Skulptur auf der Neubausiedlung Tramdepot Hard. Für die von der Stadt Zürich gebauten Wohnungen gingen 15’000 Bewerbungen ein.
Keystone / Michael Buholzer
Die Schweiz ist drauf und dran, im Wohnungsbau die Fehler Englands zu wiederholen, sagt der an der London School of Economics beschäftigte Schweizer Immobilienökonom Christian Hilber. Nur in einem Punkt sieht er die Schweiz auf dem richtigen Weg.
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
«England muss den Umweltschutz und das Bedürfnis der Menschen nach Wohnraum wieder ins Lot bringen.» Es sind ungewohnte und deutliche Worte, mit denen Premierminister Keir Starmer in England die Housing Crisis adressiert hat.
Seine Labour-Regierung hat unlängst einen detaillierten Plan vorgelegt, wie sie die prekäre Lage am Immobilienmarkt korrigieren will. Das ambitionierte Ziel: Jedes Jahr sollen 370’000 neue Wohneinheiten bewilligt werden, davon allein 87’000 in London. Zuletzt gab es in England in den 1970er-Jahren so viele Neubauten.
Eine Wohnungskrise hat auch die Schweiz, mit vielen Parallelen. Wie England hat sie die Bodennutzung stark begrenzt – seit der letzten grossen Revision des RaumplanungsgesetzesExterner Link vor elf Jahren wird de facto kein neues Bauland mehr eingezont.
Wie England will die Schweiz Naturräume erhalten und der Zersiedlung einen Riegel schieben. Und wie in England wird auch in der Schweiz zu wenig gebaut, um die Arbeitsmigration und das damit zusammenhängende Bevölkerungswachstum aufzufangen.
Christian Hilber, Immobilienökonom.
swissinfo.ch
Christian Hilber, Immobilienökonom und Professor für Wirtschaftsgeografie an der London School of Economics, beobachtet die Entwicklung mit wachsender Sorge.
Er hat 2024 eine unter anderem von der Bank UBS und vom Beratungsunternehmen Wüest Partner unterstützte Teilzeitprofessur an der Universität Zürich übernommen. Sein Auftrag: Die Wohnraumversorgung in der Schweiz zu durchleuchten. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.
Swissinfo: In der Schweiz gibt es kaum mehr leerstehende Wohnungen, und die Preise für Häuser sind auf ein Niveau gestiegen, das sich vier Fünftel der Bevölkerung nicht mehr leisten können. Was passiert da gerade?
Christian Hilber: Was wir in der Schweiz sehen, ist eine Kombination aus einer starken Nachfrage nach Wohnraum – nach Wohneigentum wie auch nach Mietwohnungen – und gleichzeitig einer Angebotsentwicklung, die seit ungefähr Mitte der 2010er-Jahre zunehmend unflexibel ist.
Die Wohnbaupolitik in der Schweiz wurde in dieser Zeit neu ausgerichtet, die Bodennutzung beschränkt. Sehen Sie darin den Hauptgrund für die aktuelle Entwicklung?
Ich muss hier etwas weiter ausholen. Die Schweiz ist stark föderalistisch aufgebaut. Die Kombination der Steuerautonomie und einer Raumplanung mit weitreichender Gemeindeautonomie hat zur Zersiedelung geführt.
Die Gemeinden hatten jahrzehntelang starke Anreize, Land einzuzonen, speziell um gute Steuerzahler anzuziehen. Plakativ gesagt: Jeder wollte Roger Federer haben.
Sie interessieren sich für die Schweiz, für Gesellschaftsthemen und Demographie? Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen thematischen Newsletter:
Mehr
Mehr
Demografie
Gesellschaftsthemen von SWI swissinfo.ch kompakt
Schweizer Eigenheiten, Evolutionen und kleine Revolutionen. Die Gesellschaft in der Schweiz bewegt sich. Bleiben Sie dran.
Die zunehmende Zersiedlung erzeugte aber auch politischen Druck, der in der Zweitwohnungsinitiative mündete: Eine knappe Mehrheit entschied 2012, in den Bergen den Bau von Zweitwohnungen zu beschränken. 2013 folgte dann die Revision des Raumplanungsgesetzes: Die Autonomie der Gemeinden wurde in der Bodenpolitik stark beschränkt.
Auch das war der politische Wille einer Mehrheit in der Schweiz, das revidierte Raumplanungsgesetz wurde mit über 60% Ja-Stimmen, angenommen.
Ja, aber die Auswirkungen wurden völlig unterschätzt. Man fängt aber jetzt erst an, das zu sehen. Ich würde behaupten, die Schweiz hat im Moment im Grossen und Ganzen noch keine Wohnungskrise.
Die Zahlen sagen etwas anderes: Die Leerstandsquote dürfte im laufenden Jahr gesamtschweizerisch unter ein Prozent fallen, damit herrscht flächendeckend Wohnungsnot. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Stadt Zürich kostet rund 3,3 Millionen Franken.
Trotzdem ist die Wohnungsnot nicht vergleichbar mit jener im Südosten von England oder in London. Es stimmt, dass die Preise von Wohneigentum sehr hoch sind in der Schweiz, man muss das aber nicht nur zum Einkommen ins Verhältnis setzen, sondern auch zu den Kreditkosten. Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind tief, das senkt die monatliche Belastung.
In England bekommen Sie kaum eine Hypothek unter 4,5%. Auch die Mieten sind im Vergleich zu England immer noch sehr zahlbar, damit meine ich die Durchschnittsmieten, nicht die Neumieten.
Und ich meine auch nicht alle Lagen. Natürlich sind gewisse attraktive Quartiere wie das Zürcher Seefeld sehr teuer geworden, da gibt es eine starke Nachfrage und ein limitiertes Angebot.
Zahlen, Fakten, Zukunftsperspektiven. Lesen Sie hier unser Erklärstück zur Schweizer Wohnungsnot:
Mehr
Mehr
Demografie
Wohnungsnot in der Schweiz: Wie schlimm es wirklich steht
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Hohe Zuwanderung, geringe Bautätigkeit: Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich zu. Wie prekär ist die Lage?
Die Schweiz ist ein Land der kurzen Wege und hat einen ausgebauten öffentlichen Verkehr. Macht auch das einen Unterschied?
Man kann 40 Minuten aus Zürich rauspendeln, und schon gibt es sehr erschwinglichen Wohnraum, insbesondere zur Miete. Das ist zu London ein extremer Unterschied.
Um mein Beispiel zu nehmen: Ich habe eine Stunde Pendelzeit. Und wenn ich pendle, dann muss ich stehen. Ich kann auf dem Weg unmöglich arbeiten. Dabei bin ich eigentlich privilegiert. Das Quartier, in dem ich wohne, ist für die meisten unerschwinglich.
Es ist aber nicht der Verkehr, der den Hauptunterschied macht. Das Hauptproblem ist die Angebotsseite, das Fehlen von Wohnraum. Die Schweiz geht hier in die Richtung von England, sie ist aber noch etwa 20 Jahre hinterher.
Was hat England im Rückblick falsch gemacht?
In England gibt es ein dysfunktionales Planungssystem. In der Schweiz hat man definierte Bauzonen, die Wohnraum erlauben oder Gewerbenutzungen. In England ist das nicht so. Jede Nutzungsänderung von Land muss von den lokalen Behörden bewilligt werden.
Anders als in der Schweiz ist England zudem sehr zentralistisch organisiert, und zwar auch fiskalisch. Das bedeutet: Während es in der Schweiz starke Anreize gibt, einzuzonen, ist das in England nicht attraktiv. Einzonen kostet zuerst einmal nur Geld, man muss die Infrastruktur ausbauen, bekommt aber erst spät und nur wenig Geld zurück.
Es gibt also keine Anreize, um das Bauen zu fördern. Und die lokale Bevölkerung will auch keine Bautätigkeit. Die Mehrheit der Menschen sind Hausbesitzer. Sie sind NIMBYs. Der Begriff steht für „Not In My Backyard“. Niemand will, dass bei ihm gebaut wird. Und die lokale Politik tut, was die Bevölkerung will.
Wie wirkt sich der Heimat- und Landschaftsschutz aus?
In England sind alle grossen Städte von grosszügigen Grüngürteln umgeben. Darin darf nicht gebaut werden. Dazu gibt es in grossen Städten Höheneinschränkungen und einen sehr gut ausgebauten Denkmalschutz.
Die Städte können also nicht nach aussen wachsen, sie können nicht in die Höhe wachsen, und man kann viele Gebäude nicht ersetzen, also nicht verdichten.
Rund 70% der Londoner Innenstadt stehen unter Denkmalschutz. Das alles macht Immobilien unerschwinglich für die meisten Leute und hat mit zur heutigen Krise geführt.
Was bedeutet das für die Menschen?
Eine Parallele zur Schweiz sind die Betroffenen: Personen mit kleinen Einkommen und Junge. Es gibt einen Generationengraben. Die älteren Menschen haben vor langer Zeit gekauft, sie profitieren von der Wertsteigerung. Die Jungen können sich kein Eigentum mehr leisten und müssen auf den Mietermarkt – der in England extrem teuer ist.
Viele Junge geben mehr als 50% des Einkommens für die Miete einer Wohnung aus. Andere leben lange bei den Eltern oder in WGs. Viele Zuwanderer teilen ihren Wohnraum, manchmal leben ein Dutzend Menschen in einer kleinen Wohnung.
In der Schweiz können sich vier Fünftel der jüngeren Generationen kein Wohneigentum mehr leisten. Lesen Sie dazu:
Mehr
Mehr
Wohnen
Generation ohne Haus: So unmöglich ist es, in der Schweiz ein Eigenheim zu kaufen
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
In vielen Gesellschaften können sich jüngere Generationen kein Wohneigentum mehr leisten. Blick auf den gnadenlosen Häusermarkt in der Schweiz.
In den grossen Schweizer Zentren wie Zürich geht die Entwicklung im einkommensschwächsten Quintil in eine ähnliche Richtung.
Ja, das kommt in der Schweiz immer mehr. Aber der Mietzins ist hier reguliert. Wer schon eine Wohnung hat, ist geschützt. Schwierig ist die Situation für Junge und Zuwanderer oder jene, die gezwungen werden, eine Wohnung zu wechseln.
Wie bewerten Sie – im Vergleich – das Schweizer Mietrecht?
In England gibt es zwar sozialen Wohnungsbau, aber keine Regulierung des privaten Mietermarktes – so wie in vielen angelsächsischen Ländern. Mieterinnen und Mieter sind komplett ohne Schutz, deshalb will niemand mieten. Meine Einschätzung ist, dass die Schweiz die Regulierung des Mietermarktes eigentlich gut gelöst hat.
Andernorts, etwa in Deutschland, gibt es Regulierungen, die kontraproduktiv sind und dazu führen, dass Vermieter keine Anreize zum Bauen oder Renovieren mehr haben. Die Schweiz hat den Sweet Spot der Mietzinsregulierung gefunden, sie schützt Mietende, übertreibt es aber nicht.
Steht die Schweiz mit ihrer Neubautätigkeit besser oder schlechter da als England?
In der Schweiz wird heute, gemessen an der Bevölkerung, immer noch mehr als doppelt so viel gebaut wie in England. Aber ja, der Druck wächst.
Was viele noch nicht verstanden haben, ist, dass das Raumplanungsgesetz den Markt auf der Angebotsseite unflexibel gemacht hat. Dafür gibt es keine einfache Lösung, ausser man würde die Raumplanung fundamental ändern.
Die Schweizer Politik setzt stattdessen auf innere Verdichtung – mit mässigem Erfolg.
Innere Verdichtung ist ein gutes Ziel, aber es gibt zu viele Einsprachen. Auch die Schweizer sind NIMBYS. Wenn die innere Verdichtung leicht umzusetzen wäre, hätte die Revision der Raumplanung funktioniert.
Auch die Stadt Zürich scheitert bisher an der inneren Verdichtung, mit spektakulären Folgen. Lesen Sie dazu:
Mehr
Mehr
Wohnen
Zürich: Wie die Welthauptstadt der Wohnungsnot ihr Problem angeht
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Keine andere westliche Metropole hat so wenig freie Wohnungen wie Zürich. Was die Stadt jetzt vorhat.
Wenn man die Anwohner am Mehrwert einer dichteren Bebauung – etwa durch eine Aufstockung – beteiligt, kann die innere Verdichtung funktionieren.
Schweizer Städte wollen den Mehrwert lieber sozialisieren, indem sie einen Anteil gemeinnütziger Wohnungen festschreiben.
In England gibt es dieses Modell auch, und es hat für die Immobilienentwickler extreme Unsicherheit kreiert. Gemeinnützige Wohnungen – das klingt eigentlich gut, löst aber das Problem nicht.
Es gibt immer Insider und Outsider. Die Insider sind Wohneigentümer und Genossenschafter, das sind die, die das Glück haben, eine solche Wohnung zu erhalten.
Die Outsider sind die, die dieses Glück nicht hatten. In England sind es oft nicht die Bedürftigsten, die die Sozialwohnungen bekommen, sondern es sind diejenigen, die verstehen, wie man das System für seine Zwecke nutzt.
Das führt in eine noch viel schlimmere Zweiklassengesellschaft. In England gibt es den sozialen Wohnungsbau, aber auch eine der höchsten Obdachlosenraten der Welt.
Was sollte man denn stattdessen tun?
Wenn man das Problem wirklich angehen will, gibt es nur ein Mittel: Man muss mehr bauen und am richtigen Ort.
Die englische Regierung hat nun vor, mit einer grossen Reform die Neubauquote zu vervielfachen und dafür auch Land in den Grüngürteln freizugeben. Finden Sie dieses Abrücken vom Landschaftsschutz ist der richtige Weg?
Natürlich muss man gewisse Grünflächen und gewisse Gebäude schützen und schauen, wie man die innere Verdichtung voranbringt. Aber die Green Belts zum Beispiel um Oxford und London haben keine grosse ökologische Wirkung.
Es sind bewirtschaftete Flächen, und viele Menschen müssen ausserhalb dieser Grüngürtel leben und weit in die Stadt pendeln, das ist überhaupt nicht ökologisch.
Und in der Schweiz: Braucht es eine baufreundliche Revision der Raumplanung?
Die Schweiz hat im Rückblick vieles richtig gemacht. Ich sage das als jemand, der zu England und den USA geforscht und die Immobilienpolitik verschiedener Länder untersucht hat. Mit der Verschärfung der Raumplanung 2013 hat die Schweiz sich aber längerfristig eine Erschwinglichkeitskrise eingehandelt.
Im Moment gibt es noch wenige Härtefälle, vor allem dank des Mietmarktes, der immer noch gut funktioniert. Es gibt keine offene Obdachlosigkeit.
Wenn es dazu kommt, wird die Frage sein, ob die direkte Demokratie Gegensteuer gibt. Vieles spricht dafür, dass 2030 bis 2035 Initiativen kommen, die Wohnraum wieder zugänglicher machen wollen. Aber es wird schwierig, die Raumplanung umzudrehen.
Ich rechne eher damit, dass sich die Probleme in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren weiter akzentuieren.
Mehr
Mehr
Schweizer Politik
In Zürich rausgeworfen, wurde er zum Thailand-Rentner
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
In Zürich wurde er auf die Strasse gestellt, jetzt lebt er in Thailand wie ein Neureicher – was unsere Leser zum Thema Wohnungsnot berichten.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Steht der Wohnbau am Abgrund? – Die Skulptur auf der Neubausiedlung Tramdepot Hard. Für die von der Stadt Zürich gebauten Wohnungen gingen 15’000 Bewerbungen ein.
Keystone / Michael Buholzer
Die Schweiz ist drauf und dran, im Wohnungsbau die Fehler Englands zu wiederholen, sagt der an der London School of Economics beschäftigte Schweizer Immobilienökonom Christian Hilber. Nur in einem Punkt sieht er die Schweiz auf dem richtigen Weg.
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
«England muss den Umweltschutz und das Bedürfnis der Menschen nach Wohnraum wieder ins Lot bringen.» Es sind ungewohnte und deutliche Worte, mit denen Premierminister Keir Starmer in England die Housing Crisis adressiert hat.
Seine Labour-Regierung hat unlängst einen detaillierten Plan vorgelegt, wie sie die prekäre Lage am Immobilienmarkt korrigieren will. Das ambitionierte Ziel: Jedes Jahr sollen 370’000 neue Wohneinheiten bewilligt werden, davon allein 87’000 in London. Zuletzt gab es in England in den 1970er-Jahren so viele Neubauten.
Eine Wohnungskrise hat auch die Schweiz, mit vielen Parallelen. Wie England hat sie die Bodennutzung stark begrenzt – seit der letzten grossen Revision des RaumplanungsgesetzesExterner Link vor elf Jahren wird de facto kein neues Bauland mehr eingezont.
Wie England will die Schweiz Naturräume erhalten und der Zersiedlung einen Riegel schieben. Und wie in England wird auch in der Schweiz zu wenig gebaut, um die Arbeitsmigration und das damit zusammenhängende Bevölkerungswachstum aufzufangen.
Christian Hilber, Immobilienökonom.
swissinfo.ch
Christian Hilber, Immobilienökonom und Professor für Wirtschaftsgeografie an der London School of Economics, beobachtet die Entwicklung mit wachsender Sorge.
Er hat 2024 eine unter anderem von der Bank UBS und vom Beratungsunternehmen Wüest Partner unterstützte Teilzeitprofessur an der Universität Zürich übernommen. Sein Auftrag: Die Wohnraumversorgung in der Schweiz zu durchleuchten. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.
Swissinfo: In der Schweiz gibt es kaum mehr leerstehende Wohnungen, und die Preise für Häuser sind auf ein Niveau gestiegen, das sich vier Fünftel der Bevölkerung nicht mehr leisten können. Was passiert da gerade?
Christian Hilber: Was wir in der Schweiz sehen, ist eine Kombination aus einer starken Nachfrage nach Wohnraum – nach Wohneigentum wie auch nach Mietwohnungen – und gleichzeitig einer Angebotsentwicklung, die seit ungefähr Mitte der 2010er-Jahre zunehmend unflexibel ist.
Die Wohnbaupolitik in der Schweiz wurde in dieser Zeit neu ausgerichtet, die Bodennutzung beschränkt. Sehen Sie darin den Hauptgrund für die aktuelle Entwicklung?
Ich muss hier etwas weiter ausholen. Die Schweiz ist stark föderalistisch aufgebaut. Die Kombination der Steuerautonomie und einer Raumplanung mit weitreichender Gemeindeautonomie hat zur Zersiedelung geführt.
Die Gemeinden hatten jahrzehntelang starke Anreize, Land einzuzonen, speziell um gute Steuerzahler anzuziehen. Plakativ gesagt: Jeder wollte Roger Federer haben.
Sie interessieren sich für die Schweiz, für Gesellschaftsthemen und Demographie? Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen thematischen Newsletter:
Mehr
Mehr
Demografie
Gesellschaftsthemen von SWI swissinfo.ch kompakt
Schweizer Eigenheiten, Evolutionen und kleine Revolutionen. Die Gesellschaft in der Schweiz bewegt sich. Bleiben Sie dran.
Die zunehmende Zersiedlung erzeugte aber auch politischen Druck, der in der Zweitwohnungsinitiative mündete: Eine knappe Mehrheit entschied 2012, in den Bergen den Bau von Zweitwohnungen zu beschränken. 2013 folgte dann die Revision des Raumplanungsgesetzes: Die Autonomie der Gemeinden wurde in der Bodenpolitik stark beschränkt.
Auch das war der politische Wille einer Mehrheit in der Schweiz, das revidierte Raumplanungsgesetz wurde mit über 60% Ja-Stimmen, angenommen.
Ja, aber die Auswirkungen wurden völlig unterschätzt. Man fängt aber jetzt erst an, das zu sehen. Ich würde behaupten, die Schweiz hat im Moment im Grossen und Ganzen noch keine Wohnungskrise.
Die Zahlen sagen etwas anderes: Die Leerstandsquote dürfte im laufenden Jahr gesamtschweizerisch unter ein Prozent fallen, damit herrscht flächendeckend Wohnungsnot. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Stadt Zürich kostet rund 3,3 Millionen Franken.
Trotzdem ist die Wohnungsnot nicht vergleichbar mit jener im Südosten von England oder in London. Es stimmt, dass die Preise von Wohneigentum sehr hoch sind in der Schweiz, man muss das aber nicht nur zum Einkommen ins Verhältnis setzen, sondern auch zu den Kreditkosten. Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind tief, das senkt die monatliche Belastung.
In England bekommen Sie kaum eine Hypothek unter 4,5%. Auch die Mieten sind im Vergleich zu England immer noch sehr zahlbar, damit meine ich die Durchschnittsmieten, nicht die Neumieten.
Und ich meine auch nicht alle Lagen. Natürlich sind gewisse attraktive Quartiere wie das Zürcher Seefeld sehr teuer geworden, da gibt es eine starke Nachfrage und ein limitiertes Angebot.
Zahlen, Fakten, Zukunftsperspektiven. Lesen Sie hier unser Erklärstück zur Schweizer Wohnungsnot:
Mehr
Mehr
Demografie
Wohnungsnot in der Schweiz: Wie schlimm es wirklich steht
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Hohe Zuwanderung, geringe Bautätigkeit: Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich zu. Wie prekär ist die Lage?
Die Schweiz ist ein Land der kurzen Wege und hat einen ausgebauten öffentlichen Verkehr. Macht auch das einen Unterschied?
Man kann 40 Minuten aus Zürich rauspendeln, und schon gibt es sehr erschwinglichen Wohnraum, insbesondere zur Miete. Das ist zu London ein extremer Unterschied.
Um mein Beispiel zu nehmen: Ich habe eine Stunde Pendelzeit. Und wenn ich pendle, dann muss ich stehen. Ich kann auf dem Weg unmöglich arbeiten. Dabei bin ich eigentlich privilegiert. Das Quartier, in dem ich wohne, ist für die meisten unerschwinglich.
Es ist aber nicht der Verkehr, der den Hauptunterschied macht. Das Hauptproblem ist die Angebotsseite, das Fehlen von Wohnraum. Die Schweiz geht hier in die Richtung von England, sie ist aber noch etwa 20 Jahre hinterher.
Was hat England im Rückblick falsch gemacht?
In England gibt es ein dysfunktionales Planungssystem. In der Schweiz hat man definierte Bauzonen, die Wohnraum erlauben oder Gewerbenutzungen. In England ist das nicht so. Jede Nutzungsänderung von Land muss von den lokalen Behörden bewilligt werden.
Anders als in der Schweiz ist England zudem sehr zentralistisch organisiert, und zwar auch fiskalisch. Das bedeutet: Während es in der Schweiz starke Anreize gibt, einzuzonen, ist das in England nicht attraktiv. Einzonen kostet zuerst einmal nur Geld, man muss die Infrastruktur ausbauen, bekommt aber erst spät und nur wenig Geld zurück.
Es gibt also keine Anreize, um das Bauen zu fördern. Und die lokale Bevölkerung will auch keine Bautätigkeit. Die Mehrheit der Menschen sind Hausbesitzer. Sie sind NIMBYs. Der Begriff steht für „Not In My Backyard“. Niemand will, dass bei ihm gebaut wird. Und die lokale Politik tut, was die Bevölkerung will.
Wie wirkt sich der Heimat- und Landschaftsschutz aus?
In England sind alle grossen Städte von grosszügigen Grüngürteln umgeben. Darin darf nicht gebaut werden. Dazu gibt es in grossen Städten Höheneinschränkungen und einen sehr gut ausgebauten Denkmalschutz.
Die Städte können also nicht nach aussen wachsen, sie können nicht in die Höhe wachsen, und man kann viele Gebäude nicht ersetzen, also nicht verdichten.
Rund 70% der Londoner Innenstadt stehen unter Denkmalschutz. Das alles macht Immobilien unerschwinglich für die meisten Leute und hat mit zur heutigen Krise geführt.
Was bedeutet das für die Menschen?
Eine Parallele zur Schweiz sind die Betroffenen: Personen mit kleinen Einkommen und Junge. Es gibt einen Generationengraben. Die älteren Menschen haben vor langer Zeit gekauft, sie profitieren von der Wertsteigerung. Die Jungen können sich kein Eigentum mehr leisten und müssen auf den Mietermarkt – der in England extrem teuer ist.
Viele Junge geben mehr als 50% des Einkommens für die Miete einer Wohnung aus. Andere leben lange bei den Eltern oder in WGs. Viele Zuwanderer teilen ihren Wohnraum, manchmal leben ein Dutzend Menschen in einer kleinen Wohnung.
In der Schweiz können sich vier Fünftel der jüngeren Generationen kein Wohneigentum mehr leisten. Lesen Sie dazu:
Mehr
Mehr
Wohnen
Generation ohne Haus: So unmöglich ist es, in der Schweiz ein Eigenheim zu kaufen
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
In vielen Gesellschaften können sich jüngere Generationen kein Wohneigentum mehr leisten. Blick auf den gnadenlosen Häusermarkt in der Schweiz.
In den grossen Schweizer Zentren wie Zürich geht die Entwicklung im einkommensschwächsten Quintil in eine ähnliche Richtung.
Ja, das kommt in der Schweiz immer mehr. Aber der Mietzins ist hier reguliert. Wer schon eine Wohnung hat, ist geschützt. Schwierig ist die Situation für Junge und Zuwanderer oder jene, die gezwungen werden, eine Wohnung zu wechseln.
Wie bewerten Sie – im Vergleich – das Schweizer Mietrecht?
In England gibt es zwar sozialen Wohnungsbau, aber keine Regulierung des privaten Mietermarktes – so wie in vielen angelsächsischen Ländern. Mieterinnen und Mieter sind komplett ohne Schutz, deshalb will niemand mieten. Meine Einschätzung ist, dass die Schweiz die Regulierung des Mietermarktes eigentlich gut gelöst hat.
Andernorts, etwa in Deutschland, gibt es Regulierungen, die kontraproduktiv sind und dazu führen, dass Vermieter keine Anreize zum Bauen oder Renovieren mehr haben. Die Schweiz hat den Sweet Spot der Mietzinsregulierung gefunden, sie schützt Mietende, übertreibt es aber nicht.
Steht die Schweiz mit ihrer Neubautätigkeit besser oder schlechter da als England?
In der Schweiz wird heute, gemessen an der Bevölkerung, immer noch mehr als doppelt so viel gebaut wie in England. Aber ja, der Druck wächst.
Was viele noch nicht verstanden haben, ist, dass das Raumplanungsgesetz den Markt auf der Angebotsseite unflexibel gemacht hat. Dafür gibt es keine einfache Lösung, ausser man würde die Raumplanung fundamental ändern.
Die Schweizer Politik setzt stattdessen auf innere Verdichtung – mit mässigem Erfolg.
Innere Verdichtung ist ein gutes Ziel, aber es gibt zu viele Einsprachen. Auch die Schweizer sind NIMBYS. Wenn die innere Verdichtung leicht umzusetzen wäre, hätte die Revision der Raumplanung funktioniert.
Auch die Stadt Zürich scheitert bisher an der inneren Verdichtung, mit spektakulären Folgen. Lesen Sie dazu:
Mehr
Mehr
Wohnen
Zürich: Wie die Welthauptstadt der Wohnungsnot ihr Problem angeht
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Keine andere westliche Metropole hat so wenig freie Wohnungen wie Zürich. Was die Stadt jetzt vorhat.
Wenn man die Anwohner am Mehrwert einer dichteren Bebauung – etwa durch eine Aufstockung – beteiligt, kann die innere Verdichtung funktionieren.
Schweizer Städte wollen den Mehrwert lieber sozialisieren, indem sie einen Anteil gemeinnütziger Wohnungen festschreiben.
In England gibt es dieses Modell auch, und es hat für die Immobilienentwickler extreme Unsicherheit kreiert. Gemeinnützige Wohnungen – das klingt eigentlich gut, löst aber das Problem nicht.
Es gibt immer Insider und Outsider. Die Insider sind Wohneigentümer und Genossenschafter, das sind die, die das Glück haben, eine solche Wohnung zu erhalten.
Die Outsider sind die, die dieses Glück nicht hatten. In England sind es oft nicht die Bedürftigsten, die die Sozialwohnungen bekommen, sondern es sind diejenigen, die verstehen, wie man das System für seine Zwecke nutzt.
Das führt in eine noch viel schlimmere Zweiklassengesellschaft. In England gibt es den sozialen Wohnungsbau, aber auch eine der höchsten Obdachlosenraten der Welt.
Was sollte man denn stattdessen tun?
Wenn man das Problem wirklich angehen will, gibt es nur ein Mittel: Man muss mehr bauen und am richtigen Ort.
Die englische Regierung hat nun vor, mit einer grossen Reform die Neubauquote zu vervielfachen und dafür auch Land in den Grüngürteln freizugeben. Finden Sie dieses Abrücken vom Landschaftsschutz ist der richtige Weg?
Natürlich muss man gewisse Grünflächen und gewisse Gebäude schützen und schauen, wie man die innere Verdichtung voranbringt. Aber die Green Belts zum Beispiel um Oxford und London haben keine grosse ökologische Wirkung.
Es sind bewirtschaftete Flächen, und viele Menschen müssen ausserhalb dieser Grüngürtel leben und weit in die Stadt pendeln, das ist überhaupt nicht ökologisch.
Und in der Schweiz: Braucht es eine baufreundliche Revision der Raumplanung?
Die Schweiz hat im Rückblick vieles richtig gemacht. Ich sage das als jemand, der zu England und den USA geforscht und die Immobilienpolitik verschiedener Länder untersucht hat. Mit der Verschärfung der Raumplanung 2013 hat die Schweiz sich aber längerfristig eine Erschwinglichkeitskrise eingehandelt.
Im Moment gibt es noch wenige Härtefälle, vor allem dank des Mietmarktes, der immer noch gut funktioniert. Es gibt keine offene Obdachlosigkeit.
Wenn es dazu kommt, wird die Frage sein, ob die direkte Demokratie Gegensteuer gibt. Vieles spricht dafür, dass 2030 bis 2035 Initiativen kommen, die Wohnraum wieder zugänglicher machen wollen. Aber es wird schwierig, die Raumplanung umzudrehen.
Ich rechne eher damit, dass sich die Probleme in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren weiter akzentuieren.
Mehr
Mehr
Schweizer Politik
In Zürich rausgeworfen, wurde er zum Thailand-Rentner
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
In Zürich wurde er auf die Strasse gestellt, jetzt lebt er in Thailand wie ein Neureicher – was unsere Leser zum Thema Wohnungsnot berichten.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Zürich – Die Fondsleitung Zurich Invest AG hat die Kapitalerhöhung für den «ZIF Immobilien Direkt Schweiz» mit Kapitalzusagen in der Höhe von über 105 Millionen Schweizer Franken erfolgreich durchgeführt.
Damit können sämtliche im Rahmen der Kapitalerhöhung vorgesehenen Finanzierungen laufender Bauprojekte sowie selektive Zukäufe ausgeführt werden. Die Ertragskraft des Immobilienfonds wird gestärkt und festigt die Basis für zukünftige Erträge.
Im Rahmen der Bezugsfrist vom 10. November 2025 bis zum 21. November 2025 ist es der Fondsleitung gelungen, Kapitalzusagen im Umfang von über 105 Millionen Schweizer Franken zu gewinnen. Die Emission war vollgezeichnet, was das Potential der Bauprojekte und die Qualität des Immobilienportfolios unterstreicht. (Zurich Invest AG/mc/ps)
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Zürich – Die Fondsleitung Zurich Invest AG hat die Kapitalerhöhung für den «ZIF Immobilien Direkt Schweiz» mit Kapitalzusagen in der Höhe von über 105 Millionen Schweizer Franken erfolgreich durchgeführt.
Damit können sämtliche im Rahmen der Kapitalerhöhung vorgesehenen Finanzierungen laufender Bauprojekte sowie selektive Zukäufe ausgeführt werden. Die Ertragskraft des Immobilienfonds wird gestärkt und festigt die Basis für zukünftige Erträge.
Im Rahmen der Bezugsfrist vom 10. November 2025 bis zum 21. November 2025 ist es der Fondsleitung gelungen, Kapitalzusagen im Umfang von über 105 Millionen Schweizer Franken zu gewinnen. Die Emission war vollgezeichnet, was das Potential der Bauprojekte und die Qualität des Immobilienportfolios unterstreicht. (Zurich Invest AG/mc/ps)
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Herausforderungen
Obwohl Einwanderer zu Beginn oft weniger Wohnfläche beanspruchen als Einheimische und sie recht häufig bestehende Haushalte auffüllen, trägt das Bevölkerungswachstum zur Mietpreissteigerung und zur Verschärfung der Wohnraumknappheit bei. Allein 2022 fanden über 11’000 Einwanderer in der Stadt Zürich ein Zuhause – trotz eines Leerwohnungsbestands von lediglich 161 Wohnungen. Möglich wird dies durch eine hohe Fluktuation: Wohnungen werden kurzfristig frei und ebenso schnell wieder belegt. Gleichzeitig geben Wohnungswechsel Vermietern die Gelegenheit, die Mieten zu erhöhen. Für Einheimische, die umziehen müssen, bedeutet dies oft eine Konkurrenzsituation mit gutverdienenden Zuwanderern. Dieser Verdrängungsprozess schmerzt.
Andererseits wird die Schweiz in Zukunft verstärkt auf Zuwanderung angewiesen sein, um die Wirtschaft und das Rentensystem zu stützen. Immer mehr Babyboomer treten in den Ruhestand, während aufgrund niedriger Geburtenraten der letzten Jahrzehnte weniger junge Menschen ins Erwerbsleben nachrücken.
Eine einfache Lösung für diesen Zielkonflikt gibt es nicht. Der Ruf nach verstärkter Wohnbautätigkeit liegt nahe, bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich. Unter der raumplanerisch sinnvollen Vorgabe der Innenverdichtung dominieren Ersatzneubauten, die mit einem vorgängigen Abbruch bestehender Gebäude verbunden sind. Je dichter eine Stadt bereits bebaut ist, desto geringer fällt der Nettozuwachs an Wohnungen bei gleicher Neubautätigkeit aus. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Wohnungsbestand in der Stadt Zürich im letzten Jahr um 2’224 Einheiten wachsen – der höchste Zuwachs seit 2018. Ein Rückgang der Mieten ist jedoch nicht in Sicht. Solange sich das Bevölkerungswachstum weiterhin so stark auf Zentren wie Zürich konzentriert, wird die Bautätigkeit die Zusatznachfrage kaum decken können.
Der Druck auf die Zentren wird zusätzlich durch die Ansiedlung internationaler Grosskonzerne verstärkt, die sich – wie Zuwanderer – bevorzugt in Städten wie Zürich niederlassen. Dies hat zur Folge, dass die Stadt Zürich deutlich mehr Arbeitsplätze als Einwohner zählt. Knapper Wohnraum und grosse Pendlerströme sind somit programmiert. Doch was tun, wenn sowohl Unternehmen als auch Menschen in die Stadt drängen, diese aber sprichwörtlich aus allen Nähten platzt und das Weiterbauen in die Höhe nur begrenzt auf Akzeptanz stösst?
Lösungsansätze
Ein Ansatz zur Entspannung des Wohnungsmarktes könnte darin bestehen, den Bau von bezahlbarem Wohnraum gezielt zu fördern. Beispielsweise indem vermehrt eine höhere Ausnützung von Bauflächen erlaubt wird, gekoppelt an die Verpflichtung, einen bestimmten Anteil an kostengünstigen Wohnungen zu schaffen. Doch Gestaltungspläne oder gar die Anpassung der Bau- und Zonenordnungen sind ein langer politischer Prozess und somit eine grosse Hürde.
Angesichts der hohen Attraktivität Zürichs könnte es ferner auf der Hand liegen, die Stadtgrenzen auszuweiten, um zusätzlichen Raum für Wohnbau zu schaffen und die umliegenden Regionen als neue Stadtteile für Unternehmensansiedlungen und Zuwanderung zu stärken. Doch selbst eine weitreichende Fusion umliegender Gemeinden mit Zürich würde das unausgewogene Verhältnis zwischen Bevölkerung und Arbeitsplätzen nur marginal verbessern. Bauma wird also kaum jemals zum hippen Stadtteil von Zürich werden. Ein realistischeres Szenario wäre vielmehr die gezielte Nachverdichtung und Stärkung der Städte im Zürcher Umland. Die Förderung anderer regionaler Zentren könnte dazu beitragen, die Balance in der Region zu verbessern – insbesondere im Hinblick auf die rege Binnenmigration von Zuwanderern.
Es liegt an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um das so stark auf die Grosszentren fokussierte Wachstum des Arbeitsplatzangebotes und der Bevölkerung räumlich besser zu verteilen und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der Schweiz zu sichern.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Herausforderungen
Obwohl Einwanderer zu Beginn oft weniger Wohnfläche beanspruchen als Einheimische und sie recht häufig bestehende Haushalte auffüllen, trägt das Bevölkerungswachstum zur Mietpreissteigerung und zur Verschärfung der Wohnraumknappheit bei. Allein 2022 fanden über 11’000 Einwanderer in der Stadt Zürich ein Zuhause – trotz eines Leerwohnungsbestands von lediglich 161 Wohnungen. Möglich wird dies durch eine hohe Fluktuation: Wohnungen werden kurzfristig frei und ebenso schnell wieder belegt. Gleichzeitig geben Wohnungswechsel Vermietern die Gelegenheit, die Mieten zu erhöhen. Für Einheimische, die umziehen müssen, bedeutet dies oft eine Konkurrenzsituation mit gutverdienenden Zuwanderern. Dieser Verdrängungsprozess schmerzt.
Andererseits wird die Schweiz in Zukunft verstärkt auf Zuwanderung angewiesen sein, um die Wirtschaft und das Rentensystem zu stützen. Immer mehr Babyboomer treten in den Ruhestand, während aufgrund niedriger Geburtenraten der letzten Jahrzehnte weniger junge Menschen ins Erwerbsleben nachrücken.
Eine einfache Lösung für diesen Zielkonflikt gibt es nicht. Der Ruf nach verstärkter Wohnbautätigkeit liegt nahe, bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich. Unter der raumplanerisch sinnvollen Vorgabe der Innenverdichtung dominieren Ersatzneubauten, die mit einem vorgängigen Abbruch bestehender Gebäude verbunden sind. Je dichter eine Stadt bereits bebaut ist, desto geringer fällt der Nettozuwachs an Wohnungen bei gleicher Neubautätigkeit aus. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Wohnungsbestand in der Stadt Zürich im letzten Jahr um 2’224 Einheiten wachsen – der höchste Zuwachs seit 2018. Ein Rückgang der Mieten ist jedoch nicht in Sicht. Solange sich das Bevölkerungswachstum weiterhin so stark auf Zentren wie Zürich konzentriert, wird die Bautätigkeit die Zusatznachfrage kaum decken können.
Der Druck auf die Zentren wird zusätzlich durch die Ansiedlung internationaler Grosskonzerne verstärkt, die sich – wie Zuwanderer – bevorzugt in Städten wie Zürich niederlassen. Dies hat zur Folge, dass die Stadt Zürich deutlich mehr Arbeitsplätze als Einwohner zählt. Knapper Wohnraum und grosse Pendlerströme sind somit programmiert. Doch was tun, wenn sowohl Unternehmen als auch Menschen in die Stadt drängen, diese aber sprichwörtlich aus allen Nähten platzt und das Weiterbauen in die Höhe nur begrenzt auf Akzeptanz stösst?
Lösungsansätze
Ein Ansatz zur Entspannung des Wohnungsmarktes könnte darin bestehen, den Bau von bezahlbarem Wohnraum gezielt zu fördern. Beispielsweise indem vermehrt eine höhere Ausnützung von Bauflächen erlaubt wird, gekoppelt an die Verpflichtung, einen bestimmten Anteil an kostengünstigen Wohnungen zu schaffen. Doch Gestaltungspläne oder gar die Anpassung der Bau- und Zonenordnungen sind ein langer politischer Prozess und somit eine grosse Hürde.
Angesichts der hohen Attraktivität Zürichs könnte es ferner auf der Hand liegen, die Stadtgrenzen auszuweiten, um zusätzlichen Raum für Wohnbau zu schaffen und die umliegenden Regionen als neue Stadtteile für Unternehmensansiedlungen und Zuwanderung zu stärken. Doch selbst eine weitreichende Fusion umliegender Gemeinden mit Zürich würde das unausgewogene Verhältnis zwischen Bevölkerung und Arbeitsplätzen nur marginal verbessern. Bauma wird also kaum jemals zum hippen Stadtteil von Zürich werden. Ein realistischeres Szenario wäre vielmehr die gezielte Nachverdichtung und Stärkung der Städte im Zürcher Umland. Die Förderung anderer regionaler Zentren könnte dazu beitragen, die Balance in der Region zu verbessern – insbesondere im Hinblick auf die rege Binnenmigration von Zuwanderern.
Es liegt an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um das so stark auf die Grosszentren fokussierte Wachstum des Arbeitsplatzangebotes und der Bevölkerung räumlich besser zu verteilen und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der Schweiz zu sichern.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Zürich (awp) – Der Immobilienfonds “ZIF Immobilien Direkt Schweiz” hat eine Kapitalerhöhung erfolgreich unter Dach und Fach gebracht. Die voll gezeichnete Emission brachte 105 Millionen Franken ein, teilte die Fondsleitung am Donnerstag mit.
Den Angaben zufolge wurden 960’411 neue Anteile zum Preis von 112,16 Franken das Stück ausgegeben. Damit könnten sämtliche im Rahmen der Kapitalerhöhung vorgesehenen Finanzierungen laufender Bauprojekte sowie allfällige Zukäufe ausgeführt werden, hiess es weiter.
ra/tp
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Zürich (awp) – Der Immobilienfonds “ZIF Immobilien Direkt Schweiz” hat eine Kapitalerhöhung erfolgreich unter Dach und Fach gebracht. Die voll gezeichnete Emission brachte 105 Millionen Franken ein, teilte die Fondsleitung am Donnerstag mit.
Den Angaben zufolge wurden 960’411 neue Anteile zum Preis von 112,16 Franken das Stück ausgegeben. Damit könnten sämtliche im Rahmen der Kapitalerhöhung vorgesehenen Finanzierungen laufender Bauprojekte sowie allfällige Zukäufe ausgeführt werden, hiess es weiter.