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Schweizer Industrie-PMI springt nah an die Wachstumsschwelle
Die Senkung der US-Importzölle für Schweizer Waren zeigt Wirkung, der Einkaufsmanagerindex der Industrie übertrifft die Erwartungen.
Bekanntlich werden die USA den Strafzoll für viele Schweizer Güter auf 15 von zuvor 39% deutlich senken.
Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone
Einschätzung von Sylvia Walter um 9.55 Uhr
Die grosse Frage war, ob sich die Stimmung auf den Schweizer Chefetagen nach Senkung des US-Zolls bereits deutlich aufhellen würde. Und tatsächlich zeigt der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die hiesige Industrie eine markante Aufwärtsbewegung und übertrifft damit die Erwartungen (48,9) deutlich. Die Wachstumsschwelle bei 50 wird mit 49,7 Punkten noch nicht geknackt, doch das Ziel ist nicht mehr fern. Die Unternehmer trauen dem Zollfrieden zwar nicht ganz, doch der Ausblick für den Geschäftsgang über die kommenden zwölf Monate hat sich klar aufgehellt.
Anders als in vielen anderen europäischen Ländern rettet der Dienstleistungs-PMI die Show nicht. Der Vorlaufindikator verliert im November 2,5 Punkte und sinkt auf 45,3 ab. Insbesondere die Auftragssituation hat sich für die heimischen Dienstleister verschlechtert. Dies dürfte die Geschäftstätigkeit in den kommenden Monaten nochmals verlangsamen.
Das zyklische Bild für die Schweizer Wirtschaft bleibt somit fragil. Ein weiteres Quartalswachstum mit negativem Vorzeichen kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Das Bruttoinlandprodukt ist bereits im dritten Quartal um 0,5% geschrumpft. Doch die Industriekonjunktur dürfte sich in den kommenden Monaten stabilisieren. Die Signale machen eine weitere Zinssenkung der SNB am 11. Dezember unwahrscheinlich.
(AWP) Die Stimmung bei den Schweizer Industrieunternehmen hat sich im November deutlich aufgehellt. Grund dafür dürfte der mit der US-Regierung erreichte Zoll-Deal zur Senkung der Importzölle sein. Bei den Dienstleistern verschlechterte sich dagegen die Lage.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie legte im November im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Zähler auf 49,7 Punkte zu, wie die Grossbank UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch am Donnerstag mitteilten. Der Index signalisiere damit nur noch einen leichten Rückgang; er liege so nahe an der 50-Punkte-Marke wie seit Ende 2022 nicht mehr.
Der Industrie-PMI lag damit auch am oberen Ende der von Ökonomen erwarteten 48,5 bis 50,0 Punkte. Bei Werten unter 50 Punkten gehen die befragten Unternehmen von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Liegt der Index oberhalb, dann ist von Wachstum auszugehen.
Die Aufhellung in der Industrie ist vor allem mit der Zolleinigung mit den USA zu erklären, denkt die UBS. Bekanntlich werden die USA den Strafzoll für viele Schweizer Güter auf 15 von zuvor 39% deutlich senken. Damit gewinnt die Schweizer Exportwirtschaft insbesondere zum EU-Raum an Wettbewerbsfähigkeit, da bald ein gleich hoher Strafzoll gilt.
Der PMI für den Dienstleistungssektor ging derweil klar zurück. Der Index nahm um 2,5 Stellen auf 45,3 Punkte ab und verbleibt somit unter der Wachstumsschwelle. Dabei habe sich bei den Dienstleistern vor allem die Auftragssituation verschlechtert, hiess es. In der AWP-Umfrage hatten Ökonomen einen höheren Index-Wert von 48,5 bis 50,4 Punkten erwartet.
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Schweizer Industrie-PMI springt nah an die Wachstumsschwelle
Die Senkung der US-Importzölle für Schweizer Waren zeigt Wirkung, der Einkaufsmanagerindex der Industrie übertrifft die Erwartungen.
Bekanntlich werden die USA den Strafzoll für viele Schweizer Güter auf 15 von zuvor 39% deutlich senken.
Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone
Einschätzung von Sylvia Walter um 9.55 Uhr
Die grosse Frage war, ob sich die Stimmung auf den Schweizer Chefetagen nach Senkung des US-Zolls bereits deutlich aufhellen würde. Und tatsächlich zeigt der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die hiesige Industrie eine markante Aufwärtsbewegung und übertrifft damit die Erwartungen (48,9) deutlich. Die Wachstumsschwelle bei 50 wird mit 49,7 Punkten noch nicht geknackt, doch das Ziel ist nicht mehr fern. Die Unternehmer trauen dem Zollfrieden zwar nicht ganz, doch der Ausblick für den Geschäftsgang über die kommenden zwölf Monate hat sich klar aufgehellt.
Anders als in vielen anderen europäischen Ländern rettet der Dienstleistungs-PMI die Show nicht. Der Vorlaufindikator verliert im November 2,5 Punkte und sinkt auf 45,3 ab. Insbesondere die Auftragssituation hat sich für die heimischen Dienstleister verschlechtert. Dies dürfte die Geschäftstätigkeit in den kommenden Monaten nochmals verlangsamen.
Das zyklische Bild für die Schweizer Wirtschaft bleibt somit fragil. Ein weiteres Quartalswachstum mit negativem Vorzeichen kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Das Bruttoinlandprodukt ist bereits im dritten Quartal um 0,5% geschrumpft. Doch die Industriekonjunktur dürfte sich in den kommenden Monaten stabilisieren. Die Signale machen eine weitere Zinssenkung der SNB am 11. Dezember unwahrscheinlich.
(AWP) Die Stimmung bei den Schweizer Industrieunternehmen hat sich im November deutlich aufgehellt. Grund dafür dürfte der mit der US-Regierung erreichte Zoll-Deal zur Senkung der Importzölle sein. Bei den Dienstleistern verschlechterte sich dagegen die Lage.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie legte im November im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Zähler auf 49,7 Punkte zu, wie die Grossbank UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch am Donnerstag mitteilten. Der Index signalisiere damit nur noch einen leichten Rückgang; er liege so nahe an der 50-Punkte-Marke wie seit Ende 2022 nicht mehr.
Der Industrie-PMI lag damit auch am oberen Ende der von Ökonomen erwarteten 48,5 bis 50,0 Punkte. Bei Werten unter 50 Punkten gehen die befragten Unternehmen von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Liegt der Index oberhalb, dann ist von Wachstum auszugehen.
Die Aufhellung in der Industrie ist vor allem mit der Zolleinigung mit den USA zu erklären, denkt die UBS. Bekanntlich werden die USA den Strafzoll für viele Schweizer Güter auf 15 von zuvor 39% deutlich senken. Damit gewinnt die Schweizer Exportwirtschaft insbesondere zum EU-Raum an Wettbewerbsfähigkeit, da bald ein gleich hoher Strafzoll gilt.
Der PMI für den Dienstleistungssektor ging derweil klar zurück. Der Index nahm um 2,5 Stellen auf 45,3 Punkte ab und verbleibt somit unter der Wachstumsschwelle. Dabei habe sich bei den Dienstleistern vor allem die Auftragssituation verschlechtert, hiess es. In der AWP-Umfrage hatten Ökonomen einen höheren Index-Wert von 48,5 bis 50,4 Punkten erwartet.
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Quelle: www.fuw.ch
