Hypothekenzinsen ziehen an
Ende Dezember lagen die publizierten Richtsätze laut Comparis-Hypothekenbarometer bei 1,61 Prozent für 5-jährige und 1,91 Prozent für 10-jährige Festhypotheken, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorquartal entspricht. Die Refinanzierungskosten der Banken, sogenannte Swaps, sind im vierten Quartal spürbar gestiegen, was sich direkt auf die Hypothekenkonditionen auswirkt.
Besonders bei Saron-Hypotheken, deren Zinshöhe seit Einführung des Nullzinses fast ausschliesslich von der Marge abhängt, sind die Effekte deutlich spürbar. «Der jüngste Anstieg der Hypothekarzinsen ist auf höhere Kapitalmarktzinsen und eine Ausweitung der Bankmargen zurückzuführen», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.
Nachfrage verschiebt sich
Die Analyse der Abschlüsse zeigt zudem eine leichte Verschiebung bei den Laufzeiten. Kurzlaufende Hypotheken bis drei Jahre, einschliesslich Saron-Hypotheken, machten rund 17 Prozent aller Abschlüsse aus, während mittellange Laufzeiten von vier bis sieben Jahren leicht zurückgingen. Langlaufende Festhypotheken ab zehn Jahren bleiben weiterhin beliebt, ihr Anteil liegt bei gut 40 Prozent, ist aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.
«Hypothekarnehmende, die hohe Planungssicherheit suchen, setzen bei der Finanzierung oft eine persönliche Obergrenze. Wird sie überschritten, wählen sie Laufzeiten, die diese Vorgaben wieder erfüllen. So bevorzugen sie günstigere 8- oder 9-jährige Festhypotheken anstelle der teureren 10-jährigen Festhypotheken», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert. Der Anteil dieser 8- und 9-jährigen Festhypotheken stieg im vierten Quartal auf rund 14 Prozent, nachdem er zu Beginn des Jahres noch bei knapp 4 Prozent lag.
