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Hypozinsen stabilisieren sich nach dem Vorweihnachtsschub
Der sprunghafte Anstieg der Kosten für Wohnimmobilien in der Schweiz ebbt über die Feiertage ab.
Die meisten Anbieter haben ihre Richtsätze seit Dezember leicht gesenkt.
Bild: Gaetan Bally/Keystone
- Die Hypozinsen blieben in der Schweiz nach einem markanten Anstieg im Dezember über den Jahreswechsel stabil .
- Die Mehrheit der Anbieter hat ihre Richtwerte leicht gesenkt, ohne Auswirkungen auf den Durchschnitt.
- Auslöser für den Sprung im Dezember waren Äusserungen der EZB-Direktorin Isabel Schnabel zu künftigen Zinssenkungen.
In der Schweiz sind die Hypozinsen über den Jahreswechsel stabil geblieben. Über sämtliche Laufzeiten gab es im Schnitt kaum Veränderungen gegenüber der Woche vor Weihnachten. Damit hat sich der sprunghafte Anstieg aus der ersten Dezemberhälfte nicht fortgesetzt (vgl. Tabelle). Tendenziell neigen die Anbieter jedoch dazu, die Richtwerte wieder zurückzunehmen. Die Mehrheit hat ihre Sätze sogar leicht gesenkt.
Eigentlich schwanken die Zinsen schon lange nicht mehr so stark. Beobachter verweisen darauf, dass es gegen Jahresende nur einen geringen Handel an den Anleihen- und Zinsmärkten gegeben habe, was den starken Sprung im Vormonat erkläre. Auslöser waren Äusserungen der einflussreichen Währungshüterin Isabel Schnabel, Direktorin der Europäischen Zentralbank, in einem Interview.
Keine negativen Leitzinsen mehr
Sie hatte zwar keine Zinserhöhungen gefordert, sondern lediglich gesagt, dass sie in absehbarer Zeit keine weiteren Zinssenkungen erwarte. Dies wurde jedoch von Marktteilnehmern an den Geldmärkten als Verschiebung in der geldpolitischen Ausrichtung interpretiert. Auch in der Schweiz sprangen daraufhin die Zinserwartungen nach oben: Negative Leitzinsen werden seitdem nicht mehr vorweggenommen.
Über eine Laufzeit von zehn Jahren stiegen im Dezember im Schnitt die Schweizer Hypozinsen um 0,16 Prozentpunkte (Pp) auf 1,87% (vgl. Grafik unten). In den vergangenen zweieinhalb Wochen ging es geringfügig abwärts auf 1,86%. Um 0,01 Pp fielen auch die fünfjährigen Hypozinsen, nachdem sie zuvor um 0,15 Pp gestiegen waren. Die zweijährigen Richtsätze stagnierten bei 1,28%; im Dezember waren sie jedoch nur um 0,08 Pp gestiegen. Wie viel der einzelne Kreditnehmer tatsächlich zahlt, hängt von der individuellen Situation ab.
Der Abstand zwischen den zehn- und zweijährigen Hypozinsen verharrte bei 0,59 Pp und damit auf dem höchsten Niveau seit Ende 2022 (vgl. Grafik unten). Der Anteil der Anbieter, die ihre Richtwerte senkten, lag jeweils zwischen 60% und 75%. Die Kürzungen waren jedoch so gering, dass sie sich nicht bemerkbar machten. Nur einzelne Anbieter hoben oder senkten etwas stärker, was sich im Durchschnitt ausglich.
Die besten Angebote finden sich derzeit auf der Plattform Hypomat, die die Onlinehypothek der Glarner Kantonalbank vertreibt. Die geforderten Sätze liegen zwischen 0,94 und 1,53%. Die höchsten Werte für die Laufzeit von zehn Jahren rufen mit 2,08% die Versicherung Baloise und die Luzerner Kantonalbank auf. Die Anzahl der Anbieter, die über diese Laufzeit weniger als 2% verlangen, sank von zwölf vor Weihnachten auf jetzt elf. Die Luzerner Kantonalbank ruft auch bei den Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit 1,54 bzw. 1,74% die höchsten Sätze auf. Bei den zweijährigen Hypotheken verlangt die St. Galler Kantonalbank mit 1,45% den höchsten Satz. Sie hat seit Dezember ihre Sätze jedoch nicht verändert.
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Hypozinsen stabilisieren sich nach dem Vorweihnachtsschub
Der sprunghafte Anstieg der Kosten für Wohnimmobilien in der Schweiz ebbt über die Feiertage ab.
Die meisten Anbieter haben ihre Richtsätze seit Dezember leicht gesenkt.
Bild: Gaetan Bally/Keystone
- Die Hypozinsen blieben in der Schweiz nach einem markanten Anstieg im Dezember über den Jahreswechsel stabil .
- Die Mehrheit der Anbieter hat ihre Richtwerte leicht gesenkt, ohne Auswirkungen auf den Durchschnitt.
- Auslöser für den Sprung im Dezember waren Äusserungen der EZB-Direktorin Isabel Schnabel zu künftigen Zinssenkungen.
In der Schweiz sind die Hypozinsen über den Jahreswechsel stabil geblieben. Über sämtliche Laufzeiten gab es im Schnitt kaum Veränderungen gegenüber der Woche vor Weihnachten. Damit hat sich der sprunghafte Anstieg aus der ersten Dezemberhälfte nicht fortgesetzt (vgl. Tabelle). Tendenziell neigen die Anbieter jedoch dazu, die Richtwerte wieder zurückzunehmen. Die Mehrheit hat ihre Sätze sogar leicht gesenkt.
Eigentlich schwanken die Zinsen schon lange nicht mehr so stark. Beobachter verweisen darauf, dass es gegen Jahresende nur einen geringen Handel an den Anleihen- und Zinsmärkten gegeben habe, was den starken Sprung im Vormonat erkläre. Auslöser waren Äusserungen der einflussreichen Währungshüterin Isabel Schnabel, Direktorin der Europäischen Zentralbank, in einem Interview.
Keine negativen Leitzinsen mehr
Sie hatte zwar keine Zinserhöhungen gefordert, sondern lediglich gesagt, dass sie in absehbarer Zeit keine weiteren Zinssenkungen erwarte. Dies wurde jedoch von Marktteilnehmern an den Geldmärkten als Verschiebung in der geldpolitischen Ausrichtung interpretiert. Auch in der Schweiz sprangen daraufhin die Zinserwartungen nach oben: Negative Leitzinsen werden seitdem nicht mehr vorweggenommen.
Über eine Laufzeit von zehn Jahren stiegen im Dezember im Schnitt die Schweizer Hypozinsen um 0,16 Prozentpunkte (Pp) auf 1,87% (vgl. Grafik unten). In den vergangenen zweieinhalb Wochen ging es geringfügig abwärts auf 1,86%. Um 0,01 Pp fielen auch die fünfjährigen Hypozinsen, nachdem sie zuvor um 0,15 Pp gestiegen waren. Die zweijährigen Richtsätze stagnierten bei 1,28%; im Dezember waren sie jedoch nur um 0,08 Pp gestiegen. Wie viel der einzelne Kreditnehmer tatsächlich zahlt, hängt von der individuellen Situation ab.
Der Abstand zwischen den zehn- und zweijährigen Hypozinsen verharrte bei 0,59 Pp und damit auf dem höchsten Niveau seit Ende 2022 (vgl. Grafik unten). Der Anteil der Anbieter, die ihre Richtwerte senkten, lag jeweils zwischen 60% und 75%. Die Kürzungen waren jedoch so gering, dass sie sich nicht bemerkbar machten. Nur einzelne Anbieter hoben oder senkten etwas stärker, was sich im Durchschnitt ausglich.
Die besten Angebote finden sich derzeit auf der Plattform Hypomat, die die Onlinehypothek der Glarner Kantonalbank vertreibt. Die geforderten Sätze liegen zwischen 0,94 und 1,53%. Die höchsten Werte für die Laufzeit von zehn Jahren rufen mit 2,08% die Versicherung Baloise und die Luzerner Kantonalbank auf. Die Anzahl der Anbieter, die über diese Laufzeit weniger als 2% verlangen, sank von zwölf vor Weihnachten auf jetzt elf. Die Luzerner Kantonalbank ruft auch bei den Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit 1,54 bzw. 1,74% die höchsten Sätze auf. Bei den zweijährigen Hypotheken verlangt die St. Galler Kantonalbank mit 1,45% den höchsten Satz. Sie hat seit Dezember ihre Sätze jedoch nicht verändert.
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Quelle: www.fuw.ch
