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7 Grafiken zur Wohnkrise
Wo Sie für eine Million Franken noch ein Haus kaufen können
Der Wohnraum in der Schweiz wird immer teurer. Wir zeigen auf, wie sich die Immobilienpreise entwickelt haben, und erklären, was mit der Miete nach einer Sanierung passiert.
Der grösste Teil der Schweiz lebt in einer Gemeinde, wo ein Häuschen mehr als eine Million Franken kostet.
Foto: Madeleine Schoder
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt. Die Preise kennen seit Jahren praktisch nur eine Richtung: nach oben. Gleichzeitig sind immer weniger Wohnungen auf dem Markt frei verfügbar. Obwohl die Geburtenrate sinkt und sich die Zuwanderung zuletzt abschwächte, wird die Wohnungsknappheit immer grösser.
Zu spüren bekommen das vor allem Personen in den grossen Städten, die eine neue Bleibe suchen.
Wie angespannt die Situation ist, zeigen neue Zahlen des Immobilienberaters IAZI, die dessen Verwaltungsratspräsident Donato Scognamiglio am Dienstag den Medien präsentierte. Die TX Group, die auch diese Zeitung herausgibt, ist an IAZI beteiligt.
Ein eigenes Haus ist in der Schweiz fast überall nur noch etwas für Millionäre
Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt heute in einer Gemeinde, wo ein typisches Einfamilienhaus über eine Million Franken kostet. So kostet ein zehnjähriges Musterhaus mit 140 Quadratmetern und zwei Badezimmern, das noch gut in Schuss ist, in Zürich beispielsweise fast 3,5 Millionen Franken. In Basel und Bern ist dieses mit etwa 2,4 Millionen und 1,9 Millionen zwar um einiges günstiger, aber immer noch sehr teuer.
Die Häuserpreise steigen viel stärker als die Löhne
Für die meisten Schweizerinnen und Schweizer bedeutet das, dass sie sich vermutlich nie ein Eigenheim werden leisten können. Denn während die Löhne seit 2019 um lediglich 5 Prozent gestiegen sind, sind die Eigenheimpreise um mehr als ein Viertel gestiegen.
Wer eine neue Wohnung sucht, muss tief in die Taschen greifen
Noch stärker auseinander ging die Entwicklung zwischen den Angebots- und den Bestandsmieten. Letztere bezeichnen den Mietzins, den Mieterinnen und Mieter bezahlen, die schon lange in ihren Wohnungen leben. Im Beispiel von IAZI sind das mehr als zehn Jahre. Die Angebotsmieten hingegen sind die, die bei einer Neuvermietung verlangt werden.
Grundsätzlich sind die möglichen Mietzinserhöhungen gesetzlich festgelegt. Weil die Nachfrage das Angebot bei weitem übertrifft, werden die Mieten jedoch oft trotzdem nach Marktprinzipien festgelegt. So kostet eine typische 4,5-Zimmer-Wohnung mit 110 Quadratmetern aktuell in Zürich 4165 Franken im Monat, in Bern 2885 Franken und in Basel 2795 Franken pro Monat.
Wird saniert, steigen die Mieten deutlich an
Besonders stark steigen die Mieten in der Regel nach Sanierungen. Nach einer solchen dürfen die Vermieter nämlich einen Teil der Investitionen auf die Mieter überwälzen. Die grossen Unterschiede zwischen den Regionen lassen jedoch vermuten, dass gewisse Vermieter sich auch am Markt orientieren.
Die hohen Mieten führen zu Verdrängung
Die stark steigenden Wohnkosten dürften auch einen grossen Teil dazu beitragen, dass die bestehende Bevölkerung aus den Zentren wegzieht. So verliessen in den vergangenen fünf Jahren beispielsweise im Schnitt jährlich über ein Prozent der bestehenden Bevölkerung die Stadt Zürich. Die umliegenden Bezirke wachsen hingegen. Die Bevölkerung nimmt deshalb in Zürich aber nicht ab, da die Zuwanderung aus dem Ausland die Binnenabwanderung übertrifft.
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Wo Sie für eine Million Franken noch ein Haus kaufen können
Der Wohnraum in der Schweiz wird immer teurer. Wir zeigen auf, wie sich die Immobilienpreise entwickelt haben, und erklären, was mit der Miete nach einer Sanierung passiert.
Der grösste Teil der Schweiz lebt in einer Gemeinde, wo ein Häuschen mehr als eine Million Franken kostet.
Foto: Madeleine Schoder
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt. Die Preise kennen seit Jahren praktisch nur eine Richtung: nach oben. Gleichzeitig sind immer weniger Wohnungen auf dem Markt frei verfügbar. Obwohl die Geburtenrate sinkt und sich die Zuwanderung zuletzt abschwächte, wird die Wohnungsknappheit immer grösser.
Zu spüren bekommen das vor allem Personen in den grossen Städten, die eine neue Bleibe suchen.
Wie angespannt die Situation ist, zeigen neue Zahlen des Immobilienberaters IAZI, die dessen Verwaltungsratspräsident Donato Scognamiglio am Dienstag den Medien präsentierte. Die TX Group, die auch diese Zeitung herausgibt, ist an IAZI beteiligt.
Ein eigenes Haus ist in der Schweiz fast überall nur noch etwas für Millionäre
Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt heute in einer Gemeinde, wo ein typisches Einfamilienhaus über eine Million Franken kostet. So kostet ein zehnjähriges Musterhaus mit 140 Quadratmetern und zwei Badezimmern, das noch gut in Schuss ist, in Zürich beispielsweise fast 3,5 Millionen Franken. In Basel und Bern ist dieses mit etwa 2,4 Millionen und 1,9 Millionen zwar um einiges günstiger, aber immer noch sehr teuer.
Die Häuserpreise steigen viel stärker als die Löhne
Für die meisten Schweizerinnen und Schweizer bedeutet das, dass sie sich vermutlich nie ein Eigenheim werden leisten können. Denn während die Löhne seit 2019 um lediglich 5 Prozent gestiegen sind, sind die Eigenheimpreise um mehr als ein Viertel gestiegen.
Wer eine neue Wohnung sucht, muss tief in die Taschen greifen
Noch stärker auseinander ging die Entwicklung zwischen den Angebots- und den Bestandsmieten. Letztere bezeichnen den Mietzins, den Mieterinnen und Mieter bezahlen, die schon lange in ihren Wohnungen leben. Im Beispiel von IAZI sind das mehr als zehn Jahre. Die Angebotsmieten hingegen sind die, die bei einer Neuvermietung verlangt werden.
Grundsätzlich sind die möglichen Mietzinserhöhungen gesetzlich festgelegt. Weil die Nachfrage das Angebot bei weitem übertrifft, werden die Mieten jedoch oft trotzdem nach Marktprinzipien festgelegt. So kostet eine typische 4,5-Zimmer-Wohnung mit 110 Quadratmetern aktuell in Zürich 4165 Franken im Monat, in Bern 2885 Franken und in Basel 2795 Franken pro Monat.
Wird saniert, steigen die Mieten deutlich an
Besonders stark steigen die Mieten in der Regel nach Sanierungen. Nach einer solchen dürfen die Vermieter nämlich einen Teil der Investitionen auf die Mieter überwälzen. Die grossen Unterschiede zwischen den Regionen lassen jedoch vermuten, dass gewisse Vermieter sich auch am Markt orientieren.
Die hohen Mieten führen zu Verdrängung
Die stark steigenden Wohnkosten dürften auch einen grossen Teil dazu beitragen, dass die bestehende Bevölkerung aus den Zentren wegzieht. So verliessen in den vergangenen fünf Jahren beispielsweise im Schnitt jährlich über ein Prozent der bestehenden Bevölkerung die Stadt Zürich. Die umliegenden Bezirke wachsen hingegen. Die Bevölkerung nimmt deshalb in Zürich aber nicht ab, da die Zuwanderung aus dem Ausland die Binnenabwanderung übertrifft.
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Quelle: www.tagesanzeiger.ch
