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TEXT:

  • Jeffrey Epstein interessierte sich für Villen in der Schweiz.
  • Er erhielt Angebote für Anwesen in Meggen, St. Moritz und in Zug.
  • Epstein kaufte die Liegenschaften jedoch nie.

Epstein erhielt Informationen zu bestimmten Anwesen in der Schweiz. Auch Verkaufsangebote lagen vor, wie aus Mails in den Epstein-Akten hervorgeht. Allerdings nahm er diese nicht wahr. Weshalb, wird aus den Akten nicht ersichtlich.

Genauer handelte es sich um die Villa Rose in Meggen am Vierwaldstättersee, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, und um eine Villa in St. Moritz. Die beiden Immobilien gehörten dem Zuger Rohstoffhändler Marc Rich.

Anwesen in Luzern und St. Moritz

«Das Haus, das in Meggen/Schweiz zum Verkauf steht, gehört Marc Rich», schreibt der mittlerweile verstorbene Anwalt David Stern in einem Mail an Epstein. «Wir können ohne Agentur fortfahren, ich kenne ihn gut. Die Agentur hat 90 Millionen erwähnt. Hohe Sicherheit und Privatsphäre sind wegen seiner Vergangenheit sicherlich gewährleistet. Interessiert?»

Das Mail wurde am 29. Juli 2010 abgesendet. Epstein schien darauf nicht zu antworten. Einige Tage später schrieb Stern: «Hoffe, du bist sicher in New York gelandet. Hast du dich bezüglich des Marc-Rich-Hauses in der Schweiz entschieden?» Auch darauf fehlt eine Antwort in den veröffentlichten Epstein-Akten.

Ein Jahr später wird die Villa noch einmal erwähnt. Es ist wieder Stern, der an Epstein schreibt: «Marc Rich sagte mir, dass er nach London zieht. Seine Tochter sagte mir, er wäre gewillt, seine Schweizer Immobilien zu verkaufen. St. Moritz für 100 Millionen Franken. Meggen (Kanton Luzern) für 100+ Millionen Franken.» Es kann davon ausgegangen werden, dass Epstein die Anwesen nie kaufte. Seit 2014 gehört die Villa Rose dem kanadischen Kunstsammler Robert Landau, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt.

Ein «Schloss» in Zug

Noch bevor es um die Villa in Meggen ging, schien Epstein an einem Schloss in der Schweiz interessiert zu sein. «Habe dies erhalten, nachdem du mir vor einer Weile gesagt hast, du bist an einem Schloss interessiert», schreibt wieder Stern an Epstein und leitet ihm ein Mail einer Schweizer Immobilienfirma weiter.

Die Schweizer Immobilienmaklerin, die mit Stern schrieb, wusste nichts über dessen Verbindung mit Epstein.US-Justizministerium

«Ich habe vernommen, dass Sie interessiert daran sind, ob ein Schloss in der Schweiz frei wird», steht darin. «Wir haben womöglich eine passende Immobilie im steuerfreundlichen Kanton Zug im Angebot.»

Gegenüber der «Luzerner Zeitung» sagte die Immobilienmaklerin, die das Mail an Stern geschrieben hatte, sie habe nie eine Rückmeldung erhalten. Von Sterns Kontakt zu Epstein habe sie nichts gewusst.

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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  • Jeffrey Epstein interessierte sich für Villen in der Schweiz.
  • Er erhielt Angebote für Anwesen in Meggen, St. Moritz und in Zug.
  • Epstein kaufte die Liegenschaften jedoch nie.

Epstein erhielt Informationen zu bestimmten Anwesen in der Schweiz. Auch Verkaufsangebote lagen vor, wie aus Mails in den Epstein-Akten hervorgeht. Allerdings nahm er diese nicht wahr. Weshalb, wird aus den Akten nicht ersichtlich.

Genauer handelte es sich um die Villa Rose in Meggen am Vierwaldstättersee, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, und um eine Villa in St. Moritz. Die beiden Immobilien gehörten dem Zuger Rohstoffhändler Marc Rich.

Anwesen in Luzern und St. Moritz

«Das Haus, das in Meggen/Schweiz zum Verkauf steht, gehört Marc Rich», schreibt der mittlerweile verstorbene Anwalt David Stern in einem Mail an Epstein. «Wir können ohne Agentur fortfahren, ich kenne ihn gut. Die Agentur hat 90 Millionen erwähnt. Hohe Sicherheit und Privatsphäre sind wegen seiner Vergangenheit sicherlich gewährleistet. Interessiert?»

Das Mail wurde am 29. Juli 2010 abgesendet. Epstein schien darauf nicht zu antworten. Einige Tage später schrieb Stern: «Hoffe, du bist sicher in New York gelandet. Hast du dich bezüglich des Marc-Rich-Hauses in der Schweiz entschieden?» Auch darauf fehlt eine Antwort in den veröffentlichten Epstein-Akten.

Ein Jahr später wird die Villa noch einmal erwähnt. Es ist wieder Stern, der an Epstein schreibt: «Marc Rich sagte mir, dass er nach London zieht. Seine Tochter sagte mir, er wäre gewillt, seine Schweizer Immobilien zu verkaufen. St. Moritz für 100 Millionen Franken. Meggen (Kanton Luzern) für 100+ Millionen Franken.» Es kann davon ausgegangen werden, dass Epstein die Anwesen nie kaufte. Seit 2014 gehört die Villa Rose dem kanadischen Kunstsammler Robert Landau, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt.

Ein «Schloss» in Zug

Noch bevor es um die Villa in Meggen ging, schien Epstein an einem Schloss in der Schweiz interessiert zu sein. «Habe dies erhalten, nachdem du mir vor einer Weile gesagt hast, du bist an einem Schloss interessiert», schreibt wieder Stern an Epstein und leitet ihm ein Mail einer Schweizer Immobilienfirma weiter.

Die Schweizer Immobilienmaklerin, die mit Stern schrieb, wusste nichts über dessen Verbindung mit Epstein.US-Justizministerium

«Ich habe vernommen, dass Sie interessiert daran sind, ob ein Schloss in der Schweiz frei wird», steht darin. «Wir haben womöglich eine passende Immobilie im steuerfreundlichen Kanton Zug im Angebot.»

Gegenüber der «Luzerner Zeitung» sagte die Immobilienmaklerin, die das Mail an Stern geschrieben hatte, sie habe nie eine Rückmeldung erhalten. Von Sterns Kontakt zu Epstein habe sie nichts gewusst.

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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

Quelle: www.20min.ch