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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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TEXT:
- Mieten in der Schweiz steigen stark an. Viele zahlen über ein Drittel ihres Einkommens für Wohnraum.
- Unsicherheiten locken Anlegerinnen und Anleger in Immobilien. Das erhöht die Preise und Mieten.
- Hohe Zuwanderung und wenig freie Wohnungen treiben die Mietpreise weiter hoch.
Die Welt ist geprägt von geopolitischen Unsicherheiten wie dem Iran-Krieg. In Zeiten der Unsicherheit stürzen sich Anleger in Sicherheit wie den Schweizer Franken oder Immobilien, so Donato Scognamiglio von der Immobilienberatungsagentur Iazi am Montag an einem Medienanlass.
Diese Entwicklung und die Zuwanderung führen laut Scognamiglio zu höheren Bewertungen und entsprechend auch zu höheren Preisen für Immobilien.
Der Immobilienexperte und EVP-Kantonsrat des Kantons Zürich hat die Entwicklung von fast 16’000 Renditeliegenschaften im Wert von über 300 Milliarden Franken untersucht. Das sind Wohnblöcke mit jeweils etwa 20 Wohnungen, die vor allem im Besitz von Pensionskassen, Versicherungen und Banken sind.
Scognamiglio über …
… Mieten
Die Mieten sind in den Wohnblöcken im Median im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent gestiegen. Das ist die Mietzinsentwicklung über alle Mietwohnungen gesehen, also über bestehende Mietverträge und ausgeschriebene Wohnungen.
Das ist der Mietzins-Median
Der Median wird so interpretiert, dass die Hälfte der Mieten tiefer ist als der Medianwert und die andere Hälfte grösser ist.
In den vergangenen zehn Jahren stieg die Miete schweizweit um 17,3 Prozent, in 20 Jahren um 31 Prozent. Der Mietzins pro Quadratmeterpreis betrug 2005 187 Franken, 2024 waren es 245 Franken. «Die Entwicklung ist klar: Das Angebot ist blockiert, die Nachfrage ist hoch. Das führt dazu, dass es nur noch über den Preis geht», sagt Scognamiglio.
In Schaffhausen verzeichnete der Experte den höchsten Anstieg mit fast 37 Prozent. Das hänge auch damit zusammen, dass viele neue Wohnungen mit erhöhter Wohnqualität gebaut worden seien. In Genf, Neuenburg, im Tessin, Wallis und Thurgau stieg die Miete jeweils über 20 Prozent.
Scognamiglio rechnet vor: Vor vier Jahren kostete die Musterwohnung 1544 Franken im Monat. Dazu kommen 15 Prozent Nebenkosten. Die Faustregel besagt, dass die Miete und die Nebenkosten zusammen nicht höher als ein Drittel des Einkommens liegen, damit genug Geld für andere Ausgaben übrig ist.
Was tust du, um mit den steigenden Mietpreisen umzugehen?
Mittlerweile kostet die Musterwohnung 1793 Franken, inklusive Nebenkosten also 2061 Franken. Das benötigte Einkommen beläuft sich damit auf 6200 Franken pro Monat. Wer nicht so viel verdient, muss entweder in eine kleinere Wohnung ziehen, oder eine Wohnung in einer günstigeren Lage suchen.
Allerdings nimmt wegen der steigenden Mieten der Anteil der untersten Einkommen zu, die mehr als ein Drittel für ihre Wohnung bezahlen. «Sie müssen über die Schmerzgrenze gehen», sagt Scognamiglio. Der Mietpreisanstieg dürfte sich noch verstärken. «Auch dieses Jahr wird es wohl wieder teurer. Ich weiss nicht, was man dagegen tun kann», sagt Scognamiglio.
… das Geschäft mit Renditeimmobilien
Die Attraktivität von Immobilien als Wertanlage nimmt weiter zu. Während die Miete steigt, klettert auch die Wertentwicklung. Schweizweit lag die Wert- und Mieteentwicklung bei fast 4 Prozent, in Zürich gar bei sieben Prozent. «Die Kuh wird fetter und gibt noch mehr Milch», sagt Scognamiglio.
… Leerstand
Die Schweiz hat laut Bundesamt für Statistik einen Leerstand von einem Prozent. Ab diesem Prozentsatz spricht der Bund offiziell von Wohnungsnot. Die Bautätigkeit ist weiterhin tief, die Nettozuwanderung bleibt mit 70’000 im vergangenen Jahr hoch.
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TEXT:
- Mieten in der Schweiz steigen stark an. Viele zahlen über ein Drittel ihres Einkommens für Wohnraum.
- Unsicherheiten locken Anlegerinnen und Anleger in Immobilien. Das erhöht die Preise und Mieten.
- Hohe Zuwanderung und wenig freie Wohnungen treiben die Mietpreise weiter hoch.
Die Welt ist geprägt von geopolitischen Unsicherheiten wie dem Iran-Krieg. In Zeiten der Unsicherheit stürzen sich Anleger in Sicherheit wie den Schweizer Franken oder Immobilien, so Donato Scognamiglio von der Immobilienberatungsagentur Iazi am Montag an einem Medienanlass.
Diese Entwicklung und die Zuwanderung führen laut Scognamiglio zu höheren Bewertungen und entsprechend auch zu höheren Preisen für Immobilien.
Der Immobilienexperte und EVP-Kantonsrat des Kantons Zürich hat die Entwicklung von fast 16’000 Renditeliegenschaften im Wert von über 300 Milliarden Franken untersucht. Das sind Wohnblöcke mit jeweils etwa 20 Wohnungen, die vor allem im Besitz von Pensionskassen, Versicherungen und Banken sind.
Scognamiglio über …
… Mieten
Die Mieten sind in den Wohnblöcken im Median im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent gestiegen. Das ist die Mietzinsentwicklung über alle Mietwohnungen gesehen, also über bestehende Mietverträge und ausgeschriebene Wohnungen.
Das ist der Mietzins-Median
Der Median wird so interpretiert, dass die Hälfte der Mieten tiefer ist als der Medianwert und die andere Hälfte grösser ist.
In den vergangenen zehn Jahren stieg die Miete schweizweit um 17,3 Prozent, in 20 Jahren um 31 Prozent. Der Mietzins pro Quadratmeterpreis betrug 2005 187 Franken, 2024 waren es 245 Franken. «Die Entwicklung ist klar: Das Angebot ist blockiert, die Nachfrage ist hoch. Das führt dazu, dass es nur noch über den Preis geht», sagt Scognamiglio.
In Schaffhausen verzeichnete der Experte den höchsten Anstieg mit fast 37 Prozent. Das hänge auch damit zusammen, dass viele neue Wohnungen mit erhöhter Wohnqualität gebaut worden seien. In Genf, Neuenburg, im Tessin, Wallis und Thurgau stieg die Miete jeweils über 20 Prozent.
Scognamiglio rechnet vor: Vor vier Jahren kostete die Musterwohnung 1544 Franken im Monat. Dazu kommen 15 Prozent Nebenkosten. Die Faustregel besagt, dass die Miete und die Nebenkosten zusammen nicht höher als ein Drittel des Einkommens liegen, damit genug Geld für andere Ausgaben übrig ist.
Was tust du, um mit den steigenden Mietpreisen umzugehen?
Mittlerweile kostet die Musterwohnung 1793 Franken, inklusive Nebenkosten also 2061 Franken. Das benötigte Einkommen beläuft sich damit auf 6200 Franken pro Monat. Wer nicht so viel verdient, muss entweder in eine kleinere Wohnung ziehen, oder eine Wohnung in einer günstigeren Lage suchen.
Allerdings nimmt wegen der steigenden Mieten der Anteil der untersten Einkommen zu, die mehr als ein Drittel für ihre Wohnung bezahlen. «Sie müssen über die Schmerzgrenze gehen», sagt Scognamiglio. Der Mietpreisanstieg dürfte sich noch verstärken. «Auch dieses Jahr wird es wohl wieder teurer. Ich weiss nicht, was man dagegen tun kann», sagt Scognamiglio.
… das Geschäft mit Renditeimmobilien
Die Attraktivität von Immobilien als Wertanlage nimmt weiter zu. Während die Miete steigt, klettert auch die Wertentwicklung. Schweizweit lag die Wert- und Mieteentwicklung bei fast 4 Prozent, in Zürich gar bei sieben Prozent. «Die Kuh wird fetter und gibt noch mehr Milch», sagt Scognamiglio.
… Leerstand
Die Schweiz hat laut Bundesamt für Statistik einen Leerstand von einem Prozent. Ab diesem Prozentsatz spricht der Bund offiziell von Wohnungsnot. Die Bautätigkeit ist weiterhin tief, die Nettozuwanderung bleibt mit 70’000 im vergangenen Jahr hoch.
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Quelle: www.20min.ch
