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TEXT:

  • Modschtaba Chamenei, Sohn des Ayatollahs, soll ein internationales Immobiliennetzwerk besitzen.
  • Dazu gehören Luxusobjekte in London, Dubai und auf Mallorca.
  • Die Vermögenswerte sind nicht direkt auf Chamenei eingetragen.

Die Nachfolge Modschtaba Chameneis auf seinen getöteten Vater, Ayatollah Ali Chamenei, gilt Experten zufolge als politisch äusserst heikel. Bereits der 86-jährige Vater soll sich Berichten zufolge gegen eine Kandidatur seines Sohnes ausgesprochen haben. Zudem wird dem 56-jährigen Modschtaba ein weit verzweigtes internationales Immobiliennetzwerk zugeschrieben.

Recherchen des Finanzportals «Bloomberg» zufolge werden die Liegenschaften über Mittelsmänner verwaltet. Vermögenswerte sind demnach nicht direkt auf den Namen des neu gewählten iranischen Führers eingetragen.

Zum Portfolio sollen Luxusimmobilien in London, eine Villa in Dubai, ein Skihotel in Österreich sowie Luxushotels in Frankfurt und auf Mallorca zählen. Wie der «Diario de Mallorca» berichtet, gehört zu dem Netzwerk unter anderem das exklusive Steigenberger Golf- und Spa-Resort Camp de Mar im Südwesten Mallorcas.

Offiziell sind die Vermögenswerte nicht auf den Namen Modschtaba Chameneis eingetragen, ein mutmasslicher Verbindungsmann weist jede Beziehung zu ihm zurück.Getty Images

Portfolio im Wert von 400 Millionen Euro

Die Finanzierung der Immobilien soll überwiegend über Briefkastenfirmen und Finanzinstitute in Grossbritannien, der Schweiz, Liechtenstein und den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgt sein – mutmasslich gespeist aus iranischen Öleinnahmen. Darüber hinaus soll ein komplexes Geflecht von Offshore-Gesellschaften bestehen, registriert unter anderem in Luxemburg, St. Kitts und Nevis, Österreich, Deutschland und Spanien.

Luxusobjekte in Europa und Finanzflüsse über die Schweiz sollen Teil eines Geflechts im Umfeld von Modschtaba Chamenei sein (im Bild: das Steigenberger Golf- und Spa-Resort Camp de Mar auf Mallorca).Screenshot

In keinem der bekannten Dokumente werden Vermögenswerte direkt Modschtaba Chamenei zugeschrieben. Stattdessen erscheinen zahlreiche Immobilien auf den Namen des iranischen Multimillionärs Ali Ansari, der als Verbindungsmann zum Sohn des getöteten Ayatollahs gelten soll.

Eine Untersuchung der «Financial Times» auf Basis von Unternehmensunterlagen kommt zum Schluss, dass Ansari ein europäisches Immobilienportfolio im Wert von rund 400 Millionen Euro aufgebaut hat. In einer Stellungnahme seines Anwalts aus dem Jahr 2024 wies Ansari jedoch jede finanzielle oder persönliche Verbindung zu Modschtaba Chamenei sowie zu den Revolutionsgarden entschieden zurück.

Israel und USA greifen Iran an – Teheran schlägt zurück

Israel und die USA haben am 28. Februar Ziele im Iran angegriffen. Der Iran reagiert darauf mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in mehreren Ländern. Die Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich weiter. Hier geht es zur Zusammenfassung.

Weitere Stories zum Thema:

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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  • Modschtaba Chamenei, Sohn des Ayatollahs, soll ein internationales Immobiliennetzwerk besitzen.
  • Dazu gehören Luxusobjekte in London, Dubai und auf Mallorca.
  • Die Vermögenswerte sind nicht direkt auf Chamenei eingetragen.

Die Nachfolge Modschtaba Chameneis auf seinen getöteten Vater, Ayatollah Ali Chamenei, gilt Experten zufolge als politisch äusserst heikel. Bereits der 86-jährige Vater soll sich Berichten zufolge gegen eine Kandidatur seines Sohnes ausgesprochen haben. Zudem wird dem 56-jährigen Modschtaba ein weit verzweigtes internationales Immobiliennetzwerk zugeschrieben.

Recherchen des Finanzportals «Bloomberg» zufolge werden die Liegenschaften über Mittelsmänner verwaltet. Vermögenswerte sind demnach nicht direkt auf den Namen des neu gewählten iranischen Führers eingetragen.

Zum Portfolio sollen Luxusimmobilien in London, eine Villa in Dubai, ein Skihotel in Österreich sowie Luxushotels in Frankfurt und auf Mallorca zählen. Wie der «Diario de Mallorca» berichtet, gehört zu dem Netzwerk unter anderem das exklusive Steigenberger Golf- und Spa-Resort Camp de Mar im Südwesten Mallorcas.

Offiziell sind die Vermögenswerte nicht auf den Namen Modschtaba Chameneis eingetragen, ein mutmasslicher Verbindungsmann weist jede Beziehung zu ihm zurück.Getty Images

Portfolio im Wert von 400 Millionen Euro

Die Finanzierung der Immobilien soll überwiegend über Briefkastenfirmen und Finanzinstitute in Grossbritannien, der Schweiz, Liechtenstein und den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgt sein – mutmasslich gespeist aus iranischen Öleinnahmen. Darüber hinaus soll ein komplexes Geflecht von Offshore-Gesellschaften bestehen, registriert unter anderem in Luxemburg, St. Kitts und Nevis, Österreich, Deutschland und Spanien.

Luxusobjekte in Europa und Finanzflüsse über die Schweiz sollen Teil eines Geflechts im Umfeld von Modschtaba Chamenei sein (im Bild: das Steigenberger Golf- und Spa-Resort Camp de Mar auf Mallorca).Screenshot

In keinem der bekannten Dokumente werden Vermögenswerte direkt Modschtaba Chamenei zugeschrieben. Stattdessen erscheinen zahlreiche Immobilien auf den Namen des iranischen Multimillionärs Ali Ansari, der als Verbindungsmann zum Sohn des getöteten Ayatollahs gelten soll.

Eine Untersuchung der «Financial Times» auf Basis von Unternehmensunterlagen kommt zum Schluss, dass Ansari ein europäisches Immobilienportfolio im Wert von rund 400 Millionen Euro aufgebaut hat. In einer Stellungnahme seines Anwalts aus dem Jahr 2024 wies Ansari jedoch jede finanzielle oder persönliche Verbindung zu Modschtaba Chamenei sowie zu den Revolutionsgarden entschieden zurück.

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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

Quelle: www.20min.ch