361122 Keine Kommentare

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Über 1.250 Wohnungen

Ein öffentlichkeitsscheuer Milliardär aus Zürich soll Millionen in die AfD pumpen: Henning Conle besitzt über 1.250 Wohnungen in der Schweizer Metropole – und finanziert verdeckt die Rechtsaußen-Partei.

Die “taz” nennt ihn ein “Phantom”, das Recherchemagazin “Correctiv” gibt ihm den Titel “Schattenmann”. Henning Conle, 82 Jahre alt und Besitzer eines Immobilienimperiums in Zürich, gilt als einer der einflussreichsten Geldgeber der AfD.

Wie gemeinsame Recherchen von “Spiegel”, dem Schweizer Stadtmagazin “Tsüri.ch” und dem WAV Recherchekollektiv zeigen, besitzt der deutsch-schweizerische Doppelstaatler 1.253 Wohnungen und 121 Grundstücke in Zürich – und nutzt offenbar einen Teil seiner Millionen-Einnahmen (ca. 1,84 bis 1,98 Millionen Franken im Monat) zur Unterstützung der Rechtsaußen-Partei.

Conles Zürcher Immobilienportfolio hat einen geschätzten Wert von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Damit ist er die Privatperson mit dem größten Grundbesitz in der Schweizer Metropole. Darüber hinaus besitzt die Familie Immobilien in Berlin, Hamburg und London. Im vergangenen November ersteigerte Conles Firma ein Schloss in Kärnten. Der Milliardär meidet jede Öffentlichkeit – verifizierbare Fotos oder Videos von ihm existieren im Internet nicht.

Millionen-Spenden an die AfD über Umwege

Seine Verbindungen zur AfD reichen weit zurück: Bereits 2015 soll Conle diskret Kontakt zur damaligen Parteichefin Frauke Petry aufgenommen haben. Es kam zu mehreren geheimen Treffen, bei denen es auch um “finanzielle Mittel” ging, wie Petry später bestätigte.

Konkret wurde es 2017: 150.000 Schweizer Franken flossen auf ein Konto des AfD-Kreisverbands von Alice Weidel, schreibt der “Spiegel”. Das Geld war in Tranchen gestückelt und über Konten von Schweizer Pharmafirmen geleitet worden. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz ergaben zwei Jahre später: Das Geld stammte von Henning Conle.

Noch größer war sein Engagement im Bundestagswahlkampf 2025. Die AfD bekam eine Plakatkampagne im Wert von 2,35 Millionen Euro spendiert – angeblich von einem Gönner aus Österreich. Doch wie der “Spiegel” und der österreichische “Standard” aufdeckten, hatte dieser das Geld kurz zuvor aus der Schweiz erhalten – laut Schenkungsvertrag von Henning Conle.

Conle auch in Schweizer Politik verstrickt

Der Immobilien-Milliardär soll nicht nur Kontakte zur AfD pflegen, sondern auch zur rechtsbürgerlichen Schweizer Partei SVP. Das ergaben Recherchen des Portals “CH-Media”. Der SVP-Bundesrat Albert Rösti gab an, er habe vor neun Jahren an einem Abendessen von Conle und dessen Sohn teilgenommen. “Nach meiner Erinnerung waren rund zwanzig Personen anwesend. Es handelte sich um ein geselliges Beisammensein unter Parteifreunden”, sagte Rösti.

Das Nachrichtenportal “Nau.ch” schreibt, dass Conle 2017 die 100-Jahr-Feier der SVP Zürich finanziert haben soll. In der parteiinternen Zeitung wurde dem Milliardär jedenfalls dafür gedankt. Über aktuelle Zuwendungen an die SVP schweigen sowohl die Partei als auch Conle.

Henning Conle wurde 1944 in Duisburg geboren und stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sein Vater Heinz Conle war Mitglied der SPD, schreibt “Tsüri”. In den Nachkriegsjahren hatten er und sein Bruder tausende Sozialwohnungen im Ruhrpott gebaut. Sie legten damit den Grundstein für das Immobilienimperium der Familie Conle.

Theo Müller: gerichtlich bestätigter AfD-Unterstützer

Conle steht mit seiner AfD-Nähe unter deutschen Unternehmern nicht allein da. Auch Molkerei-Firmenchef Theo Müller geriet wegen seiner Sympathie für die Rechtsaußenpartei in die Schlagzeilen. Das Landgericht Hamburg hatte vergangene Woche entschieden: Man darf öffentlich sagen, dass Müller die AfD unterstützt.

Die Plattform Campact hatte eine Kampagne gegen Müllers Unternehmen gestartet, nachdem bekannt wurde, dass AfD-Chefin Alice Weidel bei seiner glamourösen Geburtstagsfeier anwesend war. Müller versuchte mit einer einstweiligen Verfügung, die Aussage “Theo Müller unterstützt die AfD” zu stoppen – erfolglos.

Das Gericht befand, es finde keine “durchgreifende Distanzierung von der AfD” durch Müller statt. Die Aussage sei eine zulässige Meinungsäußerung mit “tatsächlichen Anknüpfungspunkten”. Campact hatte während der Kampagne 28.000 Plakate in 14 Großstädten aufgehängt und mehr als 2,2 Millionen Sticker verschickt. Nach dem Urteil kündigte Campact an, die Aktionen gegen Müller weiter voranzutreiben.

Boykott-Aufrufe gegen Höffner-Chef

Ebenfalls unter Druck steht Möbel-Milliardär Kurt Krieger, Chef der Höffner-Kette. Er spendete 18.000 Euro an den AfD-Kreisverband Chemnitz – und erntete dafür heftige Kritik.

Der SPD-Politiker Kevin Hönicke, früher Baustadtrat in Berlin-Lichtenberg und einst Verhandlungspartner Kriegers, ruft nun zum Boykott der Möbel-Marke auf. “18.000 Euro für eine Partei, die unsere Demokratie verächtlich macht. Das ist keine private Randnotiz. Das ist eine bewusste politische Unterstützung”, schreibt Hönicke in sozialen Medien. Die “Bild” berichtete zuerst darüber.


Empfehlungen der Redaktion


“Mein Unternehmen ist politisch völlig neutral”, hieß es dazu von Krieger. Er schätze “dufte Typen”, egal von welcher Partei. “In Deutschland sind Parteispenden negativ belegt. Jedem wird gleich versuchte Einflussnahme unterstellt. In Amerika ist das ganz anders.”

Hönickes Boykott-Aufruf verbreitete sich rasant: Bis Mittwoch wurde der Facebook-Post 300.000-mal geteilt. Er selbst wolle zukünftig nicht mehr bei Höffner einkaufen, sagte der Bezirks-Politiker der “Bild”. Seinen ausziehbaren Holztisch und die Couch, beides dort erworben, behalte er aber. (the)

Verwendete Quellen

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:

Über 1.250 Wohnungen

Ein öffentlichkeitsscheuer Milliardär aus Zürich soll Millionen in die AfD pumpen: Henning Conle besitzt über 1.250 Wohnungen in der Schweizer Metropole – und finanziert verdeckt die Rechtsaußen-Partei.

Die “taz” nennt ihn ein “Phantom”, das Recherchemagazin “Correctiv” gibt ihm den Titel “Schattenmann”. Henning Conle, 82 Jahre alt und Besitzer eines Immobilienimperiums in Zürich, gilt als einer der einflussreichsten Geldgeber der AfD.

Wie gemeinsame Recherchen von “Spiegel”, dem Schweizer Stadtmagazin “Tsüri.ch” und dem WAV Recherchekollektiv zeigen, besitzt der deutsch-schweizerische Doppelstaatler 1.253 Wohnungen und 121 Grundstücke in Zürich – und nutzt offenbar einen Teil seiner Millionen-Einnahmen (ca. 1,84 bis 1,98 Millionen Franken im Monat) zur Unterstützung der Rechtsaußen-Partei.

Conles Zürcher Immobilienportfolio hat einen geschätzten Wert von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Damit ist er die Privatperson mit dem größten Grundbesitz in der Schweizer Metropole. Darüber hinaus besitzt die Familie Immobilien in Berlin, Hamburg und London. Im vergangenen November ersteigerte Conles Firma ein Schloss in Kärnten. Der Milliardär meidet jede Öffentlichkeit – verifizierbare Fotos oder Videos von ihm existieren im Internet nicht.

Millionen-Spenden an die AfD über Umwege

Seine Verbindungen zur AfD reichen weit zurück: Bereits 2015 soll Conle diskret Kontakt zur damaligen Parteichefin Frauke Petry aufgenommen haben. Es kam zu mehreren geheimen Treffen, bei denen es auch um “finanzielle Mittel” ging, wie Petry später bestätigte.

Konkret wurde es 2017: 150.000 Schweizer Franken flossen auf ein Konto des AfD-Kreisverbands von Alice Weidel, schreibt der “Spiegel”. Das Geld war in Tranchen gestückelt und über Konten von Schweizer Pharmafirmen geleitet worden. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz ergaben zwei Jahre später: Das Geld stammte von Henning Conle.

Noch größer war sein Engagement im Bundestagswahlkampf 2025. Die AfD bekam eine Plakatkampagne im Wert von 2,35 Millionen Euro spendiert – angeblich von einem Gönner aus Österreich. Doch wie der “Spiegel” und der österreichische “Standard” aufdeckten, hatte dieser das Geld kurz zuvor aus der Schweiz erhalten – laut Schenkungsvertrag von Henning Conle.

Conle auch in Schweizer Politik verstrickt

Der Immobilien-Milliardär soll nicht nur Kontakte zur AfD pflegen, sondern auch zur rechtsbürgerlichen Schweizer Partei SVP. Das ergaben Recherchen des Portals “CH-Media”. Der SVP-Bundesrat Albert Rösti gab an, er habe vor neun Jahren an einem Abendessen von Conle und dessen Sohn teilgenommen. “Nach meiner Erinnerung waren rund zwanzig Personen anwesend. Es handelte sich um ein geselliges Beisammensein unter Parteifreunden”, sagte Rösti.

Das Nachrichtenportal “Nau.ch” schreibt, dass Conle 2017 die 100-Jahr-Feier der SVP Zürich finanziert haben soll. In der parteiinternen Zeitung wurde dem Milliardär jedenfalls dafür gedankt. Über aktuelle Zuwendungen an die SVP schweigen sowohl die Partei als auch Conle.

Henning Conle wurde 1944 in Duisburg geboren und stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sein Vater Heinz Conle war Mitglied der SPD, schreibt “Tsüri”. In den Nachkriegsjahren hatten er und sein Bruder tausende Sozialwohnungen im Ruhrpott gebaut. Sie legten damit den Grundstein für das Immobilienimperium der Familie Conle.

Theo Müller: gerichtlich bestätigter AfD-Unterstützer

Conle steht mit seiner AfD-Nähe unter deutschen Unternehmern nicht allein da. Auch Molkerei-Firmenchef Theo Müller geriet wegen seiner Sympathie für die Rechtsaußenpartei in die Schlagzeilen. Das Landgericht Hamburg hatte vergangene Woche entschieden: Man darf öffentlich sagen, dass Müller die AfD unterstützt.

Die Plattform Campact hatte eine Kampagne gegen Müllers Unternehmen gestartet, nachdem bekannt wurde, dass AfD-Chefin Alice Weidel bei seiner glamourösen Geburtstagsfeier anwesend war. Müller versuchte mit einer einstweiligen Verfügung, die Aussage “Theo Müller unterstützt die AfD” zu stoppen – erfolglos.

Das Gericht befand, es finde keine “durchgreifende Distanzierung von der AfD” durch Müller statt. Die Aussage sei eine zulässige Meinungsäußerung mit “tatsächlichen Anknüpfungspunkten”. Campact hatte während der Kampagne 28.000 Plakate in 14 Großstädten aufgehängt und mehr als 2,2 Millionen Sticker verschickt. Nach dem Urteil kündigte Campact an, die Aktionen gegen Müller weiter voranzutreiben.

Boykott-Aufrufe gegen Höffner-Chef

Ebenfalls unter Druck steht Möbel-Milliardär Kurt Krieger, Chef der Höffner-Kette. Er spendete 18.000 Euro an den AfD-Kreisverband Chemnitz – und erntete dafür heftige Kritik.

Der SPD-Politiker Kevin Hönicke, früher Baustadtrat in Berlin-Lichtenberg und einst Verhandlungspartner Kriegers, ruft nun zum Boykott der Möbel-Marke auf. “18.000 Euro für eine Partei, die unsere Demokratie verächtlich macht. Das ist keine private Randnotiz. Das ist eine bewusste politische Unterstützung”, schreibt Hönicke in sozialen Medien. Die “Bild” berichtete zuerst darüber.


Empfehlungen der Redaktion


“Mein Unternehmen ist politisch völlig neutral”, hieß es dazu von Krieger. Er schätze “dufte Typen”, egal von welcher Partei. “In Deutschland sind Parteispenden negativ belegt. Jedem wird gleich versuchte Einflussnahme unterstellt. In Amerika ist das ganz anders.”

Hönickes Boykott-Aufruf verbreitete sich rasant: Bis Mittwoch wurde der Facebook-Post 300.000-mal geteilt. Er selbst wolle zukünftig nicht mehr bei Höffner einkaufen, sagte der Bezirks-Politiker der “Bild”. Seinen ausziehbaren Holztisch und die Couch, beides dort erworben, behalte er aber. (the)

Verwendete Quellen

Quelle: web.de