361122 Keine Kommentare

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

  • Eine Schweizer Immobilienfirma steht in Deutschland in der Kritik.
  • Manche ihrer Mieter und Mieterinnen leben unter katastrophalen Bedingungen. Ein TV-Bericht zeigte die Missstände.
  • «Es geht es nur darum, hier die Miete rauszupressen», so die Kritik.
  • Das Unternehmen, dessen Gebäude in Bremen bereits letztes Jahr in die Schlagzeilen kam, weist die Verantwortung teils den Mietern zu.

Müll, Spritzen, Kot im Treppenhaus, der Lift funktioniert über Wochen nicht. Oder: ein Duschverbot für einen Wohnblock, weil das Warmwasser seit Monaten massiv mit Legionellen-Bakterien verschmutzt ist und dagegen nichts unternommen wird.

In solchen Zuständen leben die Mieter im deutschen Bremen und Marl – in Häusern der Schweizer Peach Property Group AG, eines weit verzweigten Konzerns mit zahlreichen Unterfirmen mit Hauptsitz in Zürich. «Spiegel TV» hat am Montagabend die Missstände in deutschen «Problemblocks» der Immobilienfirma beleuchtet.

Immobilien in preisgünstigem Umfeld

Peach Property verwaltet von seinem Deutschlandsitz in Köln aus Mietshäuser in über einem Dutzend deutscher Städte. Das Unternehmen hat sich auf sogenannte «Wohnwagen» spezialisiert, Immobilien in einem eher preisgünstigen Umfeld.

Bis 2021 schrieb man schwarze Zahlen. Mit Beginn der Zinswende rutschte die Gruppe ins Minus. Zuletzt machte Peach Property Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Das Peach-Property-Hochhaus in Bremer Bahn­hofs­nähe sei «schon von Weitem als Schand­fleck erkenn­bar», heisst es bei «Spiegel TV»: gesperrte Balkone, ein Treppenhaus voller Müll und aggressiver Junkies, wochenlange Heizungsausfälle im Winter und eingesperrte, gehbehinderte Bewohner aufgrund defekter Lifte.

«Es geht nur darum, die Miete rauszupressen»

«Der Vermieter kümmert sich nicht um die Menschen in den 160 Wohnungen, dem geht es nur darum, hier die Miete rauszupressen», sagt Sofia Leonidakis. «Das ist ein reines Spekulationsobjekt hier.» Für die Linken-Politikerin ist der Bremer Block das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn «Wohnraum zur Ware» wird.

Von «Spiegel TV» auf die Missstände angesprochen, gab das Unternehmen an, dass man das Gebäude erst seit wenigen Jahren im Bestand habe und Themen wie Brandschutz, Instandhaltung und Investitionen «schrittweise» angehe. In die Planung sei bereits ein sechsstelliger Betrag investiert worden.

Duschverbot in 16 Wohnungen

Von diesen Bemühungen sei allerdings wenig zu sehen, bemerkt «Spiegel TV». Zumal Bremen nicht das einzige Beispiel für unzu­mut­bare Wohn­bedingungen bei den Peach-Property-Immobilien sei.

In einem Wohnhaus in Marl im nördlichen Ruhrgebiet ist das Warmwasser von 16 Wohnungen mit Legionellen belastet. Lediglich ein Aushang informiert über ein Duschverbot. Dabei sind die nachgewiesenen Legionellenwerte erschreckend hoch.

Peach Property sieht Schuld bei den Mietern

Zwar wurde bei den Wasserhähnen der Einbau von Sterilfiltern angeordnet, welche das Einatmen der Keime verhindern sollen. Doch bei Carsten Müller wurden diese nie installiert. Der Mieter sagt mittlerweile: «Das ganze Gebäude müsste man zumachen und vom Dach bis Keller restaurieren.»

Doch die Peach Property Group sehe die Schuld offenbar bei ihren Mietern. Sie schreibt «Spiegel TV», dass der Warmwasserspeicher erneuert worden sei und man die Ursachen für die krasse Verschmutzung im «Nutzerverhalten» und bei «wohnungsspezifischen Hygienefaktoren» vermute.

Mit Blick wohl auch auf diese Reaktion fasst «Spiegel TV» zusammen: «Dass es zu Besserungen im Sinne der Mieter kommt, damit ist wohl weder in Marl noch in Bremen zu rechnen.»

Damit dürfte das Format richtig liegen. Bereits letztes Jahr hatte Radio Bremen über die Missstände berichtet, ohne dass etwas geschehen wäre.

Ann Guenter (gux), arbeitet seit 2012 als Auslandsredaktorin für 20 Minuten. Seit August 2015 ist sie zudem Chefreporterin International.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:

  • Eine Schweizer Immobilienfirma steht in Deutschland in der Kritik.
  • Manche ihrer Mieter und Mieterinnen leben unter katastrophalen Bedingungen. Ein TV-Bericht zeigte die Missstände.
  • «Es geht es nur darum, hier die Miete rauszupressen», so die Kritik.
  • Das Unternehmen, dessen Gebäude in Bremen bereits letztes Jahr in die Schlagzeilen kam, weist die Verantwortung teils den Mietern zu.

Müll, Spritzen, Kot im Treppenhaus, der Lift funktioniert über Wochen nicht. Oder: ein Duschverbot für einen Wohnblock, weil das Warmwasser seit Monaten massiv mit Legionellen-Bakterien verschmutzt ist und dagegen nichts unternommen wird.

In solchen Zuständen leben die Mieter im deutschen Bremen und Marl – in Häusern der Schweizer Peach Property Group AG, eines weit verzweigten Konzerns mit zahlreichen Unterfirmen mit Hauptsitz in Zürich. «Spiegel TV» hat am Montagabend die Missstände in deutschen «Problemblocks» der Immobilienfirma beleuchtet.

Immobilien in preisgünstigem Umfeld

Peach Property verwaltet von seinem Deutschlandsitz in Köln aus Mietshäuser in über einem Dutzend deutscher Städte. Das Unternehmen hat sich auf sogenannte «Wohnwagen» spezialisiert, Immobilien in einem eher preisgünstigen Umfeld.

Bis 2021 schrieb man schwarze Zahlen. Mit Beginn der Zinswende rutschte die Gruppe ins Minus. Zuletzt machte Peach Property Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Das Peach-Property-Hochhaus in Bremer Bahn­hofs­nähe sei «schon von Weitem als Schand­fleck erkenn­bar», heisst es bei «Spiegel TV»: gesperrte Balkone, ein Treppenhaus voller Müll und aggressiver Junkies, wochenlange Heizungsausfälle im Winter und eingesperrte, gehbehinderte Bewohner aufgrund defekter Lifte.

«Es geht nur darum, die Miete rauszupressen»

«Der Vermieter kümmert sich nicht um die Menschen in den 160 Wohnungen, dem geht es nur darum, hier die Miete rauszupressen», sagt Sofia Leonidakis. «Das ist ein reines Spekulationsobjekt hier.» Für die Linken-Politikerin ist der Bremer Block das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn «Wohnraum zur Ware» wird.

Von «Spiegel TV» auf die Missstände angesprochen, gab das Unternehmen an, dass man das Gebäude erst seit wenigen Jahren im Bestand habe und Themen wie Brandschutz, Instandhaltung und Investitionen «schrittweise» angehe. In die Planung sei bereits ein sechsstelliger Betrag investiert worden.

Duschverbot in 16 Wohnungen

Von diesen Bemühungen sei allerdings wenig zu sehen, bemerkt «Spiegel TV». Zumal Bremen nicht das einzige Beispiel für unzu­mut­bare Wohn­bedingungen bei den Peach-Property-Immobilien sei.

In einem Wohnhaus in Marl im nördlichen Ruhrgebiet ist das Warmwasser von 16 Wohnungen mit Legionellen belastet. Lediglich ein Aushang informiert über ein Duschverbot. Dabei sind die nachgewiesenen Legionellenwerte erschreckend hoch.

Peach Property sieht Schuld bei den Mietern

Zwar wurde bei den Wasserhähnen der Einbau von Sterilfiltern angeordnet, welche das Einatmen der Keime verhindern sollen. Doch bei Carsten Müller wurden diese nie installiert. Der Mieter sagt mittlerweile: «Das ganze Gebäude müsste man zumachen und vom Dach bis Keller restaurieren.»

Doch die Peach Property Group sehe die Schuld offenbar bei ihren Mietern. Sie schreibt «Spiegel TV», dass der Warmwasserspeicher erneuert worden sei und man die Ursachen für die krasse Verschmutzung im «Nutzerverhalten» und bei «wohnungsspezifischen Hygienefaktoren» vermute.

Mit Blick wohl auch auf diese Reaktion fasst «Spiegel TV» zusammen: «Dass es zu Besserungen im Sinne der Mieter kommt, damit ist wohl weder in Marl noch in Bremen zu rechnen.»

Damit dürfte das Format richtig liegen. Bereits letztes Jahr hatte Radio Bremen über die Missstände berichtet, ohne dass etwas geschehen wäre.

Ann Guenter (gux), arbeitet seit 2012 als Auslandsredaktorin für 20 Minuten. Seit August 2015 ist sie zudem Chefreporterin International.

Quelle: www.20min.ch