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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Bern, 21. Apr (Reuters) – Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Zügel im vergangenen Jahr angezogen und mehr Banken mit Besuchen vor Ort kontrolliert. Die Zahl der Vor-Ort-Kontrollen bei Banken stieg 2025 auf 113 von 111 im Vorjahr, wie dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht zu entnehmen war. Im Mittelpunkt standen Geldwäschebekämpfung, Hypothekarkreditgeschäfte und Cyberrisiken. Institute, bei denen die Risiken für die Stabilität des Finanzmarktes oder von Kunden am größten gewesen seien, habe die Finma am intensivsten beaufsichtigt.

Ein Schwerpunkt war dabei die Integration der Credit Suisse in die UBS. Bei der einzigen Großbank des Landes führte die Behörde 2025 insgesamt 42 Vor-Ort-Kontrollen durch. Im Jahr davor waren es 45 gewesen. Die Finma habe die Migration von Kunden der ehemaligen Credit Suisse auf die Systeme der UBS eng überwacht und die technische Umsetzung mithilfe einer externen Drittpartei geprüft. Auch die von der UBS übernommenen CS-Kunden und die Geschäfte, aus denen die UBS aussteigen möchte, habe die Finma unter die Lupe genommen. Zudem hätten die Aufseher die risikanten Geschäftsaktivitäten des Investment Banking wie die Kreditvergabe und das Geschäft mit Hedgefonds eng überwacht.

Die verstärkte Aufsicht über die Finanzinstitute führte zu einem Personalaufbau: Der durchschnittliche Personalbestand der Behörde kletterte auf 698 von 634 Beschäftigte. Gleichzeitig setzte sich die Behörde eine Obergrenze: Auch langfristig soll der Personalbestand dreistellig bleiben.

HYPOTHEKARMARKT GRÖßTES SYSTEMISCHES RISIKO

Der Ende 2024 eingereichte Notfallplan der UBS habe weitgehend den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprochen. In seiner derzeitigen Fassung könne der Notfallplan allerdings noch nicht sicherstellen, dass neben der Weiterführung der systemrelevanten Funktionen auch die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems genügend berücksichtigt würden, bekräftigte die Behörde Angaben vom September. Die Finma stufe den Notfallplan als vorläufig nicht umsetzbar ein. Die Schweizer Gesetzgebung sehe vor, dass die kritischen Funktionen in der Schweiz geschützt würden, erklärte Finma-Direktor Stefan Walter im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. “Aber die UBS ist natürlich global aktiv und insofern muss man den Notfallplan wirklich in einen breiteren globalen Abwicklungsplan integrieren. Hier muss die UBS Anpassungen vornehmen.”

Das größte Risiko für den Schweizer Finanzplatz seien externe Schocks, erklärte Walter weiter. Gegenüber dem Konflikt im Nahen Osten seien die heimischen Finanzfirmen direkt nicht stark exponiert. “Wir schauen aber auch, ob die Firmen gegenüber einem Ölschock exponiert sind und ob ein solcher Schock in die Schweiz überschwappen könnte.” Das größte systemische Risiko sei dabei der Hypothekarmarkt. So könnte ein Ölpreisschock zu deutlich höheren Zinsen führen, die die Hypothekarnehmer überforderten und dazu führten, dass Banken auf vielen Immobilien sitzen blieben. Dazu komme das Risiko einer Rezession, die zu weiteren Kreditausfällen führen dürfte. “Das ist wirklich ein Klumpenrisiko in der Schweiz”, sagte Walter mit Blick auf das Hypothekargeschäft. “Und darum haben wir da sehr viele Aufsichtsressourcen konzentriert.”

(Bericht von Oliver Hirt, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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Bern, 21. Apr (Reuters) – Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Zügel im vergangenen Jahr angezogen und mehr Banken mit Besuchen vor Ort kontrolliert. Die Zahl der Vor-Ort-Kontrollen bei Banken stieg 2025 auf 113 von 111 im Vorjahr, wie dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht zu entnehmen war. Im Mittelpunkt standen Geldwäschebekämpfung, Hypothekarkreditgeschäfte und Cyberrisiken. Institute, bei denen die Risiken für die Stabilität des Finanzmarktes oder von Kunden am größten gewesen seien, habe die Finma am intensivsten beaufsichtigt.

Ein Schwerpunkt war dabei die Integration der Credit Suisse in die UBS. Bei der einzigen Großbank des Landes führte die Behörde 2025 insgesamt 42 Vor-Ort-Kontrollen durch. Im Jahr davor waren es 45 gewesen. Die Finma habe die Migration von Kunden der ehemaligen Credit Suisse auf die Systeme der UBS eng überwacht und die technische Umsetzung mithilfe einer externen Drittpartei geprüft. Auch die von der UBS übernommenen CS-Kunden und die Geschäfte, aus denen die UBS aussteigen möchte, habe die Finma unter die Lupe genommen. Zudem hätten die Aufseher die risikanten Geschäftsaktivitäten des Investment Banking wie die Kreditvergabe und das Geschäft mit Hedgefonds eng überwacht.

Die verstärkte Aufsicht über die Finanzinstitute führte zu einem Personalaufbau: Der durchschnittliche Personalbestand der Behörde kletterte auf 698 von 634 Beschäftigte. Gleichzeitig setzte sich die Behörde eine Obergrenze: Auch langfristig soll der Personalbestand dreistellig bleiben.

HYPOTHEKARMARKT GRÖßTES SYSTEMISCHES RISIKO

Der Ende 2024 eingereichte Notfallplan der UBS habe weitgehend den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprochen. In seiner derzeitigen Fassung könne der Notfallplan allerdings noch nicht sicherstellen, dass neben der Weiterführung der systemrelevanten Funktionen auch die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems genügend berücksichtigt würden, bekräftigte die Behörde Angaben vom September. Die Finma stufe den Notfallplan als vorläufig nicht umsetzbar ein. Die Schweizer Gesetzgebung sehe vor, dass die kritischen Funktionen in der Schweiz geschützt würden, erklärte Finma-Direktor Stefan Walter im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. “Aber die UBS ist natürlich global aktiv und insofern muss man den Notfallplan wirklich in einen breiteren globalen Abwicklungsplan integrieren. Hier muss die UBS Anpassungen vornehmen.”

Das größte Risiko für den Schweizer Finanzplatz seien externe Schocks, erklärte Walter weiter. Gegenüber dem Konflikt im Nahen Osten seien die heimischen Finanzfirmen direkt nicht stark exponiert. “Wir schauen aber auch, ob die Firmen gegenüber einem Ölschock exponiert sind und ob ein solcher Schock in die Schweiz überschwappen könnte.” Das größte systemische Risiko sei dabei der Hypothekarmarkt. So könnte ein Ölpreisschock zu deutlich höheren Zinsen führen, die die Hypothekarnehmer überforderten und dazu führten, dass Banken auf vielen Immobilien sitzen blieben. Dazu komme das Risiko einer Rezession, die zu weiteren Kreditausfällen führen dürfte. “Das ist wirklich ein Klumpenrisiko in der Schweiz”, sagte Walter mit Blick auf das Hypothekargeschäft. “Und darum haben wir da sehr viele Aufsichtsressourcen konzentriert.”

(Bericht von Oliver Hirt, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Quelle: ch.marketscreener.com