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Eine Kaufmasche für Immobilien häufen sich zurzeit besonders in der Schweiz.

Bild: sda

Immer häufiger erhalten Hausbesitzer in der Schweiz überhöhte Kaufangebote. Ermittlungen deuten darauf hin, dass hinter solchen Deals Geldwäsche stecken könnte.

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In der Schweiz häufen sich Immobilienkäufe mit auffällig hohen Angeboten. Bezahlt werden die Häuser mit Schwarzgeld.
  • Hinter den Deals stehen mutmasslich Geldwäscherei und Schwarzarbeit, etwa über fingierte Rechnungen und Verbindungen zu kriminellen Netzwerken.
  • Trotz verschärfter Gesetze bleiben Lücken bestehen, wodurch solche Praktiken den Immobilienmarkt weiter verteuern können.

Ein Hausbesitzer im Schweizer Mittelland erhält ein Angebot, das deutlich über dem Marktpreis liegt. Kurz darauf steht der Interessent erneut vor der Tür – mit einer «mittleren sechsstelligen Summe als Anzahlung». Der Verkäufer sagt zu. Fälle wie dieser häufen sich derzeit, wie schon Recherchen von CH Media zeigen. Die Masche bleibt die gleiche und die Fälle häufen sich immer weiter. Das berichtet nun «immoMedia».

Hinter solchen Geschäften steht oft ein wiederkehrendes Muster. Eigentümer werden direkt angesprochen, die Angebote sind hoch, der Zeitdruck gross. Nach dem Kauf bleiben Immobilien teils leer oder werden später weiterverkauft. In der Innerschweiz steht eine Wohnung nach einem solchen Deal seit über einem Jahr leer – obwohl mehr als eine Million Franken investiert wurde.

Die Spur einzelner Fälle führt in ein kriminelles Umfeld. Laut Bericht gibt es Verbindungen zu einem mutmasslichen Luzerner Geldwäsche-Reisebüro und zu Personen mit Nähe zu einem albanischen Kokainboss, der seit Herbst 2024 in Untersuchungshaft sitzt.

Zweites System über den Bau

Neben Drogengeldern spielt auch Schwarzarbeit eine Rolle. Ein Beispiel: Ein Bauprojekt wird offiziell mit einer Million Franken abgerechnet, kostet tatsächlich aber nur 700’000 Franken. Die Differenz von 300’000 Franken wird über fingierte Rechnungen verschleiert. Scheinfirmen stellen diese Belege gegen rund fünf Prozent Provision aus und verschwinden oft schnell wieder.

Dieses Geld fliesst danach ebenfalls in Immobilien. So entstehen Gewinne, die weder versteuert noch nachvollziehbar sind.

Auswirkungen auf den Markt

Immobilien sind ein beliebtes Mittel für Geldwäsche. Weltweit stehen laut Bericht über ein Drittel aller Fälle in Zusammenhang mit solchen Transaktionen. Auch in der Schweiz wirkt sich das aus: Die hohen Kaufpreise treiben den Markt insgesamt nach oben.

Geldwäsche-Experte Fabian Teichmann sagt zu «immoMedia»: «Wer klug ist, kauft lieber vier Immobilien à fünf Millionen als eine einzige für 20 Millionen. Das ist weniger auffällig.»

Gesetz mit Lücken

Die Politik hat reagiert. Am 26. September 2025 wurde das Geldwäschereigesetz angepasst. Neu gelten auch für Immobilienmakler strengere Regeln und Sorgfaltspflichten.

Eine Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Transaktionen unter fünf Millionen Franken sind grundsätzlich ausgenommen. Das Gesetz soll im zweiten Halbjahr 2026 in Kraft treten. Bis dahin können mehrere kleinere Käufe weiterhin unter dem Radar bleiben.

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Eine Kaufmasche für Immobilien häufen sich zurzeit besonders in der Schweiz.

Bild: sda

Immer häufiger erhalten Hausbesitzer in der Schweiz überhöhte Kaufangebote. Ermittlungen deuten darauf hin, dass hinter solchen Deals Geldwäsche stecken könnte.

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In der Schweiz häufen sich Immobilienkäufe mit auffällig hohen Angeboten. Bezahlt werden die Häuser mit Schwarzgeld.
  • Hinter den Deals stehen mutmasslich Geldwäscherei und Schwarzarbeit, etwa über fingierte Rechnungen und Verbindungen zu kriminellen Netzwerken.
  • Trotz verschärfter Gesetze bleiben Lücken bestehen, wodurch solche Praktiken den Immobilienmarkt weiter verteuern können.

Ein Hausbesitzer im Schweizer Mittelland erhält ein Angebot, das deutlich über dem Marktpreis liegt. Kurz darauf steht der Interessent erneut vor der Tür – mit einer «mittleren sechsstelligen Summe als Anzahlung». Der Verkäufer sagt zu. Fälle wie dieser häufen sich derzeit, wie schon Recherchen von CH Media zeigen. Die Masche bleibt die gleiche und die Fälle häufen sich immer weiter. Das berichtet nun «immoMedia».

Hinter solchen Geschäften steht oft ein wiederkehrendes Muster. Eigentümer werden direkt angesprochen, die Angebote sind hoch, der Zeitdruck gross. Nach dem Kauf bleiben Immobilien teils leer oder werden später weiterverkauft. In der Innerschweiz steht eine Wohnung nach einem solchen Deal seit über einem Jahr leer – obwohl mehr als eine Million Franken investiert wurde.

Die Spur einzelner Fälle führt in ein kriminelles Umfeld. Laut Bericht gibt es Verbindungen zu einem mutmasslichen Luzerner Geldwäsche-Reisebüro und zu Personen mit Nähe zu einem albanischen Kokainboss, der seit Herbst 2024 in Untersuchungshaft sitzt.

Zweites System über den Bau

Neben Drogengeldern spielt auch Schwarzarbeit eine Rolle. Ein Beispiel: Ein Bauprojekt wird offiziell mit einer Million Franken abgerechnet, kostet tatsächlich aber nur 700’000 Franken. Die Differenz von 300’000 Franken wird über fingierte Rechnungen verschleiert. Scheinfirmen stellen diese Belege gegen rund fünf Prozent Provision aus und verschwinden oft schnell wieder.

Dieses Geld fliesst danach ebenfalls in Immobilien. So entstehen Gewinne, die weder versteuert noch nachvollziehbar sind.

Auswirkungen auf den Markt

Immobilien sind ein beliebtes Mittel für Geldwäsche. Weltweit stehen laut Bericht über ein Drittel aller Fälle in Zusammenhang mit solchen Transaktionen. Auch in der Schweiz wirkt sich das aus: Die hohen Kaufpreise treiben den Markt insgesamt nach oben.

Geldwäsche-Experte Fabian Teichmann sagt zu «immoMedia»: «Wer klug ist, kauft lieber vier Immobilien à fünf Millionen als eine einzige für 20 Millionen. Das ist weniger auffällig.»

Gesetz mit Lücken

Die Politik hat reagiert. Am 26. September 2025 wurde das Geldwäschereigesetz angepasst. Neu gelten auch für Immobilienmakler strengere Regeln und Sorgfaltspflichten.

Eine Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Transaktionen unter fünf Millionen Franken sind grundsätzlich ausgenommen. Das Gesetz soll im zweiten Halbjahr 2026 in Kraft treten. Bis dahin können mehrere kleinere Käufe weiterhin unter dem Radar bleiben.

Quelle: www.bluewin.ch