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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Schweizer Aktien – Diversifizierung in einem konzentrierten Markt

Dank politischer Stabilität, guter Unternehmensführung und hoher unternehmerischer Innovationskraft sind Schweizer Aktien beliebt. Von Vorteil ist eine breite Streuung.

Patrik Schuler ist Lead-Portfoliomanager bei Allianz Global Investors Schweiz und verantwortlich für den Fonds Allianz Diversified Swiss Equity.

Bild: ZVG

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich den Ruf eines sicheren Hafens in Stressphasen erworben, weil er durch defensive Unternehmen geprägt ist und der Franken zu einer Aufwertung tendiert. Insbesondere institutionelle Anleger orientieren sich bei der Verwaltung von Schweizer Aktienportfolios an marktkapitalisierungsgewichteten Indizes wie den SMI und den SPI. Sie gelten nach wie vor als Messlatte für die Vermögensverwaltungsindustrie für Schweizer Aktienanlagen.

Unter der Oberfläche verbirgt sich jedoch eine strukturelle Herausforderung, die oft übersehen wird, wenn man mit passiven Anlagen die repräsentativsten Schweizer Indizes (SMI und SPI) abbildet: das Konzentrationsrisiko. In einer Zeit, in der passives Investieren und Indexnachbildung immer beliebter werden, ist dieses Risiko grösser geworden und kann für langfristig ausgerichtete Portfolios erheblich sein.

Hohe Konzentration in wenigen Titeln

Wie viele andere wichtige Indizes basiert auch der Swiss Performance Index (SPI) – der weithin als Referenzindex für Schweizer Aktien gilt – auf einer Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Dies führt zu erheblichen Ungleichgewichten. So machen derzeit beispielsweise die drei Unternehmen – Novartis, Roche und Nestlé – rund 40% des gesamten SPI aus.

Die Konzentration ist nicht neu, doch ihre Auswirkungen werden im aktuellen Marktumfeld immer deutlicher. Für institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, die häufig den SPI als Referenzindex verwenden, bedeutet dies, dass die Portfolioergebnisse unverhältnismässig stark von der Entwicklung einer Handvoll Unternehmen und Sektoren abhängen.

Seltene, von Natur aus unerwartete Ereignisse

Man stelle sich das Szenario eines unerwarteten regulatorischen Schocks oder einer Unterbrechung von Lieferketten in einem dieser Geschäftsbereiche vor. Die Auswirkungen auf diese dominierenden Unternehmen würden auf den gesamten Index ausstrahlen und den Anlegern Verluste bescheren, die durch eine vernünftige Diversifizierung hätten gemildert werden können.

Mit anderen Worten: Was wie eine diversifizierte Schweizer Aktienallokation erscheint, ist in Wirklichkeit eine konzentrierte Wette auf wenige Unternehmen.

Doch wie schützt man sich vor vollkommen unerwarteten Ereignissen?

Diversifizierung ist wichtig

Die marktkapitalisierungsgewichtete Berechnungsmethode der beiden am meisten beachteten Schweizer Aktienindizes vernachlässigt eines der ältesten Prinzipien der Geldanlage: die Diversifizierung. Und die steigende Beliebtheit passiver Anlagen verstärkt das Problem weiter. Denn passive Strategien replizieren per Konstruktion die Indexgewichtungen und bringen damit Konzentrationsrisiken in die Portfolios.

Für langfristig orientierte Anleger kann dadurch eine Herausforderung entstehen. Gerade diejenigen Investments, die für stabile Renditen sorgen sollen, können durch ihre überdurchschnittlich hohe Gewichtung systemische Risiken und Fragilität bergen.

Darüber hinaus sind Märkte nicht statisch. Strukturelle Änderungen – etwa technologische Umbrüche, geopolitische Spannungen oder demografische Veränderungen – können die Sektor-Dynamiken in einer Weise verändern, die anhand historischer Daten nicht vorhersehbar ist. In einem solchen Umfeld wird es zunehmend fragwürdig, sich auf die Marktkapitalisierung einer Unternehmung als Gewichtungsgrundlage zu verlassen, denn nicht erst seit der Finanzkrise wissen wir, dass Märkte Informationen zwar schnell, aber nicht immer richtig verarbeiten. Wenn Aktienmärkte Elemente der Ineffizienz aufweisen können, dann kann sich dies auf das Prinzip der Kapitalmarktgewichtung übertragen. Eine rund 40-prozentige Gewichtung von drei Unternehmen im Swiss Performance Index (SPI) wäre dann nicht mehr a priori effizient und widerspräche dem Prinzip der Diversifikation.

Breitere Abdeckung nötig

Um dem generellen Problem der Konzentration, der damit verbundenen fehlenden Diversifikation des SPI und den daraus resultierenden Risiken entgegenzuwirken, braucht es eine differenziertere Vorgehensweise. Anstatt die Konzentrationen als unvermeidlich hinzunehmen, können Anleger alternative Gewichtungsansätze anwenden, die der Risikostreuung mehr Gewicht einräumen und so die Abhängigkeit von einigen wenigen Mega-Caps verringern.

Durch die Begrenzung einzelner Aktienengagements und die Verbreiterung der Sektorenabdeckung zielen diese Strategien darauf ab, das Wesentliche der Diversifizierung wiederherzustellen: Widerstandsfähigkeit gegenüber Unvorhergesehenem. Denn ein Portfolio, das den maximalen potenziellen Verlust eines einzelnen Unternehmens begrenzt, ist von Natur aus besser gegen Schocks gewappnet.

Ein alternatives Gewichtungsschema

Traditionelle Indizes wie der SMI und der SPI, bei denen wenige Mega-Cap-Unternehmen ein überdurchschnittlich hohes Gewicht haben, stellen für institutionelle Anleger somit ein erhebliches Cluster-Risiko dar.

Um diesen Risiken zu begegnen, nutzt AllianzGI eine alternative und zugleich bewährte Methodik, die beim Schweizer Aktien COVA Index (SACI) angewendet wird. Der SACI wurde 2009 wissenschaftlich begründet und in der Verwaltung von institutionellen Mandaten eingesetzt. Mit der ihm zugrundeliegenden regelbasierten, stärker gleichgewichteten Gewichtungsmethode wird primär eine stärkere Diversifikation der Aktien- und sektorspezifischen Risiken angestrebt, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines absoluten Wertverlustes reduziert wird. Zugleich werden die mittelkapitalisierten Unternehmen relativ betrachtet stärker gewichtet, was langfristig und aufgrund der höheren Risikoprämie zu einem Mehrwert führen kann.

Die SACI-Methode

Ein auf Grundlage der SACI-Methodik aufgebautes, gut diversifiziertes Portfolio – wie etwa der Fonds Allianz Diversified Swiss Equity (in die gleiche Richtung stossen der FuW Swiss 50 Index mit der harmonischen Gewichtung und der jüngst von der SIX lancierte SMI Equal Weight Index) – kann aus circa 75 Titeln von Schweizer Unternehmen bestehen, die regelbasiert aus dem SPI-Universum bestimmt und gemäss einem fixen stufenförmigen Raster gewichtet werden. Die Verwaltung des Fonds erfolgt auf einem semiaktiven Ansatz.

So kann die Disziplin eines regelbasierten Rahmens mit der Flexibilität einer situativ aktiven Umsetzung kombiniert werden, um einerseits die titelspezifischen Risiken der grosskapitalisierten Unternehmen zu verringern und andererseits auf spezielle Marktgegebenheiten (Trendbrüche, IPO, Dividendenzahlungen, Spin-offs, mangelnde Liquidität) reagieren zu können und Marktineffizienzen wie den Small-Cap- und den Jahresendeffekt auszunutzen.

Attraktive Rendite trotz breiter Diversifikation

Gestützt auf eine langjährige nachgewiesene Mehrrendite gegenüber dem SPI zielt die SACI-Methodik darauf ab, das Verlustpotenzial einzelner Wertpapiere zu minimieren und so die Widerstandsfähigkeit gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen zu gewährleisten.

Durch die Kombination von systematischer Diversifizierung und taktischen Anpassungen strebt ein derart aufgestelltes Portfolio eine stabile langfristige Beteiligung an Schweizer Aktien bei gleichzeitiger Reduktion der Konzentrationsrisiken an.

Hinweis: Annualisiert 1,16 % seit dem 01.11.2009. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schliessen. Quelle: Bloomberg Finance L.P., COVA Index & Control AG, 31.03.2026

Dies ist der dritte Betrag der neuen Serie «Asset-Management-Martkplatz View» des FuW Forum. Die bisher erschienenen finden Sie hier.

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Schweizer Aktien – Diversifizierung in einem konzentrierten Markt

Dank politischer Stabilität, guter Unternehmensführung und hoher unternehmerischer Innovationskraft sind Schweizer Aktien beliebt. Von Vorteil ist eine breite Streuung.

Patrik Schuler ist Lead-Portfoliomanager bei Allianz Global Investors Schweiz und verantwortlich für den Fonds Allianz Diversified Swiss Equity.

Bild: ZVG

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich den Ruf eines sicheren Hafens in Stressphasen erworben, weil er durch defensive Unternehmen geprägt ist und der Franken zu einer Aufwertung tendiert. Insbesondere institutionelle Anleger orientieren sich bei der Verwaltung von Schweizer Aktienportfolios an marktkapitalisierungsgewichteten Indizes wie den SMI und den SPI. Sie gelten nach wie vor als Messlatte für die Vermögensverwaltungsindustrie für Schweizer Aktienanlagen.

Unter der Oberfläche verbirgt sich jedoch eine strukturelle Herausforderung, die oft übersehen wird, wenn man mit passiven Anlagen die repräsentativsten Schweizer Indizes (SMI und SPI) abbildet: das Konzentrationsrisiko. In einer Zeit, in der passives Investieren und Indexnachbildung immer beliebter werden, ist dieses Risiko grösser geworden und kann für langfristig ausgerichtete Portfolios erheblich sein.

Hohe Konzentration in wenigen Titeln

Wie viele andere wichtige Indizes basiert auch der Swiss Performance Index (SPI) – der weithin als Referenzindex für Schweizer Aktien gilt – auf einer Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Dies führt zu erheblichen Ungleichgewichten. So machen derzeit beispielsweise die drei Unternehmen – Novartis, Roche und Nestlé – rund 40% des gesamten SPI aus.

Die Konzentration ist nicht neu, doch ihre Auswirkungen werden im aktuellen Marktumfeld immer deutlicher. Für institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, die häufig den SPI als Referenzindex verwenden, bedeutet dies, dass die Portfolioergebnisse unverhältnismässig stark von der Entwicklung einer Handvoll Unternehmen und Sektoren abhängen.

Seltene, von Natur aus unerwartete Ereignisse

Man stelle sich das Szenario eines unerwarteten regulatorischen Schocks oder einer Unterbrechung von Lieferketten in einem dieser Geschäftsbereiche vor. Die Auswirkungen auf diese dominierenden Unternehmen würden auf den gesamten Index ausstrahlen und den Anlegern Verluste bescheren, die durch eine vernünftige Diversifizierung hätten gemildert werden können.

Mit anderen Worten: Was wie eine diversifizierte Schweizer Aktienallokation erscheint, ist in Wirklichkeit eine konzentrierte Wette auf wenige Unternehmen.

Doch wie schützt man sich vor vollkommen unerwarteten Ereignissen?

Diversifizierung ist wichtig

Die marktkapitalisierungsgewichtete Berechnungsmethode der beiden am meisten beachteten Schweizer Aktienindizes vernachlässigt eines der ältesten Prinzipien der Geldanlage: die Diversifizierung. Und die steigende Beliebtheit passiver Anlagen verstärkt das Problem weiter. Denn passive Strategien replizieren per Konstruktion die Indexgewichtungen und bringen damit Konzentrationsrisiken in die Portfolios.

Für langfristig orientierte Anleger kann dadurch eine Herausforderung entstehen. Gerade diejenigen Investments, die für stabile Renditen sorgen sollen, können durch ihre überdurchschnittlich hohe Gewichtung systemische Risiken und Fragilität bergen.

Darüber hinaus sind Märkte nicht statisch. Strukturelle Änderungen – etwa technologische Umbrüche, geopolitische Spannungen oder demografische Veränderungen – können die Sektor-Dynamiken in einer Weise verändern, die anhand historischer Daten nicht vorhersehbar ist. In einem solchen Umfeld wird es zunehmend fragwürdig, sich auf die Marktkapitalisierung einer Unternehmung als Gewichtungsgrundlage zu verlassen, denn nicht erst seit der Finanzkrise wissen wir, dass Märkte Informationen zwar schnell, aber nicht immer richtig verarbeiten. Wenn Aktienmärkte Elemente der Ineffizienz aufweisen können, dann kann sich dies auf das Prinzip der Kapitalmarktgewichtung übertragen. Eine rund 40-prozentige Gewichtung von drei Unternehmen im Swiss Performance Index (SPI) wäre dann nicht mehr a priori effizient und widerspräche dem Prinzip der Diversifikation.

Breitere Abdeckung nötig

Um dem generellen Problem der Konzentration, der damit verbundenen fehlenden Diversifikation des SPI und den daraus resultierenden Risiken entgegenzuwirken, braucht es eine differenziertere Vorgehensweise. Anstatt die Konzentrationen als unvermeidlich hinzunehmen, können Anleger alternative Gewichtungsansätze anwenden, die der Risikostreuung mehr Gewicht einräumen und so die Abhängigkeit von einigen wenigen Mega-Caps verringern.

Durch die Begrenzung einzelner Aktienengagements und die Verbreiterung der Sektorenabdeckung zielen diese Strategien darauf ab, das Wesentliche der Diversifizierung wiederherzustellen: Widerstandsfähigkeit gegenüber Unvorhergesehenem. Denn ein Portfolio, das den maximalen potenziellen Verlust eines einzelnen Unternehmens begrenzt, ist von Natur aus besser gegen Schocks gewappnet.

Ein alternatives Gewichtungsschema

Traditionelle Indizes wie der SMI und der SPI, bei denen wenige Mega-Cap-Unternehmen ein überdurchschnittlich hohes Gewicht haben, stellen für institutionelle Anleger somit ein erhebliches Cluster-Risiko dar.

Um diesen Risiken zu begegnen, nutzt AllianzGI eine alternative und zugleich bewährte Methodik, die beim Schweizer Aktien COVA Index (SACI) angewendet wird. Der SACI wurde 2009 wissenschaftlich begründet und in der Verwaltung von institutionellen Mandaten eingesetzt. Mit der ihm zugrundeliegenden regelbasierten, stärker gleichgewichteten Gewichtungsmethode wird primär eine stärkere Diversifikation der Aktien- und sektorspezifischen Risiken angestrebt, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines absoluten Wertverlustes reduziert wird. Zugleich werden die mittelkapitalisierten Unternehmen relativ betrachtet stärker gewichtet, was langfristig und aufgrund der höheren Risikoprämie zu einem Mehrwert führen kann.

Die SACI-Methode

Ein auf Grundlage der SACI-Methodik aufgebautes, gut diversifiziertes Portfolio – wie etwa der Fonds Allianz Diversified Swiss Equity (in die gleiche Richtung stossen der FuW Swiss 50 Index mit der harmonischen Gewichtung und der jüngst von der SIX lancierte SMI Equal Weight Index) – kann aus circa 75 Titeln von Schweizer Unternehmen bestehen, die regelbasiert aus dem SPI-Universum bestimmt und gemäss einem fixen stufenförmigen Raster gewichtet werden. Die Verwaltung des Fonds erfolgt auf einem semiaktiven Ansatz.

So kann die Disziplin eines regelbasierten Rahmens mit der Flexibilität einer situativ aktiven Umsetzung kombiniert werden, um einerseits die titelspezifischen Risiken der grosskapitalisierten Unternehmen zu verringern und andererseits auf spezielle Marktgegebenheiten (Trendbrüche, IPO, Dividendenzahlungen, Spin-offs, mangelnde Liquidität) reagieren zu können und Marktineffizienzen wie den Small-Cap- und den Jahresendeffekt auszunutzen.

Attraktive Rendite trotz breiter Diversifikation

Gestützt auf eine langjährige nachgewiesene Mehrrendite gegenüber dem SPI zielt die SACI-Methodik darauf ab, das Verlustpotenzial einzelner Wertpapiere zu minimieren und so die Widerstandsfähigkeit gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen zu gewährleisten.

Durch die Kombination von systematischer Diversifizierung und taktischen Anpassungen strebt ein derart aufgestelltes Portfolio eine stabile langfristige Beteiligung an Schweizer Aktien bei gleichzeitiger Reduktion der Konzentrationsrisiken an.

Hinweis: Annualisiert 1,16 % seit dem 01.11.2009. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schliessen. Quelle: Bloomberg Finance L.P., COVA Index & Control AG, 31.03.2026

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