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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Reuters Zürich
Der Krankenhausimmobilien-Spezialist Infracore peilt in den kommenden Wochen einen Börsengang an der Schweizer Six an. Mit der Ausgabe neuer Aktien will die Schweizer Gesellschaft brutto rund 200 Mill. sfr erlösen, wie Infracore am Dienstag mitteilte. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen den Kauf weiterer Klinikimmobilien finanzieren und ein Aktionärsdarlehen in Höhe von gut 55 Mill. sfr zurückzahlen. Begleitet werde der Börsengang von der US-Großbank Citigroup und der auf Krankenhausfinanzierung spezialisierten Zürcher Kantonalbank. Nicht Teil des Deals ist der Banken-Platzhirsch UBS.
Infracore besitzt nach eigenen Angaben 47 Liegenschaften in der Schweiz mit einem Gesamtwert von rund 1,4 Mrd. sfr. Hauptmieter der Immobilien sei das Swiss Medical Network, das zweitgrößte private Krankenhausnetzwerk der Schweiz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Infracore Erträge von 66,1 Mill. sfr und kam auf eine Nettorendite von 4,5%. Viele Schweizer Krankenhäuser wiesen Investitionsbedarf auf, erklärte Infracore. Zugleich hätten sie unter anderem wegen eines eingeschränkten Zugangs zum Anleihenmarkt aber oft Mühe mit der Finanzierung. Vor diesem Hintergrund dürfte das im Ausland bereits etablierte Modell, Immobilien an eine Leasinggesellschaft zu verkaufen und gleich wieder anzumieten, an Bedeutung gewinnen. Darauf setze Infracore.
Ein Experte erklärte, der Zeitpunkt der IPO-Ankündigung könnte auch mit einer Reihe von Volksabstimmungen in der Schweiz zusammenhängen, die bei Anlegern für Verunsicherung gesorgt hatten. Am Wochenende sprachen sich die Schweizer gegen eine Deckelung der Einwohnerzahl aus, im größten Kanton Zürich wurden zudem stärkere staatliche Eingriffe im Immobilienmarkt abgelehnt. Wirtschaftsvertreter hatten sich für beide Entscheide stark gemacht.
Zwei Investoren, Cohen & Steers sowie die Swiss Finance & Property Group, haben den Angaben zufolge bereits feste Zusagen für den Kauf von Infracore-Aktien im Wert von insgesamt 75 bis 80 Millionen sfr gegeben. Swiss Finance & Property handle unter anderem für den Pensionsfonds des Pharmariesen Roche. Sollte die Nachfrage das Angebot an neuen Aktien übersteigen, könne der Infracore-Großaktionär Medical Properties Trust Titel aus dem eigenen Bestand platzieren. Die US-Beteiligungsgesellschaft hält rund 70% an Infracore, die Schweizer Aevis Victoria die verbleibenden rund 30%. Aevis, die auch Mehrheitsaktionär an Swiss Medical Network ist, wolle das bestehende Aktienpaket behalten, hieß es.
Börsengänge mit einer Kapitalaufnahme waren in der Schweiz zuletzt dünn gesät. Das letzte größere IPO war der Marktplatz-Anbieter Swiss Marketplace Group im September 2025.
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Reuters Zürich
Der Krankenhausimmobilien-Spezialist Infracore peilt in den kommenden Wochen einen Börsengang an der Schweizer Six an. Mit der Ausgabe neuer Aktien will die Schweizer Gesellschaft brutto rund 200 Mill. sfr erlösen, wie Infracore am Dienstag mitteilte. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen den Kauf weiterer Klinikimmobilien finanzieren und ein Aktionärsdarlehen in Höhe von gut 55 Mill. sfr zurückzahlen. Begleitet werde der Börsengang von der US-Großbank Citigroup und der auf Krankenhausfinanzierung spezialisierten Zürcher Kantonalbank. Nicht Teil des Deals ist der Banken-Platzhirsch UBS.
Infracore besitzt nach eigenen Angaben 47 Liegenschaften in der Schweiz mit einem Gesamtwert von rund 1,4 Mrd. sfr. Hauptmieter der Immobilien sei das Swiss Medical Network, das zweitgrößte private Krankenhausnetzwerk der Schweiz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Infracore Erträge von 66,1 Mill. sfr und kam auf eine Nettorendite von 4,5%. Viele Schweizer Krankenhäuser wiesen Investitionsbedarf auf, erklärte Infracore. Zugleich hätten sie unter anderem wegen eines eingeschränkten Zugangs zum Anleihenmarkt aber oft Mühe mit der Finanzierung. Vor diesem Hintergrund dürfte das im Ausland bereits etablierte Modell, Immobilien an eine Leasinggesellschaft zu verkaufen und gleich wieder anzumieten, an Bedeutung gewinnen. Darauf setze Infracore.
Ein Experte erklärte, der Zeitpunkt der IPO-Ankündigung könnte auch mit einer Reihe von Volksabstimmungen in der Schweiz zusammenhängen, die bei Anlegern für Verunsicherung gesorgt hatten. Am Wochenende sprachen sich die Schweizer gegen eine Deckelung der Einwohnerzahl aus, im größten Kanton Zürich wurden zudem stärkere staatliche Eingriffe im Immobilienmarkt abgelehnt. Wirtschaftsvertreter hatten sich für beide Entscheide stark gemacht.
Zwei Investoren, Cohen & Steers sowie die Swiss Finance & Property Group, haben den Angaben zufolge bereits feste Zusagen für den Kauf von Infracore-Aktien im Wert von insgesamt 75 bis 80 Millionen sfr gegeben. Swiss Finance & Property handle unter anderem für den Pensionsfonds des Pharmariesen Roche. Sollte die Nachfrage das Angebot an neuen Aktien übersteigen, könne der Infracore-Großaktionär Medical Properties Trust Titel aus dem eigenen Bestand platzieren. Die US-Beteiligungsgesellschaft hält rund 70% an Infracore, die Schweizer Aevis Victoria die verbleibenden rund 30%. Aevis, die auch Mehrheitsaktionär an Swiss Medical Network ist, wolle das bestehende Aktienpaket behalten, hieß es.
Börsengänge mit einer Kapitalaufnahme waren in der Schweiz zuletzt dünn gesät. Das letzte größere IPO war der Marktplatz-Anbieter Swiss Marketplace Group im September 2025.
Quelle: www.boersen-zeitung.de
