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Die «Gisi», das älteste noch besetzte Haus der Schweiz, wird wohl bald Geschichte sein. Ein Jahr vor ihrem 30. Geburtstag hat sich die Eigentümerin SKKG dazu entschlossen, die Besetzung zu beenden – diesmal endgültig. Die Bewohner:innen haben bis zum 31. Juli Zeit, das Haus zu verlassen, sonst droht ihnen die Räumung. Ein Blick auf einen jahrzehntelangen Konflikt in drei Teilen. Teil Eins: Die Besetzung in den Neunzigern, ein Patron auf einer Leiter und eine vermittelte Lösung auf Zeit.

Das besetzte Haus «Gisi» kurz vor dem 31. Juli 2026. (Bild: Gioia Jöhri)

Bevor die «Gisi» die «Gisi» war, war das Haus an der General-Guisan-Strasse 31 eine Stefanini-Immobilie wie viele andere auch. Etwas lottrig und grösstenteils leerstehend. Die ersten beiden Geschosse waren unbewohnt, nur der oberste Stock war vermietet. Im Januar 1997 änderte sich das: Leute aus der Besetzer:innen-Szene nahmen die unteren Stockwerke in Beschlag. Die verbliebenen Mieter:innen schlossen sich ihnen an. Fast dreissig Jahre später ist die «Gisi» das älteste noch besetzte Haus der Schweiz.

Im Laufe der Jahre haben sich die Bewohner:innen selbst um die Instandhaltung des Hauses gekümmert. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Es dauerte drei Jahre, bis Eigentümer Bruno Stefanini den Besetzer:innen Ende Juli 2000 mitteilte, dass sie das Haus zu räumen haben. In den Tagen zuvor hatten rechtsextreme Skinheads die «Gisi» angegriffen. Er sehe solche Konfrontationen nicht gerne, liess sich der Eigentümer damals im Landboten zitieren. Die geplante Räumung hatte aber auch wirtschaftliche Gründe. Es sei für eine Verwaltung eine Zumutung, ein Haus so lange «ungenutzt» zu lassen, sagte Stefanini. Er forderte die Bewohner:innen der «Gisi» schriftlich dazu auf, das Haus bis Ende September zu verlassen. Sollten sie diesem Ultimatum nicht Folge leisten, würde er polizeilich räumen lassen.

Das Haus wird zur Festung

Als Antwort bauten die Bewohner:innen das Haus über zwei Wochen zur Burg aus: verbarrikadierte Eingänge, verrammelte Fenster, Stacheldraht auf dem Dachbalkon. Zutritt zum Haus war nur noch durch ein Fenster im Innenhof möglich. Der grösste Affront waren in Stefaninis Augen allerdings die an der Hausfassade angebrachten Transparente. So sehr enervierte er sich darüber, dass er höchstpersönlich vor dem Haus erschien. Auf einer an der Wand angelehnten Leiter stehend, forderte Stefanini die Bewohner:innen dazu auf, die Transparente zu entfernen – was diese ablehnten. Stattdessen teilten sie ihm mit, dass sie die Leiter kippen würden, sollte er nicht wieder hinuntersteigen. Daraufhin erschien auf Wunsch des Immobilienmoguls ein Grossaufgebot der Polizei und Stefanini begann zusammen mit seinen Helfern, das grösste Transparent von der Fassade zu reissen. Dem widersetzten sich die Bewohner:innen der «Gisi» – es kam zu einem Handgemenge mit der Polizei. Einige Knüppelschläge, Pfefferspray und drei Verhaftungen später zogen sich Stefanini und die Polizei zurück. 

Frühstück mit Aussicht, statt Stacheldraht – ein Blick vom Balkon der «Gisi».(Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

3000 Franken sind zu viel

In den folgenden Wochen verblieb die «Gisi» in ihrem Festungs-Zustand. Die Bewohner:innen unterbreiteten Stefanini den Vorschlag, das Verhältnis mit einem Mietvertrag zu legalisieren. Eine Idee, die beim Eigentümer und seiner Immobilienverwaltung Terresta auf offene Ohren stiess. Trotz dieser vielversprechenden Prämisse gab es aber keine Einigung, da die Parteien sich nicht auf einen Betrag einigen konnten. Stefanini wollte 3000 Franken – zu viel für die Bewohner:innen. Sie könnten sich lediglich einen Mietzins von 1500 Franken leisten, heisst es in einem Artikel des Landboten aus dieser Zeit. Im selben Artikel drückte Stefanini Bedauern darüber aus, die Bewohner:innen nicht gleich zu Beginn der Besetzung hinausgeworfen zu haben.

Eine Zukunft auf Zeit

Es brauchte einen Unterhändler. Der ursprünglich als «Gassenhilfe» gegründete Verein «Subita» vermittelte unter der Leitung von Dominik Siegmann zwischen den Bewohner:innen der «Gisi» und Eigentümer Stefanini. Laut Siegmann seien Stefanini dabei zwei Punkte besonders wichtig gewesen. «Er wollte Zugang zum Haus haben, damit, falls nötig, sein Hausservice rein konnte», erinnert sich Siegmann. «Und keine Transparente.» Laut Siegmann gab es neben den Uneinigkeiten über den Mietzins noch einen weiteren Grund dafür, dass ein Mietverhältnis nicht zustande kam. «Bruno Stefanini wollte die Möglichkeit, bauen zu können. Ein Mietverhältnis hätte das erschwert».

Eine undatierte Aufnahme eines der Wohnzimmer im besetzten Haus. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Das Resultat aus diesen vermittelten Verhandlungen war eine Nutzungsvereinbarung. Sie besagte, dass die Bewohner:innen mindestens bis März 2001 im Haus bleiben dürften. Sollte der Eigentümer bis dahin eine Umbaubewilligung erhalten, würden sie freiwillig gehen. Stefanini habe sechs Monate gebraucht, um die Vereinbarung zu unterschreiben. In den darauffolgenden Jahren lief die Nutzungsvereinbarung aus, erneuert wurde sie nicht. Der alternde Milliardär tolerierte die Besetzung der General-Guisan-Strasse 31 bis zu seinem Tod 2018.

Stiftungsrat, Verwendungszwecke und Strategiepapiere

Stefaninis Immobilien waren grösstenteils in seinem Privatbesitz. In seinem Testament vermachte er diese allerdings seiner Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Seither sind sie Teil des Stiftungsvermögens. Statt mit einem allein entscheidenden Patron hatten es die Bewohner:innen der «Gisi» nun mit einem Stiftungsrat, Verwendungszwecken und Strategiepapieren zu tun.

Auch heute heizen die Bewohner:innen der Gisi noch mit Holz. Das muss zuerst zugeschnitten werden. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Der grösste Teil der «Stefanini-Häuser» Winterthurs war arg in die Jahre gekommen – saniert oder renoviert war in den Jahren zuvor wenig bis nichts. Entsprechend tief waren die Mieten. Nach Bruno Stefaninis Tod wurde jedoch schnell klar, dass sich das ändern würde. 2019 kündigte der neue Stiftungsrat unter Bettina Stefanini an, die Liegenschaften der Stiftung etappenweise zu sanieren. Die «Gisi» sowie die anderen besetzten Liegenschaften in der Stadt waren davon natürlich nicht ausgenommen.

Ein scheinbar gangbarer Kompromiss

2020 kam es zu Gesprächen zwischen der SKKG, Terresta und der Häuservernetzung – einem Zusammenschluss von Bewohner:innen besetzter, aber auch nicht besetzter Häuser im Besitz der Stiftung. Beide Parteien hatten im Kern dasselbe Ziel. Das Verhältnis sollte legalisiert werden, womit beide Parteien Plan- und Rechtssicherheit hätten. Doch auch diesmal gingen die Vorstellungen auseinander. 

Die Bewohner:innen der «Gisi» wollten das Haus im Baurecht übernehmen. Die SKKG hätte das Haus an der General-Guisan-Strasse also für eine bestimmte Laufzeit rechtlich an die Besetzer:innen abgegeben. In Winterthur gibt es mit dem Helvetia-Haus einen Präzedenzfall für ein solches Vorgehen. Die «Helvti» war Eigentum der Stadt, als sie in den 80er-Jahren besetzt wurde. 1994 übergab die Stadt das Haus für dreissig Jahre im Baurecht an die Bewohner:innen, die das Haus seither als Verein selbst verwalten. Dieses Modell hatte Erfolg – 2022 beschloss der Stadtrat, den Vertrag um hundert Jahre zu verlängern. 

Für die Terresta und die SKKG kam ein solches Vorgehen allerdings nicht infrage – zumindest vorerst nicht. Die Verwaltung wollte einen Gebrauchsleihvertrag. Das Haus wäre also im Besitz der Stiftung geblieben, diese hätte es den Bewohner:innen aber mietfrei zur Verfügung gestellt. Diese hätten sich im Gegenzug verpflichtet, das Haus zu verlassen, sollte der Vertrag auslaufen oder hinfällig werden. Wie zwanzig Jahre zuvor lag 2020 also ein scheinbar gangbarer Kompromiss über die Zukunft der «Gisi» auf dem Tisch. Dieser kam nicht zustande. Wieso? 

Morgen liest du Teil Zwei: Diametrale Vorstellungen, ein happiger Vorwurf und das Liebe Geld.

Seba studiert in Winti Journalismus, weiss wie man ein Bier zapft, verbringt seine Wochenenden gerne auf der Schützi und kennt in Winti allerhand spannende Figuren. Seba ist ein Urwinterthurer, aufgewachsen ist er in Veltheim. Nur eines fehlt ihm für den Winti-Ritterschlag: Geboren ist er im Triemli in Zürich.

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Die «Gisi», das älteste noch besetzte Haus der Schweiz, wird wohl bald Geschichte sein. Ein Jahr vor ihrem 30. Geburtstag hat sich die Eigentümerin SKKG dazu entschlossen, die Besetzung zu beenden – diesmal endgültig. Die Bewohner:innen haben bis zum 31. Juli Zeit, das Haus zu verlassen, sonst droht ihnen die Räumung. Ein Blick auf einen jahrzehntelangen Konflikt in drei Teilen. Teil Eins: Die Besetzung in den Neunzigern, ein Patron auf einer Leiter und eine vermittelte Lösung auf Zeit.

Das besetzte Haus «Gisi» kurz vor dem 31. Juli 2026. (Bild: Gioia Jöhri)

Bevor die «Gisi» die «Gisi» war, war das Haus an der General-Guisan-Strasse 31 eine Stefanini-Immobilie wie viele andere auch. Etwas lottrig und grösstenteils leerstehend. Die ersten beiden Geschosse waren unbewohnt, nur der oberste Stock war vermietet. Im Januar 1997 änderte sich das: Leute aus der Besetzer:innen-Szene nahmen die unteren Stockwerke in Beschlag. Die verbliebenen Mieter:innen schlossen sich ihnen an. Fast dreissig Jahre später ist die «Gisi» das älteste noch besetzte Haus der Schweiz.

Im Laufe der Jahre haben sich die Bewohner:innen selbst um die Instandhaltung des Hauses gekümmert. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Es dauerte drei Jahre, bis Eigentümer Bruno Stefanini den Besetzer:innen Ende Juli 2000 mitteilte, dass sie das Haus zu räumen haben. In den Tagen zuvor hatten rechtsextreme Skinheads die «Gisi» angegriffen. Er sehe solche Konfrontationen nicht gerne, liess sich der Eigentümer damals im Landboten zitieren. Die geplante Räumung hatte aber auch wirtschaftliche Gründe. Es sei für eine Verwaltung eine Zumutung, ein Haus so lange «ungenutzt» zu lassen, sagte Stefanini. Er forderte die Bewohner:innen der «Gisi» schriftlich dazu auf, das Haus bis Ende September zu verlassen. Sollten sie diesem Ultimatum nicht Folge leisten, würde er polizeilich räumen lassen.

Das Haus wird zur Festung

Als Antwort bauten die Bewohner:innen das Haus über zwei Wochen zur Burg aus: verbarrikadierte Eingänge, verrammelte Fenster, Stacheldraht auf dem Dachbalkon. Zutritt zum Haus war nur noch durch ein Fenster im Innenhof möglich. Der grösste Affront waren in Stefaninis Augen allerdings die an der Hausfassade angebrachten Transparente. So sehr enervierte er sich darüber, dass er höchstpersönlich vor dem Haus erschien. Auf einer an der Wand angelehnten Leiter stehend, forderte Stefanini die Bewohner:innen dazu auf, die Transparente zu entfernen – was diese ablehnten. Stattdessen teilten sie ihm mit, dass sie die Leiter kippen würden, sollte er nicht wieder hinuntersteigen. Daraufhin erschien auf Wunsch des Immobilienmoguls ein Grossaufgebot der Polizei und Stefanini begann zusammen mit seinen Helfern, das grösste Transparent von der Fassade zu reissen. Dem widersetzten sich die Bewohner:innen der «Gisi» – es kam zu einem Handgemenge mit der Polizei. Einige Knüppelschläge, Pfefferspray und drei Verhaftungen später zogen sich Stefanini und die Polizei zurück. 

Frühstück mit Aussicht, statt Stacheldraht – ein Blick vom Balkon der «Gisi».(Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

3000 Franken sind zu viel

In den folgenden Wochen verblieb die «Gisi» in ihrem Festungs-Zustand. Die Bewohner:innen unterbreiteten Stefanini den Vorschlag, das Verhältnis mit einem Mietvertrag zu legalisieren. Eine Idee, die beim Eigentümer und seiner Immobilienverwaltung Terresta auf offene Ohren stiess. Trotz dieser vielversprechenden Prämisse gab es aber keine Einigung, da die Parteien sich nicht auf einen Betrag einigen konnten. Stefanini wollte 3000 Franken – zu viel für die Bewohner:innen. Sie könnten sich lediglich einen Mietzins von 1500 Franken leisten, heisst es in einem Artikel des Landboten aus dieser Zeit. Im selben Artikel drückte Stefanini Bedauern darüber aus, die Bewohner:innen nicht gleich zu Beginn der Besetzung hinausgeworfen zu haben.

Eine Zukunft auf Zeit

Es brauchte einen Unterhändler. Der ursprünglich als «Gassenhilfe» gegründete Verein «Subita» vermittelte unter der Leitung von Dominik Siegmann zwischen den Bewohner:innen der «Gisi» und Eigentümer Stefanini. Laut Siegmann seien Stefanini dabei zwei Punkte besonders wichtig gewesen. «Er wollte Zugang zum Haus haben, damit, falls nötig, sein Hausservice rein konnte», erinnert sich Siegmann. «Und keine Transparente.» Laut Siegmann gab es neben den Uneinigkeiten über den Mietzins noch einen weiteren Grund dafür, dass ein Mietverhältnis nicht zustande kam. «Bruno Stefanini wollte die Möglichkeit, bauen zu können. Ein Mietverhältnis hätte das erschwert».

Eine undatierte Aufnahme eines der Wohnzimmer im besetzten Haus. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Das Resultat aus diesen vermittelten Verhandlungen war eine Nutzungsvereinbarung. Sie besagte, dass die Bewohner:innen mindestens bis März 2001 im Haus bleiben dürften. Sollte der Eigentümer bis dahin eine Umbaubewilligung erhalten, würden sie freiwillig gehen. Stefanini habe sechs Monate gebraucht, um die Vereinbarung zu unterschreiben. In den darauffolgenden Jahren lief die Nutzungsvereinbarung aus, erneuert wurde sie nicht. Der alternde Milliardär tolerierte die Besetzung der General-Guisan-Strasse 31 bis zu seinem Tod 2018.

Stiftungsrat, Verwendungszwecke und Strategiepapiere

Stefaninis Immobilien waren grösstenteils in seinem Privatbesitz. In seinem Testament vermachte er diese allerdings seiner Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Seither sind sie Teil des Stiftungsvermögens. Statt mit einem allein entscheidenden Patron hatten es die Bewohner:innen der «Gisi» nun mit einem Stiftungsrat, Verwendungszwecken und Strategiepapieren zu tun.

Auch heute heizen die Bewohner:innen der Gisi noch mit Holz. Das muss zuerst zugeschnitten werden. (Bild: zvg langjährige Bewohnerin)

Der grösste Teil der «Stefanini-Häuser» Winterthurs war arg in die Jahre gekommen – saniert oder renoviert war in den Jahren zuvor wenig bis nichts. Entsprechend tief waren die Mieten. Nach Bruno Stefaninis Tod wurde jedoch schnell klar, dass sich das ändern würde. 2019 kündigte der neue Stiftungsrat unter Bettina Stefanini an, die Liegenschaften der Stiftung etappenweise zu sanieren. Die «Gisi» sowie die anderen besetzten Liegenschaften in der Stadt waren davon natürlich nicht ausgenommen.

Ein scheinbar gangbarer Kompromiss

2020 kam es zu Gesprächen zwischen der SKKG, Terresta und der Häuservernetzung – einem Zusammenschluss von Bewohner:innen besetzter, aber auch nicht besetzter Häuser im Besitz der Stiftung. Beide Parteien hatten im Kern dasselbe Ziel. Das Verhältnis sollte legalisiert werden, womit beide Parteien Plan- und Rechtssicherheit hätten. Doch auch diesmal gingen die Vorstellungen auseinander. 

Die Bewohner:innen der «Gisi» wollten das Haus im Baurecht übernehmen. Die SKKG hätte das Haus an der General-Guisan-Strasse also für eine bestimmte Laufzeit rechtlich an die Besetzer:innen abgegeben. In Winterthur gibt es mit dem Helvetia-Haus einen Präzedenzfall für ein solches Vorgehen. Die «Helvti» war Eigentum der Stadt, als sie in den 80er-Jahren besetzt wurde. 1994 übergab die Stadt das Haus für dreissig Jahre im Baurecht an die Bewohner:innen, die das Haus seither als Verein selbst verwalten. Dieses Modell hatte Erfolg – 2022 beschloss der Stadtrat, den Vertrag um hundert Jahre zu verlängern. 

Für die Terresta und die SKKG kam ein solches Vorgehen allerdings nicht infrage – zumindest vorerst nicht. Die Verwaltung wollte einen Gebrauchsleihvertrag. Das Haus wäre also im Besitz der Stiftung geblieben, diese hätte es den Bewohner:innen aber mietfrei zur Verfügung gestellt. Diese hätten sich im Gegenzug verpflichtet, das Haus zu verlassen, sollte der Vertrag auslaufen oder hinfällig werden. Wie zwanzig Jahre zuvor lag 2020 also ein scheinbar gangbarer Kompromiss über die Zukunft der «Gisi» auf dem Tisch. Dieser kam nicht zustande. Wieso? 

Morgen liest du Teil Zwei: Diametrale Vorstellungen, ein happiger Vorwurf und das Liebe Geld.

Seba studiert in Winti Journalismus, weiss wie man ein Bier zapft, verbringt seine Wochenenden gerne auf der Schützi und kennt in Winti allerhand spannende Figuren. Seba ist ein Urwinterthurer, aufgewachsen ist er in Veltheim. Nur eines fehlt ihm für den Winti-Ritterschlag: Geboren ist er im Triemli in Zürich.

Quelle: wnti.ch