Der Chart des Tages
Mieten: Referenzzins bleibt nun stabil
Der hypothekarische Referenzzinssatz dürfte für längere Zeit bei 1,75% konstant bleiben.
Über ein Viertel der Miethaushalte in der Schweiz sind im laufenden Jahr von einer Mietzinserhöhung betroffen gewesen, wie das Immobilienresearch von UBS schreibt. Dies als Folge des Referenzzinssatzes, der im vergangenen Jahr deutlich angehoben worden ist. Die Mietpreiskomponente des Landesindex der Konsumentenpreise zeigte zuletzt mit 3,4% den höchsten Anstieg innerhalb von 15 Jahren.
Zumindest weiter nach oben wird es aber nicht mehr gehen. Inzwischen sinken die Hypothekarzinsen wieder, die den hypothekarischen Referenzzinssatz für Mieten beeinflussen. Hintergrund sind die Zinssenkungen der Nationalbank auf die im Moment geltenden 1,25%, denen weitere Zinsschritte nach unten folgen könnten, sowie die zehnjährigen Bundesobligationen, die bereits wieder sehr tief rentieren.
Die nächste Bekanntgabe des geltenden Referenzzinssatzes durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) ist für den 2. September angekündigt. Die UBS-Immobilienökonomen rechnen allerdings nicht damit, dass der Referenzzinssatz von gegenwärtig 1,75% bald weiter gesenkt werden wird und voraussichtlich für zwei Jahre auf diesem Niveau gehalten wird. Dies wäre laut UBS auch der Fall, wenn die Nationalbank den Leitzins im Laufe von 2024 noch auf 1% senken wird.
Sollte die Schweizer Notenbank mit dem Leitzins aber unter 1% gehen, dürfte der Referenzzinssatz auf 1,5% abgesenkt werden. Dies könnte laut UBS dann passieren, wenn sich weltweit eine Rezession entwickelt, die zu deutlichen Zinssenkungen anderer Notenbanken führen würde.
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