Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
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Grundbuch-Recherche Teil 13
Pensionskassen besitzen knapp zehn Prozent der Stadtzürcher Wohnfläche. Als vergleichsweise kleine Vorsorgeinstitution befindet sich die Pensionskasse des Rüstungskonzerns Rheinmetall unter den Top Ten. Teil 2 der Recherche zu Vorsorgeinstituten auf dem Zürcher Immobilienmarkt.
Fortsetzung der Recherche zu Pensionskassen im Zürcher Wohnungsmarkt.
Pensionskassen bestimmen über fast zehn Prozent des Stadtzürcher Wohnraums, das zeigt die Recherche von Tsüri.ch und dem «WAV»-Recherchekollektiv. Auf der Liste der zehn grössten Vorsorgeinstitutionen sticht ein Name hervor zwischen grossen Pensionskassen wie BVK, Migros, Pensimo und Finanzkonzernen: die Rheinmetall.
Dass das deutsche Rüstungsunternehmen seit mehr als 20 Jahren in Oerlikon Waffen produziert, ist kein Geheimnis.
In den ehemaligen Oerlikon-Bührle Werken bauen sie zum Beispiel Flugabwehrsysteme. Ihr Auftragsvolumen hat sich seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs vervielfältigt – Anfang Juli wurde bekannt, dass Österreich eine Grossbestellung der Drohnenabwehr «Skyranger» aufgegeben hat. Die Schweiz will sich anschliessen.
Soweit, so bekannt. Weniger bekannt war bis jetzt, wie relevant Zürcher Mieten für die Rente der Mitarbeitenden sind.
Erstaunlich ist die Platzierung vor allem, weil es sich um eine vergleichsweise kleine Vorsorgeinstitution handelt.
Zum Vergleich: Mit 90’000 Quadratmetern Wohnfläche besitzt die Rheinmetall nur ein Drittel weniger Immobilien in der Stadt Zürich als die BVK, die grösste Immobilienbesitzerin unter den Pensionskassen. Und das, obwohl sie ein 35-mal kleineres Vermögen verwaltet.
Zwei Drittel der Immobilien in Zürich
Dass die Pensionskasse unter den Top Ten liegt, gründet darin, dass sich rund zwei Drittel ihres Immobilienportfolios in der Stadt Zürich befinden. Das schreibt das Unternehmen auf Anfrage. Ausserdem ist ihr Immobilienanteil mit 47 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei durchschnittlichen Portfolios anderer Pensionskassen.
Damit scheint sie gut zu fahren: 7,6 Prozent betrug die Rendite bei Immobilien 2024 und liegt damit deutlich über dem Wert der BVK.
Das Wichtigste aus Zürich
Jeden Morgen findest du im Züri Briefing kuratierte News, Geschichten und Tipps für den Tag. Bereits 33’500 Menschen lesen mit.
Auf Anfrage von «WAV» und Tsüri.ch nimmt die Pensionskasse Rheinmetall ausführlich Stellung.
Die Geschäftsführerin beziffert die monatlichen Mietzinseinnahmen aus den städtischen Immobilien auf 1,9 Millionen Franken und die Wohnfläche in Zürich bei 80’000 bis 82’000 Quadratmetern. Klammere man die Überbauung «Köschenrüti» aus, liege die Wohnfläche bei 62’000 Quadratmetern. Hier habe die Pensionskasse Teile der Überbauung jüngst veräussert.
Die Angaben der PK Rheinmetall bestätigen die Grössenordnung der Berechnungen von WAV und Tsüri.ch: Auch auf Basis der Angaben des Unternehmens gehört die Pensionskasse bezüglich Wohnfläche und Mieteinnahmen zu den Top Ten der Vorsorgeinstitutionen.
Immobilienbestand teils 70 Jahre alt
Weiter schreibt sie, dass «über alle 3- und 3.5-Zimmer-Wohnungen im Zürcher Bestand die durchschnittliche Nettomiete exklusive Nebenkosten bei rund 1913 Franken pro Monat» liegen würde. Schliesslich weist sie ähnlich wie die Mediensprecher:innen der BVK darauf hin, dass ihr gesetzlicher Auftrag darin bestehe, die Vorsorgevermögen der Versicherten und Pensionierten langfristig, sicher und rentabel anzulegen.
Die Geschäftsführerin betont, dass die überdurchschnittliche Verzinsung der letzten Jahre nicht allein auf den Immobilienerträgen beruht. Die Immobilien würden «zu einer stabilen Rendite» beitragen, deren effektiver Beitrag liege aber etwa bei vier Prozent.
Zu einem wesentlichen Teil hätten Mutationsgewinne aus dem Rentnerbestand den Gewinn beflügelt, also wenn eine Person etwa frühzeitig stirbt und so diese Gelder den anderen Versicherten zugutekommen. Doch auch diese Vermögen dürften in der Vergangenheit wesentlich mit Immobiliengewinnen gewachsen sein.
Der Rheinmetall-Immobilienbestand sei teilweise über 70 Jahre alt, so die Geschäftsführerin. In den vergangenen Jahren hätten sie keine zusätzlichen Liegenschaften erworben und würden auch nicht beabsichtigen, weitere zu kaufen.
PK wollen noch mehr in Immobilien investieren
Mit diesen Absichten steht die Rheinmetall alleine da. Gemäss einer Umfrage der Hochschule Luzern (HSLU) von 2025 beabsichtigt rund die Hälfte der Pensionskassen künftig noch mehr in den Schweizer Wohnraum zu investieren.
In Zeiten von Krisen und einem instabilen internationalen Gefüge erstaunt das wenig. Doch was bedeutet das für die Entwicklung des Wohnraums?
Daniel Steffen ist Professor für Real Estate Economics an der HSLU und Co-Autor der Studie. Auf Anfrage schreibt er: «In einem Markt mit ausgeprägter Wohnungsknappheit ist zusätzliches Kapital grundsätzlich eine gute Nachricht.»
Es werde dann problematisch, wenn dieses Kapital nicht in zusätzlichem Wohnraum mündet. Steffen hält jedoch fest: «Der prognostizierte Bedarf an zusätzlichem Wohnraum für die Schweiz bis 2040 ist ganz ohne institutionelles Geld – unter anderem von Pensionskassen – aber schlicht nicht finanzierbar.»
Walter Angst vom Mieter:innenverband Zürich sieht die Ausbreitung der Pensionskassen kritisch.
Angst kennt den Zürcher Wohnungsmarkt aus der Perspektive der Mietenden. Die Aussicht, dass Pensionskassen vermehrt in Immobilien investieren wollen, beobachtet er mit Besorgnis.
Der Grund, so Angst: Wenn noch mehr Kapital auf dasselbe begrenzte Angebot trifft, steigen die Preise. Oder, wie der Alt-AL Gemeinderat sagt: «Giesst man Öl ins Feuer, wenn alles rundherum schon am Brennen ist, wird das Feuer nur noch grösser.»
Die Auswertung des Grundbuchs zeigt: Pensionskassen sind relevante Akteurinnen auf dem Zürcher Wohnungsmarkt und realisieren damit jedes Jahr immense Renditen.
Die Pensionskassen mögen in ihren Antworten, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet seien, marktkonforme Rendite zu erwirtschaften, recht haben. Ob die Referenzwerte aber sogar übertroffen und dazu in einigen Fällen die Sparguthaben der Versicherten mit Zinssätzen vergoldet werden müssen, ist fraglich.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie viel Wohnkrise darf Altersvorsorge?
WAV ist ein Recherchekollektiv aus Zürich. WAV recherchiert unabhängig, kooperiert mit Medien in der ganzen Schweiz und macht investigativen Journalismus für alle zugänglich. Du willst wissen, was WAV als Nächstes aufdeckt? Abonniere den Newsletter.
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Balz Oertli ist Journalist beim und Mitgründer des WAV Recherchekollektivs. Davor arbeitete er beim SRF. Balz liebt es, kritisch Fragen zu stellen und tief zu schürfen, hat aber auch gelernt, genau zuzuhören als Rechtsberater beim Solidaritätsnetz Bern und als Detention Associate beim IKRK in Genf. Er studierte Sozialanthropologie, Arabisch und Politikwissenschaften.
Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft, Masterabschluss an der Universität Basel. Praktikum beim SRF Kassensturz, während des Studiums Journalistin bei der Zürichsee-Zeitung. Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem SNF-Forschungsprojekt zu Innovation im Lokaljournalismus. Von 2021 bis 2025 Co-Geschäftsführerin von We.Publish. Seit 2023 Redaktorin bei Tsüri.ch und heute Mitglied der Geschäftsleitung.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
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Grundbuch-Recherche Teil 13
Pensionskassen besitzen knapp zehn Prozent der Stadtzürcher Wohnfläche. Als vergleichsweise kleine Vorsorgeinstitution befindet sich die Pensionskasse des Rüstungskonzerns Rheinmetall unter den Top Ten. Teil 2 der Recherche zu Vorsorgeinstituten auf dem Zürcher Immobilienmarkt.
Fortsetzung der Recherche zu Pensionskassen im Zürcher Wohnungsmarkt.
Pensionskassen bestimmen über fast zehn Prozent des Stadtzürcher Wohnraums, das zeigt die Recherche von Tsüri.ch und dem «WAV»-Recherchekollektiv. Auf der Liste der zehn grössten Vorsorgeinstitutionen sticht ein Name hervor zwischen grossen Pensionskassen wie BVK, Migros, Pensimo und Finanzkonzernen: die Rheinmetall.
Dass das deutsche Rüstungsunternehmen seit mehr als 20 Jahren in Oerlikon Waffen produziert, ist kein Geheimnis.
In den ehemaligen Oerlikon-Bührle Werken bauen sie zum Beispiel Flugabwehrsysteme. Ihr Auftragsvolumen hat sich seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs vervielfältigt – Anfang Juli wurde bekannt, dass Österreich eine Grossbestellung der Drohnenabwehr «Skyranger» aufgegeben hat. Die Schweiz will sich anschliessen.
Soweit, so bekannt. Weniger bekannt war bis jetzt, wie relevant Zürcher Mieten für die Rente der Mitarbeitenden sind.
Erstaunlich ist die Platzierung vor allem, weil es sich um eine vergleichsweise kleine Vorsorgeinstitution handelt.
Zum Vergleich: Mit 90’000 Quadratmetern Wohnfläche besitzt die Rheinmetall nur ein Drittel weniger Immobilien in der Stadt Zürich als die BVK, die grösste Immobilienbesitzerin unter den Pensionskassen. Und das, obwohl sie ein 35-mal kleineres Vermögen verwaltet.
Zwei Drittel der Immobilien in Zürich
Dass die Pensionskasse unter den Top Ten liegt, gründet darin, dass sich rund zwei Drittel ihres Immobilienportfolios in der Stadt Zürich befinden. Das schreibt das Unternehmen auf Anfrage. Ausserdem ist ihr Immobilienanteil mit 47 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei durchschnittlichen Portfolios anderer Pensionskassen.
Damit scheint sie gut zu fahren: 7,6 Prozent betrug die Rendite bei Immobilien 2024 und liegt damit deutlich über dem Wert der BVK.
Das Wichtigste aus Zürich
Jeden Morgen findest du im Züri Briefing kuratierte News, Geschichten und Tipps für den Tag. Bereits 33’500 Menschen lesen mit.
Auf Anfrage von «WAV» und Tsüri.ch nimmt die Pensionskasse Rheinmetall ausführlich Stellung.
Die Geschäftsführerin beziffert die monatlichen Mietzinseinnahmen aus den städtischen Immobilien auf 1,9 Millionen Franken und die Wohnfläche in Zürich bei 80’000 bis 82’000 Quadratmetern. Klammere man die Überbauung «Köschenrüti» aus, liege die Wohnfläche bei 62’000 Quadratmetern. Hier habe die Pensionskasse Teile der Überbauung jüngst veräussert.
Die Angaben der PK Rheinmetall bestätigen die Grössenordnung der Berechnungen von WAV und Tsüri.ch: Auch auf Basis der Angaben des Unternehmens gehört die Pensionskasse bezüglich Wohnfläche und Mieteinnahmen zu den Top Ten der Vorsorgeinstitutionen.
Immobilienbestand teils 70 Jahre alt
Weiter schreibt sie, dass «über alle 3- und 3.5-Zimmer-Wohnungen im Zürcher Bestand die durchschnittliche Nettomiete exklusive Nebenkosten bei rund 1913 Franken pro Monat» liegen würde. Schliesslich weist sie ähnlich wie die Mediensprecher:innen der BVK darauf hin, dass ihr gesetzlicher Auftrag darin bestehe, die Vorsorgevermögen der Versicherten und Pensionierten langfristig, sicher und rentabel anzulegen.
Die Geschäftsführerin betont, dass die überdurchschnittliche Verzinsung der letzten Jahre nicht allein auf den Immobilienerträgen beruht. Die Immobilien würden «zu einer stabilen Rendite» beitragen, deren effektiver Beitrag liege aber etwa bei vier Prozent.
Zu einem wesentlichen Teil hätten Mutationsgewinne aus dem Rentnerbestand den Gewinn beflügelt, also wenn eine Person etwa frühzeitig stirbt und so diese Gelder den anderen Versicherten zugutekommen. Doch auch diese Vermögen dürften in der Vergangenheit wesentlich mit Immobiliengewinnen gewachsen sein.
Der Rheinmetall-Immobilienbestand sei teilweise über 70 Jahre alt, so die Geschäftsführerin. In den vergangenen Jahren hätten sie keine zusätzlichen Liegenschaften erworben und würden auch nicht beabsichtigen, weitere zu kaufen.
PK wollen noch mehr in Immobilien investieren
Mit diesen Absichten steht die Rheinmetall alleine da. Gemäss einer Umfrage der Hochschule Luzern (HSLU) von 2025 beabsichtigt rund die Hälfte der Pensionskassen künftig noch mehr in den Schweizer Wohnraum zu investieren.
In Zeiten von Krisen und einem instabilen internationalen Gefüge erstaunt das wenig. Doch was bedeutet das für die Entwicklung des Wohnraums?
Daniel Steffen ist Professor für Real Estate Economics an der HSLU und Co-Autor der Studie. Auf Anfrage schreibt er: «In einem Markt mit ausgeprägter Wohnungsknappheit ist zusätzliches Kapital grundsätzlich eine gute Nachricht.»
Es werde dann problematisch, wenn dieses Kapital nicht in zusätzlichem Wohnraum mündet. Steffen hält jedoch fest: «Der prognostizierte Bedarf an zusätzlichem Wohnraum für die Schweiz bis 2040 ist ganz ohne institutionelles Geld – unter anderem von Pensionskassen – aber schlicht nicht finanzierbar.»
Walter Angst vom Mieter:innenverband Zürich sieht die Ausbreitung der Pensionskassen kritisch.
Angst kennt den Zürcher Wohnungsmarkt aus der Perspektive der Mietenden. Die Aussicht, dass Pensionskassen vermehrt in Immobilien investieren wollen, beobachtet er mit Besorgnis.
Der Grund, so Angst: Wenn noch mehr Kapital auf dasselbe begrenzte Angebot trifft, steigen die Preise. Oder, wie der Alt-AL Gemeinderat sagt: «Giesst man Öl ins Feuer, wenn alles rundherum schon am Brennen ist, wird das Feuer nur noch grösser.»
Die Auswertung des Grundbuchs zeigt: Pensionskassen sind relevante Akteurinnen auf dem Zürcher Wohnungsmarkt und realisieren damit jedes Jahr immense Renditen.
Die Pensionskassen mögen in ihren Antworten, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet seien, marktkonforme Rendite zu erwirtschaften, recht haben. Ob die Referenzwerte aber sogar übertroffen und dazu in einigen Fällen die Sparguthaben der Versicherten mit Zinssätzen vergoldet werden müssen, ist fraglich.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie viel Wohnkrise darf Altersvorsorge?
WAV ist ein Recherchekollektiv aus Zürich. WAV recherchiert unabhängig, kooperiert mit Medien in der ganzen Schweiz und macht investigativen Journalismus für alle zugänglich. Du willst wissen, was WAV als Nächstes aufdeckt? Abonniere den Newsletter.
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Balz Oertli ist Journalist beim und Mitgründer des WAV Recherchekollektivs. Davor arbeitete er beim SRF. Balz liebt es, kritisch Fragen zu stellen und tief zu schürfen, hat aber auch gelernt, genau zuzuhören als Rechtsberater beim Solidaritätsnetz Bern und als Detention Associate beim IKRK in Genf. Er studierte Sozialanthropologie, Arabisch und Politikwissenschaften.
Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft, Masterabschluss an der Universität Basel. Praktikum beim SRF Kassensturz, während des Studiums Journalistin bei der Zürichsee-Zeitung. Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem SNF-Forschungsprojekt zu Innovation im Lokaljournalismus. Von 2021 bis 2025 Co-Geschäftsführerin von We.Publish. Seit 2023 Redaktorin bei Tsüri.ch und heute Mitglied der Geschäftsleitung.
Quelle: tsri.ch
