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Riesenandrang in Spisergasse

Döner für fünf Rappen: Neue St.Galler Filiale sorgt für 40-Meter-Schlange

Zwei Brüder eröffnen eine «Haus des Döners»-Filiale in St.Gallen und bieten Döner für fünf Rappen an. Das Franchise-Unternehmen ist für solche Aktionen bekannt.

Seit sechs Stunden warten junge Menschen auf einen Döner für fünf Rappen. Ansturm auf «Haus des Döners» in der Spisergasse.

Bild: Andrin Schärli

Riesenrummel an der Spisergasse 41. Eine Menschenmasse steht Schlange. Diese nimmt die Hälfte der Strasse ein und ist etwa vierzig Meter lang. Es ist 14 Uhr. Die Obrenovic-Brüder, welche die Dönerbude führen, stehen vor der Menge. Kurz bevor sein Bruder Darko Obrenovic das Eröffnungsband durchschneidet, ruft Marco Obrenovic: «Guten Appetit». Die Menge jubelt: «Döner, Döner, Döner».

Es sind vor allem Jugendliche, die anstehen. Sie folgen einem Social-Media-Aufruf des Franchise-Unternehmens «Haus des Döners». Die Seko GmbH, eine private Sicherheitsfirma, ist im Einsatz und vermittelt bei Provokationen und Gerangel.

Provokante Marketingaktion durch Franchise

Das deutsche Franchise-Unternehmen «Haus des Döners» eröffnete seinen ersten Standort 2019. Die Website des Unternehmens verzeichnet über 190 Standorte, die meisten davon in Deutschland. Die Fünf-Rappen-Aktion ist nicht neu. «Haus des Döners» wirbt auch bei deutschen Eröffnungen mit dem Ein-Cent-Preis. Andere Anbieter machen es ähnlich: Wie «20 Minuten» berichtet, standen die Leute für einen Gratis-«Alemanya Kebab» in Biel bis zu acht Stunden an. In St.Gallen sagt einer der Ersten, die den Laden in der Spisergasse mit einem Döner in der Hand verlassen, er sei seit 8 Uhr in der Schlange gestanden.

Noch eine Dönerbude?

Auf Google Maps gab es schon vor der Eröffnung gute Bewertungen für den Standort. Andere empörten sich über solche Rezensionen. Einige halten den Dönermarkt für übersättigt. In den Kommentaren unter der Eröffnungsankündigung auf Instagram schrieb jemand ironisch: «Endlich ein Dönerladen in SG».

Darko Obrenovic (links) zerschneidet das Eröffnungsband.

Bild: Marco Küng

Warum noch ein Dönerladen in St.Gallen? «Wir wollten etwas Neues anbieten», sagt Darko Obrenovic. «Dönerläden gibt es bereits ein paar, aber das ‹Haus des Döners› ist neu in der Schweiz. Die Leute sollen den Döner probieren und entscheiden, ob er ihnen schmeckt.»

Döner kommt gut an

Er persönlich merke den Qualitätsunterschied zu andern Dönern. Das Brot sei anders und das Fleisch schmecke besser. Brot, Fleisch und Sauce würden vom Franchisegeber importiert und Gemüse in der Schweiz eingekauft. Die Obrenovic-Brüder sind neu in der Gastronomie: «Wir sind Quereinsteiger, aber wir wurden von ‹Haus des Döners› in Deutschland geschult.»

In St.Gallen muss die Polizei an diesem Nachmittag wegen Abfall und Lärm ausrücken, findet aber eine Lösung mit den Sicherheitsangestellten. Und die Teenies verlassen das «Haus des Döners» mit einem Lächeln. «Der Döner ist fein und saftig, hat gute Aromen», findet ein Jugendlicher. Ein anderer sagt: «Das Anstehen hat sich gelohnt.»

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Riesenandrang in Spisergasse

Döner für fünf Rappen: Neue St.Galler Filiale sorgt für 40-Meter-Schlange

Zwei Brüder eröffnen eine «Haus des Döners»-Filiale in St.Gallen und bieten Döner für fünf Rappen an. Das Franchise-Unternehmen ist für solche Aktionen bekannt.

Seit sechs Stunden warten junge Menschen auf einen Döner für fünf Rappen. Ansturm auf «Haus des Döners» in der Spisergasse.

Bild: Andrin Schärli

Riesenrummel an der Spisergasse 41. Eine Menschenmasse steht Schlange. Diese nimmt die Hälfte der Strasse ein und ist etwa vierzig Meter lang. Es ist 14 Uhr. Die Obrenovic-Brüder, welche die Dönerbude führen, stehen vor der Menge. Kurz bevor sein Bruder Darko Obrenovic das Eröffnungsband durchschneidet, ruft Marco Obrenovic: «Guten Appetit». Die Menge jubelt: «Döner, Döner, Döner».

Es sind vor allem Jugendliche, die anstehen. Sie folgen einem Social-Media-Aufruf des Franchise-Unternehmens «Haus des Döners». Die Seko GmbH, eine private Sicherheitsfirma, ist im Einsatz und vermittelt bei Provokationen und Gerangel.

Provokante Marketingaktion durch Franchise

Das deutsche Franchise-Unternehmen «Haus des Döners» eröffnete seinen ersten Standort 2019. Die Website des Unternehmens verzeichnet über 190 Standorte, die meisten davon in Deutschland. Die Fünf-Rappen-Aktion ist nicht neu. «Haus des Döners» wirbt auch bei deutschen Eröffnungen mit dem Ein-Cent-Preis. Andere Anbieter machen es ähnlich: Wie «20 Minuten» berichtet, standen die Leute für einen Gratis-«Alemanya Kebab» in Biel bis zu acht Stunden an. In St.Gallen sagt einer der Ersten, die den Laden in der Spisergasse mit einem Döner in der Hand verlassen, er sei seit 8 Uhr in der Schlange gestanden.

Noch eine Dönerbude?

Auf Google Maps gab es schon vor der Eröffnung gute Bewertungen für den Standort. Andere empörten sich über solche Rezensionen. Einige halten den Dönermarkt für übersättigt. In den Kommentaren unter der Eröffnungsankündigung auf Instagram schrieb jemand ironisch: «Endlich ein Dönerladen in SG».

Darko Obrenovic (links) zerschneidet das Eröffnungsband.

Bild: Marco Küng

Warum noch ein Dönerladen in St.Gallen? «Wir wollten etwas Neues anbieten», sagt Darko Obrenovic. «Dönerläden gibt es bereits ein paar, aber das ‹Haus des Döners› ist neu in der Schweiz. Die Leute sollen den Döner probieren und entscheiden, ob er ihnen schmeckt.»

Döner kommt gut an

Er persönlich merke den Qualitätsunterschied zu andern Dönern. Das Brot sei anders und das Fleisch schmecke besser. Brot, Fleisch und Sauce würden vom Franchisegeber importiert und Gemüse in der Schweiz eingekauft. Die Obrenovic-Brüder sind neu in der Gastronomie: «Wir sind Quereinsteiger, aber wir wurden von ‹Haus des Döners› in Deutschland geschult.»

In St.Gallen muss die Polizei an diesem Nachmittag wegen Abfall und Lärm ausrücken, findet aber eine Lösung mit den Sicherheitsangestellten. Und die Teenies verlassen das «Haus des Döners» mit einem Lächeln. «Der Döner ist fein und saftig, hat gute Aromen», findet ein Jugendlicher. Ein anderer sagt: «Das Anstehen hat sich gelohnt.»

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Quelle: www.tagblatt.ch