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Die Preise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen haben sich im April stabilisiert. Aktuell erlebt insbesondere die Zentralschweiz eine Korrektur nach unten. Gleichzeitig sind die Risiken am Markt gestiegen. Ein Experte ordnet ein.

  • Schweizer Eigenheimpreise flachen ab, April zeigt teils sinkende Angebotspreise
  • In Zentralschweiz Einfamilienhäuser 4,2 Prozent günstiger, 9836 Franken pro Quadratmeter
  • UBS-Bubble-Index steigt auf 0,69 Punkte, Risiko einer Immobilienblase wächst

Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Das sind gute Nachrichten für Schweizerinnen und Schweizer, die auf der Suche nach einem Eigenheim sind: Verkäufer von Einfamilienhäusern haben ihre Objekte im April zu 0,2 Prozent tieferen Preisen ausgeschrieben als noch im Vormonat. Und bei Eigentumswohnungen sind die Angebotspreise nur minimal um 0,1 Prozent gestiegen, wie neue Zahlen aus dem Kaufindex von den Immobilienunternehmen Iazi und ImmoScout24 zeigen.

Zwar sind die Eigenheimpreise auch im ersten Quartal 2026 gestiegen. Der Quadratmeter Wohnfläche bei Einfamilienhäusern kostet seit Anfang Jahr knapp 1 Prozent mehr, aktuell sind es 8018 Franken. Bei Eigentumswohnungen beträgt er 9422 Franken – ein Plus von 1,4 Prozent seit Jahresbeginn.

Wo die Preise sogar fallen

Es ist nicht das erste Mal, dass die Preise für Schweizer Wohneigentum abflachen. Bahnt sich aber jetzt etwa ein Ende der stark steigenden Immobilienpreise an? Gut möglich, findet Martin Waeber, Geschäftsleiter Immobilien der Swiss Marketplace Group. «Viele Haushalte stossen zunehmend an ihre finanziellen Grenzen», sagt er gegenüber Blick. «Das führt dazu, dass die Nachfrage selektiver wird und Kaufinteressierte genauer prüfen, ob ein Objekt wirklich ins Budget passt.»

Die neuen Zahlen zeigen auch: Im April sind die Preise in beliebten Regionen sogar stark gesunken. In der Zentralschweiz kosten Einfamilienhäuser im Schnitt 9836 Franken pro Quadratmeter. Vor einem Monat waren es noch 10’266 Franken – ein Minus von 4,2 Prozent. Im Mittelland (-1,5 Prozent) und in der Ostschweiz (-0,6 Prozent) gehen Verkäufer ebenfalls von einer sinkenden Zahlungsbereitschaft der Interessenten aus.

Über das ganze Jahr gesehen gab es jedoch nur in einer Region des Landes eine Preiskorrektur nach unten: im Tessin. Dort kostete der Quadratmeter eines Einfamilienhauses im April mit 5687 Franken immerhin 5 Franken weniger als noch vor einem Jahr. In der Grossregion Zürich sind die Preise mit 6,5 Prozent am stärksten gestiegen. Gefolgt von der Genferseeregion (+5,5 Prozent) und der Zentralschweiz (+5,2 Prozent).

Risiko einer Immo-Blase steigt

Auch die UBS lässt mit neuen Immo-Daten aufhorchen: Das Risiko einer Immobilienblase ist im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen – zum zweiten Mal in Folge. Der Schweizer «Bubble Index» der UBS kletterte von 0,46 auf 0,69 Punkte – im historischen Vergleich ein grosser Sprung. Das Risiko einer einschneidenden Preiskorrektur wird von der UBS weiterhin als «moderat» eingestuft, bewegt sich aber schnell auf die «erhöhte» Stufe zu. Zum Vergleich: Ende 2024 lag der Index noch bei 0,07 Punkten.

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Die Preise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen haben sich im April stabilisiert. Aktuell erlebt insbesondere die Zentralschweiz eine Korrektur nach unten. Gleichzeitig sind die Risiken am Markt gestiegen. Ein Experte ordnet ein.

  • Schweizer Eigenheimpreise flachen ab, April zeigt teils sinkende Angebotspreise
  • In Zentralschweiz Einfamilienhäuser 4,2 Prozent günstiger, 9836 Franken pro Quadratmeter
  • UBS-Bubble-Index steigt auf 0,69 Punkte, Risiko einer Immobilienblase wächst

Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Das sind gute Nachrichten für Schweizerinnen und Schweizer, die auf der Suche nach einem Eigenheim sind: Verkäufer von Einfamilienhäusern haben ihre Objekte im April zu 0,2 Prozent tieferen Preisen ausgeschrieben als noch im Vormonat. Und bei Eigentumswohnungen sind die Angebotspreise nur minimal um 0,1 Prozent gestiegen, wie neue Zahlen aus dem Kaufindex von den Immobilienunternehmen Iazi und ImmoScout24 zeigen.

Zwar sind die Eigenheimpreise auch im ersten Quartal 2026 gestiegen. Der Quadratmeter Wohnfläche bei Einfamilienhäusern kostet seit Anfang Jahr knapp 1 Prozent mehr, aktuell sind es 8018 Franken. Bei Eigentumswohnungen beträgt er 9422 Franken – ein Plus von 1,4 Prozent seit Jahresbeginn.

Wo die Preise sogar fallen

Es ist nicht das erste Mal, dass die Preise für Schweizer Wohneigentum abflachen. Bahnt sich aber jetzt etwa ein Ende der stark steigenden Immobilienpreise an? Gut möglich, findet Martin Waeber, Geschäftsleiter Immobilien der Swiss Marketplace Group. «Viele Haushalte stossen zunehmend an ihre finanziellen Grenzen», sagt er gegenüber Blick. «Das führt dazu, dass die Nachfrage selektiver wird und Kaufinteressierte genauer prüfen, ob ein Objekt wirklich ins Budget passt.»

Die neuen Zahlen zeigen auch: Im April sind die Preise in beliebten Regionen sogar stark gesunken. In der Zentralschweiz kosten Einfamilienhäuser im Schnitt 9836 Franken pro Quadratmeter. Vor einem Monat waren es noch 10’266 Franken – ein Minus von 4,2 Prozent. Im Mittelland (-1,5 Prozent) und in der Ostschweiz (-0,6 Prozent) gehen Verkäufer ebenfalls von einer sinkenden Zahlungsbereitschaft der Interessenten aus.

Über das ganze Jahr gesehen gab es jedoch nur in einer Region des Landes eine Preiskorrektur nach unten: im Tessin. Dort kostete der Quadratmeter eines Einfamilienhauses im April mit 5687 Franken immerhin 5 Franken weniger als noch vor einem Jahr. In der Grossregion Zürich sind die Preise mit 6,5 Prozent am stärksten gestiegen. Gefolgt von der Genferseeregion (+5,5 Prozent) und der Zentralschweiz (+5,2 Prozent).

Risiko einer Immo-Blase steigt

Auch die UBS lässt mit neuen Immo-Daten aufhorchen: Das Risiko einer Immobilienblase ist im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen – zum zweiten Mal in Folge. Der Schweizer «Bubble Index» der UBS kletterte von 0,46 auf 0,69 Punkte – im historischen Vergleich ein grosser Sprung. Das Risiko einer einschneidenden Preiskorrektur wird von der UBS weiterhin als «moderat» eingestuft, bewegt sich aber schnell auf die «erhöhte» Stufe zu. Zum Vergleich: Ende 2024 lag der Index noch bei 0,07 Punkten.

Quelle: www.blick.ch