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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Eine Wohnung zu finden wird immer schwieriger.Bild: www.imago-images.de
Die Premiumabos bei den grossen Immobilienplattformen wurden teurer. Vom Mieterverband gibt es dafür scharfe Kritik.
15.10.2026, 19:2715.10.2026, 19:27
In der Schweiz herrscht Wohnungsnot. Wer eine neue Bleibe sucht, hat es zunehmend schwieriger. Wer nicht schnell ist, auf Vitamin B zurückgreifen kann oder einfach Pech hat, zieht oft den Kürzeren.
Nun erhöhen die grossen Immoplattformen die Preise für ihre Premiumabos mit Namen wie «Mieterplus» oder «Priority», schreibt der Beobachter. Homegate.ch oder Immoscout24.ch. verlangen von Wohnungssuchenden Geld dafür, dass sie sofort in Kontakt mit Wohnungsanbietern treten können. Wer nicht bezahlt, muss oftmals bis zu 14 Tagen warten. Dann sind die Wohnungen meistens schon weg.
Die Swiss Marketplace Group kam durch ein Joint Venture der TX Group und Scout24 Schweiz zustande und listet als Tochterunternehmen Plattformen wie Homegate oder Flatfox.Bild: keystone
Menschen, die auf Wohnungssuche sind, haben oftmals keine andere Möglichkeit, also auf die teuren Abo-Angebote einzugehen, denn die grössten Plattformen gehören einer Firma: Swiss Marketplace Group (SMG). Sie haben einen geschätzten Marktanteil von rund 75 Prozent.
Seit vergangenem Monat verlangt die SMG für ihre Premiummodelle 34.95 Franken pro Monat bei einer Laufzeit von sechs Monaten. Das ist ein Preisanstieg von über zehn Prozent. Davor kostete ein dreimonatiges Abo monatlich rund 30 Franken.
Das sagt die SMG
Als Grund für den Preiszuschlag gibt die SMG einen erweiterten Leistungsumfang an, heisst es vom Konsumentenmagazin. Abonnenten bekommen neben der sofortigen Kontaktmöglichkeit auch einen kostenlosen Betreibungsregisterauszug, einen Umzugsgutschein und eine bevorzugte Platzierung im Nachrichtentool, um bei Vermietern aufzufallen.
Zwar verlangen auch andere Immoplattformen wie Zueriwohnung.ch Geld, hier bewegen sich die Beträge aber noch in einer kleineren Dimension.
Der Mieterverband kritisiert die Entwicklung
Vom Mieterverband gibt es dafür klare Worte: «Wer wenig verdient, findet kaum eine bezahlbare Wohnung und kann sich diese Zusatzkosten nicht leisten», meint Co-Generalsekretär Urban Hodel gegenüber dem Beobachter. Er fügt hinzu: «Die Betreiber verdienen an der Wohnungsnot.»
Plattformen wie Homegate nutzen laut dem Mieterverband die momentane Situation auf dem Wohnungsmarkt aus.Bild: KEYSTONE
Die SMG widerspricht und sagt, ihre Produkte helfen bei der Wohnungssuche und verbessern die Chancen der Wohnungssuchenden.
(kek)
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Eine Wohnung zu finden wird immer schwieriger.Bild: www.imago-images.de
Die Premiumabos bei den grossen Immobilienplattformen wurden teurer. Vom Mieterverband gibt es dafür scharfe Kritik.
15.10.2026, 19:2715.10.2026, 19:27
In der Schweiz herrscht Wohnungsnot. Wer eine neue Bleibe sucht, hat es zunehmend schwieriger. Wer nicht schnell ist, auf Vitamin B zurückgreifen kann oder einfach Pech hat, zieht oft den Kürzeren.
Nun erhöhen die grossen Immoplattformen die Preise für ihre Premiumabos mit Namen wie «Mieterplus» oder «Priority», schreibt der Beobachter. Homegate.ch oder Immoscout24.ch. verlangen von Wohnungssuchenden Geld dafür, dass sie sofort in Kontakt mit Wohnungsanbietern treten können. Wer nicht bezahlt, muss oftmals bis zu 14 Tagen warten. Dann sind die Wohnungen meistens schon weg.
Die Swiss Marketplace Group kam durch ein Joint Venture der TX Group und Scout24 Schweiz zustande und listet als Tochterunternehmen Plattformen wie Homegate oder Flatfox.Bild: keystone
Menschen, die auf Wohnungssuche sind, haben oftmals keine andere Möglichkeit, also auf die teuren Abo-Angebote einzugehen, denn die grössten Plattformen gehören einer Firma: Swiss Marketplace Group (SMG). Sie haben einen geschätzten Marktanteil von rund 75 Prozent.
Seit vergangenem Monat verlangt die SMG für ihre Premiummodelle 34.95 Franken pro Monat bei einer Laufzeit von sechs Monaten. Das ist ein Preisanstieg von über zehn Prozent. Davor kostete ein dreimonatiges Abo monatlich rund 30 Franken.
Das sagt die SMG
Als Grund für den Preiszuschlag gibt die SMG einen erweiterten Leistungsumfang an, heisst es vom Konsumentenmagazin. Abonnenten bekommen neben der sofortigen Kontaktmöglichkeit auch einen kostenlosen Betreibungsregisterauszug, einen Umzugsgutschein und eine bevorzugte Platzierung im Nachrichtentool, um bei Vermietern aufzufallen.
Zwar verlangen auch andere Immoplattformen wie Zueriwohnung.ch Geld, hier bewegen sich die Beträge aber noch in einer kleineren Dimension.
Der Mieterverband kritisiert die Entwicklung
Vom Mieterverband gibt es dafür klare Worte: «Wer wenig verdient, findet kaum eine bezahlbare Wohnung und kann sich diese Zusatzkosten nicht leisten», meint Co-Generalsekretär Urban Hodel gegenüber dem Beobachter. Er fügt hinzu: «Die Betreiber verdienen an der Wohnungsnot.»
Plattformen wie Homegate nutzen laut dem Mieterverband die momentane Situation auf dem Wohnungsmarkt aus.Bild: KEYSTONE
Die SMG widerspricht und sagt, ihre Produkte helfen bei der Wohnungssuche und verbessern die Chancen der Wohnungssuchenden.
(kek)
Quelle: www.watson.ch
