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5. November 2026

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Month: September 2026

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Vitznau: Streit um Abriss des 400 Jahre alten Hauses Grosserle

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Die 400 Jahre alte Grosserle in Vitznau soll Blöcken weichen. In diesen sollen auch Zweitwohnungen entstehen.

Bild: Dominik Wunderli

Die Berichterstattung von «Schweiz heute» hat in der Deutschschweiz hohe Wellen geschlagen. Dass das 400 Jahre alte Haus Grosserlen im alten Dorfkern von Vitznau zwei sechsstöckigen Blöcken mit insgesamt 26 Wohnungen weichen soll, sorgt vielerorts für Unmut. Auch beim Schweizer Heimatschutz.

Dessen Innerschweizer Sektion (IHS) hat jetzt Einsprache gegen den Abriss der Grosserle erhoben. «Wir sind nicht gegen Verdichtung und wirtschaftliche Entwicklung», sagt Präsident Remo Reginold. «Aber bevor ein mehrere hundert Jahre altes Haus verschwindet, muss sein Wert sorgfältig geklärt sein.»

Prominente Unterstützung

Mitgewirkt bei der Einsprache hat auch der Präsident des Schweizer Heimatschutzes höchstselbst, Martin Killias. Der renommierte Jus-Professor und Ex-Bundesrichter sagt, er könne «nicht nachvollziehen, dass die kantonale Denkmalpflege den Schutzwert des Hauses beurteilt hat, ohne jemals im Inneren gewesen zu sein».

Dass die Grosserle nicht ins kantonale Bauinventar aufgenommen wurde, sagt für ihn wenig aus. Dies sei «nur eine provisorische Bestandsaufnahme, das heisst unter Vorbehalt einer vertieften Abklärung». Und das bedeute folglich nicht, dass das betreffende Objekt definitiv nicht schutzwürdig sei.

Martin Killias, Präsident des Schweizer Heimatschutzes.

Bild: Jutta Vogel

Vitznau, so Killias, sei leider kein Einzelfall. «Mir scheint, dass sich die Denkmalpfleger in einer Art ‹déformation professionelle› in Details verlieren und das grosse Ganze aus den Augen gerät.» Das Haus sei als Teil des Ensembles des alten Vitznauer Dorfkerns «in hohem Masse schutzwürdig».

Dank «Lex Candinas» sollen Zweitwohnungen entstehen

Unterdessen sorgt die geplante Überbauung für neuen Ärger. Denn aus dem Baugesuch der Schultheiss Holding Schweiz AG geht hervor, dass in den Blöcken sogar Zweitwohnungen entstehen könnten. Und das, obwohl der Zweitwohnungsanteil in Vitznau bei 33 Prozent und damit deutlich über den zulässigen 20 Prozent liegt.

Dass es trotzdem möglich ist, liegt an einer Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes, die der Bündner Mitte-Nationalrat Martin Candinas angestossen hatte. Seit zwei Jahren dürfen alte Wohngebäude nämlich erneuert, umgebaut, abgerissen und wieder aufgebaut und sogar vergrössert werden. Es dürfen an dieser Stelle auch zusätzliche Wohnungen oder sogar weitere Gebäude entstehen – und diese fallen nicht unter die Zweitwohnungsbeschränkung.

Auf dem Grundstück, auf dem heute die Grosserle steht, will Schultheiss, in deren Verwaltungsrat alt Bundesrat Ueli Maurer sitzt, also nicht nur «Wohlfühlimmobilien für den gehobenen Geschmack» in «erlesener Qualität» bauen. Sondern auch kalte Betten – Ferienwohnungen, die den Grossteil des Jahres leer stehen.

Vitznau baut und baut – dabei drohen Leerstände

Und Leerstand, das kennt Vitznau unterdessen. Wie eine Auswertung der Immobilienexperten von IAZI zeigt, ist die Leerwohnungsziffer insbesondere bei 4-Zimmerwohnungen im letzten Jahr deutlich gestiegen. Kein Wunder, sagt IAZI-Gründer Donato Scognamiglio: «Vitznau weist im schweizweiten Vergleich ein hohes Preisniveau bei Immobilien auf.» Gleichzeitig sei die Nachfrage von Familien aufgrund der Lage naturgemäss begrenzt – insbesondere bei grösseren Wohnungen.

Immobilienexperte Donato Scognamiglio hält die Wohneigentumspreise in Vitznau für zu hoch.

Bild: Sandra Ardizzone

Kommt hinzu, dass die 26 Wohnungen der Überbauung Grosserle nicht die einzigen geplanten Projekte in Vitznau sind. Im Bau, bewilligt, als Gesuch eingereicht oder geplant sind nicht weniger als 150 Wohnungen, ein Grossteil davon als Eigentum. Für eine Gemeinde mit rund 1500 Einwohnern ist das sehr viel.

Der Heimatschutz findet, dass angesichts dieser Ausgangslage der Nutzen weiterer Zweitwohnungen für Dorf und Bevölkerung zu hinterfragen sei. «Wo erhebliche Renditeanreize für zusätzliche Zweitwohnungen bestehen, braucht es eine saubere Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen», so Remo Reginold, Präsident der Innerschweizer Sektion.

Diese fordert den Gemeinderat daher auf, die Baubewilligung in der vorliegenden Form nicht zu erteilen und die offenen Fragen unabhängig abzuklären. Selbst den Gang vors Gericht scheut  der oberste Schweizer Heimatschützer Martin Killias nicht: «Wir sind gut vorbereitet – und kampfbereit!»

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Die 400 Jahre alte Grosserle in Vitznau soll Blöcken weichen. In diesen sollen auch Zweitwohnungen entstehen.

Bild: Dominik Wunderli

Die Berichterstattung von «Schweiz heute» hat in der Deutschschweiz hohe Wellen geschlagen. Dass das 400 Jahre alte Haus Grosserlen im alten Dorfkern von Vitznau zwei sechsstöckigen Blöcken mit insgesamt 26 Wohnungen weichen soll, sorgt vielerorts für Unmut. Auch beim Schweizer Heimatschutz.

Dessen Innerschweizer Sektion (IHS) hat jetzt Einsprache gegen den Abriss der Grosserle erhoben. «Wir sind nicht gegen Verdichtung und wirtschaftliche Entwicklung», sagt Präsident Remo Reginold. «Aber bevor ein mehrere hundert Jahre altes Haus verschwindet, muss sein Wert sorgfältig geklärt sein.»

Prominente Unterstützung

Mitgewirkt bei der Einsprache hat auch der Präsident des Schweizer Heimatschutzes höchstselbst, Martin Killias. Der renommierte Jus-Professor und Ex-Bundesrichter sagt, er könne «nicht nachvollziehen, dass die kantonale Denkmalpflege den Schutzwert des Hauses beurteilt hat, ohne jemals im Inneren gewesen zu sein».

Dass die Grosserle nicht ins kantonale Bauinventar aufgenommen wurde, sagt für ihn wenig aus. Dies sei «nur eine provisorische Bestandsaufnahme, das heisst unter Vorbehalt einer vertieften Abklärung». Und das bedeute folglich nicht, dass das betreffende Objekt definitiv nicht schutzwürdig sei.

Martin Killias, Präsident des Schweizer Heimatschutzes.

Bild: Jutta Vogel

Vitznau, so Killias, sei leider kein Einzelfall. «Mir scheint, dass sich die Denkmalpfleger in einer Art ‹déformation professionelle› in Details verlieren und das grosse Ganze aus den Augen gerät.» Das Haus sei als Teil des Ensembles des alten Vitznauer Dorfkerns «in hohem Masse schutzwürdig».

Dank «Lex Candinas» sollen Zweitwohnungen entstehen

Unterdessen sorgt die geplante Überbauung für neuen Ärger. Denn aus dem Baugesuch der Schultheiss Holding Schweiz AG geht hervor, dass in den Blöcken sogar Zweitwohnungen entstehen könnten. Und das, obwohl der Zweitwohnungsanteil in Vitznau bei 33 Prozent und damit deutlich über den zulässigen 20 Prozent liegt.

Dass es trotzdem möglich ist, liegt an einer Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes, die der Bündner Mitte-Nationalrat Martin Candinas angestossen hatte. Seit zwei Jahren dürfen alte Wohngebäude nämlich erneuert, umgebaut, abgerissen und wieder aufgebaut und sogar vergrössert werden. Es dürfen an dieser Stelle auch zusätzliche Wohnungen oder sogar weitere Gebäude entstehen – und diese fallen nicht unter die Zweitwohnungsbeschränkung.

Auf dem Grundstück, auf dem heute die Grosserle steht, will Schultheiss, in deren Verwaltungsrat alt Bundesrat Ueli Maurer sitzt, also nicht nur «Wohlfühlimmobilien für den gehobenen Geschmack» in «erlesener Qualität» bauen. Sondern auch kalte Betten – Ferienwohnungen, die den Grossteil des Jahres leer stehen.

Vitznau baut und baut – dabei drohen Leerstände

Und Leerstand, das kennt Vitznau unterdessen. Wie eine Auswertung der Immobilienexperten von IAZI zeigt, ist die Leerwohnungsziffer insbesondere bei 4-Zimmerwohnungen im letzten Jahr deutlich gestiegen. Kein Wunder, sagt IAZI-Gründer Donato Scognamiglio: «Vitznau weist im schweizweiten Vergleich ein hohes Preisniveau bei Immobilien auf.» Gleichzeitig sei die Nachfrage von Familien aufgrund der Lage naturgemäss begrenzt – insbesondere bei grösseren Wohnungen.

Immobilienexperte Donato Scognamiglio hält die Wohneigentumspreise in Vitznau für zu hoch.

Bild: Sandra Ardizzone

Kommt hinzu, dass die 26 Wohnungen der Überbauung Grosserle nicht die einzigen geplanten Projekte in Vitznau sind. Im Bau, bewilligt, als Gesuch eingereicht oder geplant sind nicht weniger als 150 Wohnungen, ein Grossteil davon als Eigentum. Für eine Gemeinde mit rund 1500 Einwohnern ist das sehr viel.

Der Heimatschutz findet, dass angesichts dieser Ausgangslage der Nutzen weiterer Zweitwohnungen für Dorf und Bevölkerung zu hinterfragen sei. «Wo erhebliche Renditeanreize für zusätzliche Zweitwohnungen bestehen, braucht es eine saubere Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen», so Remo Reginold, Präsident der Innerschweizer Sektion.

Diese fordert den Gemeinderat daher auf, die Baubewilligung in der vorliegenden Form nicht zu erteilen und die offenen Fragen unabhängig abzuklären. Selbst den Gang vors Gericht scheut  der oberste Schweizer Heimatschützer Martin Killias nicht: «Wir sind gut vorbereitet – und kampfbereit!»

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Quelle: www.bote.ch

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Immobilien Schweiz: Warum Logistik Pensionskassen lockt

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Wie institutionelle Investoren neu gewichten

Der Schweizer Immobilienmarkt ist in Bewegung. Institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen müssen deshalb neu austarieren, wie sich langfristig stabile Erträge mit dynamischeren Renditequellen verbinden lassen.

Viele institutionelle Investoren, insbesondere Pensionskassen, diversifizieren daher auf der Suche nach Mehrrendite ihr Anlageuniversum. Fündig werden unter anderem bei Logistikimmobilien.

Bild: Getty Images

Im anhaltenden Tiefzinsumfeld bleiben Wohnimmobilien attraktiv, doch das Terrain hat sich verändert: Die Preise für Investitionsobjekte sind gestiegen, Bewertungen fallen anspruchsvoller aus, und zwischen den einzelnen Segmenten öffnet sich die Schere immer weiter.

Wohnliegenschaften gelten wegen ihrer stabilen Nachfrage und des auf lange Zeit hinaus planbaren Ertrags nach wie vor als wichtiger Portfoliobaustein, gerade auch für Versicherungen mit ihrem langen Anlagehorizont. Gleichzeitig schwindet aber der Handlungsspielraum aufgrund von regulatorischen Vorgaben, politischen Eingriffen und begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Prinzip «Lage, Lage, Lage» gilt hier weiterhin besonders. Nur sind Top­lagen, wenn überhaupt noch verfügbar, kaum mehr rentabel. Bei einzelnen Transaktionen liegen die Nettorenditen noch knapp bei 2%. Also weichen viele Anleger auf B- und C-Lagen oder Entwicklungsgebiete aus. Damit steigen aber Leerstands- und auch Wertverlustrisiken, falls sich ein Gebiet nicht wie erhofft entwickelt. Hinzu kommt die Regulierung: Neue Bauzonen sind rar, Verdichtungsvorgaben, Umweltauflagen und lang­wierige Bewilligungsverfahren bremsen zusätzlich.

Suche nach Alternativen

Eine Wohnliegenschaft von Grund auf zu entwickeln, ist damit anspruchsvoll und zu einem echten Geduldsspiel geworden. Für Anleger und Fonds, die auf regelmässigen Cashflow angewiesen sind, ist das nur bedingt machbar.

Viele institutionelle Investoren, insbesondere Pensionskassen, diversifizieren daher auf der Suche nach Mehrrendite ihr Anlageuniversum. Fündig werden sie vermehrt bei Logistik-, Gewerbe- und ­Industrieimmobilien. Besonders gefragt sind Logistikflächen: Während Büro- und Retailflächen während der Coronakrise litten, wuchs die Nachfrage nach Logistik – verstärkt durch den Onlinehandel. Daneben werden im Zuge der Deindustrialisierung grosse Industrieareale frei, die richtig umgenutzt gerade auch den Bedarf von KMU abdecken können.

Die höhere Rendite ist nicht gratis. Höhere Leerstandsquoten, volatilere Marktzyklen und die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum erhöhen das Risiko spezialisierter Flächen. Wer hier erfolgreich investieren will, braucht schon beim Kauf einen realistischen Einstiegspreis und eine klare Vorstellung davon, wie sich die Fläche transformieren lässt.

Anders als bei Wohnimmobilien zählt nicht nur die zentrale Lage. Wichtig sind auch Verkehrsanbindung, Nutzungsflexibilität und die Möglichkeit, Flächen aufzuwerten, zu unterteilen oder an wechselnde Mieterbedürfnisse anzupassen.

Rendite entsteht in diesen Segmenten zunehmend nicht durch blossen Besitz, sondern durch aktives Asset Management: Leerstände müssen reduziert, ehemalige Single-Tenant-Objekte in kleinere Einheiten aufgeteilt und Nutzungen an die Bedürfnisse von KMU angepasst werden.

Aktives Asset Management

Wie das mit einem standardisierten Konzept gelingen kann, zeigt das in der Schweiz bereits etablierte Streetbox-Modell: modulare Gewerberäume, die sich mit überschaubaren Anfangsinvestitionen und kürzeren Bindungsfristen vermieten lassen.

Ebenfalls ein gutes Beispiel bietet ein ehemaliges Logistikzentrum von Philip Morris, das der Immobilienfondsspezialist Procimmo übernahm und mit einer der seinerzeit grössten Solaranlagen der Schweiz auf dem Dach aufwertete. So liess sich bereits vor dem eigentlichen Solarenergieboom ein zusätzlicher Ertrag erschliessen. Anschliessend wurde die Liegenschaft neu vermietet.

Wohnimmobilien dürften auch künftig der Kern vieler institutioneller Portfolios bleiben, insbesondere bei Versicherungsgesellschaften, deren gebundenes Vermögen aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen muss. Logistik-, Industrie- und Spezialimmobilien werden jedoch als Rendite- und Diversifikationsbausteine an Bedeutung gewinnen. Wer hier erfolgreich sein will, braucht aktives Management, Transformationskompetenz und lokale Marktkenntnis.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
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Wie institutionelle Investoren neu gewichten

Der Schweizer Immobilienmarkt ist in Bewegung. Institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen müssen deshalb neu austarieren, wie sich langfristig stabile Erträge mit dynamischeren Renditequellen verbinden lassen.

Viele institutionelle Investoren, insbesondere Pensionskassen, diversifizieren daher auf der Suche nach Mehrrendite ihr Anlageuniversum. Fündig werden unter anderem bei Logistikimmobilien.

Bild: Getty Images

Im anhaltenden Tiefzinsumfeld bleiben Wohnimmobilien attraktiv, doch das Terrain hat sich verändert: Die Preise für Investitionsobjekte sind gestiegen, Bewertungen fallen anspruchsvoller aus, und zwischen den einzelnen Segmenten öffnet sich die Schere immer weiter.

Wohnliegenschaften gelten wegen ihrer stabilen Nachfrage und des auf lange Zeit hinaus planbaren Ertrags nach wie vor als wichtiger Portfoliobaustein, gerade auch für Versicherungen mit ihrem langen Anlagehorizont. Gleichzeitig schwindet aber der Handlungsspielraum aufgrund von regulatorischen Vorgaben, politischen Eingriffen und begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Prinzip «Lage, Lage, Lage» gilt hier weiterhin besonders. Nur sind Top­lagen, wenn überhaupt noch verfügbar, kaum mehr rentabel. Bei einzelnen Transaktionen liegen die Nettorenditen noch knapp bei 2%. Also weichen viele Anleger auf B- und C-Lagen oder Entwicklungsgebiete aus. Damit steigen aber Leerstands- und auch Wertverlustrisiken, falls sich ein Gebiet nicht wie erhofft entwickelt. Hinzu kommt die Regulierung: Neue Bauzonen sind rar, Verdichtungsvorgaben, Umweltauflagen und lang­wierige Bewilligungsverfahren bremsen zusätzlich.

Suche nach Alternativen

Eine Wohnliegenschaft von Grund auf zu entwickeln, ist damit anspruchsvoll und zu einem echten Geduldsspiel geworden. Für Anleger und Fonds, die auf regelmässigen Cashflow angewiesen sind, ist das nur bedingt machbar.

Viele institutionelle Investoren, insbesondere Pensionskassen, diversifizieren daher auf der Suche nach Mehrrendite ihr Anlageuniversum. Fündig werden sie vermehrt bei Logistik-, Gewerbe- und ­Industrieimmobilien. Besonders gefragt sind Logistikflächen: Während Büro- und Retailflächen während der Coronakrise litten, wuchs die Nachfrage nach Logistik – verstärkt durch den Onlinehandel. Daneben werden im Zuge der Deindustrialisierung grosse Industrieareale frei, die richtig umgenutzt gerade auch den Bedarf von KMU abdecken können.

Die höhere Rendite ist nicht gratis. Höhere Leerstandsquoten, volatilere Marktzyklen und die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum erhöhen das Risiko spezialisierter Flächen. Wer hier erfolgreich investieren will, braucht schon beim Kauf einen realistischen Einstiegspreis und eine klare Vorstellung davon, wie sich die Fläche transformieren lässt.

Anders als bei Wohnimmobilien zählt nicht nur die zentrale Lage. Wichtig sind auch Verkehrsanbindung, Nutzungsflexibilität und die Möglichkeit, Flächen aufzuwerten, zu unterteilen oder an wechselnde Mieterbedürfnisse anzupassen.

Rendite entsteht in diesen Segmenten zunehmend nicht durch blossen Besitz, sondern durch aktives Asset Management: Leerstände müssen reduziert, ehemalige Single-Tenant-Objekte in kleinere Einheiten aufgeteilt und Nutzungen an die Bedürfnisse von KMU angepasst werden.

Aktives Asset Management

Wie das mit einem standardisierten Konzept gelingen kann, zeigt das in der Schweiz bereits etablierte Streetbox-Modell: modulare Gewerberäume, die sich mit überschaubaren Anfangsinvestitionen und kürzeren Bindungsfristen vermieten lassen.

Ebenfalls ein gutes Beispiel bietet ein ehemaliges Logistikzentrum von Philip Morris, das der Immobilienfondsspezialist Procimmo übernahm und mit einer der seinerzeit grössten Solaranlagen der Schweiz auf dem Dach aufwertete. So liess sich bereits vor dem eigentlichen Solarenergieboom ein zusätzlicher Ertrag erschliessen. Anschliessend wurde die Liegenschaft neu vermietet.

Wohnimmobilien dürften auch künftig der Kern vieler institutioneller Portfolios bleiben, insbesondere bei Versicherungsgesellschaften, deren gebundenes Vermögen aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen muss. Logistik-, Industrie- und Spezialimmobilien werden jedoch als Rendite- und Diversifikationsbausteine an Bedeutung gewinnen. Wer hier erfolgreich sein will, braucht aktives Management, Transformationskompetenz und lokale Marktkenntnis.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Quelle: www.fuw.ch

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Die Mobimo-Aktie bleibt stabil, während Anleger auf Schweizer Immobilienerträge schauen

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Die Mobimo-Aktie (ISIN CH0011108872) spiegelt per 03.09.2026 ein stabiles Bild wider, wobei der Markt die Ertragskraft des Schweizer Immobilienkonzerns und den Wert seines Portfolios aufmerksam einpreist.

Ertragskraft und Schweizer Immobilienmarkt im Fokus

Laut einer aktuellen Unternehmensbeschreibung und Marktanalyse zu Mobimo wird die Aktie auf der SIX Swiss Exchange in Zuerich gehandelt, wobei der zuletzt veroeffentlichte Kurs und die Marktkapitalisierung per 03.09.2026 als Indikator fuer die Einschaetzung der Ertragskraft und des Immobilienportfolios dienen.

In dieser Darstellung wird hervorgehoben, dass das Unternehmen als Schweizer Immobiliengruppe davon profitiert, dass Wohnen und Gewerberaum in attraktiven Lagen weiterhin gefragt sind, waehrend die Anleger bei der Mobimo-Aktie besonders die Stabilitaet von Mieteinnahmen und Bewertung des Portfolios beobachten.

Fundamentale Kennzahlen und Vergleich

Mobimo berichtet regelmaessig ueber seine Ergebnisse aus den juengsten Berichtsperioden, in denen die Mieteinnahmen aus Wohn- und Geschaeftsliegenschaften sowie die Ertraege aus Projektentwicklungen eine zentrale Rolle spielen.

In den letzten verfuegbaren Zwischenberichten aus dem laufenden Geschaeftsjahr wurden die wiederkehrenden Einnahmen aus dem Vermietungsgeschaeft im Vergleich zur Vorperiode als wesentlicher Beitrag zur Gesamtleistung des Unternehmens hervorgehoben, waehrend sich die Bewertung des Immobilienportfolios angesichts der Preisentwicklung am Schweizer Markt solide darstellt.

Ein quantifizierter Vergleich zeigt sich auf Ebene des Immobilienmarktes, wo Einfamilienhaeuser in der Schweiz per Mitte 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent und Eigentumswohnungen um 4,2 Prozent teurer geworden sind; diese Entwicklung unterstreicht das Umfeld, in dem Mobimo mit seinem Portfolio agiert und die Ertragschancen der Mobimo-Aktie mittraegt.

Stabiler Kurs und Bedeutung fuer Anleger

Laut einer frischen Marktbetrachtung zu Mobimo wird die Aktie als stabil gehandelt, wobei der zuletzt veroeffentlichte Kurs und die Marktkapitalisierung vom 03.09.2026 die Einstellung der Anleger zur Ertragskraft des Unternehmens und zu dessen Immobilienportfolio reflektieren.

Fuer Anleger ist in diesem Kontext vor allem entscheidend, wie sich die Kombination aus wiederkehrenden Mieteinnahmen, Projektentwicklungen und Bewertungsveraenderungen auf Umsatz und Gewinn in den juengsten Quartalen und Halbjahresberichten auswirkt und wie sich diese Groessen gegenueber den Vorperioden entwickelt haben.

Vertiefen und einordnen

Weitere Hintergruende zur Mobimo-Aktie

Zusatzliche Kennzahlen, Unternehmensnachrichten und Chartdaten zur Mobimo-Aktie finden sich im Themenueberblick sowie in den aktuellen Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens.

Immobilienportfolio und Projekte

Mobimo fokussiert sich als Schweizer Immobilienholding auf ein breit diversifiziertes Portfolio aus Wohn- und Geschaeftsliegenschaften sowie Projektentwicklungen in wirtschaftlich starken Regionen.

Das Unternehmen legt dabei Wert auf eine Kombination aus langfristig vermieteten Objekten mit stabilen Cashflows und Entwicklungsprojekten, die im Erfolgsfall zusaetzliche Ertraege in den juengsten Berichtsperioden liefern und so das Ergebnis ueber den reinen Mietertrag hinaus staerken.

Kurs und Marktwert der Mobimo-Aktie

Die Mobimo-Aktie ist an der SIX Swiss Exchange in Zuerich gelistet, und der zuletzt veroeffentlichte Kurs sowie die Marktkapitalisierung per 03.09.2026 spiegeln die aktuelle Einschaetzung des Marktes hinsichtlich der Ertragskraft und des Immobilienportfolios wider.

Mobimo-Aktie: Stammdaten und Marktkennzahlen

  • Unternehmen: Mobimo Holding AG
  • ISIN: CH0011108872
  • Ticker: MOBN
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange Zuerich
  • Kurs (Stand 03.09.2026): zuletzt veroeffentlichter Kurs in CHF
  • Marktkapitalisierung: zuletzt veroeffentlichter Wert in CHF (Stand 03.09.2026)
  • Sektor / Branche: Immobilien Schweiz
  • Indexzugehoerigkeit: Schweizer Immobiliensegment an der SIX

Mobimo-Aktie in Social Media und Videos


Disclaimer…

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TEXT:

Die Mobimo-Aktie (ISIN CH0011108872) spiegelt per 03.09.2026 ein stabiles Bild wider, wobei der Markt die Ertragskraft des Schweizer Immobilienkonzerns und den Wert seines Portfolios aufmerksam einpreist.

Ertragskraft und Schweizer Immobilienmarkt im Fokus

Laut einer aktuellen Unternehmensbeschreibung und Marktanalyse zu Mobimo wird die Aktie auf der SIX Swiss Exchange in Zuerich gehandelt, wobei der zuletzt veroeffentlichte Kurs und die Marktkapitalisierung per 03.09.2026 als Indikator fuer die Einschaetzung der Ertragskraft und des Immobilienportfolios dienen.

In dieser Darstellung wird hervorgehoben, dass das Unternehmen als Schweizer Immobiliengruppe davon profitiert, dass Wohnen und Gewerberaum in attraktiven Lagen weiterhin gefragt sind, waehrend die Anleger bei der Mobimo-Aktie besonders die Stabilitaet von Mieteinnahmen und Bewertung des Portfolios beobachten.

Fundamentale Kennzahlen und Vergleich

Mobimo berichtet regelmaessig ueber seine Ergebnisse aus den juengsten Berichtsperioden, in denen die Mieteinnahmen aus Wohn- und Geschaeftsliegenschaften sowie die Ertraege aus Projektentwicklungen eine zentrale Rolle spielen.

In den letzten verfuegbaren Zwischenberichten aus dem laufenden Geschaeftsjahr wurden die wiederkehrenden Einnahmen aus dem Vermietungsgeschaeft im Vergleich zur Vorperiode als wesentlicher Beitrag zur Gesamtleistung des Unternehmens hervorgehoben, waehrend sich die Bewertung des Immobilienportfolios angesichts der Preisentwicklung am Schweizer Markt solide darstellt.

Ein quantifizierter Vergleich zeigt sich auf Ebene des Immobilienmarktes, wo Einfamilienhaeuser in der Schweiz per Mitte 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent und Eigentumswohnungen um 4,2 Prozent teurer geworden sind; diese Entwicklung unterstreicht das Umfeld, in dem Mobimo mit seinem Portfolio agiert und die Ertragschancen der Mobimo-Aktie mittraegt.

Stabiler Kurs und Bedeutung fuer Anleger

Laut einer frischen Marktbetrachtung zu Mobimo wird die Aktie als stabil gehandelt, wobei der zuletzt veroeffentlichte Kurs und die Marktkapitalisierung vom 03.09.2026 die Einstellung der Anleger zur Ertragskraft des Unternehmens und zu dessen Immobilienportfolio reflektieren.

Fuer Anleger ist in diesem Kontext vor allem entscheidend, wie sich die Kombination aus wiederkehrenden Mieteinnahmen, Projektentwicklungen und Bewertungsveraenderungen auf Umsatz und Gewinn in den juengsten Quartalen und Halbjahresberichten auswirkt und wie sich diese Groessen gegenueber den Vorperioden entwickelt haben.

Vertiefen und einordnen

Weitere Hintergruende zur Mobimo-Aktie

Zusatzliche Kennzahlen, Unternehmensnachrichten und Chartdaten zur Mobimo-Aktie finden sich im Themenueberblick sowie in den aktuellen Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens.

Immobilienportfolio und Projekte

Mobimo fokussiert sich als Schweizer Immobilienholding auf ein breit diversifiziertes Portfolio aus Wohn- und Geschaeftsliegenschaften sowie Projektentwicklungen in wirtschaftlich starken Regionen.

Das Unternehmen legt dabei Wert auf eine Kombination aus langfristig vermieteten Objekten mit stabilen Cashflows und Entwicklungsprojekten, die im Erfolgsfall zusaetzliche Ertraege in den juengsten Berichtsperioden liefern und so das Ergebnis ueber den reinen Mietertrag hinaus staerken.

Kurs und Marktwert der Mobimo-Aktie

Die Mobimo-Aktie ist an der SIX Swiss Exchange in Zuerich gelistet, und der zuletzt veroeffentlichte Kurs sowie die Marktkapitalisierung per 03.09.2026 spiegeln die aktuelle Einschaetzung des Marktes hinsichtlich der Ertragskraft und des Immobilienportfolios wider.

Mobimo-Aktie: Stammdaten und Marktkennzahlen

  • Unternehmen: Mobimo Holding AG
  • ISIN: CH0011108872
  • Ticker: MOBN
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange Zuerich
  • Kurs (Stand 03.09.2026): zuletzt veroeffentlichter Kurs in CHF
  • Marktkapitalisierung: zuletzt veroeffentlichter Wert in CHF (Stand 03.09.2026)
  • Sektor / Branche: Immobilien Schweiz
  • Indexzugehoerigkeit: Schweizer Immobiliensegment an der SIX

Mobimo-Aktie in Social Media und Videos


Disclaimer…

Quelle: www.ad-hoc-news.de

361122 Keine Kommentare

Schweizer Immobilien: Warum Mikrolage über Rendite entscheidet

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
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Sicherer Hafen – aber nicht um jeden Preis

Schweizer Immobilien profitieren vom aktuellen Umfeld. Der Status als «sicherer Hafen» ist jedoch kein Freipass mehr: Entscheidend ist heute die Qualität des einzelnen Investments.

Städte wie Genf, Lausanne, Zürich oder Zug profitieren von starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten.

Bild: Getty Images

Über Jahre hinweg dominierte die Suche nach Rendite die Anlagestrategien. Heute rückt die Widerstandsfähigkeit des Portfolios in den Fokus. Entsprechend wächst das Interesse an Schweizer Immobilien, die sich in Phasen erhöhter Unsicherheit seit Jahrzehnten als vergleichsweise stabile Anlageklasse behaupten.

Dabei wird der Begriff des sicheren Hafens häufig missverstanden. Gemeint ist keine risikofreie Anlage, sondern ein Investment mit tragfähigen Fundamentaldaten und kalkulierbaren Risiken, das auch wirtschaftliche Abschwünge überstehen kann. Die Schweiz vereint hierfür mehrere entscheidende Voraussetzungen: politische Stabilität, eine starke Währung und eine Volkswirtschaft, die ihre Krisenresistenz wiederholt unter Beweis gestellt hat.

Diese Qualitäten gewinnen insbesondere dann an Bedeutung, wenn sich das internationale Umfeld eintrübt. In solchen Phasen fliesst regelmässig zusätzliches Kapital in die Schweiz. Die Attraktivität des Standorts beruht dabei nicht ­allein auf institutioneller Stabilität, sondern ebenso auf robusten wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die den Immobilienmarkt nachhaltig stützen.

Ein wesentlicher Faktor bleibt das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage. Die Bevölkerung wächst kontinuierlich, während die Neubautätigkeit den Bedarf nur unzureichend deckt. In den grossen Wirtschaftszentren verharren die Leerstandsquoten auf aussergewöhnlich tiefem Niveau – bei rund 0,3% in Genf und 0,5% in Zürich. Der anhaltende Wohnungsmangel sorgt für stabilen Mietertrag und bildet damit eine zentrale Grundlage der langfristigen Gesamtrendite.

Selektiv trotz Stabilität

Unterstützt wird diese Entwicklung vom geldpolitischen Umfeld. Nach der Phase steigender Zinsen verbessern die Stabilisierung und die schrittweise Lockerung der Geldpolitik die relative ­Attraktivität von Immobilienanlagen. Im Vergleich zu Obligationen gewinnen Immobilien wieder an Wettbewerbs­fähigkeit und bieten zugleich eine Ertragsbasis, die in einem volatilen Kapitalmarktumfeld geschätzt wird.

Aus der Stabilität des Schweizer Immobilienmarktes lässt sich allerdings keine pauschale Investitionsempfehlung ableiten. Auch in einem robusten Markt können Fehlallokationen teuer werden. Eine Liegenschaft an einem schwachen Standort, zu einem überhöhten Preis erworben, mit einer hohen Fremdkapitalquote finanziert oder mit erheblichem Sanierungsbedarf belastet, kann hinter den ­Erwartungen zurückbleiben. Umgekehrt verfügen Objekte mit nachhaltiger Mietnachfrage, nachvollziehbarer Bewertung und konservativer Finanzierungsstruktur über eine deutlich höhere Widerstandskraft.

Die Wertentwicklung wird deshalb immer weniger durch den Gesamtmarkt bestimmt als durch die Qualität der ­Objektselektion. Gerade darin liegt eine der markantesten Veränderungen der vergangenen Jahre.

Selbst innerhalb des Schweizer Wohnimmobilienmarktes unterscheiden sich die Rendite-Risiko-Profile erheblich. Standortqualität, baulicher Zustand, technische Ausstattung sowie Entwicklungspotenzial beeinflussen den langfristigen Anlageerfolg wesentlich stärker als kurzfristige Marktbewegungen. Eine ausgewiesene Anfangsrendite allein liefert deshalb nur ein unvollständiges Bild. Erst eine vertiefte Analyse ermöglicht eine fundierte Einschätzung von Chancen und Risiken.

Mikrolage entscheidet

Ebenso hat sich der Fokus der Analyse verschoben. Städte wie Genf, Lausanne, Zürich oder Zug profitieren zwar von starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten, einem dynamischen Arbeitsmarkt und einer anhaltend hohen Wohnraumnachfrage. Diese Makroperspektive genügt jedoch nicht.

Zwei Liegenschaften innerhalb derselben Gemeinde können hinsichtlich Risiko und Wertentwicklung erhebliche Unterschiede aufweisen – abhängig von Quartier, Erreichbarkeit, Wohnqualität, Mieterstruktur oder künftigen Arealentwicklungen. Im Immobilienmarkt entscheidet deshalb häufig die Mikrolage und nicht allein der Standort auf Stadtebene.

Diese Überlegungen gelten sowohl für Direktanlagen als auch für private Immobilienfinanzierungen. Beide ver­folgen unterschiedliche Anlageziele, setzen jedoch die gleiche Disziplin voraus: Risiken müssen vor einer Investitionsentscheidung umfassend verstanden und bewertet werden.

In einem Umfeld, in dem Unsicherheit zum strukturellen Faktor geworden ist, gewinnen nicht die höchsten Renditeversprechen an Bedeutung, sondern die Qualität der zugrundeliegenden Vermögenswerte. Der Begriff des sicheren Hafens beschreibt heute weniger eine Anlageklasse als vielmehr das Ergebnis einer konsequenten Selektion, fundierter Analysen und disziplinierter Investitionsentscheidungen. Langfristig entscheidet diese Qualität häufig stärker über den Anlageerfolg als die allgemeine Entwicklung des Immobilienmarktes.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:

Sicherer Hafen – aber nicht um jeden Preis

Schweizer Immobilien profitieren vom aktuellen Umfeld. Der Status als «sicherer Hafen» ist jedoch kein Freipass mehr: Entscheidend ist heute die Qualität des einzelnen Investments.

Städte wie Genf, Lausanne, Zürich oder Zug profitieren von starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten.

Bild: Getty Images

Über Jahre hinweg dominierte die Suche nach Rendite die Anlagestrategien. Heute rückt die Widerstandsfähigkeit des Portfolios in den Fokus. Entsprechend wächst das Interesse an Schweizer Immobilien, die sich in Phasen erhöhter Unsicherheit seit Jahrzehnten als vergleichsweise stabile Anlageklasse behaupten.

Dabei wird der Begriff des sicheren Hafens häufig missverstanden. Gemeint ist keine risikofreie Anlage, sondern ein Investment mit tragfähigen Fundamentaldaten und kalkulierbaren Risiken, das auch wirtschaftliche Abschwünge überstehen kann. Die Schweiz vereint hierfür mehrere entscheidende Voraussetzungen: politische Stabilität, eine starke Währung und eine Volkswirtschaft, die ihre Krisenresistenz wiederholt unter Beweis gestellt hat.

Diese Qualitäten gewinnen insbesondere dann an Bedeutung, wenn sich das internationale Umfeld eintrübt. In solchen Phasen fliesst regelmässig zusätzliches Kapital in die Schweiz. Die Attraktivität des Standorts beruht dabei nicht ­allein auf institutioneller Stabilität, sondern ebenso auf robusten wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die den Immobilienmarkt nachhaltig stützen.

Ein wesentlicher Faktor bleibt das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage. Die Bevölkerung wächst kontinuierlich, während die Neubautätigkeit den Bedarf nur unzureichend deckt. In den grossen Wirtschaftszentren verharren die Leerstandsquoten auf aussergewöhnlich tiefem Niveau – bei rund 0,3% in Genf und 0,5% in Zürich. Der anhaltende Wohnungsmangel sorgt für stabilen Mietertrag und bildet damit eine zentrale Grundlage der langfristigen Gesamtrendite.

Selektiv trotz Stabilität

Unterstützt wird diese Entwicklung vom geldpolitischen Umfeld. Nach der Phase steigender Zinsen verbessern die Stabilisierung und die schrittweise Lockerung der Geldpolitik die relative ­Attraktivität von Immobilienanlagen. Im Vergleich zu Obligationen gewinnen Immobilien wieder an Wettbewerbs­fähigkeit und bieten zugleich eine Ertragsbasis, die in einem volatilen Kapitalmarktumfeld geschätzt wird.

Aus der Stabilität des Schweizer Immobilienmarktes lässt sich allerdings keine pauschale Investitionsempfehlung ableiten. Auch in einem robusten Markt können Fehlallokationen teuer werden. Eine Liegenschaft an einem schwachen Standort, zu einem überhöhten Preis erworben, mit einer hohen Fremdkapitalquote finanziert oder mit erheblichem Sanierungsbedarf belastet, kann hinter den ­Erwartungen zurückbleiben. Umgekehrt verfügen Objekte mit nachhaltiger Mietnachfrage, nachvollziehbarer Bewertung und konservativer Finanzierungsstruktur über eine deutlich höhere Widerstandskraft.

Die Wertentwicklung wird deshalb immer weniger durch den Gesamtmarkt bestimmt als durch die Qualität der ­Objektselektion. Gerade darin liegt eine der markantesten Veränderungen der vergangenen Jahre.

Selbst innerhalb des Schweizer Wohnimmobilienmarktes unterscheiden sich die Rendite-Risiko-Profile erheblich. Standortqualität, baulicher Zustand, technische Ausstattung sowie Entwicklungspotenzial beeinflussen den langfristigen Anlageerfolg wesentlich stärker als kurzfristige Marktbewegungen. Eine ausgewiesene Anfangsrendite allein liefert deshalb nur ein unvollständiges Bild. Erst eine vertiefte Analyse ermöglicht eine fundierte Einschätzung von Chancen und Risiken.

Mikrolage entscheidet

Ebenso hat sich der Fokus der Analyse verschoben. Städte wie Genf, Lausanne, Zürich oder Zug profitieren zwar von starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten, einem dynamischen Arbeitsmarkt und einer anhaltend hohen Wohnraumnachfrage. Diese Makroperspektive genügt jedoch nicht.

Zwei Liegenschaften innerhalb derselben Gemeinde können hinsichtlich Risiko und Wertentwicklung erhebliche Unterschiede aufweisen – abhängig von Quartier, Erreichbarkeit, Wohnqualität, Mieterstruktur oder künftigen Arealentwicklungen. Im Immobilienmarkt entscheidet deshalb häufig die Mikrolage und nicht allein der Standort auf Stadtebene.

Diese Überlegungen gelten sowohl für Direktanlagen als auch für private Immobilienfinanzierungen. Beide ver­folgen unterschiedliche Anlageziele, setzen jedoch die gleiche Disziplin voraus: Risiken müssen vor einer Investitionsentscheidung umfassend verstanden und bewertet werden.

In einem Umfeld, in dem Unsicherheit zum strukturellen Faktor geworden ist, gewinnen nicht die höchsten Renditeversprechen an Bedeutung, sondern die Qualität der zugrundeliegenden Vermögenswerte. Der Begriff des sicheren Hafens beschreibt heute weniger eine Anlageklasse als vielmehr das Ergebnis einer konsequenten Selektion, fundierter Analysen und disziplinierter Investitionsentscheidungen. Langfristig entscheidet diese Qualität häufig stärker über den Anlageerfolg als die allgemeine Entwicklung des Immobilienmarktes.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Quelle: www.fuw.ch

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Wohneigentum Schweiz: Eigentümerquote sinkt weiter

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Die Schweiz, ein Volk von Mietern

Der Trend der rückläufigen Eigentümerquote dürfte sich fortsetzen. Das wirkt sich auf die Preise von Eigentumswohnungen aus.

Der Markt für neue Einfamilienhäuser ist als Folge der 2014 in Kraft getretenen umfassenden Änderungen des Raumplanungsgesetzes (RPG) stetig geschrumpft.

Bild: Rahel Zuber

Die Schweiz gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als Land der Mieter. Daran wird sich nichts ändern. Schweizweit ist weniger als jeder zweite Haushalt Eigentümer seiner Wohnung. Nachdem das Stockwerkeigentum 1965 im ZGB gesetzlich verankert worden war, stieg die Eigentümerquote zunächst. Seit der Einführung der Negativzinsen durch die SNB ist die Eigentümerquote in der Schweiz stetig zurückgegangen. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Dies hängt vor allem mit der begrenzten Produktion von Wohn­eigentum zusammen.

Die Eigentümerquote entwickelt sich vor allem in Abhängigkeit vom Anteil des Wohneigentums an der Wohnungsproduktion. Soll die Zahl der Wohneigentümer erhöht werden, muss also mehr Wohneigentum gebaut werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, be­stehende Mietliegenschaften dem Stockwerkeigentum zuzuführen, indem Mietwohnungen zur Selbstnutzung verkauft werden. Diese Praxis ist in der Schweiz allerdings noch wenig verbreitet. Zurückführen ist dies auf wirtschaftliche Hürden, Imagegründe sowie – in gewissen Kantonen – auch auf gesetzliche Hemmnisse.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Produktion von Eigentumswohnungen, denn sie bilden den Grossteil des Angebots im Wohneigentumssegment. Der Markt für neue Einfamilienhäuser ist als Folge der 2014 in Kraft getretenen umfassenden Änderungen des Raumplanungsgesetzes (RPG) stetig geschrumpft. Wurden im Zeitraum 2016/2017 jährlich noch etwa 5300 Einfamilienhäuser gebaut, so waren es 2023/2024 nur noch 3600 jährlich. In Ballungsräumen wie der Agglomeration Zürich oder der ­Genferseeregion dürfte das Segment der Einfamilienhäuser sogar noch stärker ­abnehmen. Aufgrund der heutigen Rahmenbedingungen werden immer mehr Einfamilienhäuser abgerissen, oft mehr, als neu gebaut werden.

Einfluss der Zinspolitik

Zwischen 1970 und 2015 war die Bautätigkeit vor allem auf Wohneigentum ausgerichtet, und der Anteil der Eigenheimbesitzer stieg um 9,9%. Die Gemeinden reservierten Wohnzonen mit schwacher Dichte tendenziell für den Bau von Einfamilienhäusern. Denn damit liessen sich Einwohner mit hohem Einkommen anziehen, was sich positiv auf die Steuereinnahmen auswirkte. Die Revision des RPG veränderte die Rahmenbedingungen. Sie schränkte die Gemeindeautonomie ein und förderte die Verdichtung.

So wurde lange das Stockwerkeigentum bevorzugt, weil es in der Regel den Verkehrswert einer Liegenschaft günstig beeinflusst. Die Eigentümerquote stieg zwar weiter, aber nur langsam, denn dieser Anstieg wurde einzig durch den Faktor Wohnungsbau begünstigt.

Ab 2015 kehrte der Trend, insbesondere infolge der Einführung von Negativzinsen durch die SNB. Aus Renditeüberlegungen wurde der Bau von Mietliegenschaften bevorzugt. Das Ende der Negativzinspolitik wirkte sich auf die Zweckbestimmung der neu geschaffenen Wohnungen aus. War 2016 bis 2022 ein Drittel (33,3%) des Wohnungsbaus für den Eigenheimmarkt bestimmt, so stieg dieser Anteil im Zeitraum 2022 bis 2024 auf 41,5%. Dies reicht aber nicht aus, um den Rückgang der Eigentümerquote in der Schweiz zu kompensieren, denn ein Teil der Eigentumswohnungen wird vermietet.

Auswirkungen des Raumplanungsgesetzes

Die Zweckbestimmung der neu gebauten Wohnungen wird nicht nur von der Entwicklung der Zinsen, sondern auch von den raumplanerischen Rahmenbedingungen beeinflusst. So wird der Bau von Wohneigentum insbesondere durch die Verdichtung gebremst. Sie ist notwendig, da Bauland in der Schweiz nicht beliebig erweiterbar ist und ausserdem die verkehrsbedingten CO2-Emissionen reduziert werden müssen. Der Umstand, dass keine neuen Wohnzonen mit schwacher Dichte mehr geschaffen wurden, hat sich negativ auf den Bau von Einfamilien­häusern ausgewirkt. Doch auch der Eigentumswohnungsbau dürfte von diesem rückläufigen Trend erfasst werden.

Die angestrebte städtische Verdichtung führt zum Bau zusätzlicher Wohnungen. Dies wird einerseits durch die Aufstockung oder die Erweiterung bestehender Gebäude, andererseits durch Abriss und Neubau erreicht. Die Mehrheit dieser neuen Wohneinheiten ist jedoch für den Mietmarkt bestimmt, da grosse Liegenschaften im Stockwerkeigentum für eine Verdichtung wenig geeignet erscheinen – hauptsächlich aufgrund der Beschlussfassungsregeln, die oftmals die Zustimmung aller Stockwerkeigentümer erfordern.

Ein Abriss mit anschliessendem Neubau setzt voraus, dass jeder Haushalt vorübergehend eine neue ­Unterkunft finden muss. Ein derartiges Projekt dürfte schwerlich die Zustimmung aller betroffenen Stockwerkeigentümer finden. Auch werden die Eigentümer im obersten Stockwerk nicht ohne Weiteres von den Vorteilen einer Aufstockung zu überzeugen sein – zumal sie für das Privileg, auf der obersten Etage zu wohnen, ein Extra bezahlt haben dürften.

Im Übrigen dürften die Gebäude­eigentümer die im Rahmen einer Verdichtung gebauten Wohneinheiten lieber vermieten als verkaufen, und zwar einmal mehr wegen der Zustimmungserfordernisse. Würden die neuen Wohnungen dem Stockwerkeigentum zugeführt, müssten in der Folge alle Beschlüsse, insbesondere auch Investitionsentscheide, von allen Eigentümern gemeinsam gefasst werden. Dies würde die Liegenschaftsverwaltung deutlich erschweren. In den Kantonen Waadt, Genf und Basel unterliegt der Verkauf von Mietwohnungen ausserdem strengen Bedingungen.

Bauen allein reicht nicht

Die Eigentümerquote in der Schweiz wird demnach auch bei einer steigenden absoluten Zahl von Eigentümern weiter abnehmen. Dies wird nicht ohne Aus­wirkungen auf die Preise bleiben. Tatsächlich spielt die Produktion von Eigentumswohnungen bei der Preisbildung eine grössere Rolle als die Produktion von Mietwohnungen. Eine beschränkte Produktion von Eigentumswohnungen verringert das Angebot tendenziell, ändert aber kaum etwas an der Erschwinglichkeit von Wohneigentum für die Mieterhaushalte.

Bauen allein reicht nicht, um mehr Wohneigentum zu verkaufen. Um eine ausreichende Nachfrage der Haushalte nach neuen Eigentumswohnungen sicherzustellen, können entweder weniger Eigentumswohnungen gebaut oder die Preise gesenkt werden. Angesichts der derzeit verhaltenen Bautätigkeit dürften die Preise der Eigentumswohnungen in der Schweiz vorerst weiter steigen.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
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Die Schweiz, ein Volk von Mietern

Der Trend der rückläufigen Eigentümerquote dürfte sich fortsetzen. Das wirkt sich auf die Preise von Eigentumswohnungen aus.

Der Markt für neue Einfamilienhäuser ist als Folge der 2014 in Kraft getretenen umfassenden Änderungen des Raumplanungsgesetzes (RPG) stetig geschrumpft.

Bild: Rahel Zuber

Die Schweiz gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als Land der Mieter. Daran wird sich nichts ändern. Schweizweit ist weniger als jeder zweite Haushalt Eigentümer seiner Wohnung. Nachdem das Stockwerkeigentum 1965 im ZGB gesetzlich verankert worden war, stieg die Eigentümerquote zunächst. Seit der Einführung der Negativzinsen durch die SNB ist die Eigentümerquote in der Schweiz stetig zurückgegangen. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Dies hängt vor allem mit der begrenzten Produktion von Wohn­eigentum zusammen.

Die Eigentümerquote entwickelt sich vor allem in Abhängigkeit vom Anteil des Wohneigentums an der Wohnungsproduktion. Soll die Zahl der Wohneigentümer erhöht werden, muss also mehr Wohneigentum gebaut werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, be­stehende Mietliegenschaften dem Stockwerkeigentum zuzuführen, indem Mietwohnungen zur Selbstnutzung verkauft werden. Diese Praxis ist in der Schweiz allerdings noch wenig verbreitet. Zurückführen ist dies auf wirtschaftliche Hürden, Imagegründe sowie – in gewissen Kantonen – auch auf gesetzliche Hemmnisse.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Produktion von Eigentumswohnungen, denn sie bilden den Grossteil des Angebots im Wohneigentumssegment. Der Markt für neue Einfamilienhäuser ist als Folge der 2014 in Kraft getretenen umfassenden Änderungen des Raumplanungsgesetzes (RPG) stetig geschrumpft. Wurden im Zeitraum 2016/2017 jährlich noch etwa 5300 Einfamilienhäuser gebaut, so waren es 2023/2024 nur noch 3600 jährlich. In Ballungsräumen wie der Agglomeration Zürich oder der ­Genferseeregion dürfte das Segment der Einfamilienhäuser sogar noch stärker ­abnehmen. Aufgrund der heutigen Rahmenbedingungen werden immer mehr Einfamilienhäuser abgerissen, oft mehr, als neu gebaut werden.

Einfluss der Zinspolitik

Zwischen 1970 und 2015 war die Bautätigkeit vor allem auf Wohneigentum ausgerichtet, und der Anteil der Eigenheimbesitzer stieg um 9,9%. Die Gemeinden reservierten Wohnzonen mit schwacher Dichte tendenziell für den Bau von Einfamilienhäusern. Denn damit liessen sich Einwohner mit hohem Einkommen anziehen, was sich positiv auf die Steuereinnahmen auswirkte. Die Revision des RPG veränderte die Rahmenbedingungen. Sie schränkte die Gemeindeautonomie ein und förderte die Verdichtung.

So wurde lange das Stockwerkeigentum bevorzugt, weil es in der Regel den Verkehrswert einer Liegenschaft günstig beeinflusst. Die Eigentümerquote stieg zwar weiter, aber nur langsam, denn dieser Anstieg wurde einzig durch den Faktor Wohnungsbau begünstigt.

Ab 2015 kehrte der Trend, insbesondere infolge der Einführung von Negativzinsen durch die SNB. Aus Renditeüberlegungen wurde der Bau von Mietliegenschaften bevorzugt. Das Ende der Negativzinspolitik wirkte sich auf die Zweckbestimmung der neu geschaffenen Wohnungen aus. War 2016 bis 2022 ein Drittel (33,3%) des Wohnungsbaus für den Eigenheimmarkt bestimmt, so stieg dieser Anteil im Zeitraum 2022 bis 2024 auf 41,5%. Dies reicht aber nicht aus, um den Rückgang der Eigentümerquote in der Schweiz zu kompensieren, denn ein Teil der Eigentumswohnungen wird vermietet.

Auswirkungen des Raumplanungsgesetzes

Die Zweckbestimmung der neu gebauten Wohnungen wird nicht nur von der Entwicklung der Zinsen, sondern auch von den raumplanerischen Rahmenbedingungen beeinflusst. So wird der Bau von Wohneigentum insbesondere durch die Verdichtung gebremst. Sie ist notwendig, da Bauland in der Schweiz nicht beliebig erweiterbar ist und ausserdem die verkehrsbedingten CO2-Emissionen reduziert werden müssen. Der Umstand, dass keine neuen Wohnzonen mit schwacher Dichte mehr geschaffen wurden, hat sich negativ auf den Bau von Einfamilien­häusern ausgewirkt. Doch auch der Eigentumswohnungsbau dürfte von diesem rückläufigen Trend erfasst werden.

Die angestrebte städtische Verdichtung führt zum Bau zusätzlicher Wohnungen. Dies wird einerseits durch die Aufstockung oder die Erweiterung bestehender Gebäude, andererseits durch Abriss und Neubau erreicht. Die Mehrheit dieser neuen Wohneinheiten ist jedoch für den Mietmarkt bestimmt, da grosse Liegenschaften im Stockwerkeigentum für eine Verdichtung wenig geeignet erscheinen – hauptsächlich aufgrund der Beschlussfassungsregeln, die oftmals die Zustimmung aller Stockwerkeigentümer erfordern.

Ein Abriss mit anschliessendem Neubau setzt voraus, dass jeder Haushalt vorübergehend eine neue ­Unterkunft finden muss. Ein derartiges Projekt dürfte schwerlich die Zustimmung aller betroffenen Stockwerkeigentümer finden. Auch werden die Eigentümer im obersten Stockwerk nicht ohne Weiteres von den Vorteilen einer Aufstockung zu überzeugen sein – zumal sie für das Privileg, auf der obersten Etage zu wohnen, ein Extra bezahlt haben dürften.

Im Übrigen dürften die Gebäude­eigentümer die im Rahmen einer Verdichtung gebauten Wohneinheiten lieber vermieten als verkaufen, und zwar einmal mehr wegen der Zustimmungserfordernisse. Würden die neuen Wohnungen dem Stockwerkeigentum zugeführt, müssten in der Folge alle Beschlüsse, insbesondere auch Investitionsentscheide, von allen Eigentümern gemeinsam gefasst werden. Dies würde die Liegenschaftsverwaltung deutlich erschweren. In den Kantonen Waadt, Genf und Basel unterliegt der Verkauf von Mietwohnungen ausserdem strengen Bedingungen.

Bauen allein reicht nicht

Die Eigentümerquote in der Schweiz wird demnach auch bei einer steigenden absoluten Zahl von Eigentümern weiter abnehmen. Dies wird nicht ohne Aus­wirkungen auf die Preise bleiben. Tatsächlich spielt die Produktion von Eigentumswohnungen bei der Preisbildung eine grössere Rolle als die Produktion von Mietwohnungen. Eine beschränkte Produktion von Eigentumswohnungen verringert das Angebot tendenziell, ändert aber kaum etwas an der Erschwinglichkeit von Wohneigentum für die Mieterhaushalte.

Bauen allein reicht nicht, um mehr Wohneigentum zu verkaufen. Um eine ausreichende Nachfrage der Haushalte nach neuen Eigentumswohnungen sicherzustellen, können entweder weniger Eigentumswohnungen gebaut oder die Preise gesenkt werden. Angesichts der derzeit verhaltenen Bautätigkeit dürften die Preise der Eigentumswohnungen in der Schweiz vorerst weiter steigen.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 05.09.2026.

Quelle: www.fuw.ch

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Schweizer Immobilienfonds: Wann sind hohe Agios gerechtfertigt?

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Selektion wird bei Schweizer Immobilienfonds wieder entscheidend

Künftig entscheiden Fundamentaldaten wie Mietwachstum, Entwicklungspotenzial, Finanzierung und aktives Asset Management wieder stärker über den Anlageerfolg.

Die Neubautätigkeit bleibt wegen regulatorischer Hürden und hoher Baukosten weiter hinter dem Bedarf zurück.

Bild: Claudio Thoma/Keystone

Kotierte Schweizer Immobilienfonds waren über Jahre eng mit dem Zinsumfeld verknüpft. Während der Negativzinsphase trieben sinkende Diskontierungssätze Bewertungen und Agios nach oben. Mit der Zinswende 2022 folgte die Korrektur. Inzwischen haben sich die Kurse erholt, und viele Fonds notieren wieder mit deutlichem Aufschlag auf ihren Nettoinventarwert. Damit stellt sich die Frage, ob diese Bewertungen gerechtfertigt sind.

Das derzeitige Umfeld bleibt grundsätzlich attraktiv: Immobilienanlagen bieten stabilen Cashflow. Zudem können Immobilienfonds dank ihrer regelmässigen Ausschüttungen und der breiten Diversifikation zur Robustheit des Portfolios beitragen. Gerade in Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit sorgt verlässlicher Mietertrag für Stabilität. Der Spielraum für reine Bewertungsgewinne bleibt aber begrenzt. Umso stärker zählen die langfristigen Ertragstreiber des Portfolios.

Differenzierter Markt

Für Schweizer Wohnimmobilien spricht viel. Die hohe Nettozuwanderung trifft auf ein strukturell knappes Wohnungsangebot. Zugleich bleibt die Neubautätigkeit wegen regulatorischer Hürden und hoher Baukosten hinter dem Bedarf zurück. Die Leerstandsquote liegt auf historisch tiefem Niveau, während die Marktmieten regional unterschiedlich steigen. Hochwertige Wohnportfolios verfügen damit über solide Voraussetzungen für nachhaltiges Ertragswachstum.

Bei kommerziellen Immobilien ist das Bild anspruchsvoller. Anlagegefässe mit Büro- und Geschäftsflächen bieten oft eine attraktive Ausschüttungsrendite, weisen jedoch meist geringeres Aufwertungspotenzial auf. Lage, Flächenqualität, Mieterstruktur und aktives Asset Management sind hier besonders wichtig. Wer Leerstand reduziert, Mietverträge erneuert und Investitionen diszipliniert steuert, kann sich vom Markt abheben.

Ob Wohn- oder kommerzielle Immobilien: Operative Faktoren rücken in den Vordergrund. Entscheidend sind Mietwachstum, Projektpipeline, Entwicklungspotenzial, Investitionen in den Bestand mit überdurchschnittlicher Rendite sowie eine solide Kapitalstruktur. Fonds mit Entwicklungsreserven oder der Fähigkeit, Marktmieten konsequent zu realisieren, dürften sich von statischen Portfolios absetzen.

Wachstum allein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal. Ein Fonds, der sein Volumen ausschliesslich durch Kapital­erhöhungen ausweitet, schafft für bestehende Anleger keinen Mehrwert. Entscheidend ist, ob das zusätzliche Kapital zu einem höheren Ertrag, einem besseren Portfolio oder neuen Entwicklungsmöglichkeiten führt.

Das Gleiche gilt für Akquisitionen: Werden kreditfinanziert Liegenschaften gekauft, die in Qualität und Rendite nur dem Portfoliodurchschnitt entsprechen und kein weiteres Potenzial bieten, wächst zwar die Bilanz, nicht aber der wirtschaftliche Wert.

Auch die Finanzierung verdient Aufmerksamkeit. Es kann sinnvoll sein, einige Basispunkte mehr zu bezahlen, wenn sich ein Fonds dafür langfristig ­gegen Zinsänderungen absichert und seine Planungssicherheit erhöht. Eine ­allein auf den günstigsten aktuellen Finanzierungssatz ausgerichtete Strategie kann sich als teuer erweisen, wenn ein grosser Teil der Schulden kurzfristig refinanziert werden muss.

Verschiedene Blickwinkel

Damit verbunden ist die Ausschüttungsfähigkeit von Anlagegefässen. Bei einzelnen Fonds besteht das Risiko, dass steigende Finanzierungskosten mehr vom operativen Ergebnis beanspruchen. Sind Ausschüttungsquoten bereits hoch und fehlen Mietwachstum, sehr gute Lagequalität oder Reserven, kann ein Zinsanstieg die Dividende unter Druck setzen. Anleger sollten deshalb nicht nur auf die aktuelle Ausschüttungsrendite achten, sondern auch auf Zinsbindung, Fälligkeitsprofil, Verschuldungsgrad und Ausschüttungsquote.

Hohe Agios verdienen vor diesem Hintergrund eine differenzierte Betrachtung. Ein Bewertungsaufschlag ist nachvollziehbar, wenn ein Portfolio überdurchschnittliches Mietwachstum, sehr gute Lagequalität, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, eine robuste Finanzierung und professionelles Asset Management erwarten lässt. Fehlen diese Qualitäten, lassen sich hohe Prämien besonders bei Fonds mit ausgeprägten Wachstumsplänen kaum rechtfertigen.

Für Anleger markiert dies einen Paradigmenwechsel. Nicht mehr die pauschale Sektorallokation entscheidet, sondern die Qualität des einzelnen Vehikels. Strategische Fokussierung, Portfolioqualität, Kapitalallokation, Finanzierung, Entwicklungspotenzial, Verkäufe und die Fähigkeit des Managements, Mehrwert zu schaffen, gewinnen an Bedeutung.

Auch das Anlageuniversum verändert sich. Anforderungen an Grösse, Liquidität und Effizienz treiben weitere Konsolidierungen und Fondsfusionen voran. Der Schweizer Markt für indirekte Immobilienanlagen wird ­damit differenzierter. Wachstum muss Wert schaffen, Akquisitionen müssen qualitativ überzeugen, die Finanzierung muss widerstandsfähig und die Ausschüttungs­politik nachhaltig sein.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» 05.09.2026.

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Selektion wird bei Schweizer Immobilienfonds wieder entscheidend

Künftig entscheiden Fundamentaldaten wie Mietwachstum, Entwicklungspotenzial, Finanzierung und aktives Asset Management wieder stärker über den Anlageerfolg.

Die Neubautätigkeit bleibt wegen regulatorischer Hürden und hoher Baukosten weiter hinter dem Bedarf zurück.

Bild: Claudio Thoma/Keystone

Kotierte Schweizer Immobilienfonds waren über Jahre eng mit dem Zinsumfeld verknüpft. Während der Negativzinsphase trieben sinkende Diskontierungssätze Bewertungen und Agios nach oben. Mit der Zinswende 2022 folgte die Korrektur. Inzwischen haben sich die Kurse erholt, und viele Fonds notieren wieder mit deutlichem Aufschlag auf ihren Nettoinventarwert. Damit stellt sich die Frage, ob diese Bewertungen gerechtfertigt sind.

Das derzeitige Umfeld bleibt grundsätzlich attraktiv: Immobilienanlagen bieten stabilen Cashflow. Zudem können Immobilienfonds dank ihrer regelmässigen Ausschüttungen und der breiten Diversifikation zur Robustheit des Portfolios beitragen. Gerade in Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit sorgt verlässlicher Mietertrag für Stabilität. Der Spielraum für reine Bewertungsgewinne bleibt aber begrenzt. Umso stärker zählen die langfristigen Ertragstreiber des Portfolios.

Differenzierter Markt

Für Schweizer Wohnimmobilien spricht viel. Die hohe Nettozuwanderung trifft auf ein strukturell knappes Wohnungsangebot. Zugleich bleibt die Neubautätigkeit wegen regulatorischer Hürden und hoher Baukosten hinter dem Bedarf zurück. Die Leerstandsquote liegt auf historisch tiefem Niveau, während die Marktmieten regional unterschiedlich steigen. Hochwertige Wohnportfolios verfügen damit über solide Voraussetzungen für nachhaltiges Ertragswachstum.

Bei kommerziellen Immobilien ist das Bild anspruchsvoller. Anlagegefässe mit Büro- und Geschäftsflächen bieten oft eine attraktive Ausschüttungsrendite, weisen jedoch meist geringeres Aufwertungspotenzial auf. Lage, Flächenqualität, Mieterstruktur und aktives Asset Management sind hier besonders wichtig. Wer Leerstand reduziert, Mietverträge erneuert und Investitionen diszipliniert steuert, kann sich vom Markt abheben.

Ob Wohn- oder kommerzielle Immobilien: Operative Faktoren rücken in den Vordergrund. Entscheidend sind Mietwachstum, Projektpipeline, Entwicklungspotenzial, Investitionen in den Bestand mit überdurchschnittlicher Rendite sowie eine solide Kapitalstruktur. Fonds mit Entwicklungsreserven oder der Fähigkeit, Marktmieten konsequent zu realisieren, dürften sich von statischen Portfolios absetzen.

Wachstum allein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal. Ein Fonds, der sein Volumen ausschliesslich durch Kapital­erhöhungen ausweitet, schafft für bestehende Anleger keinen Mehrwert. Entscheidend ist, ob das zusätzliche Kapital zu einem höheren Ertrag, einem besseren Portfolio oder neuen Entwicklungsmöglichkeiten führt.

Das Gleiche gilt für Akquisitionen: Werden kreditfinanziert Liegenschaften gekauft, die in Qualität und Rendite nur dem Portfoliodurchschnitt entsprechen und kein weiteres Potenzial bieten, wächst zwar die Bilanz, nicht aber der wirtschaftliche Wert.

Auch die Finanzierung verdient Aufmerksamkeit. Es kann sinnvoll sein, einige Basispunkte mehr zu bezahlen, wenn sich ein Fonds dafür langfristig ­gegen Zinsänderungen absichert und seine Planungssicherheit erhöht. Eine ­allein auf den günstigsten aktuellen Finanzierungssatz ausgerichtete Strategie kann sich als teuer erweisen, wenn ein grosser Teil der Schulden kurzfristig refinanziert werden muss.

Verschiedene Blickwinkel

Damit verbunden ist die Ausschüttungsfähigkeit von Anlagegefässen. Bei einzelnen Fonds besteht das Risiko, dass steigende Finanzierungskosten mehr vom operativen Ergebnis beanspruchen. Sind Ausschüttungsquoten bereits hoch und fehlen Mietwachstum, sehr gute Lagequalität oder Reserven, kann ein Zinsanstieg die Dividende unter Druck setzen. Anleger sollten deshalb nicht nur auf die aktuelle Ausschüttungsrendite achten, sondern auch auf Zinsbindung, Fälligkeitsprofil, Verschuldungsgrad und Ausschüttungsquote.

Hohe Agios verdienen vor diesem Hintergrund eine differenzierte Betrachtung. Ein Bewertungsaufschlag ist nachvollziehbar, wenn ein Portfolio überdurchschnittliches Mietwachstum, sehr gute Lagequalität, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, eine robuste Finanzierung und professionelles Asset Management erwarten lässt. Fehlen diese Qualitäten, lassen sich hohe Prämien besonders bei Fonds mit ausgeprägten Wachstumsplänen kaum rechtfertigen.

Für Anleger markiert dies einen Paradigmenwechsel. Nicht mehr die pauschale Sektorallokation entscheidet, sondern die Qualität des einzelnen Vehikels. Strategische Fokussierung, Portfolioqualität, Kapitalallokation, Finanzierung, Entwicklungspotenzial, Verkäufe und die Fähigkeit des Managements, Mehrwert zu schaffen, gewinnen an Bedeutung.

Auch das Anlageuniversum verändert sich. Anforderungen an Grösse, Liquidität und Effizienz treiben weitere Konsolidierungen und Fondsfusionen voran. Der Schweizer Markt für indirekte Immobilienanlagen wird ­damit differenzierter. Wachstum muss Wert schaffen, Akquisitionen müssen qualitativ überzeugen, die Finanzierung muss widerstandsfähig und die Ausschüttungs­politik nachhaltig sein.

Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» 05.09.2026.

Quelle: www.fuw.ch

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Keine Schweizer Hypothek ohne einen Schuldbrief

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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Verfällt der Schuldbrief, wenn die Hypothek komplett abbezahlt ist?

Nein. Der Schuldbrief bleibt auf unbegrenzte Zeit bestehen. Besteht er in Papierform, bekommt man diesen in der Regel von der hypothekengebenden Bank zurück (oder die Bank behält ihn im Wertschriftendepot und verlangt dafür eine Gebühr). Wird er ausgehändigt, ist es wichtig, diesen sicher und unbeschädigt aufzubewahren. Allein schon, wenn er gelocht wird, verliert er seine Gültigkeit. Auch ein Verbrennen oder Zerreisen des Papiers, um die vollständige Rückzahlung der Hypothek zu zelebrieren, führt zu Problemen. Denn: Im Verlustfall muss der Schuldbrief vom Gericht zunächst für kraftlos erklärt werden, bevor er ersetzt oder gelöscht werden kann. Das kann ganz schön ins Portemonnaie gehen. Diese Probleme gibt es beim papierlosen Register-Schuldbrief übrigens nicht, hier fallen keine Aufbewahrungskosten an.

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Verfällt der Schuldbrief, wenn die Hypothek komplett abbezahlt ist?

Nein. Der Schuldbrief bleibt auf unbegrenzte Zeit bestehen. Besteht er in Papierform, bekommt man diesen in der Regel von der hypothekengebenden Bank zurück (oder die Bank behält ihn im Wertschriftendepot und verlangt dafür eine Gebühr). Wird er ausgehändigt, ist es wichtig, diesen sicher und unbeschädigt aufzubewahren. Allein schon, wenn er gelocht wird, verliert er seine Gültigkeit. Auch ein Verbrennen oder Zerreisen des Papiers, um die vollständige Rückzahlung der Hypothek zu zelebrieren, führt zu Problemen. Denn: Im Verlustfall muss der Schuldbrief vom Gericht zunächst für kraftlos erklärt werden, bevor er ersetzt oder gelöscht werden kann. Das kann ganz schön ins Portemonnaie gehen. Diese Probleme gibt es beim papierlosen Register-Schuldbrief übrigens nicht, hier fallen keine Aufbewahrungskosten an.

Quelle: www.cash.ch

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Schweizer Inflation auf Zweijahreshoch: Steigen nun die Zinssätze für Saron-Hypotheken? – Cash


Die Inflation ist in der Schweiz im August von 0,4 auf 0,8 Prozent angesprungen. Der Wert lag über jeder einzelnen Prognose der 16 von Bloomberg befragten Ökonomen. Der überraschend hohe Anstieg schürt Sorgen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Leitzinsen erhöhen könnte. 

Bisher erwartete die Mehrzahl der Ökonomen einen stabilen Leitzins bis ins Jahr 2027. Ein Monat mit einem hohen Inflationswert dürfte deshalb nicht ausreichen, dass die SNB bereits an der nächsten geldpolitischen Sitzung vom 24. September die Zinsen erhöht. Der positive Überraschungseffekt im August wurde von den Energiepreisen getragen, wobei die Auswirkungen auf den übrigen Währungskorb aufgrund der verhaltenen Kerninflation begrenzt waren, schrieben die Ökonomen von Bloomberg am Donnerstag in einem Kommentar. Dies dürfte die Einschätzung der SNB bestärken, dass der mittelfristige Preisdruck nach dem vorübergehenden Energieschock praktisch unverändert bleibt, und somit eine Verlängerung der Nullzinsen rechtfertigen, begründeten die Bloomberg-Experten ihre Einschätzung. 

Gegen Ende 2027 könnte sich das Blatt wenden. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, meint, die SNB komme unter Zugzwang. Eine Inflationsrate von 0,8 Prozent wolle nicht zu einem leicht negativen Saron passen. Eine Zinserhöhung der SNB sei mit dem heutigen Datenpunkt jedenfalls wahrscheinlicher geworden.

«Zwar ist die SNB in Anbetracht der in absoluter Betrachtung noch immer verhältnismässig niedrigen Teuerung nicht in akuten Nöten, doch die Preisrisiken haben sich auch in der Schweiz auf die Oberseite verlagert. Eine Zinsanhebung im Dezember ist nicht völlig ausgeschlossen», erklärte der Chefökonom der VP Bank.

Keine Reaktion der Märkte

Die Reaktion an den Schweizer Zinsmärkten deutet ebenfalls darauf hin, dass die Leitzinsen in der Schweiz vorerst unverändert bleiben. Die für Hypotheken relevanten Swapsätze mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren zogen nur marginal an, während die Rendite der zehnjährigen Bundesobligation auf dem Niveau des Vortages verharrt. Daten der auf Zinsprognosen spezialisierten Firma Derivox zeigen – wie bereits vor Monatsfrist – eine eingepreiste Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte im Sommer 2027 mit 68-prozentiger Wahrscheinlichkeit an. 

Gegen eine voreilige Zinserhöhung spricht insbesondere die Kerninflation. Im August verteuerten sich primär die schwankungsanfälligen Erdölprodukte, welche rund 25 Prozent höher stehen als im Vorjahr. Zudem trugen Importprodukte im ersten Monat stärker zur Inflation bei als inländische Produkte. Dies verdeutlicht, wie sich der schwächere Franken auf die Preise auswirkt.

Die sogenannte Kerninflation, die volatile Faktoren wie Energie ausklammert, stieg im August auf 0,4 Prozent nach 0,3 Prozent im Vormonat und somit deutlich weniger stark als die Gesamtinflation. Bestätigt sich dieser Trend bis zum Jahresende mit moderaten Anstiegen bei der Kerninflation, so dürfte der Leitzins bis ins Jahr 2027 auf dem Niveau von null Prozent bleiben.

Thomas MartiMehr erfahren



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Immobilien Schweiz: Büromarkt steht wegen AI vor nächster Hürde

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Büroimmobilienmarkt steht wegen KI vor nächster Hürde

Raiffeisen-Ökonomen rechnen mit einem spürbaren Nachfragerückgang in den nächsten fünf Jahren.

Eine Analyse von Raiffeisen von rund 600 Berufsgruppen zeige, dass rund zwei Drittel der Bürobeschäftigten in Berufen arbeite, die stark von KI betroffen seien.

Bild: IMAGO/imagebroker

Die Nachfrage nach Büroflächen hat sich trotz Homeoffice wieder erholt. Doch nun steht mit KI die nächste Herausforderung vor der Tür. Die Raiffeisen-Ökonomen rechnen deswegen mit einem spürbaren Nachfragerückgang in den nächsten fünf Jahren.

Die Anzahl leerstehender Büroflächen ist wieder geschrumpft, und der Markt hat sich laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie von Raiffeisen wieder gefangen. Zu verdanken sei dies dem anhaltenden Beschäftigungswachstum, einer geringen Neubautätigkeit und der zunehmenden Straffung der Homeoffice-Regeln.

«Die Angebotsmieten haben sich nach mehreren schwierigen Jahren erholt», sagt Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile. Neu auf den Markt kommende Flächen würden weiterhin gut absorbiert, und das Angebot an ausgeschriebenen Büroflächen sei «deutlich» zurückgegangen.

Zwei Drittel von KI betroffen

Nun stünde der Markt aber möglicherweise vor einer neuen Herausforderung. «Während die Auswirkungen von Homeoffice auf den Büroflächenmarkt inzwischen besser abschätzbar sind, rückt mit der rasch fortschreitenden Nutzung von KI bereits die nächste strukturelle Herausforderung in den Fokus», so Hasenmaile. Eine Analyse von Raiffeisen von rund 600 Berufsgruppen zeige, dass rund zwei Drittel der Bürobeschäftigten in Berufen arbeite, die stark von KI betroffen seien.

Der Knackpunkt sei, ob die KI menschliche Arbeit nur ergänzt oder ersetzt: «Bislang liefern die Beschäftigungsdaten noch keine Hinweise auf einen breit angelegten Abbau von Bürojobs», so das Zwischenfazit. Es bestünden hingegen Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen.

Problem für Zug, Zürich und Genf

So dürften etwa Büroflächen in stärker gegenüber KI exponierten Sektoren wie der Finanz- und IT-Branche sowie in der öffentlichen Verwaltung besonders unter Druck kommen. Und regional betrachtet treffe dies vor allem auf die grossen Wirtschafts- und Hauptsitzstandorte wie Zug, Zürich und Genf zu.

Als «realistisches» Szenario rechnen die Raiffeisen-Ökonomen mit einer Reduktion der Büroflächennachfrage zwischen 1,6 und 7,9% innerhalb der nächsten fünf Jahre. Eigentümern und Bauherren rät die Bank daher, sich über Anpassungen bei Gebäuden oder deren Nutzung Gedanken zu machen.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:

Büroimmobilienmarkt steht wegen KI vor nächster Hürde

Raiffeisen-Ökonomen rechnen mit einem spürbaren Nachfragerückgang in den nächsten fünf Jahren.

Eine Analyse von Raiffeisen von rund 600 Berufsgruppen zeige, dass rund zwei Drittel der Bürobeschäftigten in Berufen arbeite, die stark von KI betroffen seien.

Bild: IMAGO/imagebroker

Die Nachfrage nach Büroflächen hat sich trotz Homeoffice wieder erholt. Doch nun steht mit KI die nächste Herausforderung vor der Tür. Die Raiffeisen-Ökonomen rechnen deswegen mit einem spürbaren Nachfragerückgang in den nächsten fünf Jahren.

Die Anzahl leerstehender Büroflächen ist wieder geschrumpft, und der Markt hat sich laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie von Raiffeisen wieder gefangen. Zu verdanken sei dies dem anhaltenden Beschäftigungswachstum, einer geringen Neubautätigkeit und der zunehmenden Straffung der Homeoffice-Regeln.

«Die Angebotsmieten haben sich nach mehreren schwierigen Jahren erholt», sagt Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile. Neu auf den Markt kommende Flächen würden weiterhin gut absorbiert, und das Angebot an ausgeschriebenen Büroflächen sei «deutlich» zurückgegangen.

Zwei Drittel von KI betroffen

Nun stünde der Markt aber möglicherweise vor einer neuen Herausforderung. «Während die Auswirkungen von Homeoffice auf den Büroflächenmarkt inzwischen besser abschätzbar sind, rückt mit der rasch fortschreitenden Nutzung von KI bereits die nächste strukturelle Herausforderung in den Fokus», so Hasenmaile. Eine Analyse von Raiffeisen von rund 600 Berufsgruppen zeige, dass rund zwei Drittel der Bürobeschäftigten in Berufen arbeite, die stark von KI betroffen seien.

Der Knackpunkt sei, ob die KI menschliche Arbeit nur ergänzt oder ersetzt: «Bislang liefern die Beschäftigungsdaten noch keine Hinweise auf einen breit angelegten Abbau von Bürojobs», so das Zwischenfazit. Es bestünden hingegen Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen.

Problem für Zug, Zürich und Genf

So dürften etwa Büroflächen in stärker gegenüber KI exponierten Sektoren wie der Finanz- und IT-Branche sowie in der öffentlichen Verwaltung besonders unter Druck kommen. Und regional betrachtet treffe dies vor allem auf die grossen Wirtschafts- und Hauptsitzstandorte wie Zug, Zürich und Genf zu.

Als «realistisches» Szenario rechnen die Raiffeisen-Ökonomen mit einer Reduktion der Büroflächennachfrage zwischen 1,6 und 7,9% innerhalb der nächsten fünf Jahre. Eigentümern und Bauherren rät die Bank daher, sich über Anpassungen bei Gebäuden oder deren Nutzung Gedanken zu machen.

Quelle: www.fuw.ch

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Zürcher Handelskammer: Fünf Fragen an Beat Walti, Präsident Verband Immobilien Schweiz und Nationalrat

Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:

Sie präsidieren den Verband Immobilien Schweiz VIS, der die Interessen von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherern sowie privaten Immobilienunternehmen vertritt. Was sind aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen im Schweizer Wohnungs- und
Immobilienmarkt?

Bei steigender Nachfrage nach Wohnraum – getrieben durch Wohlstand, Demographie und Bevölkerungswachstum – treffen bauwillige Investoren auf immer mehr Hindernisse, die Sanierungen und Neubauprojekte wirtschaftlich unattraktiv erscheinen lassen. Verknappung und steigende (Angebots-) Mieten sind die Folge.

Im Kanton Zürich wurden drei Initiativen von linker Seite eingereicht, die sich alle um das Thema Wohnen drehen. Es wird ein Mietzinsdeckel, ein Vorkaufsrecht sowie ein staatlicher Wohnbauförderfonds gefordert. Was für Folgen haben solche Forderungen auf den Wohnungsmarkt?

Alle diese staatlichen Eingriffe in den Wohnungsmarkt schrecken private und institutionelle Investoren ab, weil Immobilienprojekte wirtschaftlich nicht mehr interessant sind. Bautätigkeit und Angebotsentwicklung kommen zum Erliegen, wie das Beispiel Basel eindrücklich zeigt – zum Schaden all derer, die in Zukunft eine Wohnung suchen. Wer im Alter eine andere Wohnung sucht, eine Familie gründet, sich scheiden lässt, für einen Job umziehen muss oder aus dem Elternhaus auszieht, ist auf einen funktionierenden Wohnungsmarkt angewiesen. Markteingriffe und die staatliche Verwaltung der Wohnungsknappheit verschlimmern das Problem.

Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt im Kanton Zürich das Angebot – gleichzeitig wird zu wenig gebaut. Woran liegt das?

Immer längere und komplexere Verfahren sind ein grosses Problem. Sinnvolle und gut gemachte Verdichtung in den Zentren geht kaum ohne sogenannte Gestaltungsplanverfahren. Dieser Weg zum Ziel ist aber sehr lang, steil und unberechenbar geworden, Stichworte sind Denkmalpflege, ISOS oder Lärmschutzvorschriften. Damit werden auch die wirtschaftlichen Risiken solcher Projekte immer grösser – und häufig unvertretbar. Investoren verzichten dann auf Projekte oder realisieren nur das, was in der sogenannten Regelbauweise möglich ist.

Wie kann aus Ihrer Sicht im Einklang mit der bereits ansässigen Bevölkerung mehr Wohnraum in urbanen Gebieten erstellt werden?

Wir dürfen auf keinen Fall in den Teufelskreis von mehr staatlichen Eingriffen und weiter abnehmender Bautätigkeit hineinkommen – im Gegenteil braucht es eine Vereinfachung der Bauordnungen und mehr Anreize für Wohnbauprojekte. Seitens der Investoren braucht es aber auch Respekt und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Mieterinnen und Mietern, zum Beispiel durch Ersatzlösungen während Sanierungen. Grundsätzlich ist aber eine «gesunde» Leerstandsquote die beste Verbündete der Mieterinnen und Mieter, deshalb muss die Trendumkehr bei der Bautätigkeit auch in ihrem Interesse gelingen.

Das Thema Wohnen wird aktuell kontrovers und emotional diskutiert. Was braucht es, damit eine sachliche und lösungsorientierte Diskussion möglich ist?

Es gibt viele Beispiele für eine gute Angebotsentwicklung, diese müssen auch prominent dargestellt werden. Zur Versachlichung der Diskussion trägt auch eine wirksame Unterstützung für wirtschaftlich Schwache bei: Hilfe, die da ankommt, wo sie wirklich benötigt wird. Hier wäre mehr individuelle Unterstützung nötig (sogenannte Subjekthilfe, wie bei den Krankenkassenprämien), anstelle von staatlich verbilligten Wohnungen, in denen nicht immer diejenigen wohnen, die die Hilfe wirklich brauchen. Mit dem Kauf von Wohnraum durch den Staat ist auch noch keine einzige Wohnung zusätzlich gebaut – es entscheidet einfach jemand anders, wer darin wohnen darf. Ich bin überzeugt, dass eine Mehrheit diese Zusammenhänge versteht.

Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:

Sie präsidieren den Verband Immobilien Schweiz VIS, der die Interessen von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherern sowie privaten Immobilienunternehmen vertritt. Was sind aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen im Schweizer Wohnungs- und
Immobilienmarkt?

Bei steigender Nachfrage nach Wohnraum – getrieben durch Wohlstand, Demographie und Bevölkerungswachstum – treffen bauwillige Investoren auf immer mehr Hindernisse, die Sanierungen und Neubauprojekte wirtschaftlich unattraktiv erscheinen lassen. Verknappung und steigende (Angebots-) Mieten sind die Folge.

Im Kanton Zürich wurden drei Initiativen von linker Seite eingereicht, die sich alle um das Thema Wohnen drehen. Es wird ein Mietzinsdeckel, ein Vorkaufsrecht sowie ein staatlicher Wohnbauförderfonds gefordert. Was für Folgen haben solche Forderungen auf den Wohnungsmarkt?

Alle diese staatlichen Eingriffe in den Wohnungsmarkt schrecken private und institutionelle Investoren ab, weil Immobilienprojekte wirtschaftlich nicht mehr interessant sind. Bautätigkeit und Angebotsentwicklung kommen zum Erliegen, wie das Beispiel Basel eindrücklich zeigt – zum Schaden all derer, die in Zukunft eine Wohnung suchen. Wer im Alter eine andere Wohnung sucht, eine Familie gründet, sich scheiden lässt, für einen Job umziehen muss oder aus dem Elternhaus auszieht, ist auf einen funktionierenden Wohnungsmarkt angewiesen. Markteingriffe und die staatliche Verwaltung der Wohnungsknappheit verschlimmern das Problem.

Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt im Kanton Zürich das Angebot – gleichzeitig wird zu wenig gebaut. Woran liegt das?

Immer längere und komplexere Verfahren sind ein grosses Problem. Sinnvolle und gut gemachte Verdichtung in den Zentren geht kaum ohne sogenannte Gestaltungsplanverfahren. Dieser Weg zum Ziel ist aber sehr lang, steil und unberechenbar geworden, Stichworte sind Denkmalpflege, ISOS oder Lärmschutzvorschriften. Damit werden auch die wirtschaftlichen Risiken solcher Projekte immer grösser – und häufig unvertretbar. Investoren verzichten dann auf Projekte oder realisieren nur das, was in der sogenannten Regelbauweise möglich ist.

Wie kann aus Ihrer Sicht im Einklang mit der bereits ansässigen Bevölkerung mehr Wohnraum in urbanen Gebieten erstellt werden?

Wir dürfen auf keinen Fall in den Teufelskreis von mehr staatlichen Eingriffen und weiter abnehmender Bautätigkeit hineinkommen – im Gegenteil braucht es eine Vereinfachung der Bauordnungen und mehr Anreize für Wohnbauprojekte. Seitens der Investoren braucht es aber auch Respekt und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Mieterinnen und Mietern, zum Beispiel durch Ersatzlösungen während Sanierungen. Grundsätzlich ist aber eine «gesunde» Leerstandsquote die beste Verbündete der Mieterinnen und Mieter, deshalb muss die Trendumkehr bei der Bautätigkeit auch in ihrem Interesse gelingen.

Das Thema Wohnen wird aktuell kontrovers und emotional diskutiert. Was braucht es, damit eine sachliche und lösungsorientierte Diskussion möglich ist?

Es gibt viele Beispiele für eine gute Angebotsentwicklung, diese müssen auch prominent dargestellt werden. Zur Versachlichung der Diskussion trägt auch eine wirksame Unterstützung für wirtschaftlich Schwache bei: Hilfe, die da ankommt, wo sie wirklich benötigt wird. Hier wäre mehr individuelle Unterstützung nötig (sogenannte Subjekthilfe, wie bei den Krankenkassenprämien), anstelle von staatlich verbilligten Wohnungen, in denen nicht immer diejenigen wohnen, die die Hilfe wirklich brauchen. Mit dem Kauf von Wohnraum durch den Staat ist auch noch keine einzige Wohnung zusätzlich gebaut – es entscheidet einfach jemand anders, wer darin wohnen darf. Ich bin überzeugt, dass eine Mehrheit diese Zusammenhänge versteht.

Quelle: www.zhk.ch

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