Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Luzern – Die Immobiliengesellschaft Mobimo hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient. Dabei stiegen die Mieterträge, während das Ergebnis aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft tiefer ausfiel. Die Neubewertungen legten jedoch signifikant zu. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine bisherigen Ziele.
Der Mieterfolg stieg laut einer Mitteilung vom Freitag in den ersten sechs Monaten um 2,2 Prozent auf 74,2 Millionen Franken. Der Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf (Promotion) lag hingegen um 21 Prozent tiefer bei 19,5 Millionen.
Der Erfolg aus Neubewertung erreichte 97,2 Millionen Franken nach 71,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (EBIT) inklusive Neubewertungen belief sich folglich auf 166,4 Millionen Franken, 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne Neubewertungen lag der EBIT hingegen 5,2 Prozent tiefer bei 69,2 Millionen.
Unter dem Strich erzielte Mobimo inklusive Neubewertungen einen Gewinn von 126,8 Millionen Franken nach 109,7 Millionen im Vorjahr. Ohne Neubewertungen resultierte indes ein leicht tieferer Gewinn von 47,9 Millionen nach 51,5 Millionen Franken.
Damit hat Mobimo die Erwartungen der Analysten durchs Band hindurch deutlich übertroffen. Insbesondere der Neubewertungserfolg lag gut 45 Millionen über Konsens.
Die Leerstandsquote lag per Ende Juni bei 4,3 Prozent nach 4,1 Prozent Ende 2025 und 3,8 Prozent Mitte 2025. Der Wert des Immobilienportfolios belief sich auf 4,3 Milliarden Franken, 2,4 Prozent mehr als Ende 2025.
Zuversichtlich für Gesamtjahr Mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Mobimo weiterhin ein organisches Wachstum der Mieterträge von rund 3 Prozent. Für den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf (Promotion) stellt das Unternehmen mindestens 25 Millionen Franken in Aussicht.
Die Leerstandsquote soll bei rund 4 Prozent für das Gesamtjahr liegen. Zuvor hatte das Management mit einer Quote von 4,5 Prozent gerechnet. Grund für die Veränderung sind gemäss Mitteilung unter anderem Vermietungserfolge beim Mobimo Office Tower in Zürich-West. Dort seien mittlerweile 12 von 16 Geschossen vermietet oder reserviert.
Auch im Entwicklungsgeschäft bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum laut Mobimo hoch. Die Pipeline für Stockwerkeigentum umfasse Projekte mit einem Volumen von mehr als 700 Millionen Franken und soll auch künftig für Gewinnbeiträge sorgen. Dazu zählt neu auch das Areal «Neutor Oerlikon» beim Bahnhof Zürich Oerlikon: Von den dort geplanten rund 150 Wohnungen soll ein Teil als Stockwerkeigentum verkauft werden.
Mittelfristig will Mobimo das Immobilienportfolio bis 2030 auf mehr als 4,5 Milliarden Franken ausbauen. Die Mieterträge sollen gegenüber 2025 um mehr als 10 Prozent wachsen. (awp/mc/pg)
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Luzern – Die Immobiliengesellschaft Mobimo hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient. Dabei stiegen die Mieterträge, während das Ergebnis aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft tiefer ausfiel. Die Neubewertungen legten jedoch signifikant zu. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine bisherigen Ziele.
Der Mieterfolg stieg laut einer Mitteilung vom Freitag in den ersten sechs Monaten um 2,2 Prozent auf 74,2 Millionen Franken. Der Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf (Promotion) lag hingegen um 21 Prozent tiefer bei 19,5 Millionen.
Der Erfolg aus Neubewertung erreichte 97,2 Millionen Franken nach 71,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (EBIT) inklusive Neubewertungen belief sich folglich auf 166,4 Millionen Franken, 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne Neubewertungen lag der EBIT hingegen 5,2 Prozent tiefer bei 69,2 Millionen.
Unter dem Strich erzielte Mobimo inklusive Neubewertungen einen Gewinn von 126,8 Millionen Franken nach 109,7 Millionen im Vorjahr. Ohne Neubewertungen resultierte indes ein leicht tieferer Gewinn von 47,9 Millionen nach 51,5 Millionen Franken.
Damit hat Mobimo die Erwartungen der Analysten durchs Band hindurch deutlich übertroffen. Insbesondere der Neubewertungserfolg lag gut 45 Millionen über Konsens.
Die Leerstandsquote lag per Ende Juni bei 4,3 Prozent nach 4,1 Prozent Ende 2025 und 3,8 Prozent Mitte 2025. Der Wert des Immobilienportfolios belief sich auf 4,3 Milliarden Franken, 2,4 Prozent mehr als Ende 2025.
Zuversichtlich für Gesamtjahr Mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Mobimo weiterhin ein organisches Wachstum der Mieterträge von rund 3 Prozent. Für den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf (Promotion) stellt das Unternehmen mindestens 25 Millionen Franken in Aussicht.
Die Leerstandsquote soll bei rund 4 Prozent für das Gesamtjahr liegen. Zuvor hatte das Management mit einer Quote von 4,5 Prozent gerechnet. Grund für die Veränderung sind gemäss Mitteilung unter anderem Vermietungserfolge beim Mobimo Office Tower in Zürich-West. Dort seien mittlerweile 12 von 16 Geschossen vermietet oder reserviert.
Auch im Entwicklungsgeschäft bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum laut Mobimo hoch. Die Pipeline für Stockwerkeigentum umfasse Projekte mit einem Volumen von mehr als 700 Millionen Franken und soll auch künftig für Gewinnbeiträge sorgen. Dazu zählt neu auch das Areal «Neutor Oerlikon» beim Bahnhof Zürich Oerlikon: Von den dort geplanten rund 150 Wohnungen soll ein Teil als Stockwerkeigentum verkauft werden.
Mittelfristig will Mobimo das Immobilienportfolio bis 2030 auf mehr als 4,5 Milliarden Franken ausbauen. Die Mieterträge sollen gegenüber 2025 um mehr als 10 Prozent wachsen. (awp/mc/pg)
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TEXT:
Einfamilienhäuser: Deutlich stärkere Dynamik in der Deutschschweiz
Im Segment der Einfamilienhäuser zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 eine zunehmende regionale Differenzierung. Während die Preise in der Westschweiz gegenüber dem Vorhalbjahr um 2.0% zulegten, verzeichnete die Deutschschweiz einen deutlich stärkeren Anstieg von 4.2%. Vor allem das zweite Quartal 2026 fiel durch eine ausgeprägte Dynamik in der Deutschschweiz auf: Innerhalb von drei Monaten stiegen die Preise dort um 3.1%. Im Jahresvergleich (Q2 2026 vs. Q2 2025) resultierte daraus ein Preisanstieg von 8.2% in der Deutschschweiz, während die Westschweiz im gleichen Zeitraum ein Plus von 3.4% verzeichnete.
Wohnungspreise: Leicht stärkere Zunahme in der Deutschschweiz
Auch bei den Eigentumswohnungen bewegten sich beide Sprachregionen im ersten Halbjahr 2026 in dieselbe Richtung, wenn auch nicht im Gleichschritt. Im Halbjahresvergleich nahmen die Preise in der Deutschschweiz mit 2.6% etwas stärker zu als in der Westschweiz mit 1.8%. Auch die Quartalsentwicklung folgte diesem Muster: Im zweiten Quartal 2026 zogen die Wohnungspreise in beiden Regionen an – in der Deutschschweiz um 1.6%, in der Westschweiz um 1.3% –, nachdem das erste Quartal mit rund 0.5% bis 1.0% vergleichsweise verhalten ausgefallen war. Im Jahresvergleich (Q2 2026 vs. Q2 2025) erhöhten sich die Preise in der Westschweiz um 5.5% und in der Deutschschweiz um 6.0%. Damit setzt sich der langfristig stabile Aufwärtstrend in beiden Regionen fort.
Rückkehr der Refinanzierungen
Nachdem im zweiten Halbjahr 2025 eine starke Wiederbelebung des Neukäufermarktes zu erkennen war, ging im ersten Halbjahr 2026 der Anteil an Neufinanzierungen von 47% auf 37% zurück und liegt damit auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025 (38%). Das durchschnittliche Hypothekarvolumen bei Neufinanzierungen liegt rund 1% über dem des zweiten Halbjahrs 2025, während es beiden Refinanzierungen um rund 5% zurückgegangen ist. Letzteres könnte eine erste Auswirkung der Abschaffung des Eigenmietwerts darstellen.
Die Deutschschweiz setzt insbesondere beim Neukauf auf Saron
Im abgelaufenen Halbjahr wurde rund ein Drittel des Hypothekarvolumens (32%) in der Deutschschweiz an den Saron angebunden. Die Geldmarkthypothek war damit ebenso beliebt wie die zehnjährige Festhypothek. Historisch betrachtet fliessen weniger als 10% des Volumens in Saron-Hypotheken. Die aktuell hohe Nachfrage wird insbesondere von Neukäuferinnen und Neukäufern getrieben. Über 40% haben beim Kauf in der Deutschschweiz auf diese Finanzierungsform gesetzt, die aufgrund der Nullzinspolitik finanziell attraktiv ist. In der Westschweiz hingegen ging der Anteil am vermittelten Saron-Volumen gegenüber dem Vorhalbjahr von 14% auf 10% zurück.
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TEXT:
Einfamilienhäuser: Deutlich stärkere Dynamik in der Deutschschweiz
Im Segment der Einfamilienhäuser zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 eine zunehmende regionale Differenzierung. Während die Preise in der Westschweiz gegenüber dem Vorhalbjahr um 2.0% zulegten, verzeichnete die Deutschschweiz einen deutlich stärkeren Anstieg von 4.2%. Vor allem das zweite Quartal 2026 fiel durch eine ausgeprägte Dynamik in der Deutschschweiz auf: Innerhalb von drei Monaten stiegen die Preise dort um 3.1%. Im Jahresvergleich (Q2 2026 vs. Q2 2025) resultierte daraus ein Preisanstieg von 8.2% in der Deutschschweiz, während die Westschweiz im gleichen Zeitraum ein Plus von 3.4% verzeichnete.
Wohnungspreise: Leicht stärkere Zunahme in der Deutschschweiz
Auch bei den Eigentumswohnungen bewegten sich beide Sprachregionen im ersten Halbjahr 2026 in dieselbe Richtung, wenn auch nicht im Gleichschritt. Im Halbjahresvergleich nahmen die Preise in der Deutschschweiz mit 2.6% etwas stärker zu als in der Westschweiz mit 1.8%. Auch die Quartalsentwicklung folgte diesem Muster: Im zweiten Quartal 2026 zogen die Wohnungspreise in beiden Regionen an – in der Deutschschweiz um 1.6%, in der Westschweiz um 1.3% –, nachdem das erste Quartal mit rund 0.5% bis 1.0% vergleichsweise verhalten ausgefallen war. Im Jahresvergleich (Q2 2026 vs. Q2 2025) erhöhten sich die Preise in der Westschweiz um 5.5% und in der Deutschschweiz um 6.0%. Damit setzt sich der langfristig stabile Aufwärtstrend in beiden Regionen fort.
Rückkehr der Refinanzierungen
Nachdem im zweiten Halbjahr 2025 eine starke Wiederbelebung des Neukäufermarktes zu erkennen war, ging im ersten Halbjahr 2026 der Anteil an Neufinanzierungen von 47% auf 37% zurück und liegt damit auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025 (38%). Das durchschnittliche Hypothekarvolumen bei Neufinanzierungen liegt rund 1% über dem des zweiten Halbjahrs 2025, während es beiden Refinanzierungen um rund 5% zurückgegangen ist. Letzteres könnte eine erste Auswirkung der Abschaffung des Eigenmietwerts darstellen.
Die Deutschschweiz setzt insbesondere beim Neukauf auf Saron
Im abgelaufenen Halbjahr wurde rund ein Drittel des Hypothekarvolumens (32%) in der Deutschschweiz an den Saron angebunden. Die Geldmarkthypothek war damit ebenso beliebt wie die zehnjährige Festhypothek. Historisch betrachtet fliessen weniger als 10% des Volumens in Saron-Hypotheken. Die aktuell hohe Nachfrage wird insbesondere von Neukäuferinnen und Neukäufern getrieben. Über 40% haben beim Kauf in der Deutschschweiz auf diese Finanzierungsform gesetzt, die aufgrund der Nullzinspolitik finanziell attraktiv ist. In der Westschweiz hingegen ging der Anteil am vermittelten Saron-Volumen gegenüber dem Vorhalbjahr von 14% auf 10% zurück.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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TEXT:
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
In Amerika gibt es viele grosse Villen. Wie beispielsweise das neue Haus von Mark Zuckerberg.
Es hat unter anderem neun Zimmer und elf Badezimmer und kostete 170 Millionen US-Dollar.
Auch in der Schweiz existiert ein Luxusimmobilienmarkt, jedoch um einiges zurückhaltender.
Benjamin Stamm von Walde Immobilien gibt blue News einen Einblick.
Zusammenfassung erstellt mit
Benjamin Stamm, Mark Zuckerberg hat kürzlich eine Villa für rund 170 Millionen US-Dollar gekauft. Unter anderem hat das Haus neun Schlafzimmer und elf Badezimmer. In welcher Grössenordnung verkaufen Sie Häuser?
Wir vermarkten verschiedene Immobilien. Dazu gehören auch Villen mit entsprechend vielen Zimmern, insbesondere die Anzahl der Schlafzimmer ist oft ein Thema. Badezimmer spielen hingegen eine weniger zentrale Rolle. Anders als in den USA, wo meist jedes Schlafzimmer ein eigenes Bad hat, ist dies in der Schweiz kulturell nicht üblich. In grossen Villen sind durchschnittlich drei bis fünf Badezimmer vorhanden, wobei fünf bereits selten sind. Häufig gilt die Lösung «ein Bad pro Stockwerk». Beim Masterschlafzimmer wird jedoch oft auf ein direkt angeschlossenes Badezimmer geachtet.
Zur Person
Benjamin Stamm ist seit rund 25 Jahren in der Immobilienbranche tätig. Derzeit arbeitet er bei Walde Immobilien. Sie zählen im Premiumsegment zu den wichtigen Anbietern. Stamm ist Leiter für die Region rechter Zürichsee.
Also leben Amerikanerinnen und Amerikaner pompöser als Schweizerinnen und Schweizer?
Ich glaube, man darf schon sagen, dass Amerika per se sehr gross ist. Alles ist grösser als in der Schweiz, auch das Land an sich. Zuckerbergs Anwesen umfasst rund 8000 Quadratmeter. Solche Dimensionen sind in der Schweiz kaum anzutreffen, insbesondere für einzelne Wohnhäuser. Zwar gibt es auch hier grosse Grundstücke, jedoch selten in vergleichbarer Grössenordnung.
Zuckerberg ist ein Extrembeispiel. Sind Schweizerinnen und Schweizer generell zurückhaltender, gerade wenn es um Eigentum geht? Über das Vermögen spricht man hierzulande ja bekanntlich nicht so gerne.
Grundsätzlich tritt man hier eher zurückhaltend und privat auf. Käuferinnen und Käufer solcher Häuser sind oft bereits in der Schweiz lebende Einheimische, aber auch Expats. Zwischen diesen beiden Gruppen lassen sich klare Unterschiede erkennen. Expats, mehrheitlich aus dem europäischen Raum, bringen häufig andere Erwartungen und ein anderes Mindset an ein Haus mit als Menschen, die in der Schweiz aufgewachsen sind. Schweizerinnen und Schweizer haben tendenziell das Mindset: kleiner, zurückhaltender, etwas konservativer. Und das spiegelt sich auch in der Immobilienwahl wider, selbst im Premiumsegment.
Welche Unterschiede zeigen sich bei den Immobilien selbst?
Wir haben unterschiedliche Baustile, etwa historische Jugendstilvillen aus der Jahrhundertwende. Menschen mit internationalem Hintergrund bevorzugen oft modernere Objekte mit tendenziell grösseren Räumen. Allerdings sind Zimmer mit 40 bis 50 Quadratmetern hier unüblich, 20 Quadratmeter gelten bereits als grosszügig. Selbst bei Häusern mit zehn bis zwölf Zimmern sind die Räume nicht überdimensioniert. Das hat auch mit der begrenzten Fläche in der Schweiz zu tun.
Welche Rolle spielen Expats auf dem Immobilienmarkt, und nimmt ihre Bedeutung zu?
Nein, Expats dominieren den Markt nicht. Rund drei Viertel der Käuferinnen und Käufer sind stark in der Schweiz verwurzelt.
Zuwanderung spielt zwar eine Rolle, insbesondere in wirtschaftsstarken Regionen wie rund um den Zürichsee oder in Genf, wo viele Arbeitsplätze angesiedelt sind. Entsprechend steigt dort auch die Bereitschaft, Wohneigentum zu erwerben. Steuerliche Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen, lassen sich jedoch nicht pauschal gewichten.
Insgesamt bleibt der Markt jedoch klar von inländischen Käuferinnen und Käufern geprägt.
Sie betreuen die rechte Zürichsee-Seite. Wie gross ist das Durchschnittshaus, das sie verkaufen?
Ein typisches freistehendes Haus umfasst fünf bis acht Zimmer, wobei Wohn- und Essbereiche mitgezählt werden. Entscheidend ist für viele Käuferinnen und Käufer jedoch die Anzahl abschliessbarer Zimmer. Meist wird ein Zimmer pro Kind plus ein Elternschlafzimmer benötigt.
Grössere Villen mit zehn bis fünfzehn Zimmern finden sich vor allem an Lagen wie dem Zürichberg. An der Goldküste sind es eher bis zu acht Zimmer. Dabei spielt auch das Baujahr eine wichtige Rolle: Viele dieser grosszügigen Objekte stammen aus der Zeit um 1910, als noch anders und oft mit mehr Platz gebaut wurde als heute.
Sie haben Familien erwähnt. Sind das Ihre typischen Kundinnen und Kunden?
Es gibt nicht diesen einen Kunden oder diese eine Kundin. Es sind aber schon tendenziell Familien, die sich eine Villa kaufen.
Aber warum braucht man so viel Platz?
Man muss hier sicher unterscheiden, von welcher Immobilie man spricht. Bei den älteren Häusern geht es gar nicht wirklich um die Anzahl der Zimmer, sondern um den Charme des Hauses: hohe Decken, Stuckaturen und ein gewisser historischer Charme stehen hier vor allem im Vordergrund.
Der Bedarf an mehr Platz entsteht aber häufig ganz pragmatisch. Sobald Kinder da sind, braucht es einfach zusätzliche Zimmer. Das gilt nicht nur im Luxussegment, sondern ganz allgemein im Immobilienmarkt.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Raumaufteilung: Viele möchten mehrere Schlafzimmer auf demselben Stock haben. Wenn man beispielsweise drei oder vier Schlafzimmer auf einer Etage unterbringen will, braucht es automatisch mehr Fläche, und das macht die Immobilie entsprechend teurer.
Dazu kommen die klassischen Wohnräume wie Wohn- und Essbereich sowie heute oft ein oder sogar zwei Arbeitszimmer. Gerade seit der Pandemie hat sich das stark verändert: Auch Paare ohne Kinder wünschen sich häufig ein eigenes Homeoffice pro Person.
So kommt man relativ schnell auf sieben oder acht Zimmer. Das klingt zunächst sehr gross, ergibt sich aber oft aus ganz praktischen Bedürfnissen.
Häuser mit deutlich mehr Zimmern gibt es zwar auch, sie sind in der Schweiz aber eher die Ausnahme. Der Markt verlangt solche Grössen in der Regel nicht. Im Premiumsegment bewegen sich die meisten Objekte immer noch im einstelligen Zimmerbereich.
Gibt es auch zu grosse Häuser? Sagen Sie das Ihren Kundinnen und Kunden?
Nein. Ob eine Immobilie zu gross ist, lässt sich so pauschal nicht beurteilen. Entscheidend ist vielmehr, ob sie die grundlegenden Anforderungen erfüllt, insbesondere für ein gehobenes Klientel, dessen Erwartungen wir gut kennen.
Neben der Grösse spielen viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle, etwa Privatsphäre, Aussicht oder Lage. In diesem Segment geht es nicht nur um Quadratmeter. Wenn die zentralen Kriterien stimmen, sind Käuferinnen und Käufer durchaus bereit, bei einzelnen Aspekten Abstriche zu machen. Wer jedoch bereit ist, einen hohen Preis zu zahlen, erwartet insgesamt ein stimmiges Gesamtpaket.
Die neue Villa von Mark Zuckerberg hat einen eigenen Spa, eine Himalaya-Salzwand, einen Pool, einen privaten Bootssteg und mehr. Ist das auch für Ihre Kundinnen und Kunden wichtig?
Das ist natürlich der Superlativ, der schon auch amerikanisiert ist. In der Schweiz ist sicher der Pool ein Thema. Nicht, dass es dringend verlangt wird, viele Häuser haben einfach schon einen. Aber natürlich wird im Premiumsegment auch darauf geschaut, dass das Untergeschoss schön ausgebaut ist, wo normalerweise einfach ein Keller oder Beton ist. In den grösseren Luxushäusern kann es schon vorkommen, dass es eine Sauna, ein Kaltwasserbecken oder einen Fitnessbereich gibt. Aber Heimkinos oder sehr ausgefallene Ausstattungen sind eher Einzelfälle.
Haben Sie Beispiele für besonders extravagante Immobilien?
Solche Fälle sind selten. Ich habe einmal eine Immobilie mit einem unterirdischen Fussballfeld gesehen. Es gibt auch sehr aufwendig gestaltete Poolanlagen oder spezielle Materialien wie vergoldete Fliesen. Insgesamt sind Schweizerinnen und Schweizer aber eher konservativ und zurückhaltend.
Wie oft verkaufen Sie denn ein Haus im Luxussegment?
Ich kann keine Zahlen nennen, aber: Es gibt uns schon seit 40 Jahren und wir sind ein wichtiger Marktteilnehmer im Premiumsegment. Dementsprechend haben wir regelmässig Verkäufe, die wir betreuen dürfen. Nicht nur am Zürichsee, sondern überall in der Deutschschweiz. Wir haben auch Partner im Tessin und um den Genfersee herum.
Diskretion nehmen wir sehr ernst und ist in diesem Segment auch ein grosses Thema. Auf beiden Seiten, bei Verkäuferinnen und Verkäufern und bei Käuferinnen und Käufern Sie wollen sehr anonym bleiben und das berücksichtigen wir.
Wie lange dauert ein Verkauf?
Unterschiedlich. Im Luxussegment braucht es Zeit. Unter einem halben Jahr ist selten. Käuferinnen und Käufer stehen in der Regel nicht unter Zeitdruck.
Stimmt es, dass wohlhabende Personen ihre Häuser tendenziell schneller verkaufen? Oder wie lange bleiben sie in solchen Immobilien?
Im Gegenteil: Im Premiumsegment bleiben Menschen oft deutlich länger. Zehn, zwanzig oder dreissig Jahre sind keine Seltenheit. Aber eine konkrete Zeitspanne kann ich Ihnen nicht sagen. Einige Kundinnen und Kunden, die wir haben, sind in den Häusern schon aufgewachsen, dann verkauft man es nicht einfach so. Zudem ist Schweizerinnen und Schweizern ihr Zuhause extrem wichtig. Findet man das passende Objekt, will man es nicht so schnell wieder verkaufen. Anders als etwa in den USA, wo Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Häuser im Schnitt deutlich öfter wechseln.
Man sagt: Frauen haben beim Kauf eines Hauses immer das letzte Wort. Können Sie das bestätigen?
(lacht) Es ist wichtig, dass sich die Partnerinnen wohlfühlen. Aber auch hier ist es unterschiedlich. Für uns ist es ein gutes Zeichen, wenn man sich vor Ort schon gedanklich einrichtet. Beispielsweise wenn man die Kinder im Garten schon spielen sieht.
Eine letzte Frage: Welcher Verkauf ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Es ist weniger ein einzelner Fall als vielmehr das Zusammenspiel von Vertrauen und Emotion. Wenn Verkäuferinnen und Verkäufer einem ihr Zuhause anvertrauen und Käuferinnen und Käufer darin ihr neues Zuhause sehen, ist das jedes Mal etwas Besonderes.
Mietkauf: Ohne Eigenkapital zum Traumhaus, klappt das tatsächlich?
Während die Preise auf dem Eigenheim-Markt durch die Decke gehen und notwendiges Eigenkapital immer mehr zum Problem wird, soll «Mietkauf» eine Alternative zum klassischen Immobilienkauf bieten. Die Vor- und Nachteile erklären wir im Video.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
In Amerika gibt es viele grosse Villen. Wie beispielsweise das neue Haus von Mark Zuckerberg.
Es hat unter anderem neun Zimmer und elf Badezimmer und kostete 170 Millionen US-Dollar.
Auch in der Schweiz existiert ein Luxusimmobilienmarkt, jedoch um einiges zurückhaltender.
Benjamin Stamm von Walde Immobilien gibt blue News einen Einblick.
Zusammenfassung erstellt mit
Benjamin Stamm, Mark Zuckerberg hat kürzlich eine Villa für rund 170 Millionen US-Dollar gekauft. Unter anderem hat das Haus neun Schlafzimmer und elf Badezimmer. In welcher Grössenordnung verkaufen Sie Häuser?
Wir vermarkten verschiedene Immobilien. Dazu gehören auch Villen mit entsprechend vielen Zimmern, insbesondere die Anzahl der Schlafzimmer ist oft ein Thema. Badezimmer spielen hingegen eine weniger zentrale Rolle. Anders als in den USA, wo meist jedes Schlafzimmer ein eigenes Bad hat, ist dies in der Schweiz kulturell nicht üblich. In grossen Villen sind durchschnittlich drei bis fünf Badezimmer vorhanden, wobei fünf bereits selten sind. Häufig gilt die Lösung «ein Bad pro Stockwerk». Beim Masterschlafzimmer wird jedoch oft auf ein direkt angeschlossenes Badezimmer geachtet.
Zur Person
Benjamin Stamm ist seit rund 25 Jahren in der Immobilienbranche tätig. Derzeit arbeitet er bei Walde Immobilien. Sie zählen im Premiumsegment zu den wichtigen Anbietern. Stamm ist Leiter für die Region rechter Zürichsee.
Also leben Amerikanerinnen und Amerikaner pompöser als Schweizerinnen und Schweizer?
Ich glaube, man darf schon sagen, dass Amerika per se sehr gross ist. Alles ist grösser als in der Schweiz, auch das Land an sich. Zuckerbergs Anwesen umfasst rund 8000 Quadratmeter. Solche Dimensionen sind in der Schweiz kaum anzutreffen, insbesondere für einzelne Wohnhäuser. Zwar gibt es auch hier grosse Grundstücke, jedoch selten in vergleichbarer Grössenordnung.
Zuckerberg ist ein Extrembeispiel. Sind Schweizerinnen und Schweizer generell zurückhaltender, gerade wenn es um Eigentum geht? Über das Vermögen spricht man hierzulande ja bekanntlich nicht so gerne.
Grundsätzlich tritt man hier eher zurückhaltend und privat auf. Käuferinnen und Käufer solcher Häuser sind oft bereits in der Schweiz lebende Einheimische, aber auch Expats. Zwischen diesen beiden Gruppen lassen sich klare Unterschiede erkennen. Expats, mehrheitlich aus dem europäischen Raum, bringen häufig andere Erwartungen und ein anderes Mindset an ein Haus mit als Menschen, die in der Schweiz aufgewachsen sind. Schweizerinnen und Schweizer haben tendenziell das Mindset: kleiner, zurückhaltender, etwas konservativer. Und das spiegelt sich auch in der Immobilienwahl wider, selbst im Premiumsegment.
Welche Unterschiede zeigen sich bei den Immobilien selbst?
Wir haben unterschiedliche Baustile, etwa historische Jugendstilvillen aus der Jahrhundertwende. Menschen mit internationalem Hintergrund bevorzugen oft modernere Objekte mit tendenziell grösseren Räumen. Allerdings sind Zimmer mit 40 bis 50 Quadratmetern hier unüblich, 20 Quadratmeter gelten bereits als grosszügig. Selbst bei Häusern mit zehn bis zwölf Zimmern sind die Räume nicht überdimensioniert. Das hat auch mit der begrenzten Fläche in der Schweiz zu tun.
Welche Rolle spielen Expats auf dem Immobilienmarkt, und nimmt ihre Bedeutung zu?
Nein, Expats dominieren den Markt nicht. Rund drei Viertel der Käuferinnen und Käufer sind stark in der Schweiz verwurzelt.
Zuwanderung spielt zwar eine Rolle, insbesondere in wirtschaftsstarken Regionen wie rund um den Zürichsee oder in Genf, wo viele Arbeitsplätze angesiedelt sind. Entsprechend steigt dort auch die Bereitschaft, Wohneigentum zu erwerben. Steuerliche Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen, lassen sich jedoch nicht pauschal gewichten.
Insgesamt bleibt der Markt jedoch klar von inländischen Käuferinnen und Käufern geprägt.
Sie betreuen die rechte Zürichsee-Seite. Wie gross ist das Durchschnittshaus, das sie verkaufen?
Ein typisches freistehendes Haus umfasst fünf bis acht Zimmer, wobei Wohn- und Essbereiche mitgezählt werden. Entscheidend ist für viele Käuferinnen und Käufer jedoch die Anzahl abschliessbarer Zimmer. Meist wird ein Zimmer pro Kind plus ein Elternschlafzimmer benötigt.
Grössere Villen mit zehn bis fünfzehn Zimmern finden sich vor allem an Lagen wie dem Zürichberg. An der Goldküste sind es eher bis zu acht Zimmer. Dabei spielt auch das Baujahr eine wichtige Rolle: Viele dieser grosszügigen Objekte stammen aus der Zeit um 1910, als noch anders und oft mit mehr Platz gebaut wurde als heute.
Sie haben Familien erwähnt. Sind das Ihre typischen Kundinnen und Kunden?
Es gibt nicht diesen einen Kunden oder diese eine Kundin. Es sind aber schon tendenziell Familien, die sich eine Villa kaufen.
Aber warum braucht man so viel Platz?
Man muss hier sicher unterscheiden, von welcher Immobilie man spricht. Bei den älteren Häusern geht es gar nicht wirklich um die Anzahl der Zimmer, sondern um den Charme des Hauses: hohe Decken, Stuckaturen und ein gewisser historischer Charme stehen hier vor allem im Vordergrund.
Der Bedarf an mehr Platz entsteht aber häufig ganz pragmatisch. Sobald Kinder da sind, braucht es einfach zusätzliche Zimmer. Das gilt nicht nur im Luxussegment, sondern ganz allgemein im Immobilienmarkt.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Raumaufteilung: Viele möchten mehrere Schlafzimmer auf demselben Stock haben. Wenn man beispielsweise drei oder vier Schlafzimmer auf einer Etage unterbringen will, braucht es automatisch mehr Fläche, und das macht die Immobilie entsprechend teurer.
Dazu kommen die klassischen Wohnräume wie Wohn- und Essbereich sowie heute oft ein oder sogar zwei Arbeitszimmer. Gerade seit der Pandemie hat sich das stark verändert: Auch Paare ohne Kinder wünschen sich häufig ein eigenes Homeoffice pro Person.
So kommt man relativ schnell auf sieben oder acht Zimmer. Das klingt zunächst sehr gross, ergibt sich aber oft aus ganz praktischen Bedürfnissen.
Häuser mit deutlich mehr Zimmern gibt es zwar auch, sie sind in der Schweiz aber eher die Ausnahme. Der Markt verlangt solche Grössen in der Regel nicht. Im Premiumsegment bewegen sich die meisten Objekte immer noch im einstelligen Zimmerbereich.
Gibt es auch zu grosse Häuser? Sagen Sie das Ihren Kundinnen und Kunden?
Nein. Ob eine Immobilie zu gross ist, lässt sich so pauschal nicht beurteilen. Entscheidend ist vielmehr, ob sie die grundlegenden Anforderungen erfüllt, insbesondere für ein gehobenes Klientel, dessen Erwartungen wir gut kennen.
Neben der Grösse spielen viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle, etwa Privatsphäre, Aussicht oder Lage. In diesem Segment geht es nicht nur um Quadratmeter. Wenn die zentralen Kriterien stimmen, sind Käuferinnen und Käufer durchaus bereit, bei einzelnen Aspekten Abstriche zu machen. Wer jedoch bereit ist, einen hohen Preis zu zahlen, erwartet insgesamt ein stimmiges Gesamtpaket.
Die neue Villa von Mark Zuckerberg hat einen eigenen Spa, eine Himalaya-Salzwand, einen Pool, einen privaten Bootssteg und mehr. Ist das auch für Ihre Kundinnen und Kunden wichtig?
Das ist natürlich der Superlativ, der schon auch amerikanisiert ist. In der Schweiz ist sicher der Pool ein Thema. Nicht, dass es dringend verlangt wird, viele Häuser haben einfach schon einen. Aber natürlich wird im Premiumsegment auch darauf geschaut, dass das Untergeschoss schön ausgebaut ist, wo normalerweise einfach ein Keller oder Beton ist. In den grösseren Luxushäusern kann es schon vorkommen, dass es eine Sauna, ein Kaltwasserbecken oder einen Fitnessbereich gibt. Aber Heimkinos oder sehr ausgefallene Ausstattungen sind eher Einzelfälle.
Haben Sie Beispiele für besonders extravagante Immobilien?
Solche Fälle sind selten. Ich habe einmal eine Immobilie mit einem unterirdischen Fussballfeld gesehen. Es gibt auch sehr aufwendig gestaltete Poolanlagen oder spezielle Materialien wie vergoldete Fliesen. Insgesamt sind Schweizerinnen und Schweizer aber eher konservativ und zurückhaltend.
Wie oft verkaufen Sie denn ein Haus im Luxussegment?
Ich kann keine Zahlen nennen, aber: Es gibt uns schon seit 40 Jahren und wir sind ein wichtiger Marktteilnehmer im Premiumsegment. Dementsprechend haben wir regelmässig Verkäufe, die wir betreuen dürfen. Nicht nur am Zürichsee, sondern überall in der Deutschschweiz. Wir haben auch Partner im Tessin und um den Genfersee herum.
Diskretion nehmen wir sehr ernst und ist in diesem Segment auch ein grosses Thema. Auf beiden Seiten, bei Verkäuferinnen und Verkäufern und bei Käuferinnen und Käufern Sie wollen sehr anonym bleiben und das berücksichtigen wir.
Wie lange dauert ein Verkauf?
Unterschiedlich. Im Luxussegment braucht es Zeit. Unter einem halben Jahr ist selten. Käuferinnen und Käufer stehen in der Regel nicht unter Zeitdruck.
Stimmt es, dass wohlhabende Personen ihre Häuser tendenziell schneller verkaufen? Oder wie lange bleiben sie in solchen Immobilien?
Im Gegenteil: Im Premiumsegment bleiben Menschen oft deutlich länger. Zehn, zwanzig oder dreissig Jahre sind keine Seltenheit. Aber eine konkrete Zeitspanne kann ich Ihnen nicht sagen. Einige Kundinnen und Kunden, die wir haben, sind in den Häusern schon aufgewachsen, dann verkauft man es nicht einfach so. Zudem ist Schweizerinnen und Schweizern ihr Zuhause extrem wichtig. Findet man das passende Objekt, will man es nicht so schnell wieder verkaufen. Anders als etwa in den USA, wo Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Häuser im Schnitt deutlich öfter wechseln.
Man sagt: Frauen haben beim Kauf eines Hauses immer das letzte Wort. Können Sie das bestätigen?
(lacht) Es ist wichtig, dass sich die Partnerinnen wohlfühlen. Aber auch hier ist es unterschiedlich. Für uns ist es ein gutes Zeichen, wenn man sich vor Ort schon gedanklich einrichtet. Beispielsweise wenn man die Kinder im Garten schon spielen sieht.
Eine letzte Frage: Welcher Verkauf ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Es ist weniger ein einzelner Fall als vielmehr das Zusammenspiel von Vertrauen und Emotion. Wenn Verkäuferinnen und Verkäufer einem ihr Zuhause anvertrauen und Käuferinnen und Käufer darin ihr neues Zuhause sehen, ist das jedes Mal etwas Besonderes.
Mietkauf: Ohne Eigenkapital zum Traumhaus, klappt das tatsächlich?
Während die Preise auf dem Eigenheim-Markt durch die Decke gehen und notwendiges Eigenkapital immer mehr zum Problem wird, soll «Mietkauf» eine Alternative zum klassischen Immobilienkauf bieten. Die Vor- und Nachteile erklären wir im Video.
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TEXT:
Abo –
Effektive Hypothekarzinsen fallen auf das Niveau von Ende Juni zurück
Seit dieser Woche sinkt der FuW-Hypo-Index. Zuvor war er auf den höchsten Stand seit 2024 gestiegen.
Den FuW-Hypo-Index gibt es neu einmal die Woche auf fuw.ch.
Illustration: Marco Tancredi
Hypothekeninteressenten können in der Schweiz einen Kreditvertrag mit zehnjähriger Laufzeit in der ersten Augustwoche zu einem Satz von 1,59% abschliessen. Das zeigt der FuW-Hypo-Index dieser Woche. Für die fünfjährige Laufzeit beträgt der Satz 1,37%. Innerhalb einer Woche sanken die Zinsen für die längere Laufzeit um 0,15 Prozentpunkte. Sie liegen 0,17 Prozentpunkte unter dem Jahreshoch der vergangenen Woche. Für die kürzere Laufzeit sanken sie um 0,08 Prozentpunkte. Sie liegen 0,15 Prozentpunkte unter dem Jahreshoch, das Anfang dieser Woche erreicht wurde.
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Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Abo –
Effektive Hypothekarzinsen fallen auf das Niveau von Ende Juni zurück
Seit dieser Woche sinkt der FuW-Hypo-Index. Zuvor war er auf den höchsten Stand seit 2024 gestiegen.
Den FuW-Hypo-Index gibt es neu einmal die Woche auf fuw.ch.
Illustration: Marco Tancredi
Hypothekeninteressenten können in der Schweiz einen Kreditvertrag mit zehnjähriger Laufzeit in der ersten Augustwoche zu einem Satz von 1,59% abschliessen. Das zeigt der FuW-Hypo-Index dieser Woche. Für die fünfjährige Laufzeit beträgt der Satz 1,37%. Innerhalb einer Woche sanken die Zinsen für die längere Laufzeit um 0,15 Prozentpunkte. Sie liegen 0,17 Prozentpunkte unter dem Jahreshoch der vergangenen Woche. Für die kürzere Laufzeit sanken sie um 0,08 Prozentpunkte. Sie liegen 0,15 Prozentpunkte unter dem Jahreshoch, das Anfang dieser Woche erreicht wurde.
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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
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Teaserbild-Quelle: Alexas Fotos, Pixabay-Lizenz
Das Risiko einer Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Aber: Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index weist laut der Grossbank auch weiterhin nur auf ein moderates Blasenrisiko hin.
Konkret zog der Index im zweiten Quartal von 0,62 auf aktuell 0,72 Zähler an, wie die UBS am Donnerstag mitteilte. Seit Ende 2024 sei der Index damit ununterbrochen gestiegen. Der Risikobereich beginnt aber erst bei einem Indexpunkt, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die Rede.
Die Preise für Wohneigentum lagen laut dem Bericht im zweiten Quartal 2026 um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit habe sich die Dynamik am Eigenheimmarkt “leicht beschleunigt”. Und auch auf dem Mietmarkt setze sich der Aufwärtstrend fort, indem die Angebotsmieten 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert anzogen. Die Bestandsmieten legten um 1,1 Prozent zu.
UBS erwartet ein nominales Preiswachstum von 3,5 bis 4 Prozent
Für die kommenden Quartale erwarten die Experten der UBS für eine weiterhin “robuste” Nachfrage nach Wohneigentum. Gerechnet wird für das Gesamtjahr 2026 mit einem nominalen Preiswachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. Immobilien: Risiko für Immobilienblase steigt im zweiten Quartal weiter. (awp sda / mai)
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Teaserbild-Quelle: Alexas Fotos, Pixabay-Lizenz
Das Risiko einer Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Aber: Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index weist laut der Grossbank auch weiterhin nur auf ein moderates Blasenrisiko hin.
Konkret zog der Index im zweiten Quartal von 0,62 auf aktuell 0,72 Zähler an, wie die UBS am Donnerstag mitteilte. Seit Ende 2024 sei der Index damit ununterbrochen gestiegen. Der Risikobereich beginnt aber erst bei einem Indexpunkt, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die Rede.
Die Preise für Wohneigentum lagen laut dem Bericht im zweiten Quartal 2026 um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit habe sich die Dynamik am Eigenheimmarkt “leicht beschleunigt”. Und auch auf dem Mietmarkt setze sich der Aufwärtstrend fort, indem die Angebotsmieten 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert anzogen. Die Bestandsmieten legten um 1,1 Prozent zu.
UBS erwartet ein nominales Preiswachstum von 3,5 bis 4 Prozent
Für die kommenden Quartale erwarten die Experten der UBS für eine weiterhin “robuste” Nachfrage nach Wohneigentum. Gerechnet wird für das Gesamtjahr 2026 mit einem nominalen Preiswachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. Immobilien: Risiko für Immobilienblase steigt im zweiten Quartal weiter. (awp sda / mai)
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TEXT:
Hausbesetzer sorgen mit obskuren Forderungen immer wieder für Aufsehen, ob in Zürich oder in Winterthur. So unterhaltsam das ist: Die Politik sollte viel entschiedener dagegen vorgehen.
Noch mehr Parolen: maskierte Besetzer der «Gisi» in Winterthur am vergangenen Freitag.
Claudio Thoma / Keystone
Das Drama kommt einem bekannt vor. Dieses Mal bittet die linksalternative Szene in Winterthur zum letzten Gefecht. Die Besetzer der «Gisi», eines über 340 Jahre alten Wohnhauses an der General-Guisan-Strasse, hätten die Liegenschaft eigentlich bis Ende Juli verlassen müssen. Aber sie denken nicht daran, ihren «Widerstand» gegen «Kapitalismus» und «Unterdrückung durch Lohnarbeit» aufzugeben.
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Stattdessen wollen sie «Freiräume verteidigen». Das haben sie in grossen Buchstaben auf eine Mauer des heruntergekommenen Gebäudes gesprayt. Sie wollen «Wohnraum enteignen und kollektivieren!». So stand es vor einer Woche auf einem Transparent im Innenhof, versehen mit einem roten Stern und einer Faust. Für die Bewohner der «Gisi» ist klar, was ihnen droht: «Das ist ein Angriff der Reichen und Mächtigen auf die Besitzlosen», verkündete eine der Besetzerinnen an der Pressekonferenz. Sie trug die Maske eines Rotfuchses – wie Robin Hood im Zeichentrickfilm von Disney, der Held der Armen und Entrechteten.
Das Theater der Weltverbesserer trieft vor Pathos. Ihre Parolen scheinen einem kommunistischen Gruselkabinett entsprungen. «Unsere Gesetze sind nicht eure Gesetze! Eigentum ist Diebstahl!», rief die Füchsin vom ersten Stock hinunter. Und natürlich: «Gisi bleibt!!» Die Schlachtrufe könnten auch von einer anderen Hausbesetzung stammen, die Winterthur und andere Städte seit Jahrzehnten immer wieder ein bisschen erschüttern. Siehe Wohlgroth, siehe Koch-Areal in Zürich.
Bewohner des besetzten Hauses tragen ihre klassenkämpferischen Phantasien vor.
Claudio Thoma / Keystone
Umso mehr darf man festhalten: Die Schweiz ist viel zu nachsichtig mit einer Szene, die in pseudorevolutionären Parallelwelten lebt. Die die eingeforderten Werte – Toleranz, Dialog, Friedfertigkeit – selbstgerecht mit Füssen tritt. Die sich zum Opfer einer ach so repressiven Staatsgewalt stilisiert. Und eines angeblich zu Tode kommerzialisierten Kulturbetriebs. Das ist Unsinn.
Die Eigentümer sind die Dummen
Richtig ist: Hausbesetzer schaffen keine «Freiräume». Sie werden nicht dazu gezwungen, leerstehende Immobilien zu annektieren. Sie machen es einfach – im Wissen darum, dass es Jahre dauern kann, bis sie ihr «Zuhause» verlassen müssen. Die «Gisi» in Winterthur ist seit 1997 besetzt. «Praktisch» für die Bewohner ist das allemal: Sie zahlen zwar für Wasser und Strom, aber keine Miete.
Und selbst jetzt, da die Eigentümerin die Geduld verloren hat und den Besetzern nach einer allerletzten Frist mit einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs droht, dürften bis zu einer Zwangsräumung Monate vergehen. Die Behörden hätten «verhältnismässig» vorzugehen, erst recht nach einer langen Zeit, heisst es in solchen Fällen immer wieder.
Die Stadt Zürich etwa ist stolz auf ihren «pragmatischen Umgang» mit Hausbesetzungen, wie eine Antwort des Stadtrats auf einen Vorstoss der SVP zeigt. Konkret heisst das: Geräumt wird nur, wenn – neben einer Strafanzeige – eine Abbruch-, eine Baubewilligung oder ein Mietvertrag für Dritte vorliegt oder aber erhebliche Sicherheitsbedenken bestehen. Zyniker mögen einwenden, dass beim Merkblatt Hausbesetzungen des Sicherheitsdepartements der Grünen Karin Rykart einzig folgende Weisung vergessengegangen sei: «In Zürich sind Besetzer herzlich willkommen!»
Verklärung der Linken
Allein, wo bleibt die Empörung? Besetzte Liegenschaften sind nicht durchweg mit «Brutstätten linker Gewalt» gleichzusetzen, wie dies die Stadtzürcher SVP gewohnt alarmistisch tut. Aktivistische Träumereien mit Fäusten und roten Sternen auf Hausfassaden und Transparenten machen noch keine Revolution.
Wesentlich ist etwas anderes: Hausbesetzer werden mit Samthandschuhen angefasst. Besetzte Orte wie die alte Post in Wipkingen werden als «Bereicherung» des Kulturlebens verklärt. Vergleiche mit einem gelungenen Beispiel – der Roten Fabrik in Zürich Wollishofen – sind schnell zur Hand, auch wenn sie hinken. Man gewöhnt sich an die verschmierten Gebäude. Man findet sie irgendwie cool, weil sie aus dem Rahmen des gepützelten Mainstreams fallen und für «Vielfalt» stehen. Und für Spektakel und Skandale.
Als die Polizei bei der (reibungslosen) Räumung des Zürcher Wohlgroth-Areals 1993 per Helikopter einfiel, wähnte man sich in Hollywood. Als ruchbar wurde, dass die Söhne des damaligen Polizeivorstehers Richard Wolff auf dem Koch-Areal verkehrten, musste der Stadtrat der AL 2016 in den Ausstand treten und das Dossier abgeben. Bei der Zentralwäscherei in Zürich forcierte die Stadt eine Zwischennutzung, weil sie einer Besetzung des verlassenen Industrieareals zuvorkommen wollte.
All das rechtfertigt noch lange nicht die schwache Position, in der sich die Eigentümer solcher Liegenschaften mitunter befinden. Bei der «Gisi» in Winterthur ist das eine Stiftung, die sich um die Besitztümer des verstorbenen Immobilienmoguls Bruno Stefanini kümmert. Sie hat bereits 2023 kommuniziert, was sie an der General-Guisan-Strasse zu tun gedenkt. In dem Haus sollen günstige Wohnungen entstehen: etwas, was auch die Besetzer verlangen – und gleichzeitig verhindern, man glaubt es kaum.
Der Zeitplan des Projekts ist ungewiss. Es sei sehr aufwendig, das eigene Recht durchzusetzen. Ohne entsprechende Ressourcen könne man sich das gar nicht leisten, sagte die Verwalterin der Stiftung diese Woche zur NZZ.
Seit Anfang Juli können Immobilienbesitzer leichter zur Selbsthilfe schreiten – sofern sie schnell genug reagieren, nachdem ihre Liegenschaft besetzt worden ist. Und sie können vor Gericht eine Zwangsräumung erwirken, auch gegen unbekannte Personen. So will es eine Gesetzesänderung auf Bundesebene. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das reicht nicht. Der Gesetzgeber müsste viel mehr tun, um die Interessen der Eigentümer zu schützen. Die Schweiz – und damit auch Zürich und Winterthur – sollte sich von ihrer besetzerfreundlichen Politik verabschieden.
Heruntergekommene Fassade, Zeichen der Subkultur in Winterthur.
Claudio Thoma / Keystone
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Hausbesetzer sorgen mit obskuren Forderungen immer wieder für Aufsehen, ob in Zürich oder in Winterthur. So unterhaltsam das ist: Die Politik sollte viel entschiedener dagegen vorgehen.
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Das Drama kommt einem bekannt vor. Dieses Mal bittet die linksalternative Szene in Winterthur zum letzten Gefecht. Die Besetzer der «Gisi», eines über 340 Jahre alten Wohnhauses an der General-Guisan-Strasse, hätten die Liegenschaft eigentlich bis Ende Juli verlassen müssen. Aber sie denken nicht daran, ihren «Widerstand» gegen «Kapitalismus» und «Unterdrückung durch Lohnarbeit» aufzugeben.
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Das Theater der Weltverbesserer trieft vor Pathos. Ihre Parolen scheinen einem kommunistischen Gruselkabinett entsprungen. «Unsere Gesetze sind nicht eure Gesetze! Eigentum ist Diebstahl!», rief die Füchsin vom ersten Stock hinunter. Und natürlich: «Gisi bleibt!!» Die Schlachtrufe könnten auch von einer anderen Hausbesetzung stammen, die Winterthur und andere Städte seit Jahrzehnten immer wieder ein bisschen erschüttern. Siehe Wohlgroth, siehe Koch-Areal in Zürich.
Bewohner des besetzten Hauses tragen ihre klassenkämpferischen Phantasien vor.
Claudio Thoma / Keystone
Umso mehr darf man festhalten: Die Schweiz ist viel zu nachsichtig mit einer Szene, die in pseudorevolutionären Parallelwelten lebt. Die die eingeforderten Werte – Toleranz, Dialog, Friedfertigkeit – selbstgerecht mit Füssen tritt. Die sich zum Opfer einer ach so repressiven Staatsgewalt stilisiert. Und eines angeblich zu Tode kommerzialisierten Kulturbetriebs. Das ist Unsinn.
Die Eigentümer sind die Dummen
Richtig ist: Hausbesetzer schaffen keine «Freiräume». Sie werden nicht dazu gezwungen, leerstehende Immobilien zu annektieren. Sie machen es einfach – im Wissen darum, dass es Jahre dauern kann, bis sie ihr «Zuhause» verlassen müssen. Die «Gisi» in Winterthur ist seit 1997 besetzt. «Praktisch» für die Bewohner ist das allemal: Sie zahlen zwar für Wasser und Strom, aber keine Miete.
Und selbst jetzt, da die Eigentümerin die Geduld verloren hat und den Besetzern nach einer allerletzten Frist mit einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs droht, dürften bis zu einer Zwangsräumung Monate vergehen. Die Behörden hätten «verhältnismässig» vorzugehen, erst recht nach einer langen Zeit, heisst es in solchen Fällen immer wieder.
Die Stadt Zürich etwa ist stolz auf ihren «pragmatischen Umgang» mit Hausbesetzungen, wie eine Antwort des Stadtrats auf einen Vorstoss der SVP zeigt. Konkret heisst das: Geräumt wird nur, wenn – neben einer Strafanzeige – eine Abbruch-, eine Baubewilligung oder ein Mietvertrag für Dritte vorliegt oder aber erhebliche Sicherheitsbedenken bestehen. Zyniker mögen einwenden, dass beim Merkblatt Hausbesetzungen des Sicherheitsdepartements der Grünen Karin Rykart einzig folgende Weisung vergessengegangen sei: «In Zürich sind Besetzer herzlich willkommen!»
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Allein, wo bleibt die Empörung? Besetzte Liegenschaften sind nicht durchweg mit «Brutstätten linker Gewalt» gleichzusetzen, wie dies die Stadtzürcher SVP gewohnt alarmistisch tut. Aktivistische Träumereien mit Fäusten und roten Sternen auf Hausfassaden und Transparenten machen noch keine Revolution.
Wesentlich ist etwas anderes: Hausbesetzer werden mit Samthandschuhen angefasst. Besetzte Orte wie die alte Post in Wipkingen werden als «Bereicherung» des Kulturlebens verklärt. Vergleiche mit einem gelungenen Beispiel – der Roten Fabrik in Zürich Wollishofen – sind schnell zur Hand, auch wenn sie hinken. Man gewöhnt sich an die verschmierten Gebäude. Man findet sie irgendwie cool, weil sie aus dem Rahmen des gepützelten Mainstreams fallen und für «Vielfalt» stehen. Und für Spektakel und Skandale.
Als die Polizei bei der (reibungslosen) Räumung des Zürcher Wohlgroth-Areals 1993 per Helikopter einfiel, wähnte man sich in Hollywood. Als ruchbar wurde, dass die Söhne des damaligen Polizeivorstehers Richard Wolff auf dem Koch-Areal verkehrten, musste der Stadtrat der AL 2016 in den Ausstand treten und das Dossier abgeben. Bei der Zentralwäscherei in Zürich forcierte die Stadt eine Zwischennutzung, weil sie einer Besetzung des verlassenen Industrieareals zuvorkommen wollte.
All das rechtfertigt noch lange nicht die schwache Position, in der sich die Eigentümer solcher Liegenschaften mitunter befinden. Bei der «Gisi» in Winterthur ist das eine Stiftung, die sich um die Besitztümer des verstorbenen Immobilienmoguls Bruno Stefanini kümmert. Sie hat bereits 2023 kommuniziert, was sie an der General-Guisan-Strasse zu tun gedenkt. In dem Haus sollen günstige Wohnungen entstehen: etwas, was auch die Besetzer verlangen – und gleichzeitig verhindern, man glaubt es kaum.
Der Zeitplan des Projekts ist ungewiss. Es sei sehr aufwendig, das eigene Recht durchzusetzen. Ohne entsprechende Ressourcen könne man sich das gar nicht leisten, sagte die Verwalterin der Stiftung diese Woche zur NZZ.
Seit Anfang Juli können Immobilienbesitzer leichter zur Selbsthilfe schreiten – sofern sie schnell genug reagieren, nachdem ihre Liegenschaft besetzt worden ist. Und sie können vor Gericht eine Zwangsräumung erwirken, auch gegen unbekannte Personen. So will es eine Gesetzesänderung auf Bundesebene. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das reicht nicht. Der Gesetzgeber müsste viel mehr tun, um die Interessen der Eigentümer zu schützen. Die Schweiz – und damit auch Zürich und Winterthur – sollte sich von ihrer besetzerfreundlichen Politik verabschieden.
Heruntergekommene Fassade, Zeichen der Subkultur in Winterthur.
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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Teaserbild-Quelle: Alexas Fotos, Pixabay-Lizenz
Das Risiko einer Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Aber: Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index weist laut der Grossbank auch weiterhin nur auf ein moderates Blasenrisiko hin.
Konkret zog der Index im zweiten Quartal von 0,62 auf aktuell 0,72 Zähler an, wie die UBS am Donnerstag mitteilte. Seit Ende 2024 sei der Index damit ununterbrochen gestiegen. Der Risikobereich beginnt aber erst bei einem Indexpunkt, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die Rede.
Die Preise für Wohneigentum lagen laut dem Bericht im zweiten Quartal 2026 um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit habe sich die Dynamik am Eigenheimmarkt “leicht beschleunigt”. Und auch auf dem Mietmarkt setze sich der Aufwärtstrend fort, indem die Angebotsmieten 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert anzogen. Die Bestandsmieten legten um 1,1 Prozent zu.
UBS erwartet ein nominales Preiswachstum von 3,5 bis 4 Prozent
Für die kommenden Quartale erwarten die Experten der UBS für eine weiterhin “robuste” Nachfrage nach Wohneigentum. Gerechnet wird für das Gesamtjahr 2026 mit einem nominalen Preiswachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. Immobilien: Risiko für Immobilienblase steigt im zweiten Quartal weiter. (awp sda / mai)
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
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Teaserbild-Quelle: Alexas Fotos, Pixabay-Lizenz
Das Risiko einer Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Aber: Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index weist laut der Grossbank auch weiterhin nur auf ein moderates Blasenrisiko hin.
Konkret zog der Index im zweiten Quartal von 0,62 auf aktuell 0,72 Zähler an, wie die UBS am Donnerstag mitteilte. Seit Ende 2024 sei der Index damit ununterbrochen gestiegen. Der Risikobereich beginnt aber erst bei einem Indexpunkt, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die Rede.
Die Preise für Wohneigentum lagen laut dem Bericht im zweiten Quartal 2026 um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit habe sich die Dynamik am Eigenheimmarkt “leicht beschleunigt”. Und auch auf dem Mietmarkt setze sich der Aufwärtstrend fort, indem die Angebotsmieten 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert anzogen. Die Bestandsmieten legten um 1,1 Prozent zu.
UBS erwartet ein nominales Preiswachstum von 3,5 bis 4 Prozent
Für die kommenden Quartale erwarten die Experten der UBS für eine weiterhin “robuste” Nachfrage nach Wohneigentum. Gerechnet wird für das Gesamtjahr 2026 mit einem nominalen Preiswachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. Immobilien: Risiko für Immobilienblase steigt im zweiten Quartal weiter. (awp sda / mai)
Tiefe Zinsen treiben Immobilienpreise und Saron-Hypotheken
Nach einem «verhaltenen Jahresauftakt» beschleunigte sich das Preiswachstum bei Schweizer Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2026 deutlich, heisst es in einer Mitteilung des Hypotheken-Vermittlers Moneypark. Sowohl die Preise für Eigentumswohnungen als auch für Einfamilienhäuser erreichten zur Jahresmitte neue Höchststände.
Im Vergleich mit Ende 2025 verteuerten sich Eigentumswohnungen schweizweit um 2,4 Prozent. Bei Einfamilienhäusern betrug das Plus 3,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Hauspreise sogar um 6,9 Prozent, die Preise für Eigentumswohnungen um 5,9 Prozent.
Besonders ausgeprägt war die Entwicklung bei Einfamilienhäusern in der Deutschschweiz. Dort erhöhten sich die Preise innerhalb eines Halbjahres um 4,2 Prozent, verglichen mit 2 Prozent in der Westschweiz. Allein im zweiten Quartal legten die Hauspreise in der Deutschschweiz um 3,1 Prozent zu. Im Jahresvergleich resultierte ein Anstieg von 8,2 Prozent. In der Westschweiz betrug das Plus lediglich 3,4 Prozent.
Deutschschweiz zieht bei Hauspreisen davon. (Grafik: Moneypark)
Bei Eigentumswohnungen fiel die regionale Differenz kleiner aus. Die Preise stiegen im ersten Halbjahr in der Deutschschweiz um 2,6 Prozent und in der Westschweiz um 1,8 Prozent.
Die Immobilienpreisindizes wurden von PriceHubble anhand von Transaktions- und Angebotsdaten berechnet und um Qualitätsunterschiede der Objekte bereinigt.
Kleinere Refinanzierungen
Auf dem Hypothekarmarkt verschob sich das Geschäft zurück zu Refinanzierungen. Der Anteil der Neufinanzierungen sank von 47 Prozent im zweiten Halbjahr 2025 auf 37 Prozent. Damit lag er wieder ungefähr auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025.
Das durchschnittliche Volumen neuer Kauf-Finanzierungen erhöhte sich leicht um rund 1 Prozent. Bei Refinanzierungen ging das durchschnittliche Volumen dagegen um etwa 5 Prozent zurück. Moneypark sieht darin möglicherweise eine erste Reaktion auf die geplante Abschaffung des Eigenmietwerts, die ab 2029 gelten soll.
Die tiefen Geldmarktzinsen haben insbesondere in der Deutschschweiz die Nachfrage nach Saron-Hypotheken angekurbelt. Rund 32 Prozent des dort vermittelten Hypothekarvolumens entfielen im ersten Halbjahr auf Saron-Produkte – gleich viel wie auf zehnjährige Festhypotheken. Langfristig üblich waren laut Moneypark 10 Prozent Saron.
Bei Neukäufen in der deutschen Schweiz entschieden sich sogar mehr als 40 Prozent der Kunden für eine Saron-Hypothek. In der Westschweiz entwickelte sich der Markt dagegen in die entgegengesetzte Richtung: Dort sank der Saron-Anteil von 14 auf bloss noch 10 Prozent.
Grosse regionale Unterschiede bei Saron-Hypotheken. (Tabellen: Moneypark)
Die anhaltend hohe Zinsdifferenz zwischen den Laufzeiten lässt die Nachfrage beim Hypothekarvermittler nach sehr langen Laufzeiten weiter sinken. Nur noch rund 1 Prozent des Volumens wird über elf Jahre oder länger abgeschlossen, was laut der Helvetia-Tochterfirma «den niedrigsten Wert der letzten Jahre darstellt». Gefragter sind gegenüber dem Vorhalbjahr neben Saron-Hypotheken auch kurzfristige Festhypotheken. Schweizweit bleibt die zehnjährige Festhypothek mit einem Anteil von 38 Prozent das meistgewählte Produkt.
Der hohe Anteil an Saron-Hypotheken habe zur Folge, dass ein grosser Anteil des Hypothekarvolumens an Banken vermittelt wird. In der Deutschschweiz sei die Entwicklung ausgeprägter als in der Westschweiz, wo deutlich weniger Saron-Hypotheken und dafür deutlich mehr mittel und langfristige Festhypotheken abgeschlossen werden.
Romandie: Tendenziell risikoaverser
«Kundinnen und Kunden in der Romandie sind tendenziell risikoaverser und suchen vermehrt die Budgetsicherheit», heiss es auf Anfrage von finews. Sie schliessen im Durchschnitt deutlich längere Laufzeiten ab als in der Deutschschweiz.
So wurden zwischen 2020 und 2025 in der Westschweiz 68 Prozent des Volumens über 10 Jahre und länger abgeschlossen, in der Deutschschweiz waren es 51 Prozent. Umgekehrt sind Saron-Hypotheken in der Deutschschweiz deutlich beliebter als in der Westschweiz.
Versicherungen profitierten im abgelaufenen Halbjahr davon, dass auch mehr kurze Festhypotheken abgeschlossen wurden. Diese gehören, anders als Saron-Hypotheken, zu ihrem Kernangebot. In der Westschweiz liegt der Anteil der Versicherer schon bei 25 Prozent, deutlich höher als in der Deutschschweiz. Bei den Pensionskassen als Hypothekargeber sind die Unterschiede in den Regionen dagegen kaum sichtbar.
Versicherungen gewinnen in der Romandie. (Darstellungen: Moneypark).
Bei den beliebten zehnjährigen Festhypotheken boten Pensionskassen laut der Auswertung weiterhin die günstigsten Konditionen. In der Deutschschweiz lag der durchschnittlich abgeschlossene Zinssatz bei Pensionskassen bei 1,48 Prozent, die Banken verlangten im Schnitt 1,54 Prozent. Bei einer Hypothek von 750’000 Franken entsprach dies über zehn Jahre einer Einsparung von 33’000 Franken gegenüber dem Richtsatz.
Auch hier tickt die Westschweiz etwas anders. Laut Moneypark liegt dort der durchschnittliche Zins für 10-jährige Hypotheken bei Pensionskassen bei 1,56 Prozent, Banken und Versicherer verlangen im Schnitt 1,63 Prozent.
Die Auswertung basiert auf von Moneypark vermittelten Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum. Finanzierungen von Renditeobjekten sind nicht enthalten.
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Die Preise für Eigentumswohnungen und insbesondere Einfamilienhäuser haben sich im Juli moderat verändert. Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher.Bild: Shutterstock
Der Schweizer Markt für Wohneigentum hat im Ferienmonat Juli an Dynamik verloren. Während die Angebotspreise für Eigentumswohnungen leicht weiter stiegen, blieben jene für Einfamilienhäuser nahezu unverändert.
06.08.2026, 10:1106.08.2026, 10:11
Gemäss dem von Immoscout24 und Iazi erhobenen Kaufindex erhöhten sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Bei Einfamilienhäusern resultierte lediglich ein Plus von 0,1 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher: Eigentumswohnungen verteuerten sich um 4,7 Prozent, Einfamilienhäuser um 3,2 Prozent.
Zentralschweiz teurer
Regional verlief die Entwicklung gegenüber Juni unterschiedlich. Bei Einfamilienhäusern gaben die Angebotspreise in der Ostschweiz (–2,0 %) und im Tessin (–1,3 %) nach, während sie in der Zentralschweiz (+1,3 %), im Mittelland (+1,1 %), in der Genferseeregion (+0,7 %) und in der Nordwestschweiz (+0,6 %) anzogen. In der Grossregion Zürich (+0,1 %) blieben sie praktisch stabil.
Bei Eigentumswohnungen fiel der stärkste Anstieg in der Zentralschweiz (+2,2 %) an, gefolgt von der Genferseeregion (+0,6 %) und der Nordwestschweiz (+0,4 %). In der Ostschweiz (0,0 %) stagnierten die Preise, während das Mittelland (–0,1 %) und die Grossregion Zürich (–0,9 %) leichte Rückgänge verzeichneten.
Bei der Preissetzung gewinnen laut Immoscout24 und Iazi neben der Lage zunehmend auch energetische Merkmale an Bedeutung, hiess es in der Mitteilung. Moderne Heizsysteme und energetische Sanierungen senkten nicht nur die laufenden Kosten, sondern schützten Hauseigentümer auch besser vor Preissprüngen bei Heizöl und Gas, die zuletzt im Zuge geopolitischer Spannungen wieder gestiegen seien.
Finanzierung verteuerte sich
Für Kaufinteressenten spielte im Juli nicht nur die Preisentwicklung am Immobilienmarkt eine Rolle. Auch die Finanzierung verteuerte sich zwischenzeitlich deutlich. Laut dem Hypotheken-Index von Moneyland.ch zogen die Richtzinsen für Festhypotheken bis zum 25. Juli markant an. Die Zinsen für Laufzeiten von 2, 5 und 10 Jahren stiegen jeweils um gut 0,2 Prozentpunkte auf 1,51, 1,73 und 1,97 Prozent. Sie erreichten teilweise Jahreshöchststände.
Als Gründe nennt Moneyland.ch den Iran-Krieg, höhere Ölpreise und gestiegene Kapitalmarktzinsen. Gegen Monatsende gaben die Hypothekarzinsen zwar wieder leicht nach, lagen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang Juli, wie es hiess. Zudem bleiben die Unterschiede zwischen den Anbietern gross: Je nach Institut können die Zinssätze um rund einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen. (sda/awp)
Mehr Wissenswertes zum Thema:
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Die Preise für Eigentumswohnungen und insbesondere Einfamilienhäuser haben sich im Juli moderat verändert. Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher.Bild: Shutterstock
Der Schweizer Markt für Wohneigentum hat im Ferienmonat Juli an Dynamik verloren. Während die Angebotspreise für Eigentumswohnungen leicht weiter stiegen, blieben jene für Einfamilienhäuser nahezu unverändert.
06.08.2026, 10:1106.08.2026, 10:11
Gemäss dem von Immoscout24 und Iazi erhobenen Kaufindex erhöhten sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Bei Einfamilienhäusern resultierte lediglich ein Plus von 0,1 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher: Eigentumswohnungen verteuerten sich um 4,7 Prozent, Einfamilienhäuser um 3,2 Prozent.
Zentralschweiz teurer
Regional verlief die Entwicklung gegenüber Juni unterschiedlich. Bei Einfamilienhäusern gaben die Angebotspreise in der Ostschweiz (–2,0 %) und im Tessin (–1,3 %) nach, während sie in der Zentralschweiz (+1,3 %), im Mittelland (+1,1 %), in der Genferseeregion (+0,7 %) und in der Nordwestschweiz (+0,6 %) anzogen. In der Grossregion Zürich (+0,1 %) blieben sie praktisch stabil.
Bei Eigentumswohnungen fiel der stärkste Anstieg in der Zentralschweiz (+2,2 %) an, gefolgt von der Genferseeregion (+0,6 %) und der Nordwestschweiz (+0,4 %). In der Ostschweiz (0,0 %) stagnierten die Preise, während das Mittelland (–0,1 %) und die Grossregion Zürich (–0,9 %) leichte Rückgänge verzeichneten.
Bei der Preissetzung gewinnen laut Immoscout24 und Iazi neben der Lage zunehmend auch energetische Merkmale an Bedeutung, hiess es in der Mitteilung. Moderne Heizsysteme und energetische Sanierungen senkten nicht nur die laufenden Kosten, sondern schützten Hauseigentümer auch besser vor Preissprüngen bei Heizöl und Gas, die zuletzt im Zuge geopolitischer Spannungen wieder gestiegen seien.
Finanzierung verteuerte sich
Für Kaufinteressenten spielte im Juli nicht nur die Preisentwicklung am Immobilienmarkt eine Rolle. Auch die Finanzierung verteuerte sich zwischenzeitlich deutlich. Laut dem Hypotheken-Index von Moneyland.ch zogen die Richtzinsen für Festhypotheken bis zum 25. Juli markant an. Die Zinsen für Laufzeiten von 2, 5 und 10 Jahren stiegen jeweils um gut 0,2 Prozentpunkte auf 1,51, 1,73 und 1,97 Prozent. Sie erreichten teilweise Jahreshöchststände.
Als Gründe nennt Moneyland.ch den Iran-Krieg, höhere Ölpreise und gestiegene Kapitalmarktzinsen. Gegen Monatsende gaben die Hypothekarzinsen zwar wieder leicht nach, lagen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang Juli, wie es hiess. Zudem bleiben die Unterschiede zwischen den Anbietern gross: Je nach Institut können die Zinssätze um rund einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen. (sda/awp)
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Schweizer Immobilienbesitzer haben im internationalen Vergleich hohe Hypothekarschulden, die sie oftmals nicht begleichen. Ist mit den steigenden Kreditzinsen die Zeit gekommen, die Hypothekarschulden nach Möglichkeit zu reduzieren?
Bernhard Bircher-Suits (Text), Anja Lemcke (Illustration)
Es tönt paradox: Schweizer Privathaushalte haben in Westeuropa sowohl die höchsten Netto-Finanzvermögen als auch die höchsten Schulden. Gemäss der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestehen die finanziellen Verpflichtungen der privaten Haushalte im Wesentlichen aus Hypotheken und Konsumkrediten.
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Ende 2020 beliefen sich die finanziellen Verpflichtungen der Haushalte auf insgesamt 934 Milliarden Franken. Ende 2000 lag der Schuldenberg der Schweizer Haushalte noch bei 480 Milliarden Franken. Von den gesamten Kreditverpflichtungen entfielen Ende 2020 95 Prozent auf Hypotheken (Vorjahr: 91 Prozent).
Das Ende der ultratiefen Zinsen
Hypothekar-Schuldner wurden in den letzten zehn Jahren mit tiefen Zinsen «verwöhnt». Im Idealfall haben die Kreditnehmenden in der nun endenden Tiefzinsphase für die Hochzinsphase Reserven gebildet oder das Ersparte für den Abbau ihrer Hypothek eingesetzt. Denn höhere Zinsen schmerzen – je nach individueller Restlaufzeit einer bestehenden Hypothek – früher oder später alle Kreditnehmenden.
Die Hypothekarzinsen sind stark gestiegen. Der Zinsindex der Plattform Hypotheke.ch stand Ende November bei 2,43 Prozent. Vor einem Jahr hatte er noch 1,06 Prozent betragen. Dies zeigt eine deutliche Erhöhung der Finanzierungskosten. Steigt der Index um 0,01 Prozentpunkte, so bedeutet dies, dass sich die Zinskosten einer Hypothek über 800 000 Franken pro Jahr um 80 Franken verteuern. Im vergangenen Jahr hat sich eine solche Hypothek also um 10 960 Franken im Preis erhöht.
Wie sich die Hypothekarzinsen weiterentwickeln, hängt stark von der Geldpolitik der Nationalbanken ab. Bekommen die Zentralbanken die Inflation nicht unter Kontrolle, dürften weitere Leitzinserhöhungen anstehen und damit auch die Hypozinsen weiter steigen. Eine globale Wirtschaftsflaute könnte sie aber auch wieder nach unten drücken oder zumindest ihren Auftrieb dämpfen.
Hypozinsen sind steuerlich absetzbar
Die Zinshöhe spielt bei der Überlegung, ob eine Hypothekarschuld amortisiert beziehungsweise zurückbezahlt werden soll oder nicht, eine wesentliche Rolle. Ein Rechenbeispiel: Zahlt ein Kreditnehmer bei einem Zinssatz von 2,2 Prozent 100 000 Franken der Hypothek an die Bank zurück, spart er pro Jahr 2200 Franken an Zinskosten. Bei einem Zinssatz von 1,2 Prozent sind es lediglich 1200 Franken. Je höher der Zinssatz ist, desto mehr lohnt es sich somit, die Hypothek zu tilgen.
Gut zu wissen: Die Abzahlung einer Hypothek im zweiten Rang ist Pflicht. Im Gegensatz zur zweiten Hypothek ist die Rückzahlung einer ersten Hypothek hingegen freiwillig. Eine Rückzahlung kann bei einer Festhypothek nur nach Laufzeitende ohne teure Strafgebühr – die sogenannte «Vorfälligkeitsentschädigung» – vorgenommen werden.
Dennoch gibt es je nach Ausgangslage gute Gründe, die Hypothek zu amortisieren, sofern ein Kreditnehmer über freies Kapital verfügt. Andere Faktoren sprechen dagegen – wie zum Beispiel die steuerliche Absetzbarkeit von Hypothekarzinsen. Sie ist für viele Kreditnehmende mit ein Grund, Kredite stehen zu lassen.
Renditechancen wegen Amortisierung verpassen
Nutzt ein Wohneigentümer liquide Mittel zur Amortisation der Hypothek, steht dieses Geld nicht für andere, allenfalls gewinnträchtigere Investitionen zur Verfügung. Das ist ebenfalls zu beachten.
Wie viel Rendite jemand mit Wertschriften verpasst, hängt von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine Annahme: Jemand investiert in risikobehaftete Aktien und erzielt eine jährliche Rendite von drei Prozent. Dann ist diese Rendite in der Regel höher als die Zinsersparnis bei einer Amortisation. In diesem Fall fährt ein Kreditnehmer mit einer Amortisierung schlechter.
Investiert jemand hingegen in sicherere Staatsanleihen oder parkiert sein Geld auf dem Sparkonto, ist die Rendite deutlich weniger hoch. Dann profitiert man stärker von der Zinsersparnis infolge der Amortisation als von der Rendite aus den Investitionen.
Inflation verkleinert die Hypothekarschuld laufend
Der Entscheid zu «Rückzahlung oder nicht?» hängt auch davon ab, wie hoch der offerierte Zins für eine neue Hypothek ist. Ist die Inflation – im Oktober dieses Jahres lag sie bei 3 Prozent – höher als der offerierte Zinssatz, verkleinern sich die Schulden laufend. Solche Kreditnehmer könnten also mit einer Amortisation zuwarten. Hypotheken ohne fixe Laufzeit werden in Zeiten steigender Inflation in der Regel teurer. Dann kann es sich lohnen, das Darlehen zu amortisieren.
Wer vor allem auf Sicherheit setzt und genügend freie Mittel oder grosse Vorsorgeguthaben hat, wählt die Amortisation – ganz nach dem Motto: Lieber schuldenfrei im Alter und unabhängig von Kreditgebern. Im Einzelfall kann eine (vollständige) Amortisation der Hypothek aber Nachteile bringen: Vor allem dann, wenn nach der Abzahlung nicht mehr genügend Liquidität vorhanden ist. Es gilt daher, die Hypothek nur so weit zu reduzieren, dass mindestens ein paar zehntausend Franken als Barreserve für Unvorhergesehenes verfügbar bleiben. Der Grund: Banken verwehren Pensionierten mit tiefen Renteneinkommen eine Wiederaufstockung der Hypothek.
Jeder Fall ist anders gelagert
Eine generelle Empfehlung für oder gegen die freiwillige Amortisation gibt es folglich nicht. Es gilt die individuellen Faktoren zu betrachten und die eigene Finanzsituation zu prüfen. Hypothekarnehmerinnen und -nehmern stellen sich folgende Fragen:
Wie sieht meine finanzielle Situation aus?
Spare ich mehr, wenn ich weniger Zinsen zahlen muss, oder ist der Steuervorteil dank den Abzugsmöglichkeiten grösser?
Kann ich eine höhere Rendite mit dem Geld erzielen, als ich an Zinsen spare?
Brauche ich viel Liquidität, oder kann ich es mir leisten, die Hypothek zu amortisieren?
Drei Experten geben Empfehlungen
Die NZZ hat in Zusammenarbeit mit dem Hypothekarspezialisten Florian Schubiger von Hypotheke.ch drei reale, anonymisierte Hypo-Schuldnerprofile zusammengestellt. Experten von Hypotheke.ch, UBS und Raiffeisen Zürich geben für alle drei Lebenssituationen Empfehlungen ab. Die Leitfrage lautete: abzahlen oder nicht?
Ehepaar Charlene & Daniel Müller
Das Ehepaar Müller wohnt in einem Reiheneinfamilienhaus in Zürich. Sie weisen eine niedrige Risikobereitschaft bei Geldanlagen aus. Sie haben deshalb ihr Vermögen auf einem Konto bei einer Kantonalbank. Sie haben keine Wertschriften. Ihre Hypothek wird per 31. 10. 2022 fällig. Sie haben von ihrer Hausbank eine Offerte von 2,7 Prozent Zins für eine zehnjährige Festhypothek erhalten, welche sie annehmen möchten.
Empfehlung von Florian Schubiger (Hypotheke.ch): Hypothek amortisieren
Herr und Frau Müller sollten sich überlegen, die Hypothek zu reduzieren. Einerseits erhalten sie auf dem Konto kaum Zinsen, müssen für die Hypothek aber mehr als 20 000 Franken Zinsen pro Jahr bezahlen. Wenn sie die Hypothek amortisieren, verringern sie die Zinslast und haben auf der anderen Seite kaum Mindererträge, weil die Zinsen auf dem Konto so tief sind. Auch nach einer Amortisation besteht keine Gefahr, dass sie in einen Liquiditätsengpass geraten, da sie ja über eine gewisse Sparquote verfügen.
Mit einer Amortisation haben sie einen weiteren Vorteil: Sie können besser über den Hypothekarzinssatz verhandeln, weil die Hypothek tiefer ist und die Belehnung dann unter 65 Prozent fällt (Stichwort Bonität / Rating der Kreditnehmer). Die Belehnung und die Tragbarkeit sind die zwei wichtigsten Einflussfaktoren beim Zinssatz. Wer die Hypothek amortisiert, verbessert gleichzeitig beide Faktoren und kann mit einem deutlich besseren Zinssatz rechnen. Gut zu wissen: Bei einer so tiefen Belehnung offerieren auch Pensionskassen, Anlagestiftungen und Versicherungen sehr gute Zinsen bei Hypotheken. Es kann sich lohnen, weitere Offerten für die Erneuerung der Hypothek einzuholen.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro (Raiffeisenbank Zürich): Abzahlung der zweiten Hypothek
Die Abzahlung der zweiten Hypothek erscheint in diesem Fall als sinnvoll. Allenfalls könnte auch mehr amortisiert werden, bis zu einem Betrag von etwa 250 000 Franken, da die Gelder nur auf dem Konto liegen und keine Anlagen getätigt werden. Die tiefen Zinserträge auf dem Konto und die Inflation sprechen dafür, ebenso wie die weiteren Kennzahlen des Ehepaares.
Zu berücksichtigen gilt es den Zinsabzug zum Eigenmietwert. Dieser fällt bei höheren Zinsen wieder stärker ins Gewicht und muss bei dem Entscheid ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden. Die Eheleute sind zwar erst knapp 50, dennoch könnte auch das Einkaufspotenzial für die Pensionskasse überprüft werden. Es bestünde wohl die Möglichkeit, dort einzuschiessen, was wir als sinnvoller erachten, als zu viel zu amortisieren.
Empfehlung von der UBS: Teilrückzahlung der Hypothek/Amortisation
Aufgrund dessen, dass die Kunden ihr gesamtes Sparguthaben auf einem Konto haben und eine niedrige Risikobereitschaft aufweisen, sind die Zinskosten der Hypothek höher als die Erträge, welche auf dem Kontoguthaben erzielt werden. Auch wenn man die Steuerersparnis, welche Herr und Frau Müller durch den Abzug des Hypothekarzinses erzielen, mit einberechnet, sind die Kosten für die Hypothek noch immer höher als die Nettoerträge auf dem Konto.
Single Julia Studer
Frau Studer lebt alleine in ihrer Eigentumswohnung. Sie legt ihr Geld seit vielen Jahren selber in Aktien an. Sie spart damit in erster Linie für die Pensionierung. Seit dem Kauf der Eigentumswohnung vor über zehn Jahren hat Frau Studer eine Libor-Hypothek, die 2021 in eine Saron-Hypothek umgewandelt wurde. Sie ist damit gut gefahren und kann steigende Zinsen gut verkraften. Sobald der Saron nicht mehr negativ ist, steigt auch der Zinssatz für die Hypothek von Frau Studer im Gleichschritt mit dem Saron-Zins an. Ein Wechsel in eine Festhypothek kommt nach dem Zinsanstieg für Frau Studer nicht mehr infrage.
Empfehlung von Florian Schubiger: keine Amortisation
Eine Amortisation der Hypothek ergibt bei Frau Studer keinen Sinn. Die Hypothek ist im Vergleich zum Immobilienwert bereits tief. Dies hat auch damit zu tun, dass die Immobilienpreise in den letzten 20 Jahren so massiv angestiegen sind. Diese Situation teilt Frau Studer mit anderen Immobilienbesitzern: Viele wissen gar nicht, dass sie durch die Preissteigerungen in den letzten Jahren heute eine tiefe Belehnung haben.
Zudem hat Frau Studer auf den Aktienanlagen einen langen Anlagehorizont und damit gute Renditechancen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rendite auf den Geldanlagen höher ist als der Zinssatz bei der Hypothek, ist relativ hoch. Steigen die Zinsen sehr stark an, kann die Situation neu beurteilt werden. Durch Kontoguthaben und die Sparquote besteht die Möglichkeit, auch später zu amortisieren. Bei Saron-Hypotheken kann entweder nach einer kurzen Anzeigefrist oder beim Auslaufen des Rahmenvertrags amortisiert werden. Die meisten Rahmenverträge laufen drei Jahre.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro: keine Amortisation
In diesem Fall besteht eine tiefe Belehnung. Aus diesem Grund ergibt es wenig Sinn, die Hypothek zurückzuzahlen. Einen Liquiditätspuffer von rund 100 000 Franken für Notfälle erachten wir als sinnvoll. Anlagen werfen im langjährigen Durchschnitt eine bessere Rendite ab als die Ersparnisse, die durch die tiefere Zinsbelastung bei einer Amortisation entstehen. Bei einem allfälligen weiteren Zinsanstieg sind Mittel für eine Amortisation vorhanden, so dass dies zu einem späteren Zeitpunkt nochmals überprüft werden kann.
Empfehlung von der UBS: Weiterführung Saron-Hypothek / keine Amortisation
Geht man von historisch durchschnittlichen Aktienrenditen aus, sollten diese höher ausfallen als die zu zahlenden Hypothekarzinsen. Die Belehnung der Liegenschaft ist mit rund 42 Prozent sehr tief. Solange sich das Einkommen von Frau Studer nicht verändert, läuft Frau Studer keine Gefahr, ihre Hypothek (teil)amortisieren zu müssen. Sollten die Hypothekarzinsen jedoch stark ansteigen, ist es ratsam, die Situation neu beurteilen zu lassen.
Rentner-Ehepaar Pino & Stefanie Moreno
Das Rentnerpaar Moreno lebt in einer Doppelhaushälfte. Sie möchten so lange wie möglich auch im Alter im Haus bleiben und fühlen sich sehr wohl. Sie sind aber überrascht, wie stark die Zinsen gestiegen sind, und wollen die Zinskosten reduzieren. Sie haben im Dezember 2017 eine fünfjährige Festhypothek zu einem Zinssatz von 1,1 Prozent abgeschlossen. Sie überlegen sich deshalb, ob sie die Hypothek reduzieren sollten, um Zinskosten zu sparen.
Empfehlung von Florian Schubiger: keine Amortisation
Auch wenn es verlockend ist, die Hypothek im Alter so stark wie möglich zu amortisieren, sollten es die Morenos nicht tun. Die Belehnung ist schon jetzt sehr tief, und der Grossteil ihres Vermögens ist in der Immobilie gebunden. Würden sie noch mehr amortisieren, bestünde die Gefahr, dass sie irgendwann einen Liquiditätsengpass hätten. Morenos haben schon jetzt ein Gesamtvermögen von deutlich mehr als 1 Million Franken. Nur einen kleinen Teil davon können sie zur Bestreitung des Lebensunterhalts verwenden. Die Kontoguthaben von 150 000 Franken sollten sie als Sicherheit nicht auch noch in der Immobilie binden, sondern als Sicherheitsreserve behalten.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro: eher keine Amortisation
Grundsätzlich ist eine Amortisation in diesem Fall nicht notwendig, da die Belehnung sehr tief ist. Eine gewisse Liquiditätsreserve ist sinnvoll, auch um höhere Zinsen in Zukunft durch allfällige spätere Amortisationen abzufedern. Unbedingt in die Betrachtung mit einzubeziehen sind allfällige grössere Investitionen – zum Beispiel in die Heizung oder die Fassadensanierung –, da häufig eine spätere Wiederauszahlung der Hypothek schwierig wird. Dies ist auch relevant unter dem Aspekt, dass einer der Ehepartner verstirbt und danach das Einkommen tiefer ausfällt.
Empfehlung von der UBS: Hypothek verlängern
Obwohl Herr und Frau Moreno konservative Anleger sind und die Hypothekarkosten höher sind als die Erträge auf der Kontolösung, raten wir in diesem Fall dazu, die Hypothek zu verlängern. Morenos haben lediglich 150 000 Franken liquide Mittel zur Verfügung. Wir wissen nicht, ob ihre Renteneinkommen sämtliche Lebenshaltungskosten decken und ausserdem Spielraum lassen, um auf unvorhergesehene Ausgaben wie grössere Reparaturen oder hohe Arztrechnungen reagieren zu können. Unseres Erachtens bringt Familie Moreno die Flexibilität der Sparkontolösung mehr als die Reduktion der Kosten der Hypothek.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
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Schweizer Immobilienbesitzer haben im internationalen Vergleich hohe Hypothekarschulden, die sie oftmals nicht begleichen. Ist mit den steigenden Kreditzinsen die Zeit gekommen, die Hypothekarschulden nach Möglichkeit zu reduzieren?
Bernhard Bircher-Suits (Text), Anja Lemcke (Illustration)
Es tönt paradox: Schweizer Privathaushalte haben in Westeuropa sowohl die höchsten Netto-Finanzvermögen als auch die höchsten Schulden. Gemäss der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestehen die finanziellen Verpflichtungen der privaten Haushalte im Wesentlichen aus Hypotheken und Konsumkrediten.
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Ende 2020 beliefen sich die finanziellen Verpflichtungen der Haushalte auf insgesamt 934 Milliarden Franken. Ende 2000 lag der Schuldenberg der Schweizer Haushalte noch bei 480 Milliarden Franken. Von den gesamten Kreditverpflichtungen entfielen Ende 2020 95 Prozent auf Hypotheken (Vorjahr: 91 Prozent).
Das Ende der ultratiefen Zinsen
Hypothekar-Schuldner wurden in den letzten zehn Jahren mit tiefen Zinsen «verwöhnt». Im Idealfall haben die Kreditnehmenden in der nun endenden Tiefzinsphase für die Hochzinsphase Reserven gebildet oder das Ersparte für den Abbau ihrer Hypothek eingesetzt. Denn höhere Zinsen schmerzen – je nach individueller Restlaufzeit einer bestehenden Hypothek – früher oder später alle Kreditnehmenden.
Die Hypothekarzinsen sind stark gestiegen. Der Zinsindex der Plattform Hypotheke.ch stand Ende November bei 2,43 Prozent. Vor einem Jahr hatte er noch 1,06 Prozent betragen. Dies zeigt eine deutliche Erhöhung der Finanzierungskosten. Steigt der Index um 0,01 Prozentpunkte, so bedeutet dies, dass sich die Zinskosten einer Hypothek über 800 000 Franken pro Jahr um 80 Franken verteuern. Im vergangenen Jahr hat sich eine solche Hypothek also um 10 960 Franken im Preis erhöht.
Wie sich die Hypothekarzinsen weiterentwickeln, hängt stark von der Geldpolitik der Nationalbanken ab. Bekommen die Zentralbanken die Inflation nicht unter Kontrolle, dürften weitere Leitzinserhöhungen anstehen und damit auch die Hypozinsen weiter steigen. Eine globale Wirtschaftsflaute könnte sie aber auch wieder nach unten drücken oder zumindest ihren Auftrieb dämpfen.
Hypozinsen sind steuerlich absetzbar
Die Zinshöhe spielt bei der Überlegung, ob eine Hypothekarschuld amortisiert beziehungsweise zurückbezahlt werden soll oder nicht, eine wesentliche Rolle. Ein Rechenbeispiel: Zahlt ein Kreditnehmer bei einem Zinssatz von 2,2 Prozent 100 000 Franken der Hypothek an die Bank zurück, spart er pro Jahr 2200 Franken an Zinskosten. Bei einem Zinssatz von 1,2 Prozent sind es lediglich 1200 Franken. Je höher der Zinssatz ist, desto mehr lohnt es sich somit, die Hypothek zu tilgen.
Gut zu wissen: Die Abzahlung einer Hypothek im zweiten Rang ist Pflicht. Im Gegensatz zur zweiten Hypothek ist die Rückzahlung einer ersten Hypothek hingegen freiwillig. Eine Rückzahlung kann bei einer Festhypothek nur nach Laufzeitende ohne teure Strafgebühr – die sogenannte «Vorfälligkeitsentschädigung» – vorgenommen werden.
Dennoch gibt es je nach Ausgangslage gute Gründe, die Hypothek zu amortisieren, sofern ein Kreditnehmer über freies Kapital verfügt. Andere Faktoren sprechen dagegen – wie zum Beispiel die steuerliche Absetzbarkeit von Hypothekarzinsen. Sie ist für viele Kreditnehmende mit ein Grund, Kredite stehen zu lassen.
Renditechancen wegen Amortisierung verpassen
Nutzt ein Wohneigentümer liquide Mittel zur Amortisation der Hypothek, steht dieses Geld nicht für andere, allenfalls gewinnträchtigere Investitionen zur Verfügung. Das ist ebenfalls zu beachten.
Wie viel Rendite jemand mit Wertschriften verpasst, hängt von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine Annahme: Jemand investiert in risikobehaftete Aktien und erzielt eine jährliche Rendite von drei Prozent. Dann ist diese Rendite in der Regel höher als die Zinsersparnis bei einer Amortisation. In diesem Fall fährt ein Kreditnehmer mit einer Amortisierung schlechter.
Investiert jemand hingegen in sicherere Staatsanleihen oder parkiert sein Geld auf dem Sparkonto, ist die Rendite deutlich weniger hoch. Dann profitiert man stärker von der Zinsersparnis infolge der Amortisation als von der Rendite aus den Investitionen.
Inflation verkleinert die Hypothekarschuld laufend
Der Entscheid zu «Rückzahlung oder nicht?» hängt auch davon ab, wie hoch der offerierte Zins für eine neue Hypothek ist. Ist die Inflation – im Oktober dieses Jahres lag sie bei 3 Prozent – höher als der offerierte Zinssatz, verkleinern sich die Schulden laufend. Solche Kreditnehmer könnten also mit einer Amortisation zuwarten. Hypotheken ohne fixe Laufzeit werden in Zeiten steigender Inflation in der Regel teurer. Dann kann es sich lohnen, das Darlehen zu amortisieren.
Wer vor allem auf Sicherheit setzt und genügend freie Mittel oder grosse Vorsorgeguthaben hat, wählt die Amortisation – ganz nach dem Motto: Lieber schuldenfrei im Alter und unabhängig von Kreditgebern. Im Einzelfall kann eine (vollständige) Amortisation der Hypothek aber Nachteile bringen: Vor allem dann, wenn nach der Abzahlung nicht mehr genügend Liquidität vorhanden ist. Es gilt daher, die Hypothek nur so weit zu reduzieren, dass mindestens ein paar zehntausend Franken als Barreserve für Unvorhergesehenes verfügbar bleiben. Der Grund: Banken verwehren Pensionierten mit tiefen Renteneinkommen eine Wiederaufstockung der Hypothek.
Jeder Fall ist anders gelagert
Eine generelle Empfehlung für oder gegen die freiwillige Amortisation gibt es folglich nicht. Es gilt die individuellen Faktoren zu betrachten und die eigene Finanzsituation zu prüfen. Hypothekarnehmerinnen und -nehmern stellen sich folgende Fragen:
Wie sieht meine finanzielle Situation aus?
Spare ich mehr, wenn ich weniger Zinsen zahlen muss, oder ist der Steuervorteil dank den Abzugsmöglichkeiten grösser?
Kann ich eine höhere Rendite mit dem Geld erzielen, als ich an Zinsen spare?
Brauche ich viel Liquidität, oder kann ich es mir leisten, die Hypothek zu amortisieren?
Drei Experten geben Empfehlungen
Die NZZ hat in Zusammenarbeit mit dem Hypothekarspezialisten Florian Schubiger von Hypotheke.ch drei reale, anonymisierte Hypo-Schuldnerprofile zusammengestellt. Experten von Hypotheke.ch, UBS und Raiffeisen Zürich geben für alle drei Lebenssituationen Empfehlungen ab. Die Leitfrage lautete: abzahlen oder nicht?
Ehepaar Charlene & Daniel Müller
Das Ehepaar Müller wohnt in einem Reiheneinfamilienhaus in Zürich. Sie weisen eine niedrige Risikobereitschaft bei Geldanlagen aus. Sie haben deshalb ihr Vermögen auf einem Konto bei einer Kantonalbank. Sie haben keine Wertschriften. Ihre Hypothek wird per 31. 10. 2022 fällig. Sie haben von ihrer Hausbank eine Offerte von 2,7 Prozent Zins für eine zehnjährige Festhypothek erhalten, welche sie annehmen möchten.
Empfehlung von Florian Schubiger (Hypotheke.ch): Hypothek amortisieren
Herr und Frau Müller sollten sich überlegen, die Hypothek zu reduzieren. Einerseits erhalten sie auf dem Konto kaum Zinsen, müssen für die Hypothek aber mehr als 20 000 Franken Zinsen pro Jahr bezahlen. Wenn sie die Hypothek amortisieren, verringern sie die Zinslast und haben auf der anderen Seite kaum Mindererträge, weil die Zinsen auf dem Konto so tief sind. Auch nach einer Amortisation besteht keine Gefahr, dass sie in einen Liquiditätsengpass geraten, da sie ja über eine gewisse Sparquote verfügen.
Mit einer Amortisation haben sie einen weiteren Vorteil: Sie können besser über den Hypothekarzinssatz verhandeln, weil die Hypothek tiefer ist und die Belehnung dann unter 65 Prozent fällt (Stichwort Bonität / Rating der Kreditnehmer). Die Belehnung und die Tragbarkeit sind die zwei wichtigsten Einflussfaktoren beim Zinssatz. Wer die Hypothek amortisiert, verbessert gleichzeitig beide Faktoren und kann mit einem deutlich besseren Zinssatz rechnen. Gut zu wissen: Bei einer so tiefen Belehnung offerieren auch Pensionskassen, Anlagestiftungen und Versicherungen sehr gute Zinsen bei Hypotheken. Es kann sich lohnen, weitere Offerten für die Erneuerung der Hypothek einzuholen.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro (Raiffeisenbank Zürich): Abzahlung der zweiten Hypothek
Die Abzahlung der zweiten Hypothek erscheint in diesem Fall als sinnvoll. Allenfalls könnte auch mehr amortisiert werden, bis zu einem Betrag von etwa 250 000 Franken, da die Gelder nur auf dem Konto liegen und keine Anlagen getätigt werden. Die tiefen Zinserträge auf dem Konto und die Inflation sprechen dafür, ebenso wie die weiteren Kennzahlen des Ehepaares.
Zu berücksichtigen gilt es den Zinsabzug zum Eigenmietwert. Dieser fällt bei höheren Zinsen wieder stärker ins Gewicht und muss bei dem Entscheid ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden. Die Eheleute sind zwar erst knapp 50, dennoch könnte auch das Einkaufspotenzial für die Pensionskasse überprüft werden. Es bestünde wohl die Möglichkeit, dort einzuschiessen, was wir als sinnvoller erachten, als zu viel zu amortisieren.
Empfehlung von der UBS: Teilrückzahlung der Hypothek/Amortisation
Aufgrund dessen, dass die Kunden ihr gesamtes Sparguthaben auf einem Konto haben und eine niedrige Risikobereitschaft aufweisen, sind die Zinskosten der Hypothek höher als die Erträge, welche auf dem Kontoguthaben erzielt werden. Auch wenn man die Steuerersparnis, welche Herr und Frau Müller durch den Abzug des Hypothekarzinses erzielen, mit einberechnet, sind die Kosten für die Hypothek noch immer höher als die Nettoerträge auf dem Konto.
Single Julia Studer
Frau Studer lebt alleine in ihrer Eigentumswohnung. Sie legt ihr Geld seit vielen Jahren selber in Aktien an. Sie spart damit in erster Linie für die Pensionierung. Seit dem Kauf der Eigentumswohnung vor über zehn Jahren hat Frau Studer eine Libor-Hypothek, die 2021 in eine Saron-Hypothek umgewandelt wurde. Sie ist damit gut gefahren und kann steigende Zinsen gut verkraften. Sobald der Saron nicht mehr negativ ist, steigt auch der Zinssatz für die Hypothek von Frau Studer im Gleichschritt mit dem Saron-Zins an. Ein Wechsel in eine Festhypothek kommt nach dem Zinsanstieg für Frau Studer nicht mehr infrage.
Empfehlung von Florian Schubiger: keine Amortisation
Eine Amortisation der Hypothek ergibt bei Frau Studer keinen Sinn. Die Hypothek ist im Vergleich zum Immobilienwert bereits tief. Dies hat auch damit zu tun, dass die Immobilienpreise in den letzten 20 Jahren so massiv angestiegen sind. Diese Situation teilt Frau Studer mit anderen Immobilienbesitzern: Viele wissen gar nicht, dass sie durch die Preissteigerungen in den letzten Jahren heute eine tiefe Belehnung haben.
Zudem hat Frau Studer auf den Aktienanlagen einen langen Anlagehorizont und damit gute Renditechancen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rendite auf den Geldanlagen höher ist als der Zinssatz bei der Hypothek, ist relativ hoch. Steigen die Zinsen sehr stark an, kann die Situation neu beurteilt werden. Durch Kontoguthaben und die Sparquote besteht die Möglichkeit, auch später zu amortisieren. Bei Saron-Hypotheken kann entweder nach einer kurzen Anzeigefrist oder beim Auslaufen des Rahmenvertrags amortisiert werden. Die meisten Rahmenverträge laufen drei Jahre.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro: keine Amortisation
In diesem Fall besteht eine tiefe Belehnung. Aus diesem Grund ergibt es wenig Sinn, die Hypothek zurückzuzahlen. Einen Liquiditätspuffer von rund 100 000 Franken für Notfälle erachten wir als sinnvoll. Anlagen werfen im langjährigen Durchschnitt eine bessere Rendite ab als die Ersparnisse, die durch die tiefere Zinsbelastung bei einer Amortisation entstehen. Bei einem allfälligen weiteren Zinsanstieg sind Mittel für eine Amortisation vorhanden, so dass dies zu einem späteren Zeitpunkt nochmals überprüft werden kann.
Empfehlung von der UBS: Weiterführung Saron-Hypothek / keine Amortisation
Geht man von historisch durchschnittlichen Aktienrenditen aus, sollten diese höher ausfallen als die zu zahlenden Hypothekarzinsen. Die Belehnung der Liegenschaft ist mit rund 42 Prozent sehr tief. Solange sich das Einkommen von Frau Studer nicht verändert, läuft Frau Studer keine Gefahr, ihre Hypothek (teil)amortisieren zu müssen. Sollten die Hypothekarzinsen jedoch stark ansteigen, ist es ratsam, die Situation neu beurteilen zu lassen.
Rentner-Ehepaar Pino & Stefanie Moreno
Das Rentnerpaar Moreno lebt in einer Doppelhaushälfte. Sie möchten so lange wie möglich auch im Alter im Haus bleiben und fühlen sich sehr wohl. Sie sind aber überrascht, wie stark die Zinsen gestiegen sind, und wollen die Zinskosten reduzieren. Sie haben im Dezember 2017 eine fünfjährige Festhypothek zu einem Zinssatz von 1,1 Prozent abgeschlossen. Sie überlegen sich deshalb, ob sie die Hypothek reduzieren sollten, um Zinskosten zu sparen.
Empfehlung von Florian Schubiger: keine Amortisation
Auch wenn es verlockend ist, die Hypothek im Alter so stark wie möglich zu amortisieren, sollten es die Morenos nicht tun. Die Belehnung ist schon jetzt sehr tief, und der Grossteil ihres Vermögens ist in der Immobilie gebunden. Würden sie noch mehr amortisieren, bestünde die Gefahr, dass sie irgendwann einen Liquiditätsengpass hätten. Morenos haben schon jetzt ein Gesamtvermögen von deutlich mehr als 1 Million Franken. Nur einen kleinen Teil davon können sie zur Bestreitung des Lebensunterhalts verwenden. Die Kontoguthaben von 150 000 Franken sollten sie als Sicherheit nicht auch noch in der Immobilie binden, sondern als Sicherheitsreserve behalten.
Empfehlung von Andrea Steinmann Mascaro: eher keine Amortisation
Grundsätzlich ist eine Amortisation in diesem Fall nicht notwendig, da die Belehnung sehr tief ist. Eine gewisse Liquiditätsreserve ist sinnvoll, auch um höhere Zinsen in Zukunft durch allfällige spätere Amortisationen abzufedern. Unbedingt in die Betrachtung mit einzubeziehen sind allfällige grössere Investitionen – zum Beispiel in die Heizung oder die Fassadensanierung –, da häufig eine spätere Wiederauszahlung der Hypothek schwierig wird. Dies ist auch relevant unter dem Aspekt, dass einer der Ehepartner verstirbt und danach das Einkommen tiefer ausfällt.
Empfehlung von der UBS: Hypothek verlängern
Obwohl Herr und Frau Moreno konservative Anleger sind und die Hypothekarkosten höher sind als die Erträge auf der Kontolösung, raten wir in diesem Fall dazu, die Hypothek zu verlängern. Morenos haben lediglich 150 000 Franken liquide Mittel zur Verfügung. Wir wissen nicht, ob ihre Renteneinkommen sämtliche Lebenshaltungskosten decken und ausserdem Spielraum lassen, um auf unvorhergesehene Ausgaben wie grössere Reparaturen oder hohe Arztrechnungen reagieren zu können. Unseres Erachtens bringt Familie Moreno die Flexibilität der Sparkontolösung mehr als die Reduktion der Kosten der Hypothek.