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Schweizer Immobilienmarkt mit regionalen Ausreissern im Juli


Schweizer Immobilienmarkt mit regionalen Ausreissern im Juli

Im Durchschnitt haben sich die Preise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum im Ferienmonat Juli kaum bewegt. Im beiden Kategorien gibt es aber regionale Ausreisser.

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen haben sich im Schweizer Durchschnitt im Vergleich zum Vormonat kaum verändert. Nach den intensiven Marktbewegungen der vergangenen Monate habe der Eigenheimmarkt im Ferienmonat Juli eine Verschnaufpause eingelegt, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Markterhebung vom Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI und Immoscout24.

Die Preise für Einfamilienhäuser waren zum Vormonat unverändert, und im Vergleich zum Vorjahreswert betrug das Plus 3,2 Prozent. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen auf Monatssicht im Schnitt lediglich um 0,1 Prozent und zum Vorjahr um 3,8 Prozent.

(Grafik: IAZI/Immoscout24)

Bei den Eigenheimpreisen habe die Grossregion Zürich als einzige ein spürbares Plus von 1,2 Prozent verzeichnet. Im Tessin (plus 0,2 Prozent), in der Nordwestschweiz (+0,1 Prozent) und in der Genferseeregion (+0,1 Prozent) legen die Preise hingegen kaum zu. Rückläufig waren die Preise insbesondere in der Ostschweiz (-0,9 Prozent) sowie in der Zentralschweiz und im Mittelland (je -0,3 Prozent).

In der Nordwestschweiz stiegen die Angebotspreise für Stockwerkeigentum deutlich um 2,3 Prozent. Im Tessin war es ein Plus von 0,5 Prozent. Stabile Preise wurden im Mittelland (+0,1 Prozent) und in der Ostschweiz (unverändert) registriert. Rückgänge wiesen die Zentralschweiz (-1,1 Prozent), die Grossregion Zürich (minus 0,3 Prozent) und die Genferseeregion (-0,4 Prozent) auf.




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Schweizer Wohneigentumspreise zeigen im Juli wenig Bewegung


07.08.2025, 09:5207.08.2025, 09:52

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in der Schweiz haben im Juli eine Verschnaufpause eingelegt. Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Immobilienwerte laut Immoscout24 nicht oder kaum verändert.

Während die Preise für Einfamilienhäuser im Juli stabil blieben, verteuerten sich Eigentumswohnungen sich im Schnitt um geringe 0,1 Prozent, wie einer Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Einzig in der Region Zürich sei ein «wahrnehmbarer» Anstieg der Preise verzeichnet worden. Dort seien die Preise um 1,2 Prozent gestiegen. Auf der anderen Seite registrierte man vor allem in der Ostschweiz einen Rückgang (-0,9%).

Gleichzeitig hätten im Vergleich zum Vormonat mehr Häuser und Wohnungen zum Verkauf gestanden. Längerfristig betrachtet habe sich das Angebotsvolumen aber unter dem Durchschnitt bewegt.

Der IAZI-Index bildet nicht die effektiven Verkaufspreise ab, sondern beruht auf den Immobilien-Angebotspreisen. Damit veranschaulicht er eher die Erwartungshaltung der Verkäufer als die tatsächliche Preisentwicklung. (sda/awp)

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Hypotheken: Banken buhlen mit tiefen Zinsen


Publiziert

SNB-NullzinspolitikJetzt buhlen die Banken mit tiefen Zinsen um Hypothekarnehmende

Der Zinsentscheid der Nationalbank wirkt sich auf die Konditionen von Festhypotheken aus. So tief sind die Zinsen im Juni gesunken.

Hypothek in der Schweiz: Darum gehts

  • Die SNB hat den Leitzins auf 0 Prozent gesenkt, was die Hypothekarzinsen drückt.

  • Die Banken bieten nun tiefere Zinsen für Festhypotheken an, um Kunden zu gewinnen.

  • Der Wettbewerb unter den Banken hat sich intensiviert, da sie mit mehr Kundinnen und Kunden die tieferen Margen ausgleichen wollen.

Die Inflation hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt, während der Franken stärker wurde. Darauf reagierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit einer erneuten Senkung des Leitzinses auf 0 Prozent. Die Folge: Die Hypothekarzinsen der Banken kommen unter Druck.

Denn: Die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen lag Ende Juni bei 0,41 Prozent. Das sind 0,10 Prozentpunkte weniger als Ende März mit 0,51 Prozent. Auch die Refinanzierungskosten der Banken, sogenannte Swaps, sind gesunken. Dreijährige Swaps sind erstmals wieder negativ.

Weil die Banken ihre individuelle Marge auf den Swap-Satz addieren, wirkt sich die Veränderung direkt auf die Konditionen von Festhypotheken aus.

Zinsen für langfristige Hypotheken fallen

Die von über 30 Kreditinstituten öffentlich publizierten Referenzzinsen für zehnjährige Festhypotheken lagen am 30. Juni bei 1,77 Prozent. Ende März betrugen sie noch 1,92 Prozent, also 0,15 Prozentpunkte mehr, wie der Vergleichsdienst Comparis mitteilt.

Der Richtsatz für 5-jährige Festhypotheken lag am 30. Juni bei 1,40 Prozent. Das sind 0,23 Prozentpunkte niedriger als Ende März mit 1,63 Prozent.

Die Banken dürften nun versuchen, die sinkenden Margen durch ein höheres Volumen auszugleichen, sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert. «Dadurch wird der Wettbewerb intensiviert. Und die grossen Anbieter buhlen nun verstärkt mit attraktiven Konditionen um die Gunst der Hypothekarnehmenden.»

So gibt es zu den Richtsätzen noch grossen Spielraum. Die vom Comparis-Hypothekenpartner Hypoplus tatsächlich ausgehandelten Abschlüsse sind deutlich tiefer: Der beste ausgehandelte Zins für eine zehnjährige Festhypothek betrug am 30. Juni 1,37 Prozent. Demgegenüber liegt der Richtsatz bei 1,77 Prozent.

Es ist also ein beträchtliches Sparpotenzial vorhanden, wie die Berechnung von Comparis zeigt. Im Vergleich zum Top-Zinssatz von Hypoplus am 30. Juni mit dem Richtsatz lassen sich bis zu 36’000 Franken bei einer Hypothek von 750’000 Franken sparen.

Auch die kurzfristigen Saron-Hypotheken wurden günstiger. Nach der SNB-Leitzinssenkung auf 0 Prozent bewegt sich der Saron mit minus 0,03 Prozent sogar im negativen Bereich. Vertraglich gilt in diesem Fall aber immer ein Wert von 0 Prozent. «Die Höhe von Saron-Hypotheken wird nun ausschliesslich von der Bankenmarge bestimmt. Nur wenn die Banken ihre Margen verringern, können sich Saron-Hypotheken vergünstigen», so Renkert.

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Immobilien Schweiz: Die Hypothekarzinsen in der Schweiz tauchen nach dem Zollschock ab


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Die Hypothekarzinsen in der Schweiz tauchen nach dem Zollschock ab



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SPA Immobilien Schweiz wächst in H1


Der Wert des Portfolios der Anlagegruppe hat sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um rund 300 Millionen auf 4,3 Milliarden Franken erhöht.

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Die Swiss Prime Anlagestiftung vermeldet für ihre Anlagegruppe «SPA Immobilien Schweiz» im 1. Halbjahr eine kumulierte Anlagerendite von 2,41%. Der Vergleichswert der Vorjahresperiode lag bei 1,79%. Durch Zukäufe und Projekte erhöhte sich der Verkehrswert des Immobilienportfolios von 4,0 Mrd. auf 4,3 Mrd. CHF. Erworben hat die Anlagegruppe ein Portfolio mit Objekten in Wangen bei Olten, Lyss und Egnach. Zudem gab es eine Arrondierung in Zürich-Seebach (Landhusweg 2/6/8). Dadurch wird das laufende Entwicklungsprojekt Schaffhauserstrasse optimiert, schreibt die SPA.

Eine im Juni vollzogene Emission in Höhe von 150 Mio. CHF wurde wegen hoher Nachfrage auf 250 Mio. CHF aufgestockt (IB berichtete).

Bei dem erworbenen Portfolio handelt es sich um die Liegenschaften Langackerstrasse 29, 31, 32, 34 in Wangen b. Olten, Luxburgstrasse 11/Wilenstrasse 3 in Egnach sowie Bernstrasse 27, 29, 29a, 29b in Lyss. Der Verkehrswert beläuft sich laut Geschäftsbericht auf total 24,8 Mio. CHF. Die Immobilien gehörten laut IB-Recherchen davor zum Portfolio der Anlagestiftung Assetimmo. (aw)

 

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Zürich: Hotelkette «Mama Shelter» erstmals in der Schweiz


Unweit des Bahnhofs Oerlikon eröffnet die Accor-Tochter in einem umgebauten Hochhaus, das einem Immobilienfonds gehört.

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In der Schulstrasse 44 in Zürich-Oerlikon hat Accor ein Hotel seiner Kette «Mama Shelter eröffnet». Die Immobilie gehört dem früheren CS-Fonds Real Estate Fund Hospitality, der die Sanierung und Umnutzung des Hochhauses unter dem Projektnamen «Oerlikon One» angestossen hatte. Ende Juli begann der Betrieb des Hotels, das 178 Zimmer umfasst. Es ist das erste Haus des Formats in der Schweiz und das 19. weltweit und umfasst ein Restaurant, eine begrünte Terrasse, eine Bar, einen Festsaal, Coworking-Bereiche, Bouleplätzen, Tischtennis, Flipperautomaten und einen Fitnessraum.

Das Konzept für die Kette stammt von Serge Trigano, einem der Mitbegründer von Club Med. «Der Brutalismus, der die Architektur Oerlikons prägt, erhält bei Mama Shelter eine verspielte, farbenfrohe und fröhliche Interpretation», schreibt Accor in einer Medienmitteilung. Das Interrieur ist bunt und verspielt gehalten, voller Bezüge auf die Schweiz und Schweizer Clichés. Die flexibel konfigurierbaren Eventflächen verfügen über 80 bis 260 qm. (aw)

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Homegate und Co. unter Druck


Der Traffic von Immobilienportalen wie Homegate und Immoscout24 ist laut Schätzungen rückläufig. Die Swiss Marketplace Group bestreitet das – und plant einen milliardenschweren Gang an die Börse.

Für viele beginnt die Immobiliensuche heute nicht mehr auf Homegate oder Immoscout24 – sondern mit einem Chatbot. Wer sich von Systemen wie Chat-GPT oder Perplexity unterstützen lässt, erhält nicht bloss eine Liste von Inseraten, sondern auch eine vorgefilterte Auswahl: eine 3-Zimmer-Wohnung in Zürich Nord, unter 2000 Franken Miete, mit Balkon?

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Die Resultate erscheinen innert Sekunden – oft plattformübergreifend, verlinkt mit Angeboten von Maklern, Projektentwicklern und lokalen Bauträgern. Angereichert mit Zusatzinformationen wie Preisvergleichen, Bezugsterminen oder Lageanalysen. Die klassische Suchmaske wirkt wie aus der Zeit gefallen.

Die neue Konkurrenz heisst Chat-GPT

Der Digitalisierungsexperte Heinz Schwyter hat kürzlich neue Zahlen publiziert, die für Aufsehen sorgen. Gemäss dem Analyse-Tool Similarweb verzeichnen die grossen Portale rückläufige Besucherzahlen. So sei der Traffic von Immoscout24 und Homegate in den Monaten Februar und Juni gegenüber den Vorjahresmonaten um rund 15 bis 20 Prozent zurückgegangen.

«Neue Studien aus den USA und Deutschland zeigen ein verändertes Klickverhalten bei der Online-Suche», sagt Schwyter, der bis 2015 CEO von Homegate war und danach seine eigene Beratungsfirma gründete. «Statt sich durch eine Vielzahl von Websites zu klicken, schauen sich viele Nutzer zuerst die von Chat-GPT, Gemini oder Perplexity generierte KI-Übersicht an.»

Die Swiss Marketplace Group (SMG), Betreiberin der beiden Immobilienportale, widerspricht dieser Darstellung: «Die Aussage, der Traffic gehe zurück, können wir nicht bestätigen», sagt eine Sprecherin.

Die hauseigenen Zahlen zeigten stabile Werte auf hohem Niveau – besonders unter Berücksichtigung der App-Nutzung, die rund 40 Prozent des Gesamt-Traffics ausmache, aber in Similarweb nicht enthalten sei. Die Betreiber der grossen Portale legen die von ihnen selbst erhobenen Zugriffszahlen allerdings nicht offen.

Disruption vor dem Börsengang?

Die SMG ist ein mächtiger Player: Das Unternehmen vereint Ricardo, Tutti, Autoscout24, Immoscout24, Homegate und weitere Plattformen unter einem Dach. Mit rund 850 Vollzeitstellen, einem Umsatz von über 300 Millionen Franken und operativen Margen von über 50 Prozent ist SMG eine der profitabelsten Digitalfirmen der Schweiz. Ein Börsengang wird seit Jahren vorbereitet.

In der Immobilienbranche erwartet man den IPO auf diesen Herbst. Doch zum konkreten Zeitplan ist derzeit nichts bekannt. Auf Anfrage heisst es nur: «Die Aktionäre der SMG haben noch keine Entscheidung über den möglichen Zeitpunkt getroffen.» In der Branche war von einer Bewertung zwischen 4 und 5 Milliarden Franken die Rede. Beobachter gehen davon aus, dass sich eine Verschiebung angesichts neuer KI-Technologie zum Nachteil von SMG auswirken könnte.

Die rasche Verbreitung von KI, die anhaltende Kritik an der Preispolitik der SMG und der Ruf nach mehr Wettbewerb lassen die Erfolgsgeschichte in einem neuen Licht erscheinen – garantiert ist sie nicht mehr.

«Wenn KI-Systeme künftig direkt auf die Websites von Maklern und Bewirtschaftern zugreifen, müssen diese ihre Angebote entsprechend gestalten und aktuell verfügbar halten», sagt Jan Eckert, CEO des Immobiliendienstleisters JLL Schweiz. Das könnte den Markt effizienter und schneller machen – und die Rolle klassischer Portale «grundlegend verändern». Es sei gut möglich, dass Chat-GPT oder andere KI-gestützte Systeme künftig die Rolle klassischer Immobilienplattformen übernähmen.

Wer auffindbar ist, gewinnt

Viele Vermarkter halten an den bekannten Portalen fest – doch wie lange noch? Immer mehr Makler setzen auf digitale Eigenständigkeit und machen sich technologisch unabhängig von den grossen Plattformen. Einer von ihnen ist Claude Ginesta, CEO von Ginesta Immobilien: «Wir investieren gezielt in unsere digitale Sichtbarkeit und bereiten unsere Website so auf, dass sie für KI-Systeme optimal lesbar ist», erklärt er. Ginesta ist Verwaltungsratspräsident der Next Property AG, die das Portal Newhome als Alternative zu den Angeboten der SMG propagiert.

Er ist überzeugt, dass sich die Balance zugunsten von Maklern verschiebt, die technologisch voraus sind. «Es geht dabei nicht allein um eine strategische Entscheidung», so Ginesta weiter, es sei auch «wirtschaftlich sinnvoll». Eine gut strukturierte und für KI lesbare Darstellung der Immobilienangebote auf der eigenen Website koste meist weniger als ein Top-Inserat auf einem grossen Portal.

Weniger Marktdominanz, mehr Konkurrenz

Auch bei Remax Schweiz, mit rund 250 Maklern in der ganzen Schweiz einer der grossen Player, beobachtet man die Entwicklung aufmerksam.

Remax führt nach eigenen Angaben permanent rund 2500 Kaufangebote auf der firmeneigenen Website. Seit zwei Jahren wird diese gezielt und mit grossem Aufwand für KI-Anwendungen optimiert, wie der CEO Rainer Jöhl erklärt. Die klassische, ausschliesslich auf Google ausgerichtete Suchmaschinenoptimierung sei ein Auslaufmodell.

Jöhl spricht von einer «fundamentalen Veränderung»: Junge Menschen suchten immer häufiger mit Sprachmodellen. Da sei es entscheidend, ob die eigenen Angebote auffindbar seien. Für Jöhl ist klar: «Die Konsumenten wollen mit wenigen Klicks ein relevantes Angebot finden. KI-Systeme ermöglichen das zunehmend.»

Der Trend sei auch international deutlich zu beobachten – insbesondere in den USA, wo Remax stark vertreten ist und dieselbe Entwicklung feststellt.

Auch Markus Schmidiger, Dozent für Immobilienwirtschaft an der Hochschule Luzern, erkennt einen tiefgreifenden Wandel: «Die grossen Plattformen werden weiterhin gebraucht – aber ihre Marktmacht und die Preispolitik der letzten Jahre lassen sich in dieser Form nicht mehr aufrechterhalten.» Neue Technologien wie KI und plattformübergreifende Suchsysteme könnten die Kräfteverhältnisse am Markt neu ordnen.

Abschottung zahlt sich nicht aus

Claude Ginesta warnt davor, dass grosse Immobilienportale ihre Inserate zunehmend hinter Log-ins verstecken könnten. «Wenn die Angebote für Suchsysteme wie Chat-GPT nicht mehr frei zugänglich sind, wird die KI vermehrt auf offene Quellen und Direktangebote von Maklern ausweichen», prophezeit er.

Die SMG versucht unterdessen beides: Sie hält ihre Angebote einerseits offen für die KI-gestützte Suche. Sie investiert anderseits in eigene KI-Features wie Chatbots oder Inserate-Optimierung – und betont die Verlässlichkeit ihrer Plattformen als Gegengewicht zu möglichen «Halluzinationen» und veralteten Informationen von generativer KI.

Der Börsengang von SMG dürfte einer der grössten der letzten Jahre werden – und fällt in eine Phase grundlegender technischer Umwälzungen. Noch ist offen, wie sich der Markt entwickelt. «Die Nutzer lernen schnell», sagt Jan Eckert. «Wenn sich das Verhalten ändert, wird auch die Rolle der Plattformen neu definiert. Die Branche steht mitten in dieser Transformation.»

Der Text wurde nachträglich um Angaben zu aktuellen und früheren Mandaten der Experten Heinz Schwyter und Claude Ginesta ergänzt.



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ULI Schweiz: Zwei neu Mitglieder im Executive Committee


Sabrina Contratto und Joëlle Zimmerli leiten eigene Planungsbüros und sind Verwaltungsrätinnen bei grossen Schweizer Immobilienunternehmen.

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Sabrina Contratto und Joëlle Zimmerli wurden zum 1. Juni in das Executive Committee des Urban Land Institute (ULI) in der Schweiz berufen.

Contratto ist Architektin ETH und Expertin für integrative Stadtentwicklung. Nach dem Architekturstudium an der ETH Zürich und einer Weiterbildung im Urban Management leitete sie 17 Jahre als Partnerin das international tätige Büro Baumschlager Eberle Zürich. 2018 gründete sie das Büro Cont–S, das an der Schnittstelle von Architektur und Raumplanung raumbezogene Daten und städtebauliches Fachwissen für Entwicklungsstrategien für Städte, Gemeinden und Areale verbindet. Sie ist Dozentin an der Ostschweizer Fachhochschule OST sowie an der Hochschule Luzern HSLU. Contratto ist Verwaltungsrätin der Mobimo, Mitglied der Commissione Urbanistica Lugano (CURB) sowie Expertin in nationalen Architektur- und Städtebauwettbewerben. Bei ULI will sie sich für das Thema Raum- und Stadtentwicklung und einen «sorgsamen Umgang mit Ressourcen, eine übergreifende Planung und die Sicherstellung attraktiver öffentlicher Räume» engagieren.

Joëlle Zimmerli ist Inhaberin und Geschäftsführerin des sozialwissenschaftlichen Planungs- und Entwicklungsbüros Zimraum GmbH mit Standort in Zürich. Die promovierte Planungs- und Architektursoziologin ist beratend im deutschsprachigen Raum tätig und doziert u.a. an der Technischen Universität Berlin im Masterstudiengang Real Estate Management. Zimmerli ist Verwaltungsrätin bei der börsenkotierten Immobilienfirma Zug Estates AG, Verwaltungsrätin bei Gartenmann Engineering und Vorstandsmitglied der Genossenschaft Homebase. Ihre Schwerpunkte liegen bei Affordable Housing, Social Sustainability, Wohnen im Alter und der Entwicklung von Mixed-Used Arealen. Sie vermittelt zwischen den Anliegen verschiedener Akteure aus der öffentlichen Hand, gemeinnützigen Trägerschaften und der Immobilienwirtschaft. Zimmerli erklärt den länderübergreifenden Dialog im Bereich bezahlbares Wohnen zu einem ihrer Schwerpunkte in ihrer Arbeit bei ULI. «Ziel ist es, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den europäischen ULI-Organisationen zu fördern, innovative Lösungsansätze sichtbar zu machen und gemeinsame Impulse für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung zu setzen.» (aw)

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Baloise: Sind Immobilien eine Alternative für Anleihen?


Anleger sind derzeit gefordert. Melanie Rama vom Baloise Asset Management ordnet die Lage der Finanzmärkte um Tiefzins, Dollarschwäche und Trump ein. 

In der Schweiz sind die Zinsen erneut sehr tief. Auf Sparkonten sind kaum noch Zinsen zu verdienen. Wie kam es dazu?

Die Schweizerische Nationalbank hat die Zinsen seit Anfang 2024 schrittweise gesenkt. Am 19. Juni 2025 erreichte der Leitzins schliesslich die Nullprozentmarke. Hauptgrund dafür ist die weiter gesunkene Inflation. 

Nachdem die Inflation im Jahr 2022 unter anderem aufgrund der Folgen der Coronavirus-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine stark gestiegen war, ist sie inzwischen wieder sehr niedrig beziehungsweise teils sogar negativ. 

Dies liegt daran, dass sich Lieferengpässe gelöst haben, die Energiepreise deutlich gefallen sind und der Schweizerfranken jüngst wieder aufgewertet hat.

Was sind interessante Anlageopportunitäten für Schweizer Investoren?

Im Tiefzinsumfeld sind dividendenstarke Aktien oder Immobilien zum Beispiel attraktiv. Auch Sachwerte wie Gold können eine sinnvolle Beimischung im Portfolio sein, insbesondere in dem aktuell politisch unsicheren Umfeld.

Die passende Anlagestrategie hängt jedoch vom Anlagehorizont und der Risikobereitschaft der Anleger ab. Das Vorgehen ist daher stets individuell.

Schweizer Immobilienfonds hatten in den vergangenen zwölf Monaten einen guten Lauf. Wie schätzen Sie das weitere Potenzial ein?

Aufgrund der fallenden Zinsen suchten Anleger zunehmend nach Alternativen bei Obligationen. Davon haben Anlagen im Immobilienbereich profitiert.

Nach der überdurchschnittlich starken Performance von Immobilien in den vergangenen zwölf Monaten mit +18 Prozent schätzen wir das weitere Potenzial nun allerdings geringer ein.

Im Schnitt bieten Immobilienfonds aber eine Ausschüttungsrendite von über 2 Prozent. Das ist im aktuellen Umfeld also sehr attraktiv.

Die Börsen stehen nach wie vor stark unter dem Einfluss des US-Präsidenten Donald Trump. Geht dies im laufenden Jahr so weiter? 

Ja, die Politik von Donald Trump bleibt eine treibende Kraft. Anleger reagieren jedoch zögerlicher auf seine Ankündigungen.

Angesichts Trumps wechselhafter Zollpolitik sprechen Analysten von TACO, was für «Trump Always Chickens Out» steht, also «Trump macht immer einen Rückzieher».

Somit ignorieren Anleger die Ankündigungen des US-Präsidenten zunehmend und warten auf Fakten.

Der Dollar wertete dieses Jahr zum Schweizerfranken schon rund 12 Prozent ab. Was sind die Gründe und wie können sich Anleger davor schützen?

Ein zentraler Treiber der Dollarschwäche ist die Politik von Trump.

Seine Handels- und Einwanderungspraktiken belasten die Wirtschaftsaussichten und damit auch den Dollar.

Durch Trumps Drohungen, den Chef der US-Zentralbank Jerome Powell zu entlassen und die Geldpolitik zu beeinflussen, hat sich das Vertrauen in den Dollar zusätzlich verschlechtert.

Die Unabhängigkeit der US-Notenbank ist von zentraler Bedeutung für die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik und die internationale Finanzstabilität.

Wer global investiert, also in verschiedene Währungsräume, kann das Währungsrisiko verteilen. Auch Produkte mit eingebauter Währungsabsicherung könnten sinnvoll sein.

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Jetzt mehr erfahren -> Baloise Blog für institutionelle Anleger

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Das Interview ist eine Kooperation von muula.ch mit Baloise.   



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„39 Prozent Strafzoll – ein Schock für die Schweizer Exportwirtschaft“


Markus Diem Meier, am Morgen des Schweizer Nationalfeiertags kam die Nachricht: Die USA führen 39 Prozent Strafzoll auf Schweizer Waren ein. Was ging Ihnen als Erstes durch den Kopf?

Markus Diem Meier: Ich muss ehrlich sagen: Das war ein extremer Schock. Wir hatten im Vorfeld schon geahnt, dass etwas kommt – es war angekündigt, und ich habe die internationalen Nachrichten genau verfolgt. Aber wir rechneten mit einer Erhöhung im Rahmen von 15 Prozent, wie wir sie aus dem EU-Vergleich kennen. 39 Prozent – das übertraf jede Erwartung.

Können Sie erklären, was das in der Praxis bedeutet?

Diem Meier: Nehmen wir die Uhrenbranche als Beispiel. Eine Marke wie Breitling verkauft ihre Produkte auch in den USA. Wenn auf den Verkaufspreis plötzlich 39 Prozent Zoll aufgeschlagen werden, verteuert sich die Uhr entsprechend. Entweder geben die Unternehmen diesen Preisaufschlag vollständig an die Kunden weiter – was die Nachfrage einbrechen lassen könnte – oder sie schlucken einen Teil der Mehrkosten, was die Marge deutlich reduziert.

Gibt es Unternehmen, die das leichter verkraften können?

Diem Meier: Ja, Firmen mit sehr starker Marke und hoher Preismacht – zum Beispiel im Luxussegment – könnten das eher stemmen. Dort ist der Preis Teil der Markenwahrnehmung, und Kunden sind bereit, mehr zu bezahlen. Aber viele kleinere und mittlere Unternehmen haben diese Preismacht nicht. Sie produzieren in der Schweiz, sind auf den US-Markt angewiesen und können ihre Produktion nicht einfach ins Ausland verlagern. Für sie kann das existenzgefährdend sein.

Welche Branchen sind insgesamt am meisten gefährdet?

Diem Meier: Neben der Uhrenindustrie betrifft es alle exportorientierten Branchen, die stark auf die USA ausgerichtet sind. Das können Präzisionsinstrumente, Maschinenbauer oder auch Nahrungsmittelproduzenten sein. Besonders heikel ist es für KMU, die nicht die finanziellen Reserven haben, um monatelang mit schrumpfenden Margen zu arbeiten.

Die Pharmaindustrie ist die wichtigste Exportbranche der Schweiz. Bleibt sie verschont?

Diem Meier: Vorerst ja. Aber ich wäre vorsichtig. Präsident Trump hat Novartis und Roche bereits schriftlich aufgefordert, ihre Preise in den USA zu senken. Sonst könnten auch sie von Strafzöllen oder anderen Handelshindernissen betroffen sein. Pharma ist momentan noch ausgenommen – aber die Drohung steht im Raum.

Trump begründet die Strafzölle mit dem Handelsüberschuss der Schweiz gegenüber den USA. Ist das aus ökonomischer Sicht stichhaltig?

Diem Meier: Nein. Es stimmt zwar, dass die Schweiz bei Waren einen Überschuss von rund 40 Milliarden Dollar hat. Aber die USA haben ihrerseits einen Überschuss bei Dienstleistungen – vor allem in der IT. Handel ist kein Nullsummenspiel, bei dem ein Überschuss automatisch unfair ist. Wenn wir amerikanische IT-Dienstleistungen einkaufen, tun wir das, weil wir sie wollen und brauchen – nicht weil wir „übervorteilt“ werden. Diese ökonomische Logik ignoriert Trump komplett.

Gibt es jetzt noch die Chance, die 39 Prozent abzuwenden?

Diem Meier: Theoretisch ja. Trump hat in der Vergangenheit oft Maximalforderungen gestellt und ist am Ende zurückgerudert. Aber: Selbst wenn er nachgibt, bleibt das Endergebnis meist deutlich höher als der Status quo davor. Und im Fall der Schweiz sehe ich leider wenig Motivation für ihn, Zugeständnisse zu machen.

Was passiert, wenn die Zölle tatsächlich in drei Tagen greifen?

Diem Meier: Dann ist das eine Katastrophe für die Exportwirtschaft. Und das hat direkte Folgen für die ganze Volkswirtschaft: weniger Investitionen, potenziell Stellenabbau, schwächerer Konsum. Besonders gefährlich ist die Unsicherheit: Selbst wenn es in einem Monat wieder Änderungen gäbe, könnten Unternehmen heute nicht solide planen. Diese Unberechenbarkeit verhindert eine nachhaltige investitionsplanung und ist Gift für internationale Wirtschaftsbeziehungen.

Welche Rolle spielt die zeitliche Dynamik solcher Entscheidungen?

Diem Meier: Eine sehr grosse. Die Fristen ändern sich oft kurzfristig. Unternehmen investieren viel Energie in Verhandlungen und Vorbereitungen – nur um dann überrascht zu werden, wenn Trump von heute auf morgen eine neue Forderung stellt. Das erschwert strategische Entscheidungen massiv.

Mit Markus Diem Meier, Chefredaktor der Handelszeitung, sprach Marc Jäggi. Das Interview erschien als Erstes auf Radio 1 und wird hier mit Erlaubnis von Markus Diem Meier schriftlich wiedergegeben. 



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