Mit einer 2023 gebauten Büroliegenschaft im Technologie-, Forschungs- und Dienstleistungscluster im Westen von Lausanne kauft Swiss Prime Site eine interessante Grossimmobilie zu. Die Liegenschaft mit 14’000 Quadratmeter Büroflächen soll 4,75 Mio. Fr. Mieteinnahmen jährlich einbringen, bei einer Nettorendite von circa 4%. Die Bank Vontobel schätzt einen Kaufpreis auf 115 Mio. Fr.
Zug – SPS Swiss Prime Site bleibt auf Expansionskurs. Der Immobilienkonzern kauft eine erst 2023 fertiggestellte und voll vermietete Büroimmobilie an bester Lage in Lausanne-West.
Die Netto-Mieteinnahmen des nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards erbauten und inmitten eines Parks gelegenen Gebäudes beliefen sich auf 4,75 Millionen Franken jährlich und seien zu 100 Prozent indexiert. Daraus ergebe sich eine Rendite von 4,0 Prozent, teilte die grösste börsennotierte Schweizer Immobiliengesellschaft am Freitag mit. Die Nutzfläche wird mit rund 14.600 Quadratmetern angegeben. Dazu kommen noch weitere 1000 Quadratmeter Aussenfläche mit Seeblick, heisst es weiter.
Die Immobilie sei an mehr als 15 renommierte Mieter mit internationaler Reichweite sowie an Forschungsinstitute vermietet. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit aller Mietverträge (WAULT) beträgt 20 Jahre.
Dies sei nach der Akquisition des ehemaligen Hauptsitzes des Warenprüfkonzerns SGS in Genf ein weiterer Schritt zur Realisierung der angekündigten Akquisitionspipeline, wird CEO René Zahnd in der Mitteilung zitiert. Im Rahmen dieser Akquisitionsstrategie will SPS bis Anfang/Mitte 2026 einen jährlichen Mietertrag von mehr als 17 Millionen erreichen. Nun habe SPS rund die Hälfte des angestrebten Mietertrags erreicht. «Bei weiteren Objekten sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen», sagte Zahnd weiter.
Am kommenden Donnerstag wird SPS zudem über das erste Halbjahr 2025 berichten. (awp/mc/pg)
Der Eigenmietwert muss endlich fallen – auch wenn der Weg dahin nicht schön ist
Während der Weltkriege per Notrecht eingeführt, könnte eine Absurdität des Schweizer Steuersystems nun abgeschafft werden. Doch die scheinbar sichere Mehrheit dafür steht auf wackligen Beinen – weil gleichzeitig eine neue Steuer droht.
Kommentar von
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Es ist ein absurdes Phänomen. Hauseigentümer müssen ein fiktives Einkommen versteuern, das sie erzielen würden, wenn sie die Immobilie vermieten würden. Eingeführt per Notrecht als Krisenabgabe während der Weltkriege wurde die Besteuerung des sogenannten Eigenmietwerts (EMW) dann aber auch abgefedert, indem Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten von der Steuer abgezogen werden können. Das setzt wiederum den Anreiz für eine hohe Privatverschuldung. Es ist ein klassisches Beispiel, welche grotesken Züge ein komplexes Steuersystem annehmen kann.
Der Bund will diesen alten Zopf nun per Volksabstimmung am 28. September endlich abgeschnitten sehen, wie Finanzministerin Karin Keller-Sutter am Freitag an einer Medienkonferenz ausführte. Und offenbar kann sie dabei die Mehrheit der Schweizer an ihrer Seite wissen.
Mehrmals gescheitert
Laut Umfrage des Medienkonzerns Tamedia, zu dem auch «Finanz und Wirtschaft» gehört, wollen 65% der Vorlage zur Abschaffung des EMW zustimmen. Das ist überraschend, da es sich um eine Belastung für nur eine Minderheit handelt (nur rund ein Drittel der Bevölkerung besitzt ein Eigenheim), und mehrere Anläufe zur Abschaffung in der Vergangenheit gescheitert sind.
Jetzt kommt es darauf an, das Anliegen auch wirklich über die Zielgerade zu bringen. Da hilft es natürlich nicht, dass die Vorlage aber eben nicht lautet: EMW ja oder nein, sondern es geht um die Schaffung einer Möglichkeit für die Kantone, eine neue Steuer auf Zweitliegenschaften zu erheben.
«In einer perfekten Welt würden der Eigenmietwert und alle Abzugsmöglichkeiten abgeschafft, ohne dass dem Steuervogt zugleich ein neuer Hebel in die Hand gegeben wird.»
Denn durch die Abschaffung des EMW kann es zu Steuerausfällen vor allem für Tourismuskantone mit vielen Zweitliegenschaften kommen. Gutschweizerisch will man hier für einen Ausgleich sorgen, ohne den notabene im Parlament die knappe Entscheidung zur EMW-Abschaffung wohl keine Chance gehabt hätte.
Fällt die Vorlage Ende September durch, kippt das Gesamtpaket, und der EMW wird weiter auf Jahre hin Bestand haben. Und hier liegt die Krux, denn Steuervorlagen haben es zu Recht immer schwer vor dem Volk.
Bürokratie als Problem
Es muss jedem mulmig werden, wenn dem Staat erlaubt wird, dem Bürger noch mehr vom eigenen Einkommen wegzunehmen. Die Steuern in der Schweiz sind im internationalen Vergleich denn auch genau deswegen tief, weil das Volk oft selbst und nicht nur die gewählten Vertreter darüber entscheiden.
In einer perfekten Welt würden denn auch der EMW inklusive aller Abzugsmöglichkeiten abgeschafft ohne die Einführung eines neuen Hebels für den Steuervogt. Der Staat hat heute schon mehr als genug, das Steueraufkommen wächst beinahe jährlich.
Wenn die staatliche Verwaltung damit nicht zurande kommt, weil sie glaubt, immer stärker wachsen zu müssen, dann ist die Bürokratie an sich zu einem gehörigen Problem geworden und gehört substanziell zurückgebunden. Das wäre dann aber ein Thema für eine nächste Vorlage.
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Valentin Ade leitet das Ressort Meinungen. Er verantwortet unter anderem die Planung und Umsetzung von Leitartikeln, Kommentaren und Gastbeiträgen.Mehr Infos@valle85
Die Mietpreise haben sich im Juli nur wenig verteuert. Damit zeichnet sich eine Entspannung am Schweizer Wohnungsmarkt ab. Tiefere Preise sind aber trotzdem nicht zu erwarten.
Konkret stieg der Homegate-Mietindex für die Angebotsmieten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 130,9 Punkte, wie der Immobilien-Marktplatz am Donnerstag mitteilte. Der Anstieg war also vernachlässigbar, allerdings bleibt das Niveau hoch: Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich die Mieten um 1,7 Prozent und verglichen mit 2020 sogar zweistellig.
Dennoch sprechen die Immobilienexperten von einer möglichen Entspannung am Mietwohnungsmarkt. Während die Angebotsmieten seit Jahresbeginn um 1,3 Prozent gestiegen sind, war der Anstieg im Vorjahreszeitraum noch mehr als doppelt so stark gewesen. Dies könne unter anderem an einer tieferen Zuwanderung liegen.
Mit Blick nach vorn erwartet Homegate weiterhin einen moderaten Anstieg der Angebotsmieten. «Die Impulse aus der Neubautätigkeit dürften nicht ausreichen, um der aktuellen Mietpreisentwicklung entgegenzuwirken», wird Martin Waeber von der Homegate-Mutter SMG Swiss Marketplace Group zitiert. Denn wenn weiterhin zu wenige Wohnungen verfügbar seien, blieben auch die Mietpreise hoch.
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. (sda/awp)
Was zunächst wie ein Déjà-vu wirkte, war tatsächlich ein Novum: Am 19. Juni 2025 senkte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins erstmals auf exakt null Prozent. Zuvor hatte es stets entweder einen positiven oder negativen Leitzins gegeben. Vertraut hingegen ist die Rückkehr zu einem Umfeld niedriger Zinsen. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf den Referenzzinssatz aus, der auf dem durchschnittlichen Zins aller ausstehenden Hypotheken basiert. Besonders SARON-Hypotheken, die direkt vom Leitzins abhängen, tragen dazu bei, dass der Referenzzinssatz nach seinem kurzen Höhenflug nun wieder nach unten tendiert. Bereits im März dieses Jahres fiel er nach zwei raschen Anstiegen wieder auf 1,5 Prozent. Bis Ende des Jahres erwarten wir einen weiteren Rückgang auf 1,25 Prozent. Danach dürfte der Referenzzinssatz erst einmal stabil bleiben, da die SNB ihren Leitzins bei den kommenden Lagebeurteilungen voraussichtlich unverändert lassen wird.
«Rund 12’500 Stellen stehen über die nächsten Jahre auf dem Spiel», heisst es in der BAK-Econmics-Einschätzung, die kurz nach dem US-Zollhammer erschien. Gemäss weiteren Schätzungen dürfte das BIP-Wachstum zollbedingt um 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte zurückgehen, wie Thomas Rühl, Anlagechef der Schwyzer Kantonalbank, in einer aktuellen Publikation des Innerschweizer Geldinstituts schreibt.
Die Vorlage zur Abschaffung des Eigenmietwertes wird in einer am Mittwoch veröffentlichten Abstimmungsumfrage von «20 Minuten» und Tamedia von einer klaren Mehrheit der Stimmberechtigten unterstützt. In der vom Forschungsinstitut Leewas ausgewerteten Umfrage gaben 65% an, mit Ja abstimmen zu wollen. 30% gaben an, mit Nein abstimmen zu wollen, fünf Prozent machten keine Angaben.
Die Vorlage wird von Anhängerinnen und Anhängern aller grossen Parteien mehrheitlich unterstützt. Aufgrund unterschiedlicher Betroffenheiten spielen aber sowohl der Stadt-Land-Graben als auch der Altersunterschied eine Rolle. Hauseigentümer, die im Eigenheim wohnen, profitieren von der Abschaffung des Eigenmietwertes – im Gegensatz zu Mieterinnen.
In städtischen Gebieten, in denen mehrheitlich Mietende wohnen, fand die Vorlage in der Umfrage daher nur eine Mehrheit von 54%. In der Agglomeration wiederum waren 67% der Befragten dafür – in ländlichen Regionen gar 70%. Der Anteil an Wohneigentum ist in Gebirgskantonen denn auch deutlich höher als in städtischen Gebieten, schreiben die Autoren dazu.
Auch ergibt sich ein Unterschied zwischen den Sprachregionen: In der Deutschschweiz unterstützen mehr als zwei Drittel der Befragten die Vorlage. In der französischen Schweiz sind es hingegen «nur» 53%. In der italienischen Schweiz wiederum unterstützen 72% der Befragten die Vorlage. Beim Geschlecht zeigten sich hingegen keine Unterschiede.
Die Befürwortenden überzeugt laut der Umfrage mit Abstand am meisten das Kernargument, wonach es sich beim Eigenmietwert um eine ungerechte Besteuerung eines fiktiven Einkommens handle, das gar nicht existiere.
Für die Gegnerschaft stehen zwei Argumente im Zentrum: Einerseits verstärke sich die steuerliche Bevorteilung der Personen mit Wohneigentum gegenüber den Mietenden weiter, wenn die Steuer auf den Eigenmietwert wegfalle. Andererseits drohten Umsatzeinbussen für das Baugewerbe oder vermehrt Schwarzarbeit, wenn der Wegfall der Abzüge für den Liegenschaftsunterhalt Investitionen in Immobilien unattraktiver mache.
Die Vorlage weist laut den Autoren der Studie einen relativ hohen Anteil an Unentschiedenen und an «eher Ja»- und «eher Nein»-Antworten auf. Auch verwies das Forschungsinstitut Leewas auf sich verändernde Zustimmungswerte im Verlauf von Abstimmungskampagnen. Der Fehlerbereich der Umfrageergebnisse liegt laut Leewas bei 1,3 Prozentpunkten.
Häuser und Wohnungen sind im ersten Semester erneut teurer geworden. Besonders im zweiten Quartal 2025 nahm die Dynamik wegen der hohen Nachfrage und der tiefen Zinsen schweizweit zu.
Im ersten Halbjahr stiegen die Preise für Einfamilienhäuser schweizweit durchschnittlich um 3,4 Prozent und für Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent, wie der Hypothekenvermittler Moneypark und das auf Immobiliendaten spezialisierte Zürcher Startup Pricehubble am Dienstag mitteilten. Im Jahresvergleich ergab sich bei den Einfamilienhäusern ein Plus von 7,4 und bei den Eigentumswohnungen von 4,2 Prozent.
Preise steigen in Westschweiz stärker
Dabei seien die für Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr in der Westschweiz um 3,6 Prozent und in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent gestiegen. Dabei habe sich die Preisentwicklung nach einem verhaltenen Jahresauftakt im zweiten Quartal deutlich beschleunigt.
Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen seit Jahresanfang in der Deutschschweiz um 2,4 Prozent und in der Westschweiz um 2,3 Prozent. Im Jahresvergleich beträgt der Anstieg in der Westschweiz 4,5 Prozent und in der Deutschschweiz 3,8 Prozent.
Kürzere Hypotheken bevorzugt
Bei der Finanzierung der Eigenheime bevorzugten die Käufer vermehrt mittelfristige Laufzeiten von fünf bis neun Jahren und weniger langfristige Hypotheken. Dabei seien Saron-Hypotheken derzeit in der Deutschschweiz stärker gefragt als in der Westschweiz, wo ihr Anteil gegenüber dem letzten Halbjahr gar leicht zurückgegangen sei. Auf Saron-Hyotheken entfällt in der Deutschschweiz ein Anteil von 19 Prozent und in der Romandie von nur 7 Prozent.
Hypothekarnehmende neigten aufgrund der unsicheren Zinsentwicklung vermehrt zu Saron-Hypotheken – entweder als Alternative zu kurzen Laufzeiten oder als zweite Tranche neben einer Festhypothek. Bei den Ersthypotheken betrage der Saron-Anteil gut 10 Prozent und bei Zweithypotheken über 20 Prozent. Damit wahrten sie sich eine gewisse Flexibilität und profitierten aktuell vom tiefen Leitzins.
Banken profitieren von Nachfrage nach Saron-Hypotheken
Die Banken konnten ihren Marktanteil auf 67 Prozent ausweiten, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Sie profitierten von der gestiegenen Nachfrage nach Saron-Hypotheken. Denn diese werden von Versicherungen und Pensionskassen nicht angeboten. Der Marktanteil der Versicherungen beträgt 19 Prozent (-39%) und auf Pensionskassen kommen 14 Prozent (+56%).
12.08.2025 / 10:45 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Helvetic Immobilien AG übernimmt PNEU Bösiger AG
Kastanienbaum, Schweiz. Die Helvetic Immobilien AG mit Sitz in Kastanienbaum hat 100 Prozent der Aktien der PNEU Bösiger AG von der bisherigen Inhaberfamilie erworben. Mit der Übernahme setzt das Unternehmen seine strategische Ausrichtung auf die Akquisition von Schweizer Gewerbe- und Wohnimmobilien konsequent fort.
Die PNEU Bösiger AG wurde vor fast 50 Jahren gegründet und feiert im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. 1997 erfolgte die Umwandlung in die heutige Aktiengesellschaft, die seither kontinuierlich gewachsen ist. Ursprünglich als Auto- und Reifenhändler gestartet, entwickelte sich das Unternehmen rasch zu einem führenden Anbieter von Luxusfahrzeugen in der deutschsprachigen Schweiz. Unter der Führung der Gründerfamilie entstand zudem ein umfangreiches und werthaltiges Immobilienportfolio, das heute 47 gewerbliche und privatwirtschaftliche Liegenschaften im Kanton Bern umfasst.
David Gysel, Verwaltungsratspräsident der Helvetic Immobilien AG, erklärt:
“Wir freuen uns auf unser Investment in die PNEU Bösiger, um unsere Position als Immobilienbestandshalter zu stärken und unsere Akquisitionsstrategie im Bereich deutschschweizerischer Immobilien umzusetzen. Wir danken Markus Bösiger für den erfolgreichen Aufbau des Immobilienportfolios und wollen den eingeschlagenen Kurs – insbesondere bei den Entwicklungsprojekten in der Region Bern – fortsetzen.”
Markus Bösiger, Gründer und bisheriger Inhaber der PNEU Bösiger AG, äussert sich positiv zum Abschluss:
“Ich danke David Gysel und dem Team der Helvetic Immobilien AG für den professionellen und reibungslosen Prozess. Ich bin überzeugt, dass die Helvetic Immobilien AG mit ihrer Erfahrung und ihren Investoren- sowie Finanzierungsmöglichkeiten wesentlich zur erfolgreichen Fortführung der eingeschlagenen Wachstumsstrategie beitragen wird.”
Die Helvetic Immobilien AG ist ein Schweizer Immobilienbestandshalter mit Fokus auf Wohn- und Gewerbeliegenschaften in der Deutschschweiz. Neben Bestandsimmobilien investiert das Unternehmen auch in Projektentwicklungen, basierend auf einer Asset-orientierten Anlage- und Beteiligungsstrategie.
Kontakt:
Helvetic Immobilien AG
St. Niklausenstrasse 59
CH-6047 Kastanienbaum
E-Mail: event@helvetic-realestate.com
web: www.helvetic-realestate.com
ISIN: CH1468561167
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12.08.2025 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News – ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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Preisanstieg bei Wohneigentum geht im ersten Halbjahr weiter
Die Jagd nach den eigenen vier Wänden treibt die Preise hoch. Während Käufer vermehrt auf mittelfristige Finanzierungen setzen, gewinnen flexible Saron-Hypotheken an Beliebtheit.
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Häuser und Wohnungen sind im ersten Semester erneut teurer geworden. Besonders im zweiten Quartal 2025 nahm die Dynamik wegen der hohen Nachfrage und der tiefen Zinsen schweizweit zu.
Im ersten Halbjahr stiegen die Preise für Einfamilienhäuser schweizweit durchschnittlich um 3,4 Prozent und für Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent, wie der Hypothekenvermittler Moneypark und das auf Immobiliendaten spezialisierte Zürcher Startup Pricehubble am Dienstag mitteilten. Im Jahresvergleich ergab sich bei den Einfamilienhäusern ein Plus von 7,4 und bei den Eigentumswohnungen von 4,2 Prozent.
Preise steigen in Westschweiz stärker
Dabei seien die für Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr in der Westschweiz um 3,6 Prozent und in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent gestiegen. Dabei habe sich die Preisentwicklung nach einem verhaltenen Jahresauftakt im zweiten Quartal deutlich beschleunigt.
Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen seit Jahresanfang in der Deutschschweiz um 2,4 Prozent und in der Westschweiz um 2,3 Prozent. Im Jahresvergleich beträgt der Anstieg in der Westschweiz 4,5 Prozent und in der Deutschschweiz 3,8 Prozent.
Kürzere Hypotheken bevorzugt
Bei der Finanzierung der Eigenheime bevorzugten die Käufer vermehrt mittelfristige Laufzeiten von fünf bis neun Jahren und weniger langfristige Hypotheken. Dabei seien Saron-Hypotheken derzeit in der Deutschschweiz stärker gefragt als in der Westschweiz, wo ihr Anteil gegenüber dem letzten Halbjahr gar leicht zurückgegangen sei. Auf Saron-Hyotheken entfällt in der Deutschschweiz ein Anteil von 19 Prozent und in der Romandie von nur 7 Prozent.
Hypothekarnehmende neigten aufgrund der unsicheren Zinsentwicklung vermehrt zu Saron-Hypotheken – entweder als Alternative zu kurzen Laufzeiten oder als zweite Tranche neben einer Festhypothek. Bei den Ersthypotheken betrage der Saron-Anteil gut 10 Prozent und bei Zweithypotheken über 20 Prozent. Damit wahrten sie sich eine gewisse Flexibilität und profitierten aktuell vom tiefen Leitzins.
Banken profitieren von Nachfrage nach Saron-Hypotheken
Die Banken konnten ihren Marktanteil auf 67 Prozent ausweiten, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Sie profitierten von der gestiegenen Nachfrage nach Saron-Hypotheken. Denn diese werden von Versicherungen und Pensionskassen nicht angeboten. Der Marktanteil der Versicherungen beträgt 19 Prozent (-39 Prozent) und auf Pensionskassen kommen 14 Prozent (+56 Prozent).
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