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Steigende Immobilienpreise in der Schweiz: Wie lange dauert die Rallye noch an?


Insofern bleibt offen, wie lange die Immobilienpreise steigen. Entweder wird deutlich schneller und in den Städten nach oben gebaut, die Baulandreserven in und nahe den Ballungszentren erweitert – oder es kommt zu weniger Zuwanderung. Ansonsten könnte der Preisboom über die nächsten zehn Jahre ungebremst weitergehen. Oder aber, wie der Immobilienexperte Scognamiglio ausführt, «müsste politisch nach Wegen gesucht werden, wie der Boden günstiger wird. Nicht die Baukosten, sondern die hohe Bodenpreise sind das Problem.»



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Wer kann sich noch eine Wohnung kaufen?


Die Hürden für den Erwerb von Wohneigentum in der Schweiz werden höher. Selbst bei einem Haushaltseinkommen von 200 000 Franken ist nur noch knapp die Hälfte der ausgeschriebenen Objekte finanziell tragbar.

Die Nachfrage nach Eigenheimen in der Schweiz bleibt sehr hoch. Gleichzeitig wird es für viele Haushalte schwieriger, sich Wohneigentum zu leisten.

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Finanzielle Tragbarkeit als Hürde

Die finanzielle Tragbarkeit entwickle sich zu einer immer grösseren Hürde beim Kauf von Häusern und Wohnungen, teilten Ökonomen der Grossbank UBS am Mittwoch bei einem Anlass mit. Selbst bei einem überdurchschnittlichen Haushaltseinkommen von 200 000 Franken ist laut einer Analyse der Bank lediglich noch knapp die Hälfte der ausgeschriebenen Objekte tragbar. Die Ökonomen gehen dabei von einem durchschnittlichen Objekt mit 110 Quadratmetern Wohnfläche und einer anfänglichen Belehnung von 80 Prozent aus.

Im Durchschnitt koste eine Eigentumswohnung in dieser Grösse gegenwärtig knapp 1 Million Franken, heisst es weiter. Laut den Tragbarkeitsvorschriften seien für den Kauf eines solchen Objekts bei einer Fremdfinanzierung mit 80 Prozent ein Bruttoeinkommen von 175 000 Franken sowie Eigenmittel in Höhe von 200 000 Franken nötig.

«Die Preise für Wohneigentum sind in vielen Gebieten deutlich stärker gestiegen als die Einkommen», sagt Robert Weinert, Partner beim Beratungsunternehmen Wüest Partner. Die restriktiven Tragbarkeitsregeln erschwerten zudem die Finanzierung.

Teure Immobilienmärkte Zürich und Genf

Die Analyse der UBS hat derweil ergeben, dass es rund um die Stadt Zürich erst ab einer Fahrzeit von 20 Minuten Gemeinden gibt, in denen Immobilien für Haushalte mit einem Einkommen von 200 000 Franken finanzierbar sind. Die attraktivsten unter diesen seien Aarau und Baden. Rund um die Stadt Genf gibt es indessen innerhalb von 30 Minuten Fahrtzeit nur zwei Gemeinden: Dardagny und Avully.

In Basel sieht die Lage etwas besser aus. In kurzer Fahrdistanz werden Gemeinden wie Allschwil, Pratteln, Liestal oder Sissach erreicht, die das obengenannte Kriterium erfüllen. In Bern ist die Finanzierung von Immobilien abgesehen von der Stadt Bern im gesamten direkten Einzugsgebiet der Bundeshauptstadt tragbar.

Junge müssen oft auf Kauf von Wohneigentum verzichten

Trotzdem bleibt gerade jüngeren Menschen mit weniger Vermögen angesichts dieser Situation oft nichts anderes übrig, als den Kauf von Wohneigentum aufzuschieben oder darauf zu verzichten. Der Anteil der Wohneigentümer bei den unter 65-Jährigen in der Schweiz ist denn laut der Studie im Zeitraum 2011 bis 2022 auch deutlich gesunken – bei den 35- bis 39-Jährigen von einem Drittel auf einen Viertel. Bei den 45- bis 49-Jährigen war im Jahr 2011 noch jeder Zweite Hauseigentümer, 2022 waren es noch rund 40 Prozent.

In naher Zukunft dürfte sich an dieser Situation wenig ändern. Dafür sprechen mehrere Gründe:

  • Zuwanderung stützt die Nachfrage nach Eigenheimen: Die Einwohnerzahl der Schweiz ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Innerhalb von 12 Jahren ist die Bevölkerung der Eidgenossenschaft aufgrund der Zuwanderung von 8 auf 9 Millionen gewachsen. Der Trend ist dabei ungebrochen. Dies sorge für «eine überbordende Wohnungsnachfrage, der das Angebot wenig entgegenzusetzen vermag», heisst es in der Studie.
  • Weiterhin knappes Angebot: Das Angebot an erschwinglichen Eigenheimen bleibt in der Schweiz weiterhin knapp. Im vierten Quartal 2024 seien nur 3,8 Prozent aller Eigentumswohnungen und 2,8 Prozent aller Einfamilienhäuser inseriert gewesen, heisst es weiter. In der alternden Gesellschaft komme es erst später im Leben der Wohneigentümer zu Verkäufen oder solche würden gar nicht erwogen, weil geeignete Eigentumswohnungen rar und vergleichbare Mietwohnungen finanziell unattraktiv sind. «Die Babyboomer bleiben vorerst in ihren Wohnungen sitzen», sagt der UBS-Ökonom Matthias Holzhey. «Viele Wohnimmobilien werden auch vererbt und kommen gar nicht auf den Markt.» Ein weiterer Grund für die starken Preisanstiege sei in der zu tiefen Neubautätigkeit im Vergleich zur Nachfrage zu finden, sagt Weinert. «Dies hängt auch mit fehlenden Baulandreserven zusammen.»
  • Gestiegene Nachfrage aufgrund der niedrigen Zinsen: Zudem ist die Nachfrage nach Wohneigentum in der Schweiz aufgrund der niedrigeren Zinsen in letzter Zeit gestiegen. Seit den Höchstständen von 2023 sind die Zinssätze von Geldmarkthypotheken bis März dieses Jahres um 1,5 Prozentpunkte und für zehnjährige Festhypotheken um 1,35 Prozentpunkte gefallen. Das durchschnittliche Niveau der Hypothekarzinsen liege nur noch 0,25 beziehungsweise 0,7 Prozentpunkte oberhalb des Rekordtiefs von 2021, heisst es in der Analyse.
  • Laufende Kosten sind für Wohneigentümer niedriger: Die niedrigeren Zinsen haben auch dafür gesorgt, dass die laufenden Kosten für Eigentümer von Häusern oder Wohnungen gesunken sind. Dazu zählen neben den Hypothekarzinsen auch die Unterhaltskosten oder Rückstellungen für künftige Sanierungen. «Für Wohneigentümer ist das Umfeld sehr attraktiv», sagt Holzhey. Die Kosten lägen nun wieder tiefer als die Miete einer vergleichbaren Wohnung. Der Eigentumsaufschlag – also die Mehrkosten von Wohneigentum gegenüber einem vergleichbaren Mietobjekt – hätten im Sommer 2023 rund 15 Prozent betragen. Nun habe sich dies in einen Eigentumsabschlag von 13 Prozent gekehrt.
  • Höhere Mieten machen Kauf von Wohneigentum attraktiv: Auch die Aussichten auf steigende Mieterträge macht den Kauf von Immobilien aussichtsreich – was wiederum für eine starke Nachfrage spricht. Laut einer Ende März dieses Jahres publizierten Studie des Beratungsunternehmens Iazi haben die Mieten für Wohnimmobilien in der Schweiz 2024 so stark zugelegt wie nie in den letzten zwanzig Jahren. Sie legten im Median um 4,5 Prozent zu. Als einer der Gründe hierfür gilt die zweimalige Anhebung des hypothekarischen Referenzzinssatzes, die im Jahr 2024 mit Verzögerung spürbar wurde.
  • Preisdynamik könnte sich verstärken: Die UBS-Ökonomen rechnen damit, dass sich Eigentumswohnungen 2025 aufgrund der genannten Faktoren um rund 3 Prozent verteuern dürften. Auch Weinert rechnet damit, dass die Preise für Wohneigentum vorerst weiter steigen. «Die jüngst wieder gesunkenen Zinsen reduzieren die Finanzierungskosten, weshalb sich die Nachfrage wieder dynamischer entwickelt.» Zudem hätten sich für viele Haushalte die Vermögen im letzten Jahr sehr positiv entwickelt. «Gleichzeitig ist das Angebot weiter sehr dünn.»



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85 Prozent der Babyboomer vor Finanzierungsproblemen


Viele Eigenheimbesitzer könnten im Pensionsalter Probleme mit der Finanzierung ihrer Hypothek bekommen.Bild: Shutterstock

04.12.2024, 08:5006.12.2024, 08:54

Viele Eigenheimbesitzer könnten im Pensionsalter Probleme mit der Finanzierung ihrer Hypothek bekommen. Zahlreichen Besitzern aus der Generation der Babyboomer droht deshalb ein unfreiwilliger Verkauf der Immobilie.

Ganze 85 Prozent der heute 50- bis 65-jährigen Eigentümer könnten laut Moneypark im Rentenalter ein «substantielles» Problem mit der nachhaltigen Tragbarkeit ihrer Immobilie bekommen. «Nur 15 Prozent können ruhig schlafen», folgert der Hypothekenvermittler am Mittwoch im Umkehrschluss.

Immerhin rund ein Drittel der «gefährdeten» Altersgruppe besitze ausreichend Vermögen, um die Hypothek vor der Pensionierung so weit zu amortisieren, dass die nachhaltige Tragbarkeit gegeben sei. Von vielen werde das Thema Tragbarkeit der Hypothek im Rentenalter allerdings auf die lange Bank geschoben.

Die Tragbarkeitsregeln sehen mehrheitlich vor, dass die Wohnkosten nicht mehr als ein Drittel des Haushalteinkommens ausmachen dürfen. Diese Wohnkosten bestehen aus den Kosten für die Hypothek zusätzlich der Nebenkosten und allfälligen Amortisationszahlungen.

Für die Berechnung der Wohnkosten wird ein kalkulatorischer Zinssatz für die Hypothekarschulden von 5 Prozent verwendet. Dazu kommt 1 Prozent des Immobilienwerts für die Nebenkosten.

Wohnkostenanteil steigt nach Pensionierung

Die kalkulatorischen Wohnkosten machen laut Moneypark bei den 50- bis 65-jährigen durchschnittlich heute 27 Prozent des Haushalteinkommens aus. Mit der Pensionierung und dem geringeren Einkommen steige dieser Anteil aber auf 50 Prozent.

Um die Tragbarkeit von maximal 33 Prozent zu erreichen, müsse entsprechend die Hypothekarsumme im Hinblick auf die Pensionierung verringert werden. Lediglich 15 Prozent der Eigenheimbesitzer müssen laut Moneypark auf die Pensionierung hin nicht amortisieren.

Lukas Vogt, CEO von Moneypark, lässt sich folgendermassen zitieren: «Viele aus der Generation Babyboomer könnten in den nächsten Jahren gezwungen sein, ihr Eigenheim weiterzugeben und werden damit unverhofft zu Heilsbringern der Generation Y, die sich den lang ersehnten Wohntraum doch noch erfüllen kann.»

Moneypark stützt sich bei diesen Aussagen auf eine Analyse von knapp 3000 Eigenheim-Finanzierungen. (sda/awp)

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Referenzzinssatz fällt von 1,75 auf 1,50 Prozent


Gute Nachrichten für Mieterinnen und Mieter in der Schweiz. Der hypothekarischen Referenzzinssatz sinkt von 1,75 auf 1,50 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Referenzzinssatz für Wohnungsmieten sinkt.

  • Der hypothekarischen Referenzzinssatz geht von 1,75 auf 1,50 Prozent zurück.

  • Mit der Senkung war im Vorfeld gerechnet worden.

Gute Nachrichten für Mieterinnen und Mieter in der Schweiz. Der Referenzzinssatz für Wohnungsmieten sinkt.

Der hypothekarischen Referenzzinssatz geht von 1,75 auf 1,50 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Montag mitteilt. 2023 war er in zwei Schritten von 1,25 auf 1,75 Prozent geklettert und verharrte seither auf diesem Niveau. Einige Vermieter hatten die Erhöhungen zum Anlass genommen, die Mieten deutlich zu erhöhen – teilweise um mehr als 10 Prozent.

Referenzzinssatz gegenüber dem Vorquartal deutlich gesunken

Zur Ermittlung des Referenzzinssatzes stützt sich das BWO auf den vierteljährlich erhobenen Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen der Schweizer Banken. Gemäss BWO ist dieser mit 1,53 Prozent gegenüber dem Vorquartal (1,63%) deutlich gesunken.

Der Referenzzinssatz wird jeweils auf das nächste Viertelprozent auf- oder abgerundet. Für eine weitere Senkung müsste er nun auf unter 1,38 Prozent sinken. Eine Erhöhung gäbe es bei über 1,62 Prozent.

Mit der Senkung war im Vorfeld gerechnet worden. Denn die Nationalbank hat die Leitzinsen zuletzt viermal in Folge gesenkt, zuletzt im Dezember. Das hat Hypotheken wieder günstiger gemacht.

Bist du aktuell Mieterin oder Mieter?

Aus der Senkung des Referenzzinssatzes ergibt sich laut dem BWO jetzt für Mieter im Grundsatz ein Senkungsanspruch im Umfang von 2,91 Prozent. Dies, falls der bisherige Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent beruht.

Der hypothekarische Referenzzinssatz wird das nächste Mal am 2. Juni 2025 veröffentlicht.

Neben der Änderung des Referenzzinssatzes können aber weitere Kostenfaktoren, insbesondere die Teuerung, eine Rolle in der Mietzinsgestaltung spielen.

Mietsenkungsbegehren könnte wegen der Teuerung zu Mietzinserhöhung führen

Wer nach der Senkung des Referenzzinssatzes ein Mietsenkungsbegehren stellt, könnte eine böse Überraschung erleben: Laut dem Mieterverband kann dies in manchen Fällen sogar zu einer Mietzinserhöhung führen. Der Grund ist die Teuerung.

Nur ein Teil der Mieterinnen und Mieter habe durch die erwartete Senkung des hypothekarischen Referenzzinssatzes Anspruch auf eine Mietsenkung, erklärte der Schweizer Mieterverband letzte Woche. Vermieter dürfen die Teuerung und teils die Kostensteigerung gegenrechnen.

«Die hohe Teuerung in den letzten Jahren führt zu Szenarien, in welchem der Teuerungsausgleich der Vermieterschaft höher ist als der Senkungsanspruch der Mieterschaft», so der Verband.

Mieterverband: Eigenen Anspruch prüfen, bevor Senkungsbegehren gestellt wird

Eine solche Situation hat es noch nie zuvor gegeben. Wie viele Menschen davon betroffen sind, ist unklar. Eine Mehrheit der Mietenden ist es aber nicht.

Früher riet der Verband meist uneingeschränkt zu einem Senkungsbegehren, da ein überflüssiges Begehren keine Nachteile hatte. Diesmal sei die Lage anders: Eine Mietzinsanpassung an den gesunkenen Referenzzins könne zu einer Erhöhung führen.

Der Verband empfiehlt, den eigenen Anspruch mit einem Rechner oder einer Beratung zu prüfen, bevor ein Senkungsbegehren gestellt wird.

Wahrscheinlich profitieren Mieter, deren Mietzins seit dem 1. Mai 2012 nicht angepasst wurde oder die seit dem 1. Dezember 2023 eine Anpassung oder einen neuen Mietvertrag hatten.

Keine Senkung ergibt sich meist für Mieterinnen mit Mietzinsanpassungen zwischen dem 1. Mai 2015 und dem 1. Dezember 2023. In Fällen dazwischen hängt es von der Berechnung der Kostensteigerung ab.

Mieter müssen beim Vermieter ein schriftliches Senkungsbegehren einreichen, unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Die Vermieterschaft hat 30 Tage Zeit zur Antwort. Reagiert sie nicht oder lehnt ab, bleibt den Mieterinnen weitere 30 Tage, um die Schlichtungsbehörde anzurufen. Gemäss dem Verband könnten auch Vermieter die Anpassung des Referenzzinssatzes zum Anlass nehmen, den Mietpreis aufgrund der Teuerung zu erhöhen.



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Immobilien Schweiz: Preisanstiege für Eigenheime beschleunigen sich




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Negativzinsen in der Schweiz vor Comeback: Platzt der Traum von der eigenen Immobilie?


Gerade mal zwei Monate hat es gedauert, bis der neue Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) das Unwort in den Mund genommen hat: Negativzinsen. Vor ein paar Tagen hat Martin Schlegel (48) an einer Veranstaltung ausgeführt, dass «niedrige Zinssätze und negative Zinssätze nicht von unserem Werkzeugkasten ausgeschlossen sind». Und Schlegel betonte: «Niemand mag Negativzinsen, die SNB mag keine Negativzinsen, aber wenn es notwendig ist, sind wir bereit, den nächsten Schritt zu tun.»



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Immobilien Schweiz: Schweizer Hypothekarzinsen sinken – aber langsamer als noch Anfang April


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