Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Die Nachfrage nach Immobilien dürfte im kommenden Jahr nachlassen.
Symbolbild: Keystone
Steigende Bauinvestitionen treffen auf sinkende Nachfrage: Der Schweizer Immobilienmarkt steuert 2026 auf eine Phase der Konsolidierung zu.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Die Nachfrage nach Wohnungen in der Schweiz geht gemäss einer Analyse 2026 zurück.
Gleichzeitig ziehen die Bauinvestitionen nach jahrelanger Flaute wieder an, mit einem prognostizierten Plus von 5,3 Prozent für 2026.
Während Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen teurer werden, sinken die Mieten für Büros leicht und die Preisdynamik bei Wohnimmobilien schwächt sich insgesamt ab.
Der Schweizer Immobilienmarkt steht 2026 vor einer Konsolidierungsphase. Laut einer neuen Studie wird die Nachfrage nach Wohnungen voraussichtlich abnehmen, während die Bautätigkeit nach langer Flaute wieder anzieht.
Derzeit suchen weniger Einzelpersonen eine eigene Wohnung, wie aus dem am Montag veröffentlichten «Immo-Monitoring» von Wüest Partner hervorgeht. Grund dafür sind das fehlende Angebot und die hohen Mieten. Viele bleiben daher länger im Elternhaus oder in WGs.
Konkret sind im Jahr 2024 rund 22’400 neue Einpersonenhaushalte entstanden. Im Jahr 2021 waren es 35’500 gewesen.
Dazu kommt eine Abkühlung am Arbeitsmarkt. Im laufenden Jahr stieg die Zahl der Beschäftigten laut der Studie kaum und lag auf dem tiefsten Stand seit der Pandemie. Folglich nimmt auch die «Zusatznachfrage» nach Wohnraum ab, etwa von zugezogenen Arbeitskräften.
Teurere Einfamilienhäuser, günstigere Büros
Bei den Preisen erwartet die Immobilienberatungsfirma im kommenden Jahr eine moderate Entwicklung: Die Angebotsmieten dürften sich um 0,7 Prozent verteuern, die Bestandesmieten um 0,8 Prozent sinken.
Teurer werden wohl weiterhin Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, und zwar um 2,8 Prozent respektive 3,1 Prozent. Allerdings schwäche sich auch dort die Dynamik ab.
Die Angebotsmieten für Büroflächen dürften 2026 leicht zurückgehen (-0,6 Prozent). Nach wie vor gefragt sind aber hochwertige, bezugsfertige Flächen an guten Lagen.
Erholung im Baumarkt
Schliesslich steigen gemäss der Studie nach sieben Jahren die Bauinvestitionen wieder: Für 2026 geht Wüest Partner von einem Plus von 5,3 Prozent aus.
Die baldige Abschaffung des Eigenmietwerts dürfte Renovationen ankurbeln. Diese wird 2028 oder 2029 erwartet. Auch Investitionen in Neubauten dürften 2026 wieder zunehmen, vor allem im Bereich der Mehrfamilienhäuser.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
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Die Nachfrage nach Immobilien dürfte im kommenden Jahr nachlassen.
Symbolbild: Keystone
Steigende Bauinvestitionen treffen auf sinkende Nachfrage: Der Schweizer Immobilienmarkt steuert 2026 auf eine Phase der Konsolidierung zu.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Die Nachfrage nach Wohnungen in der Schweiz geht gemäss einer Analyse 2026 zurück.
Gleichzeitig ziehen die Bauinvestitionen nach jahrelanger Flaute wieder an, mit einem prognostizierten Plus von 5,3 Prozent für 2026.
Während Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen teurer werden, sinken die Mieten für Büros leicht und die Preisdynamik bei Wohnimmobilien schwächt sich insgesamt ab.
Der Schweizer Immobilienmarkt steht 2026 vor einer Konsolidierungsphase. Laut einer neuen Studie wird die Nachfrage nach Wohnungen voraussichtlich abnehmen, während die Bautätigkeit nach langer Flaute wieder anzieht.
Derzeit suchen weniger Einzelpersonen eine eigene Wohnung, wie aus dem am Montag veröffentlichten «Immo-Monitoring» von Wüest Partner hervorgeht. Grund dafür sind das fehlende Angebot und die hohen Mieten. Viele bleiben daher länger im Elternhaus oder in WGs.
Konkret sind im Jahr 2024 rund 22’400 neue Einpersonenhaushalte entstanden. Im Jahr 2021 waren es 35’500 gewesen.
Dazu kommt eine Abkühlung am Arbeitsmarkt. Im laufenden Jahr stieg die Zahl der Beschäftigten laut der Studie kaum und lag auf dem tiefsten Stand seit der Pandemie. Folglich nimmt auch die «Zusatznachfrage» nach Wohnraum ab, etwa von zugezogenen Arbeitskräften.
Teurere Einfamilienhäuser, günstigere Büros
Bei den Preisen erwartet die Immobilienberatungsfirma im kommenden Jahr eine moderate Entwicklung: Die Angebotsmieten dürften sich um 0,7 Prozent verteuern, die Bestandesmieten um 0,8 Prozent sinken.
Teurer werden wohl weiterhin Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, und zwar um 2,8 Prozent respektive 3,1 Prozent. Allerdings schwäche sich auch dort die Dynamik ab.
Die Angebotsmieten für Büroflächen dürften 2026 leicht zurückgehen (-0,6 Prozent). Nach wie vor gefragt sind aber hochwertige, bezugsfertige Flächen an guten Lagen.
Erholung im Baumarkt
Schliesslich steigen gemäss der Studie nach sieben Jahren die Bauinvestitionen wieder: Für 2026 geht Wüest Partner von einem Plus von 5,3 Prozent aus.
Die baldige Abschaffung des Eigenmietwerts dürfte Renovationen ankurbeln. Diese wird 2028 oder 2029 erwartet. Auch Investitionen in Neubauten dürften 2026 wieder zunehmen, vor allem im Bereich der Mehrfamilienhäuser.
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TEXT:
Interview mit Immobilienexperte Jörg Schläpfer –
«Besonders beliebt ist weiterhin das Segment der Mietwohnungen»
Der Chefökonom von Wüest Partner sieht keine Blase im Wohnsegment und erklärt, weshalb Immobilienfonds trotz hoher Aufschläge weiter gekauft werden.
«Die hohen Preise von Wohnimmobilien sind nicht auf eine Blase zurückzuführen, sie sind ökonomisch erklärbar.»
Bild: Markus Forte
Die Planungssicherheit für Investoren im Segment der Mietwohnungen sei hoch, und das strukturelle Angebotsdefizit im Schweizer Wohnungsmarkt werde weiter bestehen, meint Jörg Schläpfer, Head Economics bei Wüest Partner. Denn obschon zuletzt viele Baubewilligungen erteilt worden seien, würden noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Schläpfer betont, in der Wohnungspolitik gebe es nie einen Königsweg, und findet, in der Schweiz fehle es an Pragmatismus.
Herr Schläpfer, im Dezember fällt die SNB den nächsten Zinsentscheid. Wie wichtig ist das Zinsumfeld für Immobilieninvestoren?
Die Zinsen sind entscheidend, einerseits für die Fremdkapitalkosten und andererseits, weil Immobilien als Alternative zu sicheren Zinsanlagen wie Obligationen gehandelt werden. In der Vergangenheit konnte man hier auch starke Bewegungen im Einklang mit der Zinsentwicklung beobachten. Nachdem in den vergangenen Jahren mit dem Zinsanstieg zurückhaltend in Immobilien investiert wurde, ist nun mit dem Nullzinsumfeld wieder eine sehr starke Nachfrage spürbar.
Geht der Markt davon aus, dass wir lange in diesem Zinsumfeld verharren werden?
Wir rechnen langfristig mit tiefen Zinsen. Ich erwarte bis auf weiteres eine leicht positive Rendite auf Bundesobligationen und einen Leitzins von 0%. Die leicht positive Rendite auf Bundesobligationen ist es denn auch, die die Anlegerflucht in Immobilien tiefer ausfallen lässt als zu Zeiten von Negativzinsen.
Wieso?
Schweizer Bundesobligationen sind unter anderem aufgrund des Sicherheitsaspekts die erste Alternative zu Immobilien, auch wenn es bedeutende Unterschiede zwischen diesen beiden Anlageklassen gibt.
Welche?
Einerseits verfügen Immobilien über einen impliziten Inflationsschutz im Gegensatz zu den Renditen der Bundesobligationen. Dies hat sich beispielsweise 2022 gezeigt, als die Bundesobligationen deutlich stärker gestiegen sind als die Anfangsrenditen beim Kauf von neuen Immobilienanlagen. Andererseits aber haben Immobilienanlagen im Gegensatz zu Bundesobligationen inhärente Risiken.
Welche Risiken müssen Anleger auf dem Schirm haben?
In erste Linie geht es um den Ertrag der Immobilie. Auch wenn er bei Schweizer Immobilien und insbesondere im Wohnbereich relativ sicher ist, hat jede Liegenschaft ihre Eigenheiten, die im Detail angeschaut werden müssen. Das können beispielsweise bauliche Themen oder regulatorische Risiken sein.
«Rechenzentren sind seit einigen Jahren ein viel diskutiertes Thema.»
Sind die Risiken bei Entwicklungsprojekten zahlreicher als bei Bestandsimmobilien?
Ja, denn im Entwicklungsprozess gibt es viele Unsicherheiten – beispielsweise im Zusammenhang mit der Baubewilligung und der tatsächlichen Umsetzbarkeit eines Projekts. 2022 gab es zudem einen substanziellen Baukostenanstieg, der die Renditerechnungen durcheinanderbrachte. Die Risiken sind also höher, die Renditeerwartungen aber auch. Kaufe ich nämlich ein bestehendes Mehrfamilienhaus zu Renditezwecken, bezahle ich einen hohen Einstandspreis und erhalte daher eine relativ tiefe jährliche Rendite.
Aber die Renditen sind trotz hoher Einstandspreise weiterhin im positiven Bereich?
Ja, die Mieten decken die Kosten, aber führen bei neu erworbenen Liegenschaften zu einer relativ tiefen Cashflow-Rendite. Für die Gesamtperformance kommt noch die Wertveränderung hinzu. Zuletzt fiel sie sehr stark aus, beispielsweise bei Wohnliegenschaften war sie für die Performance ähnlich wichtig wie der laufende Mietertrag.
Welche Immobilienkategorien sind im derzeitigen Umfeld besonders beliebt unter Investoren?
Besonders beliebt ist weiterhin das Segment der Mietwohnungen, weil die Planungssicherheit relativ hoch ist. Die Leerstandsziffer ist sehr tief, die Nachfrage strukturell hoch. Zudem sind Rechenzentren seit einigen Jahren ein viel diskutiertes Thema, da sie die steigenden Kapazitätsanforderungen etwa durch den Einsatz rechenintensiver künstlicher Intelligenz abdecken sollen.
Immobilienfonds handeln mit einem beträchtlichen Agio. Lohnen sich Investitionen darin trotzdem noch?
Es stimmt, dass die Fonds zurzeit mit einem Agio von 34% und somit über dem historischen Durchschnittswert von rund 20% gehandelt werden. Aber die meisten börsengehandelten Assets sind zurzeit eher hoch bewertet. Gerade Wohnimmobilien, die im Fokus von Immobilienfonds stehen, profitieren von einem sehr guten Umfeld mit einem hohen Haushaltswachstum und einem strukturellen Angebotsdefizit von Wohnraum. Deshalb gibt es auch bei hohen Preisen Zukäufe.
Eine Blasengefahr sehen Sie also nicht?
Die hohen Preise von Wohnimmobilien sind nicht auf eine Blase zurückzuführen, sie sind ökonomisch erklärbar. Neben dem Haushaltswachstum sind die Zinsen tief, der Wirtschaft geht es relativ gut, zudem ist die Bautätigkeit tief und das Bauland begrenzt. Von einer Blase spricht man dann, wenn die Menschen beginnen, Immobilien zu kaufen, nur weil sie von steigenden Preisen ausgehen.
«Die Zahl der Baubewilligungen war zuletzt zwar hoch, die Baugesuche nahmen jedoch wieder ab.»
Viele gehen aber genau davon aus.
Das stimmt, aber trotzdem sind die Hauptgründe für den Immobilienkauf, dass die Liegenschaft selbst belegt oder ein jährlicher Mietertrag erzielt werden soll.
Die Zahl der Bewilligungen für den Bau neuer Wohnungen war im dritten Quartal auf dem höchsten Stand seit 2018. Ist Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Sicht?
Nein, von Entspannung kann nicht gesprochen werden. Aber: Während sich die Anspannung in der Vergangenheit stets vergrösserte, hat sich diese Tendenz zuletzt abgeschwächt. Das ist eine gute Nachricht und nicht nur das Ergebnis vermehrter Baubewilligungen, sondern auch einer leicht rückläufigen Zuwanderung, die aus einem etwas abgekühlten Arbeitsmarkt resultiert.
Müsste sich die Schweizer Wirtschaft insgesamt abkühlen, damit sich der Wohnungsmarkt wirklich entspannt?
Eine Abkühlung würde zu weniger Zuwanderung und damit einer gewissen Entlastung führen. Aber der Schweizer Arbeitsmarkt kann nicht gesondert betrachtet werden. Schlussendlich geht es immer um die komparative Wettbewerbsfähigkeit und den Zustand des Arbeitsmarktes im Vergleich zu den Nachbarstaaten. In der Finanzkrise 2008 und 2009 ging es dem Schweizer Arbeitsmarkt nicht sonderlich gut, doch um einiges besser als beispielsweise in Deutschland oder Frankreich. Daher hatte die Schweiz dort weiterhin sehr hohe Zuwanderung. Selbst wenn wir in der Schweiz derzeit leichte Abkühlungstendenzen sehen, bleibt sie als Arbeitsort attraktiv.
Dann gehen Sie davon aus, dass das strukturelle Angebotsdefizit bestehen bleibt?
Ja, davon ist vorerst auszugehen. Die Zahl der Baubewilligungen war zuletzt zwar hoch, die Baugesuche nahmen jedoch wieder ab. Insgesamt werden weiterhin zu wenige Wohnungen gebaut, als dass die Marktnachfrage gestillt werden und der Markt zur Entspannung kommen könnte.
Zwischen Baugesuch und -bewilligung liegen allzu oft noch Einsprachen.
Richtig, das ist sozusagen der Evergreen der Schweizer Bauwirtschaft.
«Die Gewinner eines Mietdeckels wären Bestandsmieter, deren Miete kurzfristig weniger stark steigt.»
Müssten hier politisch unbeliebte Massnahmen ergriffen und beispielsweise Einsprachen erschwert werden?
Wenn jemand einen legitimen Grund zur Einsprache hat, dürfen ihm keine Steine in den Weg gelegt werden und sollte die Einsprache unkompliziert ermöglicht werden. Doch es muss die Frage gestellt werden, wie stark jemand betroffen sein muss, damit das Vorgehen wirklich legitim ist. Ich finde es sinnvoll, die schutzwürdigen Interessen der Einsprechenden sowie ihre Kostenfolgen zu hinterfragen. Die Politik hat dies erkannt, und so hat der Ständerat zwei Postulate an den Bundesrat überwiesen, es scheint sich in dieser Thematik etwas zu tun.
Fehlt es in diesem Zusammenhang der Schweiz ganz grundsätzlich an Pragmatismus?
Pragmatismus würde der Baubranche ermöglichen, schneller auf eine erhöhte Nachfrage zu reagieren. Es gibt eine Studie der OECD, die zeigt, dass die Schweizer Bauindustrie weniger rasch auf Preissignale reagiert als in allen anderen untersuchten Mitgliedstaaten der OECD.
Ein stetes Versprechen der Politik ist bezahlbarer Wohnraum für alle. Gibt es hierzu einen Königsweg?
In der Wohnungspolitik gibt es nie einen Königsweg, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Ansprüche, Vor- und Nachteile der verschiedenen Massnahmen. Es ist wichtig, dass Marktkräfte wirken können. Besonders hilfreich ist, wenn neuer Wohnraum entsteht, ohne dass im Gegenzug preisgünstigere Bestandsimmobilien abgebaut werden müssen.
Wieso?
Neue Wohnungen sind tendenziell teuer. Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum lässt sich daher direkt weniger mit Neubauten als vielmehr mit Bestandsimmobilien befriedigen.
Massnahmen wie ein Mietpreisdeckel können hier nicht Abhilfe schaffen?
Die Gewinner eines Mietdeckels wären Bestandsmieter, deren Miete kurzfristig weniger stark steigt. Gleichzeitig würden die Nebenwirkungen den Markt aber belasten. Die Investitionsbereitschaft insgesamt ginge zurück, und damit auch der Wohnungsbau.
Apropos Investitionsbereitschaft: Die Lex Koller regelt den Erwerb von Grundstücken durch Menschen aus dem Ausland. Die Gesetzgebung soll nun verschärft werden. Ist das sinnvoll?
Die Lex Koller ist ein sehr starker Eingriff in den Markt und nicht unbedingt zielgerichtet im Hinblick auf günstigere Mieten. Wenn weniger Menschen Liegenschaften kaufen dürfen, drückt dies die Mietpreise nicht.
Politisch brisant und mit grossen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt verbunden ist auch die Nachhaltigkeitsinitiative, über die bald abgestimmt wird.
Bei Immobilieninvestitionen zählt immer die langfristige Perspektive, und die Annahme der Initiative würde durchaus langfristige Konsequenzen nach sich ziehen. Besonders in den Preisen für Bauland würde sich die Forderung der Initiative niederschlagen.
Wie?
Nun, die Schweizer Baulandreserven sind fix, es kommt kein zusätzliches Bauland hinzu. Daher wird der Preis durch die Anzahl Menschen, die auf diesem Bauland untergebracht werden müssen, getrieben. Wird diese Anzahl gedeckelt, sinken langfristig auch die Preise für das Bauland.
Dieses Interview stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.
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Damien Martin ist Leiter Beilagen sowie Redaktor im Ressort Märkte. Er berichtet schwerpunktmässig über Kryptowährungen und beschäftigt sich darüber hinaus mit den internationalen Finanzmärkten.Mehr Infos
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«Besonders beliebt ist weiterhin das Segment der Mietwohnungen»
Der Chefökonom von Wüest Partner sieht keine Blase im Wohnsegment und erklärt, weshalb Immobilienfonds trotz hoher Aufschläge weiter gekauft werden.
«Die hohen Preise von Wohnimmobilien sind nicht auf eine Blase zurückzuführen, sie sind ökonomisch erklärbar.»
Bild: Markus Forte
Die Planungssicherheit für Investoren im Segment der Mietwohnungen sei hoch, und das strukturelle Angebotsdefizit im Schweizer Wohnungsmarkt werde weiter bestehen, meint Jörg Schläpfer, Head Economics bei Wüest Partner. Denn obschon zuletzt viele Baubewilligungen erteilt worden seien, würden noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Schläpfer betont, in der Wohnungspolitik gebe es nie einen Königsweg, und findet, in der Schweiz fehle es an Pragmatismus.
Herr Schläpfer, im Dezember fällt die SNB den nächsten Zinsentscheid. Wie wichtig ist das Zinsumfeld für Immobilieninvestoren?
Die Zinsen sind entscheidend, einerseits für die Fremdkapitalkosten und andererseits, weil Immobilien als Alternative zu sicheren Zinsanlagen wie Obligationen gehandelt werden. In der Vergangenheit konnte man hier auch starke Bewegungen im Einklang mit der Zinsentwicklung beobachten. Nachdem in den vergangenen Jahren mit dem Zinsanstieg zurückhaltend in Immobilien investiert wurde, ist nun mit dem Nullzinsumfeld wieder eine sehr starke Nachfrage spürbar.
Geht der Markt davon aus, dass wir lange in diesem Zinsumfeld verharren werden?
Wir rechnen langfristig mit tiefen Zinsen. Ich erwarte bis auf weiteres eine leicht positive Rendite auf Bundesobligationen und einen Leitzins von 0%. Die leicht positive Rendite auf Bundesobligationen ist es denn auch, die die Anlegerflucht in Immobilien tiefer ausfallen lässt als zu Zeiten von Negativzinsen.
Wieso?
Schweizer Bundesobligationen sind unter anderem aufgrund des Sicherheitsaspekts die erste Alternative zu Immobilien, auch wenn es bedeutende Unterschiede zwischen diesen beiden Anlageklassen gibt.
Welche?
Einerseits verfügen Immobilien über einen impliziten Inflationsschutz im Gegensatz zu den Renditen der Bundesobligationen. Dies hat sich beispielsweise 2022 gezeigt, als die Bundesobligationen deutlich stärker gestiegen sind als die Anfangsrenditen beim Kauf von neuen Immobilienanlagen. Andererseits aber haben Immobilienanlagen im Gegensatz zu Bundesobligationen inhärente Risiken.
Welche Risiken müssen Anleger auf dem Schirm haben?
In erste Linie geht es um den Ertrag der Immobilie. Auch wenn er bei Schweizer Immobilien und insbesondere im Wohnbereich relativ sicher ist, hat jede Liegenschaft ihre Eigenheiten, die im Detail angeschaut werden müssen. Das können beispielsweise bauliche Themen oder regulatorische Risiken sein.
«Rechenzentren sind seit einigen Jahren ein viel diskutiertes Thema.»
Sind die Risiken bei Entwicklungsprojekten zahlreicher als bei Bestandsimmobilien?
Ja, denn im Entwicklungsprozess gibt es viele Unsicherheiten – beispielsweise im Zusammenhang mit der Baubewilligung und der tatsächlichen Umsetzbarkeit eines Projekts. 2022 gab es zudem einen substanziellen Baukostenanstieg, der die Renditerechnungen durcheinanderbrachte. Die Risiken sind also höher, die Renditeerwartungen aber auch. Kaufe ich nämlich ein bestehendes Mehrfamilienhaus zu Renditezwecken, bezahle ich einen hohen Einstandspreis und erhalte daher eine relativ tiefe jährliche Rendite.
Aber die Renditen sind trotz hoher Einstandspreise weiterhin im positiven Bereich?
Ja, die Mieten decken die Kosten, aber führen bei neu erworbenen Liegenschaften zu einer relativ tiefen Cashflow-Rendite. Für die Gesamtperformance kommt noch die Wertveränderung hinzu. Zuletzt fiel sie sehr stark aus, beispielsweise bei Wohnliegenschaften war sie für die Performance ähnlich wichtig wie der laufende Mietertrag.
Welche Immobilienkategorien sind im derzeitigen Umfeld besonders beliebt unter Investoren?
Besonders beliebt ist weiterhin das Segment der Mietwohnungen, weil die Planungssicherheit relativ hoch ist. Die Leerstandsziffer ist sehr tief, die Nachfrage strukturell hoch. Zudem sind Rechenzentren seit einigen Jahren ein viel diskutiertes Thema, da sie die steigenden Kapazitätsanforderungen etwa durch den Einsatz rechenintensiver künstlicher Intelligenz abdecken sollen.
Immobilienfonds handeln mit einem beträchtlichen Agio. Lohnen sich Investitionen darin trotzdem noch?
Es stimmt, dass die Fonds zurzeit mit einem Agio von 34% und somit über dem historischen Durchschnittswert von rund 20% gehandelt werden. Aber die meisten börsengehandelten Assets sind zurzeit eher hoch bewertet. Gerade Wohnimmobilien, die im Fokus von Immobilienfonds stehen, profitieren von einem sehr guten Umfeld mit einem hohen Haushaltswachstum und einem strukturellen Angebotsdefizit von Wohnraum. Deshalb gibt es auch bei hohen Preisen Zukäufe.
Eine Blasengefahr sehen Sie also nicht?
Die hohen Preise von Wohnimmobilien sind nicht auf eine Blase zurückzuführen, sie sind ökonomisch erklärbar. Neben dem Haushaltswachstum sind die Zinsen tief, der Wirtschaft geht es relativ gut, zudem ist die Bautätigkeit tief und das Bauland begrenzt. Von einer Blase spricht man dann, wenn die Menschen beginnen, Immobilien zu kaufen, nur weil sie von steigenden Preisen ausgehen.
«Die Zahl der Baubewilligungen war zuletzt zwar hoch, die Baugesuche nahmen jedoch wieder ab.»
Viele gehen aber genau davon aus.
Das stimmt, aber trotzdem sind die Hauptgründe für den Immobilienkauf, dass die Liegenschaft selbst belegt oder ein jährlicher Mietertrag erzielt werden soll.
Die Zahl der Bewilligungen für den Bau neuer Wohnungen war im dritten Quartal auf dem höchsten Stand seit 2018. Ist Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Sicht?
Nein, von Entspannung kann nicht gesprochen werden. Aber: Während sich die Anspannung in der Vergangenheit stets vergrösserte, hat sich diese Tendenz zuletzt abgeschwächt. Das ist eine gute Nachricht und nicht nur das Ergebnis vermehrter Baubewilligungen, sondern auch einer leicht rückläufigen Zuwanderung, die aus einem etwas abgekühlten Arbeitsmarkt resultiert.
Müsste sich die Schweizer Wirtschaft insgesamt abkühlen, damit sich der Wohnungsmarkt wirklich entspannt?
Eine Abkühlung würde zu weniger Zuwanderung und damit einer gewissen Entlastung führen. Aber der Schweizer Arbeitsmarkt kann nicht gesondert betrachtet werden. Schlussendlich geht es immer um die komparative Wettbewerbsfähigkeit und den Zustand des Arbeitsmarktes im Vergleich zu den Nachbarstaaten. In der Finanzkrise 2008 und 2009 ging es dem Schweizer Arbeitsmarkt nicht sonderlich gut, doch um einiges besser als beispielsweise in Deutschland oder Frankreich. Daher hatte die Schweiz dort weiterhin sehr hohe Zuwanderung. Selbst wenn wir in der Schweiz derzeit leichte Abkühlungstendenzen sehen, bleibt sie als Arbeitsort attraktiv.
Dann gehen Sie davon aus, dass das strukturelle Angebotsdefizit bestehen bleibt?
Ja, davon ist vorerst auszugehen. Die Zahl der Baubewilligungen war zuletzt zwar hoch, die Baugesuche nahmen jedoch wieder ab. Insgesamt werden weiterhin zu wenige Wohnungen gebaut, als dass die Marktnachfrage gestillt werden und der Markt zur Entspannung kommen könnte.
Zwischen Baugesuch und -bewilligung liegen allzu oft noch Einsprachen.
Richtig, das ist sozusagen der Evergreen der Schweizer Bauwirtschaft.
«Die Gewinner eines Mietdeckels wären Bestandsmieter, deren Miete kurzfristig weniger stark steigt.»
Müssten hier politisch unbeliebte Massnahmen ergriffen und beispielsweise Einsprachen erschwert werden?
Wenn jemand einen legitimen Grund zur Einsprache hat, dürfen ihm keine Steine in den Weg gelegt werden und sollte die Einsprache unkompliziert ermöglicht werden. Doch es muss die Frage gestellt werden, wie stark jemand betroffen sein muss, damit das Vorgehen wirklich legitim ist. Ich finde es sinnvoll, die schutzwürdigen Interessen der Einsprechenden sowie ihre Kostenfolgen zu hinterfragen. Die Politik hat dies erkannt, und so hat der Ständerat zwei Postulate an den Bundesrat überwiesen, es scheint sich in dieser Thematik etwas zu tun.
Fehlt es in diesem Zusammenhang der Schweiz ganz grundsätzlich an Pragmatismus?
Pragmatismus würde der Baubranche ermöglichen, schneller auf eine erhöhte Nachfrage zu reagieren. Es gibt eine Studie der OECD, die zeigt, dass die Schweizer Bauindustrie weniger rasch auf Preissignale reagiert als in allen anderen untersuchten Mitgliedstaaten der OECD.
Ein stetes Versprechen der Politik ist bezahlbarer Wohnraum für alle. Gibt es hierzu einen Königsweg?
In der Wohnungspolitik gibt es nie einen Königsweg, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Ansprüche, Vor- und Nachteile der verschiedenen Massnahmen. Es ist wichtig, dass Marktkräfte wirken können. Besonders hilfreich ist, wenn neuer Wohnraum entsteht, ohne dass im Gegenzug preisgünstigere Bestandsimmobilien abgebaut werden müssen.
Wieso?
Neue Wohnungen sind tendenziell teuer. Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum lässt sich daher direkt weniger mit Neubauten als vielmehr mit Bestandsimmobilien befriedigen.
Massnahmen wie ein Mietpreisdeckel können hier nicht Abhilfe schaffen?
Die Gewinner eines Mietdeckels wären Bestandsmieter, deren Miete kurzfristig weniger stark steigt. Gleichzeitig würden die Nebenwirkungen den Markt aber belasten. Die Investitionsbereitschaft insgesamt ginge zurück, und damit auch der Wohnungsbau.
Apropos Investitionsbereitschaft: Die Lex Koller regelt den Erwerb von Grundstücken durch Menschen aus dem Ausland. Die Gesetzgebung soll nun verschärft werden. Ist das sinnvoll?
Die Lex Koller ist ein sehr starker Eingriff in den Markt und nicht unbedingt zielgerichtet im Hinblick auf günstigere Mieten. Wenn weniger Menschen Liegenschaften kaufen dürfen, drückt dies die Mietpreise nicht.
Politisch brisant und mit grossen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt verbunden ist auch die Nachhaltigkeitsinitiative, über die bald abgestimmt wird.
Bei Immobilieninvestitionen zählt immer die langfristige Perspektive, und die Annahme der Initiative würde durchaus langfristige Konsequenzen nach sich ziehen. Besonders in den Preisen für Bauland würde sich die Forderung der Initiative niederschlagen.
Wie?
Nun, die Schweizer Baulandreserven sind fix, es kommt kein zusätzliches Bauland hinzu. Daher wird der Preis durch die Anzahl Menschen, die auf diesem Bauland untergebracht werden müssen, getrieben. Wird diese Anzahl gedeckelt, sinken langfristig auch die Preise für das Bauland.
Dieses Interview stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.
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Damien Martin ist Leiter Beilagen sowie Redaktor im Ressort Märkte. Er berichtet schwerpunktmässig über Kryptowährungen und beschäftigt sich darüber hinaus mit den internationalen Finanzmärkten.Mehr Infos
Die Zinsen für Hypotheken in der Schweiz haben sich im dritten Quartal 2025 ganz leicht nach unten bewegt.
Nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), ihren Zinssenkungszyklus zu beenden, zeigt sich der Hypothekarmarkt weitgehend stabil. Im September hatte die SNB, wie im Vorfeld von den Marktteilnehmenden erwartet, den Leitzins bei 0 Prozent belassen.
Deshalb habe es auch keine grossen Veränderungen bei den Hypothekenzinsen gegeben, hält Comparis in seinem am Donnerstag veröffentlichten Hypothekenbarometer fest.
Demnach kosteten zehnjährige Festhypotheken per Ende September 1,3 bis 1,8 Prozent. Im zweiten Quartal hatten sich deren Sätze zwischen 1,4 bis 1,9 Prozent bewegt. Fünfjährige Festhypotheken wurden unverändert für 1,0 bis 1,5 Prozent angeboten.
Günstigere Saron-Hypthoheken und stabile Richtsätze
Gleichzeitig waren Saron-Hypotheken zuletzt mit 0,7 bis 1,2 Prozent nochmals etwas günstiger – Ende Juni hatten sie im Durchschnitt noch bei 0,9 bis 1,2 Prozent gelegen.
Der Richtsatz für zehnjährige Festhypotheken lag Ende September bei etwa um die gleiche Zeit bei 1,68 Prozent und damit 0,09 Prozentpunkte tiefer. Für fünfjährige Festhypotheken war der Richtsatz mit 1,39 Prozent ähnlich hoch wie Ende Juni mit 1,40 Prozent.
Hintergrund für den leichten Abwärtstrend seien die weiter gesunkenen Kapitalmarktzinsen. Die Rendite für zehnjährige Bundesobligationen lag Ende September mit 0,20 Prozent um 0,21 Prozentpunkte tiefer als Ende Juni. Im Vergleich hatte die Rendite zu Beginn des Jahres bei etwa um die gleiche Zeit bei rund einem Viertel gelegen.
Stabilität trotz geopolitischer Spannungen
«Trotz aller Turbulenzen um die Zollpolitik der USA und den zunehmenden geopolitischen Spannungen hat sich der Schweizer Hypothekarmarkt unbeeindruckt gezeigt», wird Comparis-Experte Dirk Renkert in der Mitteilung zitiert.
In der aktuellen Situation sei zudem nicht zu erwarten, dass die Hypothekarzinsen noch weiter deutlich fielen. Bei der Wahl der Laufzeiten waren Festhypotheken mit zehn Jahren und mehr am gefragtesten – sie machten rund ein Drittel aller Abschlüsse aus.
Gleichzeitig zeigte sich eine leichte Verschiebung in Richtung mittelfristiger Festhypotheken zu Lasten von Saron-Hypotheken.
Verschiebung der Laufzeiten und sinkende Attraktivität von Saron-Hypotheken
Hypotheken mit Laufzeiten von vier bis sieben Jahren haben rund ein Drittel aller Abschlüsse ausgemacht. In den ersten beiden Quartalen sei es noch jeder Vierte gewesen.
Der Anteil von Hypotheken mit bis zu drei Jahren Laufzeit ist dagegen leicht gesunken und lag bei 18 Prozent nach 20 Prozent im Vorquartal. Derjenige der Saron-Hypotheken büsste gar gut ein Drittel ein und betrug zirka sieben Prozent aller Abschlüsse.
«Die Attraktivität von Saron-Hypotheken hat sich etwas abgeschwächt, da die Anbieter höhere Margen verlangten», erklärte Renkert. Zudem suchten Hypothekarnehmende im aktuellen Umfeld wieder mehr Planbarkeit.
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Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Der Reingewinn stieg im ersten Halbjahr auf 175,9 Millionen Franken. Im Vorjahreszeitraum waren es 52,7 Millionen Franken. Für den Anstieg waren insbesondere Neubewertungen von Immobilien verantwortlich. Der Wert der Rendite- und Entwicklungsliegenschaften von Intershop, die sich überwiegend im Raum Zürich befinden, beträgt 1,8 Milliarden Franken. Der Nettoliegenschaftsertrag stieg um 7,4 Prozent auf 39,5 Millionen Franken. Insgesamt will Intershop in den nächsten Jahren rund 525 Millionen Franken investieren.
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TEXT:
Der Reingewinn stieg im ersten Halbjahr auf 175,9 Millionen Franken. Im Vorjahreszeitraum waren es 52,7 Millionen Franken. Für den Anstieg waren insbesondere Neubewertungen von Immobilien verantwortlich. Der Wert der Rendite- und Entwicklungsliegenschaften von Intershop, die sich überwiegend im Raum Zürich befinden, beträgt 1,8 Milliarden Franken. Der Nettoliegenschaftsertrag stieg um 7,4 Prozent auf 39,5 Millionen Franken. Insgesamt will Intershop in den nächsten Jahren rund 525 Millionen Franken investieren.
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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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TEXT:
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage «Immobilien» –
Warum Geschäftsimmobilien mehr bieten, als der Markt glaubt
Der Privatsektor – gemeinsam mit dem Dienstleistungssektor – bleibt eine tragende Säule der Wirtschaft, insbesondere an zentralen Lagen. Wo die Nachfrage nach Büroflächen doch unter Druck steht, eröffnen Umnutzungen Chancen.
Robert KuertReal Estate Research Analyst, Swiss Life Asset Managers
Der Onlinehandel entwickelte sich weniger dynamisch als erwartet. Zwischen 2019 und 2024 stieg der Onlineanteil im Detailhandel von unter 10% auf rund 12%, vor allem im Non-Food-Bereich.
Bild: Urs Flueeler/Keystone
Am 1. August 2025 kam die Schockmeldung: US-Importe aus der Schweiz sollen mit 39% Zoll belegt werden. Seit dem 7. August 2025 sind sie in Kraft. Das Problem ist weniger die Höhe als die Ungleichbehandlung gegenüber der EU. Betroffen ist vor allem das verarbeitende Gewerbe – und damit Industrie- und Produktionsflächen.
Der klassische Geschäftsflächenmarkt bleibt weitgehend unberührt: Büro- und Verkaufsflächen in Innenstädten sind überwiegend an Dienstleister vermietet. Produktionsbetriebe liegen meist in periurbanen Gebieten und halten ihre Immobilien oft im Eigentum.
Mittelfristig könnten Produktionsverlagerungen indirekt auf Büros, Wohnen oder lokales Gewerbe wirken. Insgesamt bleibt der urbane Geschäftsflächenmarkt jedoch robust und nur marginal betroffen.
Profiteure der Zinspolitik
Die anhaltend niedrige Inflation und der starke Franken sprechen mittelfristig nicht nur für ein weiterhin attraktives Zinsumfeld für Immobilienanlagen – sie stärken auch die Kaufkraft des Privatsektors. Bereits 2015 führte die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank zu einem spürbaren Anstieg der Kaufkraft der Haushalte. In der Folge trug der private Konsum entscheidend dazu bei, eine befürchtete Rezession zu verhindern.
Heute stehen die Schweizer Haushalte erneut vor einer vergleichbaren Ausgangslage. Positive Effekte auf die Umsätze von Dienstleistungsunternehmen – insbesondere im Detailhandel und in der Gastronomie – sind zu erwarten. Verstärkt wird diese Entwicklung durch das demografische Wachstum: Seit 2015 ist die Zahl der Haushalte in der Schweiz um rund 12% gestiegen.
Diese Rahmenbedingungen sprechen dafür, dass die Geschäftsmodelle vieler Mieter tragfähig bleiben. Zusätzlich wird diese Einschätzung durch die nachlassende Dynamik der Trends zu Homeoffice und Onlinehandel gestützt, die zuletzt an Einfluss auf die Flächennachfrage verloren haben.
Physische Erlebnisse
Seit Jahren fragen sich Eigentümer und Investoren, wie stark Homeoffice und Onlinehandel die Nachfrage nach Büro- und Verkaufsflächen beeinflussen. Verlässliche Daten zur Büroauslastung sind rar, doch Mobilitätsdaten geben Hinweise: Die Zahlen haben sich mit Ausnahme des Pandemiejahrs 2020 nur marginal verändert. Ein Hinweis darauf, dass Personen ihr Verhalten nachhaltig nicht verändert haben – also wie gewohnt an den Arbeitsort in Zürich pendeln.
Auch der Onlinehandel entwickelte sich weniger dynamisch als erwartet. Zwischen 2019 und 2024 stieg der Onlineanteil im Detailhandel von unter 10% auf rund 12%, vor allem im Non-Food-Bereich. Seit 2021 ist das Wachstum gering und künftig wird nur ein moderater Anstieg erwartet. Gründe sind die Bedeutung des physischen Einkaufserlebnisses, die soziale Komponente des Shoppings und die alternde Bevölkerung, die weniger digitalaffin ist.
Mit rund 12% Onlineanteil liegt die Schweiz im europäischen Mittelfeld – deutlich unter dem Vereinigten Königreich mit über 25%, aber leicht über der Eurozone mit etwa 11%. Bis 2029 ist keine wesentliche Veränderung dieser Position zu erwarten.
Büromieten behaupten sich
Seit 2012 führt FPRE halbjährlich eine Immobilienumfrage durch, in der rund 600 Experten unter anderem die erwartete Entwicklung der Büromieten einschätzen. Das Ergebnis war über Jahre erstaunlich einheitlich: Die Mieten für Büroflächen sollten schweizweit sinken. Während der Pandemie war man sich darin besonders sicher. Doch die Realität sieht anders aus. Die Zahlen zeigen ein anderes Bild: Die mittleren Angebotsmieten für Büroflächen lagen Ende 2012 bei rund 210 Fr./m² und Ende 2024 bei 225 Fr./m² – ein Plus von 7%, bei einer Inflation von 6% im selben Zeitraum.
Noch deutlicher ist die Entwicklung in Zürich: Seit der ersten Umfrage stiegen die mittleren Angebotsmieten in der Limmatstadt um rund 32%. Haupttreiber dürfte die zunehmende Polarisierung zugunsten zentraler Lagen sein. Selbst die Spitzenmieten, die bereits 2012 auf hohem Niveau lagen, legten laut Wüest Partner bis Ende 2024 um weitere 11% zu. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Märkte gleichermassen profitieren. Abseits der Innenstädte wird die Wieder- und Neuvermietung zunehmend anspruchsvoll. Aber auch hier ergeben sich bei genauerer Betrachtung Chancen.
Wo Repositionierungen nötig sind, können Umnutzungen eine attraktive Alternative sein. Zwar sind sie teuer, komplex und dauern oft mehrere Jahre, doch die ökonomische Rechnung kann aufgehen: Höhere Mieten und geringere Leerstandsrisiken steigern den Kapitalwert und übertreffen in bestimmten Lagen häufig die Umnutzungskosten – selbst bei über 5000 Franken pro Quadratmeter und drei Jahren Bauzeit.
Umnutzung als Lösung
Besonders interessant sind urbane Randlagen, in denen Wohnungsmieten 10–30% über Büromieten liegen. Dazu gehören etwa Zürichs Kreise 3 bis 8, Quartiere um die Genfer Altstadt (Charmilles/St. Jean, ONU, etc.) oder Zug. Je stärker der Wohnungsmarkt, desto länger die Liste potenzieller Standorte, vorausgesetzt es wird eine vermarktungsfähige Wohnqualität erreicht.
Neben der Wirtschaftlichkeit spricht auch die Wohnungsknappheit für Umnutzungen: Es könnte Wohnraum für über hunderttausend Haushalte entstehen – ein Gewinn für Eigentümer, Standorte und Bevölkerung.
Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage «Immobilien» –
Warum Geschäftsimmobilien mehr bieten, als der Markt glaubt
Der Privatsektor – gemeinsam mit dem Dienstleistungssektor – bleibt eine tragende Säule der Wirtschaft, insbesondere an zentralen Lagen. Wo die Nachfrage nach Büroflächen doch unter Druck steht, eröffnen Umnutzungen Chancen.
Robert KuertReal Estate Research Analyst, Swiss Life Asset Managers
Der Onlinehandel entwickelte sich weniger dynamisch als erwartet. Zwischen 2019 und 2024 stieg der Onlineanteil im Detailhandel von unter 10% auf rund 12%, vor allem im Non-Food-Bereich.
Bild: Urs Flueeler/Keystone
Am 1. August 2025 kam die Schockmeldung: US-Importe aus der Schweiz sollen mit 39% Zoll belegt werden. Seit dem 7. August 2025 sind sie in Kraft. Das Problem ist weniger die Höhe als die Ungleichbehandlung gegenüber der EU. Betroffen ist vor allem das verarbeitende Gewerbe – und damit Industrie- und Produktionsflächen.
Der klassische Geschäftsflächenmarkt bleibt weitgehend unberührt: Büro- und Verkaufsflächen in Innenstädten sind überwiegend an Dienstleister vermietet. Produktionsbetriebe liegen meist in periurbanen Gebieten und halten ihre Immobilien oft im Eigentum.
Mittelfristig könnten Produktionsverlagerungen indirekt auf Büros, Wohnen oder lokales Gewerbe wirken. Insgesamt bleibt der urbane Geschäftsflächenmarkt jedoch robust und nur marginal betroffen.
Profiteure der Zinspolitik
Die anhaltend niedrige Inflation und der starke Franken sprechen mittelfristig nicht nur für ein weiterhin attraktives Zinsumfeld für Immobilienanlagen – sie stärken auch die Kaufkraft des Privatsektors. Bereits 2015 führte die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank zu einem spürbaren Anstieg der Kaufkraft der Haushalte. In der Folge trug der private Konsum entscheidend dazu bei, eine befürchtete Rezession zu verhindern.
Heute stehen die Schweizer Haushalte erneut vor einer vergleichbaren Ausgangslage. Positive Effekte auf die Umsätze von Dienstleistungsunternehmen – insbesondere im Detailhandel und in der Gastronomie – sind zu erwarten. Verstärkt wird diese Entwicklung durch das demografische Wachstum: Seit 2015 ist die Zahl der Haushalte in der Schweiz um rund 12% gestiegen.
Diese Rahmenbedingungen sprechen dafür, dass die Geschäftsmodelle vieler Mieter tragfähig bleiben. Zusätzlich wird diese Einschätzung durch die nachlassende Dynamik der Trends zu Homeoffice und Onlinehandel gestützt, die zuletzt an Einfluss auf die Flächennachfrage verloren haben.
Physische Erlebnisse
Seit Jahren fragen sich Eigentümer und Investoren, wie stark Homeoffice und Onlinehandel die Nachfrage nach Büro- und Verkaufsflächen beeinflussen. Verlässliche Daten zur Büroauslastung sind rar, doch Mobilitätsdaten geben Hinweise: Die Zahlen haben sich mit Ausnahme des Pandemiejahrs 2020 nur marginal verändert. Ein Hinweis darauf, dass Personen ihr Verhalten nachhaltig nicht verändert haben – also wie gewohnt an den Arbeitsort in Zürich pendeln.
Auch der Onlinehandel entwickelte sich weniger dynamisch als erwartet. Zwischen 2019 und 2024 stieg der Onlineanteil im Detailhandel von unter 10% auf rund 12%, vor allem im Non-Food-Bereich. Seit 2021 ist das Wachstum gering und künftig wird nur ein moderater Anstieg erwartet. Gründe sind die Bedeutung des physischen Einkaufserlebnisses, die soziale Komponente des Shoppings und die alternde Bevölkerung, die weniger digitalaffin ist.
Mit rund 12% Onlineanteil liegt die Schweiz im europäischen Mittelfeld – deutlich unter dem Vereinigten Königreich mit über 25%, aber leicht über der Eurozone mit etwa 11%. Bis 2029 ist keine wesentliche Veränderung dieser Position zu erwarten.
Büromieten behaupten sich
Seit 2012 führt FPRE halbjährlich eine Immobilienumfrage durch, in der rund 600 Experten unter anderem die erwartete Entwicklung der Büromieten einschätzen. Das Ergebnis war über Jahre erstaunlich einheitlich: Die Mieten für Büroflächen sollten schweizweit sinken. Während der Pandemie war man sich darin besonders sicher. Doch die Realität sieht anders aus. Die Zahlen zeigen ein anderes Bild: Die mittleren Angebotsmieten für Büroflächen lagen Ende 2012 bei rund 210 Fr./m² und Ende 2024 bei 225 Fr./m² – ein Plus von 7%, bei einer Inflation von 6% im selben Zeitraum.
Noch deutlicher ist die Entwicklung in Zürich: Seit der ersten Umfrage stiegen die mittleren Angebotsmieten in der Limmatstadt um rund 32%. Haupttreiber dürfte die zunehmende Polarisierung zugunsten zentraler Lagen sein. Selbst die Spitzenmieten, die bereits 2012 auf hohem Niveau lagen, legten laut Wüest Partner bis Ende 2024 um weitere 11% zu. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Märkte gleichermassen profitieren. Abseits der Innenstädte wird die Wieder- und Neuvermietung zunehmend anspruchsvoll. Aber auch hier ergeben sich bei genauerer Betrachtung Chancen.
Wo Repositionierungen nötig sind, können Umnutzungen eine attraktive Alternative sein. Zwar sind sie teuer, komplex und dauern oft mehrere Jahre, doch die ökonomische Rechnung kann aufgehen: Höhere Mieten und geringere Leerstandsrisiken steigern den Kapitalwert und übertreffen in bestimmten Lagen häufig die Umnutzungskosten – selbst bei über 5000 Franken pro Quadratmeter und drei Jahren Bauzeit.
Umnutzung als Lösung
Besonders interessant sind urbane Randlagen, in denen Wohnungsmieten 10–30% über Büromieten liegen. Dazu gehören etwa Zürichs Kreise 3 bis 8, Quartiere um die Genfer Altstadt (Charmilles/St. Jean, ONU, etc.) oder Zug. Je stärker der Wohnungsmarkt, desto länger die Liste potenzieller Standorte, vorausgesetzt es wird eine vermarktungsfähige Wohnqualität erreicht.
Neben der Wirtschaftlichkeit spricht auch die Wohnungsknappheit für Umnutzungen: Es könnte Wohnraum für über hunderttausend Haushalte entstehen – ein Gewinn für Eigentümer, Standorte und Bevölkerung.
Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Fragen und Antworten zur Reform –
Abschaffung des Eigenmietwerts: Lohnt es sich jetzt, die Hypothek zu amortisieren?
Viele Banken empfehlen, sein Geld zu investieren, statt die Hypothek abzuzahlen. Doch was ist bei einem Anstieg der Zinsen oder einem Börsencrash? Die wichtigsten Fragen – und was Finanzexperten raten.
In der Schweiz wurde die Besteuerung des Eigenmietwerts abgeschafft – damit werden die Abzugsmöglichkeiten einschränkt.
Foto: Beat Mathys
In Kürze:
Banken rechnen mit rückläufigen Zinseinnahmen wegen der Abschaffung des Eigenmietwerts.
Vier befragte Finanzexperten glauben nicht, dass es jetzt eine Amortisationswelle geben wird.
Niedrige Hypothekarzinsen machen bestimmte Investitionen derzeit lukrativer als eine Amortisation, glauben manche Experten.
Die Abschaffung des Eigenmietwerts, die vor wenigen Tagen vom Volk angenommen wurde, hat weitreichende Konsequenzen für die Immobilienbesteuerung in der Schweiz. Deshalb sind Liegenschaftsbesitzer und -besitzerinnen sowie Hypothekarteams derzeit eifrig am Rechnen. Alle wollen herausfinden, wie sie am besten von der neuen Regelung profitieren können. Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, stellt sich insbesondere die Frage, ob es sich jetzt lohnt, die Hypothek zu amortisieren.
Viele sagen sich: «Da ich in Zukunft die Hypothekarzinsen nicht mehr von den Steuern abziehen kann, bringt es nichts, weiterhin eine Hypothek zu haben und den Banken jährlich Zinsen dafür zu zahlen.»
Welche Folgen hat die Abschaffung des Eigenmietwerts für Banken?
Für Banken zieht die Abschaffung des Eigenmietwerts ein doppeltes Risiko nach sich: Sie werden weniger Zinseinnahmen aus Hypotheken haben und weniger Vermögenswerte verwalten können, wenn ihre Hypothekarkunden und -kundinnen ihr Vermögen für die Amortisation verwenden. Jede Bank hat bereits alle Szenarien berechnet und eine grobe Schätzung der potenziellen Verluste vorgenommen. Aufgrund der Geheimhaltungspflicht werden aber keine Zahlen genannt.
Auf ihren Websites geben die Banken Erklärungen zur Reform der Wohneigentumsbesteuerung ab und verweisen auf ihre Ratschläge. Sie empfehlen, einen Finanzberater oder eine Finanzberaterin zu konsultieren. Diese haben in den letzten Tagen viele Anrufe von Kundinnen und Kunden erhalten, die eine Liegenschaft besitzen.
Kommt es jetzt zu einer Amortisationswelle bei Hypotheken?
Auf die Frage, ob sich jetzt eine Amortisation lohnt, gibt es keine eindeutige Antwort. Jeder Fall ist anders. Vier von dieser Redaktion befragte Experten sagen, dass die beste Lösung immer eine individuelle Lösung sei – abhängig vom Gesamtvermögen, vom Einkommen und von den Wünschen der Hausbesitzer sowie ihrer Resilienz gegenüber den Unwägbarkeiten der Börse.
Die vier Experten gehen davon aus, dass es nicht zu einer massiven Amortisationswelle kommen wird – und zwar aus mehreren Gründen.
Der erste Grund ist pragmatischer Natur. Wer seine Hypothekarschulden zurückzahlen will, braucht Geld. Das schliesst alle neuen Wohneigentümer und -eigentümerinnen aus. Sie brauchen in der Regel ihre letzten Ersparnisse, um das erforderliche Eigenkapital von 20 Prozent für den Erwerb der Immobilie aufbringen zu können.
Zweitens muss das Geld verfügbar sein. «Im Durchschnitt haben Schweizer und Schweizerinnen mehr Vermögen als Schulden», sagt Thomas Veraguth, Immobilienexperte bei der UBS. «Dieses Vermögen ist aber oft angelegt – in Unternehmen, Finanzanlagen oder Altersvorsorge wie zweite Säule und gemischte Versicherungen. Um ihre Schulden zurückzahlen zu können, müssten sie also ihre Firma verkaufen, ihr gesamtes Pensionsgeld beziehen – was gesetzlich nicht zulässig ist – und auf Finanzanlagen verzichten.»
Veraguth rät dringend davon ab, diese Strategie anzuwenden. «Man würde alle Risiken auf die Liegenschaft übertragen. Bei einem Immobiliencrash oder einem schweren Rückschlag würde man Gefahr laufen, das Haus oder die Wohnung mit Verlust verkaufen zu müssen. Es ist besser, die Vermögenswerte zu diversifizieren, um liquide Mittel zur Verfügung zu haben.»
Gibt es bessere Investitionen?
Ein weiterer wichtiger Faktor, der für die Beibehaltung der Schulden spricht, sind die niedrigen Hypothekarzinsen. «Heute sind die Renditen eines diversifizierten Portfolios in der Regel höher als die Hypothekarzinsen», erklärt Michel Fleury, Immobilienexperte bei Raiffeisen. «Wer jetzt eine Amortisation vornimmt, verliert also Geld.»
Seine These untermauert der Ökonom mit einem Beispiel: Eine Person verfügt über ein Vermögen von 100’000 Franken. Sie hat eine Hypothek mit einem Zinssatz von 2 Prozent, bezahlt also 2000 Franken Zinsen pro Jahr. Wenn sie die Hypothek zurückzahlt, spart sie jährlich 2000 Franken. Wenn sie aber ihre Hypothek behält und die 100’000 Franken in ein diversifiziertes Portfolio mit geringem Risiko und einer Rendite von 3 Prozent investiert, kann sie jährlich einen Gewinn von etwa 3000 Franken erzielen.
Sie zahlt dann 750 Franken Steuern auf diesen Gewinn und 2000 Franken für die Hypothekarzinsen der Bank. In diesem Fall hat die Person 250 Franken mehr übrig, als wenn sie die Hypothek zurückgezahlt hätte.
Mit einem ambitionierteren Portfolio und einer Rendite von 5 Prozent würde sie sogar einen Gewinn von 1750 Franken pro Jahr erzielen. Diese Gewinne müssen mit der Anzahl der Jahre multipliziert werden, in denen die Person das Portfolio hält – unter der Voraussetzung, dass es keinen Börsencrash gibt.
Und was ist bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen?
Corentin du Marchie, Immobilienexperte beim Vermögenszentrum (VZ), kommt zur gleichen Einschätzung. «Bei den aktuellen Zinssätzen ist es oft möglich, eine Rendite zu erzielen, die über den Schuldzinsen liegt, ohne dabei übermässige Risiken einzugehen. Eine vorzeitige Rückzahlung der Hypothek ist nicht unbedingt die vorteilhafteste Strategie.»
Bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen könnte sich aber die Situation ändern. Allerdings bleiben sie nicht ewig auf einem hohen Niveau. «Daher ist es wichtig, eine gute langfristige Strategie zu haben», fährt der Ökonom fort. Durch die Tilgung der Schulden bindet man jedoch Kapital, das man später möglicherweise benötigt, zum Beispiel nach der Pensionierung.
Welche Gründe sprechen für eine Amortisation der Hypothekarschuld?
Zwei Faktoren könnten Wohneigentümer und -eigentümerinnen dazu veranlassen, ihre Hypothek zu amortisieren. Erstens die Abneigung gegen die Risiken der Finanzmärkte, zum Beispiel Börsenrisiken. Diese Personen bevorzugen eine Immobilieninvestition. «Für diejenigen, die ihr Geld auf einem normalen Bankkonto mit einem Zinssatz von maximal 0,5 Prozent haben, wäre es in der Tat besser, die Schulden zurückzuzahlen», erklärt Michel Fleury. Er versteht, dass die Begleichung der Schulden vielen Personen ein Gefühl der Sicherheit gibt. «Man schläft besser», sagt er.
Hinzu kommt die emotionale Komponente. «Wenn man in einer Liegenschaft wohnt, die einem gehört, kann die Rückzahlung der Schulden durch persönliche Gründe beeinflusst werden», sagt VZ-Experte Corentin du Marchie. «Mit jeder Amortisation ist man mehr Eigentümer oder Eigentümerin.»
Wie viele Hausbesitzer entscheiden sich für eine Amortisation der Hypothek?
Der Ökonom glaubt jedoch, dass dies bei den meisten Hausbesitzern nicht der Fall sein wird. Erste Statistiken zeigten eine Amortisation der Schulden privater Haushalte in Höhe von 50 bis 150 Milliarden Franken, bei einer Gesamtsumme von 1200 Milliarden sei das relativ begrenzt, so Corentin du Marchie. So beobachtete er es bei seinen Kunden: «Weniger als 10 Prozent erwägt eine teilweise oder vollständige Rückzahlung ihrer Schulden.»
Die Amortisationen würden sich zudem über einen langen Zeitraum erstrecken. «Wer in der Schweiz Wohneigentum besitzt, nimmt oft eine langfristige Hypothek auf», erklärt Alexandre Baettig, Immobilienexperte bei Acanthe. «Wenn der Kredit vor Ablauf der Laufzeit zurückbezahlt wird, fallen Strafzinsen an. Das führt zu einer gewissen Trägheit des Hypothekarkreditsystems.»
Aus dem Französischen übersetzt von Yolanda Di Mambro.
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Delphine Gasche ist seit Mai 2023 Bundeshaus-Korrespondentin in Bern. Ihr Fachgebiet ist Politik. Zuvor hat sie sieben Jahre für die Presseagentur Keystone-SDA gearbeitet und über internationale und nationale News sowie über Politik berichtet.Mehr Infos
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Fragen und Antworten zur Reform –
Abschaffung des Eigenmietwerts: Lohnt es sich jetzt, die Hypothek zu amortisieren?
Viele Banken empfehlen, sein Geld zu investieren, statt die Hypothek abzuzahlen. Doch was ist bei einem Anstieg der Zinsen oder einem Börsencrash? Die wichtigsten Fragen – und was Finanzexperten raten.
In der Schweiz wurde die Besteuerung des Eigenmietwerts abgeschafft – damit werden die Abzugsmöglichkeiten einschränkt.
Foto: Beat Mathys
In Kürze:
Banken rechnen mit rückläufigen Zinseinnahmen wegen der Abschaffung des Eigenmietwerts.
Vier befragte Finanzexperten glauben nicht, dass es jetzt eine Amortisationswelle geben wird.
Niedrige Hypothekarzinsen machen bestimmte Investitionen derzeit lukrativer als eine Amortisation, glauben manche Experten.
Die Abschaffung des Eigenmietwerts, die vor wenigen Tagen vom Volk angenommen wurde, hat weitreichende Konsequenzen für die Immobilienbesteuerung in der Schweiz. Deshalb sind Liegenschaftsbesitzer und -besitzerinnen sowie Hypothekarteams derzeit eifrig am Rechnen. Alle wollen herausfinden, wie sie am besten von der neuen Regelung profitieren können. Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, stellt sich insbesondere die Frage, ob es sich jetzt lohnt, die Hypothek zu amortisieren.
Viele sagen sich: «Da ich in Zukunft die Hypothekarzinsen nicht mehr von den Steuern abziehen kann, bringt es nichts, weiterhin eine Hypothek zu haben und den Banken jährlich Zinsen dafür zu zahlen.»
Welche Folgen hat die Abschaffung des Eigenmietwerts für Banken?
Für Banken zieht die Abschaffung des Eigenmietwerts ein doppeltes Risiko nach sich: Sie werden weniger Zinseinnahmen aus Hypotheken haben und weniger Vermögenswerte verwalten können, wenn ihre Hypothekarkunden und -kundinnen ihr Vermögen für die Amortisation verwenden. Jede Bank hat bereits alle Szenarien berechnet und eine grobe Schätzung der potenziellen Verluste vorgenommen. Aufgrund der Geheimhaltungspflicht werden aber keine Zahlen genannt.
Auf ihren Websites geben die Banken Erklärungen zur Reform der Wohneigentumsbesteuerung ab und verweisen auf ihre Ratschläge. Sie empfehlen, einen Finanzberater oder eine Finanzberaterin zu konsultieren. Diese haben in den letzten Tagen viele Anrufe von Kundinnen und Kunden erhalten, die eine Liegenschaft besitzen.
Kommt es jetzt zu einer Amortisationswelle bei Hypotheken?
Auf die Frage, ob sich jetzt eine Amortisation lohnt, gibt es keine eindeutige Antwort. Jeder Fall ist anders. Vier von dieser Redaktion befragte Experten sagen, dass die beste Lösung immer eine individuelle Lösung sei – abhängig vom Gesamtvermögen, vom Einkommen und von den Wünschen der Hausbesitzer sowie ihrer Resilienz gegenüber den Unwägbarkeiten der Börse.
Die vier Experten gehen davon aus, dass es nicht zu einer massiven Amortisationswelle kommen wird – und zwar aus mehreren Gründen.
Der erste Grund ist pragmatischer Natur. Wer seine Hypothekarschulden zurückzahlen will, braucht Geld. Das schliesst alle neuen Wohneigentümer und -eigentümerinnen aus. Sie brauchen in der Regel ihre letzten Ersparnisse, um das erforderliche Eigenkapital von 20 Prozent für den Erwerb der Immobilie aufbringen zu können.
Zweitens muss das Geld verfügbar sein. «Im Durchschnitt haben Schweizer und Schweizerinnen mehr Vermögen als Schulden», sagt Thomas Veraguth, Immobilienexperte bei der UBS. «Dieses Vermögen ist aber oft angelegt – in Unternehmen, Finanzanlagen oder Altersvorsorge wie zweite Säule und gemischte Versicherungen. Um ihre Schulden zurückzahlen zu können, müssten sie also ihre Firma verkaufen, ihr gesamtes Pensionsgeld beziehen – was gesetzlich nicht zulässig ist – und auf Finanzanlagen verzichten.»
Veraguth rät dringend davon ab, diese Strategie anzuwenden. «Man würde alle Risiken auf die Liegenschaft übertragen. Bei einem Immobiliencrash oder einem schweren Rückschlag würde man Gefahr laufen, das Haus oder die Wohnung mit Verlust verkaufen zu müssen. Es ist besser, die Vermögenswerte zu diversifizieren, um liquide Mittel zur Verfügung zu haben.»
Gibt es bessere Investitionen?
Ein weiterer wichtiger Faktor, der für die Beibehaltung der Schulden spricht, sind die niedrigen Hypothekarzinsen. «Heute sind die Renditen eines diversifizierten Portfolios in der Regel höher als die Hypothekarzinsen», erklärt Michel Fleury, Immobilienexperte bei Raiffeisen. «Wer jetzt eine Amortisation vornimmt, verliert also Geld.»
Seine These untermauert der Ökonom mit einem Beispiel: Eine Person verfügt über ein Vermögen von 100’000 Franken. Sie hat eine Hypothek mit einem Zinssatz von 2 Prozent, bezahlt also 2000 Franken Zinsen pro Jahr. Wenn sie die Hypothek zurückzahlt, spart sie jährlich 2000 Franken. Wenn sie aber ihre Hypothek behält und die 100’000 Franken in ein diversifiziertes Portfolio mit geringem Risiko und einer Rendite von 3 Prozent investiert, kann sie jährlich einen Gewinn von etwa 3000 Franken erzielen.
Sie zahlt dann 750 Franken Steuern auf diesen Gewinn und 2000 Franken für die Hypothekarzinsen der Bank. In diesem Fall hat die Person 250 Franken mehr übrig, als wenn sie die Hypothek zurückgezahlt hätte.
Mit einem ambitionierteren Portfolio und einer Rendite von 5 Prozent würde sie sogar einen Gewinn von 1750 Franken pro Jahr erzielen. Diese Gewinne müssen mit der Anzahl der Jahre multipliziert werden, in denen die Person das Portfolio hält – unter der Voraussetzung, dass es keinen Börsencrash gibt.
Und was ist bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen?
Corentin du Marchie, Immobilienexperte beim Vermögenszentrum (VZ), kommt zur gleichen Einschätzung. «Bei den aktuellen Zinssätzen ist es oft möglich, eine Rendite zu erzielen, die über den Schuldzinsen liegt, ohne dabei übermässige Risiken einzugehen. Eine vorzeitige Rückzahlung der Hypothek ist nicht unbedingt die vorteilhafteste Strategie.»
Bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen könnte sich aber die Situation ändern. Allerdings bleiben sie nicht ewig auf einem hohen Niveau. «Daher ist es wichtig, eine gute langfristige Strategie zu haben», fährt der Ökonom fort. Durch die Tilgung der Schulden bindet man jedoch Kapital, das man später möglicherweise benötigt, zum Beispiel nach der Pensionierung.
Welche Gründe sprechen für eine Amortisation der Hypothekarschuld?
Zwei Faktoren könnten Wohneigentümer und -eigentümerinnen dazu veranlassen, ihre Hypothek zu amortisieren. Erstens die Abneigung gegen die Risiken der Finanzmärkte, zum Beispiel Börsenrisiken. Diese Personen bevorzugen eine Immobilieninvestition. «Für diejenigen, die ihr Geld auf einem normalen Bankkonto mit einem Zinssatz von maximal 0,5 Prozent haben, wäre es in der Tat besser, die Schulden zurückzuzahlen», erklärt Michel Fleury. Er versteht, dass die Begleichung der Schulden vielen Personen ein Gefühl der Sicherheit gibt. «Man schläft besser», sagt er.
Hinzu kommt die emotionale Komponente. «Wenn man in einer Liegenschaft wohnt, die einem gehört, kann die Rückzahlung der Schulden durch persönliche Gründe beeinflusst werden», sagt VZ-Experte Corentin du Marchie. «Mit jeder Amortisation ist man mehr Eigentümer oder Eigentümerin.»
Wie viele Hausbesitzer entscheiden sich für eine Amortisation der Hypothek?
Der Ökonom glaubt jedoch, dass dies bei den meisten Hausbesitzern nicht der Fall sein wird. Erste Statistiken zeigten eine Amortisation der Schulden privater Haushalte in Höhe von 50 bis 150 Milliarden Franken, bei einer Gesamtsumme von 1200 Milliarden sei das relativ begrenzt, so Corentin du Marchie. So beobachtete er es bei seinen Kunden: «Weniger als 10 Prozent erwägt eine teilweise oder vollständige Rückzahlung ihrer Schulden.»
Die Amortisationen würden sich zudem über einen langen Zeitraum erstrecken. «Wer in der Schweiz Wohneigentum besitzt, nimmt oft eine langfristige Hypothek auf», erklärt Alexandre Baettig, Immobilienexperte bei Acanthe. «Wenn der Kredit vor Ablauf der Laufzeit zurückbezahlt wird, fallen Strafzinsen an. Das führt zu einer gewissen Trägheit des Hypothekarkreditsystems.»
Aus dem Französischen übersetzt von Yolanda Di Mambro.
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Delphine Gasche ist seit Mai 2023 Bundeshaus-Korrespondentin in Bern. Ihr Fachgebiet ist Politik. Zuvor hat sie sieben Jahre für die Presseagentur Keystone-SDA gearbeitet und über internationale und nationale News sowie über Politik berichtet.Mehr Infos
«Die Zurich Invest AG verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die auf drei zentralen Prinzipien basiert: ESG-Integration, Impact Investing und gemeinsamer Fortschritt. Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf Massnahmen für den Klimaschutz, über alle Anlageklassen hinweg», schreibt Dr. Marvin Simoni, Leiter Hypotheken Schweiz bei der Zurich Invest AG.
2050 gestrandet: Das Risiko bei ausbleibender Dekarbonisierung
Mit den aktuellen CO₂-Gesetzgebungen verfolgt die Schweiz ehrgeizige Klimaziele. Der Gebäudesektor bietet viel Potenzial, um Emissionen zu senken. Doch es ist anspruchsvoll, den CO₂-Fussabdruck eines Hypothekenportfolios zu steuern: Eigentümerinnen und Eigentümer entscheiden selbst über Sanierungsmassnahmen. Die Sanierungsbereitschaft hängt stark von regulatorischen Vorgaben, finanziellen Anreizen sowie individuellen Entscheidungen ab. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Immobilien mit unzureichender Energieeffizienz an Marktwert verlieren.
Diese Gefahr ist reell: Spätestens bis 2050 müssen Hypothekenportfolios die zulässigen Emissionsgrenzwerte einhalten – gemäss dem 1,5 Grad-Ziel des CRREM. Ist das nicht der Fall, würden die Portfolios als «gestrandet» gelten. Das würde erhebliche Risiken bergen für die Performance, die Besicherungsbonität der Pfandliegenschaften und die regulatorische Konformität.
Zur Bewältigung der Klimarisiken in den Schweizer Hypothekenanlagen hat Zurich Invest einen dreistufigen Massnahmenplan entwickelt. So wird Nachhaltigkeit direkt im Portfolio verankert:
CO₂-Portfolioanalyse für mehr Transparenz
Im November 2024 wurde erstmals das gesamte Hypothekenportfolio hinsichtlich CO₂-Emissionen und energetischem Zustand analysiert. Grundlage waren öffentlich zugängliche Gebäudedaten sowie interne Hypothekeninformationen. Diese Analyse hat Transparenz bezüglich des ökologischen Fussabdrucks der finanzierten Liegenschaften geschaffen. Sie bildet die Basis, um das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu messen. Ausserdem lassen sich so Risiken und Potenziale identifizieren.
Sanierungsrechner für Kreditnehmer
Zur aktiven Förderung energetischer Sanierungen stellt Zurich Invest ihren Kreditnehmern bei jeder Produktfälligkeit einen individuellen Sanierungsplan zur Verfügung. Dieser wird mit einem digitalen Tool von Wüest Partner erstellt und bildet das Herzstück eines wirkungsorientierten Engagements: Die Zurich Invest AG begleitet ihre Kundinnen und Kunden gezielt auf dem Weg zu klimafreundlicheren Liegenschaften.
Der Plan zeigt die aktuellen CO₂-Emissionen, prognostiziert deren Reduktion infolge von Sanierungsmassnahmen über die Zeit und macht sichtbar, wann Schwellenwerte unterschritten und bessere Energieeffizienzklassen erreicht werden. Zusätzlich werden Wärmebedarf, Fördergelder und Steuerersparnisse ausgewiesen. So entsteht ein ganzheitlicher Überblick, der Investitionsentscheidungen erleichtert und die Nachhaltigkeit sowie den Werterhalt des Portfolios stärkt.
Hypotheken-Vorteile für energieeffiziente Liegenschaften
Ab Januar 2026 profitieren Hypothekarschuldnerinnen und -schuldner von einem finanziellen Vorteil, wenn ihre Liegenschaften der Energieeffizienzklasse A bis C entsprechen. So entstehen starke Anreize für energetische Verbesserungen, unabhängig von Laufzeit oder Hypothekenmodell. Die Kriterien basieren auf dem Wüest Partner Refurb-Standard, der bereits für die Portfoliobewertung verwendet wird.
Mit diesem Massnahmenplan geht die Zurich Invest AG über klassische ESG-Integration hinaus: Sie schafft konkrete Anreize und fördert aktiv Massnahmen für den Klimaschutz.
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Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
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Wer träumt nicht manchmal davon, ganz anders zu leben als alle anderen – beispielsweise in einem Baumhaus?
swissinfo.ch
Die meisten Menschen in der Schweiz wohnen ganz normal – in einer Mietwohnung oder einem Einfamilienhaus. Doch manche leben spektakulär: in Höhlen, Bunkern oder unter einem goldenen Dach.
Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht
Alles in allem leben Schweizerinnen und Schweizer also recht gewöhnlich. Aber nicht alle: Wir haben für Sie die eigenartigsten Behausungen der Schweiz zusammengetragen:
1. Wohnen im Berg
Die Villa Vals ist in den Hang hinein gebaut.
Iwan Baan/SeARCH icw CMA
Die Architekten dieser VillaExterner Link in der Nähe von Vals (GR) wollten die schöne Berglandschaft unberührt lassen. Sie bauten das Betonhaus daher komplett in den Berg hinein.
Nur eine runde Glasfassade ist von aussen sichtbar, die auf eine 60 m2 grosse Terrasse mündet. Zur Villa gelangt man durch einen unterirdischen Tunnel, der von einem nahe gelegenen Bündner Holzhaus durch den Berg führt.
Im «Fressbalken» in Würenlos hat es auch eine Wohnung.
RDB
Im westlich von Zürich gelegenen Würenlos im Kanton Aargau erstreckt sich die älteste Autobahnraststätte der Schweiz (Baujahr 1972) über die Autobahn.
Im Volksmund wird sie «Fressbalken» genannt, da sich darin nebst 19 Läden und zwei Tankstellen auch Restaurants befinden. Weniger bekannt dürfte sein, dass zuoberst im «Fressbalken» auch eine 4,5-ZimmerwohnungExterner Link mit Terrasse vermietet wird.
3. Wohnen auf 8m2 neben den Bahngeleisen
Über ein Jahr lebte ein Paar in diesem Häuschen. Heute ist es eine öffentliche Bibliothek.
Corinne Glanzmann/Neue Luzerner Zeitung
Dieses acht Quadratmeter grosse Haus in Luzern ist eigentlich nicht zum Wohnen gedacht. Bis in die 1970-er Jahre sass darin tagsüber ein Bahnwärter, um die Barriere manuell zu bedienen. Trotzdem lebte dort vor einigen Jahren ein Paar unbemerktExterner Link und relativ komfortabel mit Strom, fliessendem Wasser und einem WC, bevor es vertrieben wurde.
Für das denkmalgeschützte Häuschen interessieren sich viele potenzielle Mieter. Doch die Zentralbahn und die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (Eigentümer von Haus beziehungsweise Boden) vermieten das Bahnwärterhäuschen nicht, sondern stellten es einem Gärtnerverein als Abstellkammer zur Verfügung. Heute beherbergt es die BücherhalleExterner Link; eine kleine Bibliothek, in der Bücher getauscht werden können.
4. Ein Märchenhaus? Nein!
Ein anthroposophisch gestaltetes Haus in der Nachbarschaft zum Goetheanum.
Keystone
Auf dem Hügel im solothurnischen Dornach nahe der Stadt Basel haben auffallend viele Wohnhäuser abgerundete Ecken und asymmetrische Dächer.
Die märchenhaft wirkende Architektur ist auf das GoetheanumExterner Link zurückzuführen, das auf dem Hügel thront. Der Sitz der Anthroposophischen Gesellschaft wurde in den 1920-er Jahren nach Plänen von Rudolf Steiner (1861-1925) errichtet, über 170 weitere anthroposophische GebäudeExterner Link folgten.
In der anthroposophischen Architektur sollen Häuser der Natur nachempfunden sein und natürliche Baumaterialien wie Holz verwendet werden.
5. Wohnen wie die Pfahlbauer
Im Hotel Palafitte in Neuenburg schlafen Gäste über dem See.
AFP
Im Rahmen der Schweizerischen Nationalausstellung 2002 (Expo 02) wurden in Neuenburg (NE) Pavillons auf Stelzen in den See gebaut. Damit wollte man die PfahlbautenExterner Link imitieren, wie man sie sich zur Zeit der Romantik vorstellte.
Ein Erdhaus in Untersiggenthal AG.
AURA Fotoagentur
Der bekannte Schweizer Schauspieler Walter Andreas Müller aus Madetswil (Zürcher Oberland) hat eines, und in Dietikon (ZH) gibt es gar eine ganze Siedlung: ErdhäuserExterner Link erregen in der Schweiz grosse Aufmerksamkeit.
Das Haus wird dabei in die Erde gebaut, so dass die Erde vor Kälte, Regen und Wind schützt. Die von Pflanzen bewachsenen Dächer sind in der Regel begehbar.
7. Das kleinste Haus der Schweiz
Das kleinste Haus der Stadt Winterthur im Kanton Zürich.
Marc Dahinden/Landbote
Welches ist das kleinste bewohnte Haus der Schweiz? Wir wissen es nicht.
Aber dieses hier liegt nicht schlecht im Rennen: Ein Wohnhaus in Winterthur aus dem Jahr 1810 mit 33 m2 Wohnfläche und 11 m2 Garten.
8. Wohnen im Bunker
Ein ehemaliger Artilleriebunker auf dem St. Gotthardpass wurde in ein Hotel umfunktioniert.
Reuters
Hier wohnten Schweizer nicht ganz freiwillig: Während des Zweiten Weltkriegs mussten Soldaten in diesem Artilleriebunker unter dem Gotthardpass in Airolo (Tessin) Aktivdienst leisten.
Heute ist «la ClaustraExterner Link» (das Kloster) ein «Seminar-Erlebnishotel» mit Restaurant, Wellnessbereich und Bibliothek. Die Räume auf 2’050 m.ü.M. sind klimatisiert, es gibt fliessend Wasser und Toiletten.
Trotzdem bleibt das «Höhlenfeeling» erhalten: Angeblich kann man in den fensterlosen Katakomben Moder riechen und Niesel kondensieren sehen.
9. Wohnen unter goldenem Dach
Dieses Haus im solothurnischen Olten hat ein goldenes Dach – zum Ärger von Behörden und Nachbarschaft.
SRF
Wer im Zug an Olten im Kanton Solothurn vorbeifährt, sieht ein goldenes Dach am Fluss glitzern. Das 2009 erstellte Haus ist in der ganzen Schweiz bekanntExterner Link.
Nach einem aufsehenerregenden Rechtsstreit hat das Bundesgericht als letzte Instanz entschieden, dass das Dach nicht so goldig glänzen darf. Es wurde unterdessen mattiert. Die auffällige Dachlukarne war ebenfalls Teil des Streits, sie musste verkleinert werdenExterner Link.
10. Wohnen in der Höhle
Im unteren Teil der Felswand ist der Eingang zum Haus sichtbar, links die Spur der Standseilbahn.
SWI swissinfo.ch
Im Krauchthal (BE) wurden Holzhäuser im lokalen Bauernhausstil direkt in zwei Felshöhlen hinein gebaut. Die Höhlen sind seit Langem bewohnt, ein erstes «Baugesuch» für ein Haus in der Höhle wurde im Jahr 1565 gestellt.
Erreichbar sind die Wohnungen nur über einen Wanderweg oder mit einer Standseilbahn.
11. Wohnen in einer ehemaligen Kirche
Diese alte Kapelle in Teufen AR wurde zu einem Wohnhaus umgebaut.
Markus Bertschi
In der Schweiz gehen immer weniger Leute in die Kirche. Die Folge: Leerstehende Kirchen werden verkauft und zu Wohnhäusern umgebaut. Familie Koller zum Beispiel wohnt in Teufen AR in einer ehemaligen methodistischen Kapelle mit Baujahr 1908.
Das Berggasthaus Aescher im Kanton Appenzell-Innerrhoden.
Keystone
Spätestens, seitdem dieses Haus das Cover eines Buchs von «National Geographic» über die schönsten Reiseziele zierte, ist der Berggasthof Aescher weltberühmtExterner Link.
Das Haus wurde 1846 unter den Fels gebaut und seither mehrmals renoviert. Hier finden Sie ein VideoExterner Link von Appenzellerland Tourismus, dass die einmalige Lage des Aeschers zeigt.
13. Wohnen im Schloss
Das «Château de Bavois» steht zurzeit zum Verkauf.
swisscastles.ch
Dieses Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahr 2018 versteigertExterner Link. Es befindet sich in Bavois (Waadt) zwischen Lausanne und Yverdon.
Es umfasst ein Grundstück von 28’457 m2, 18 Zimmer und einen Swimming-Pool.
14. Wohnen auf der Brücke
Eines der vier Zollhäuser auf der Nydeggbrücke in Bern.
swissinfo.ch
Die vier Pavillons auf der Nydeggbrücke wurden 1843 gebaut, um von Durchreisenden Zölle einzuziehen. Nur zehn Jahre später wurden die Brückenzölle abgeschafft und die Zollhäuser verloren ihren Zweck.
In Chavannes-Près-Renens (Waadt) wird bald ein bewaldetes Hochhaus gebaut.
Stefano Boeri Architetti
Das bewaldete HochhausExterner Link von Chavannes-près-Renens in der Nähe von Lausanne rückt nach über einer Dekade Hin und Her in greifbare Nähe. Weil das Projekt umstritten war, konnten sich die Stimmberechtigten der Gemeinde 2014 zu dem aussergewöhnlichen Wald-Wolkenkratzer äussern – über 60 Prozent stimmten zu.
Doch 140 Einsprachen von Privatpersonen und Umweltverbänden haben das Projekt jahrelang verzögert. Im Sommer 2025 wurde schliesslich die Baubewilligung erteiltExterner Link.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Wer träumt nicht manchmal davon, ganz anders zu leben als alle anderen – beispielsweise in einem Baumhaus?
swissinfo.ch
Die meisten Menschen in der Schweiz wohnen ganz normal – in einer Mietwohnung oder einem Einfamilienhaus. Doch manche leben spektakulär: in Höhlen, Bunkern oder unter einem goldenen Dach.
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Alles in allem leben Schweizerinnen und Schweizer also recht gewöhnlich. Aber nicht alle: Wir haben für Sie die eigenartigsten Behausungen der Schweiz zusammengetragen:
1. Wohnen im Berg
Die Villa Vals ist in den Hang hinein gebaut.
Iwan Baan/SeARCH icw CMA
Die Architekten dieser VillaExterner Link in der Nähe von Vals (GR) wollten die schöne Berglandschaft unberührt lassen. Sie bauten das Betonhaus daher komplett in den Berg hinein.
Nur eine runde Glasfassade ist von aussen sichtbar, die auf eine 60 m2 grosse Terrasse mündet. Zur Villa gelangt man durch einen unterirdischen Tunnel, der von einem nahe gelegenen Bündner Holzhaus durch den Berg führt.
Im «Fressbalken» in Würenlos hat es auch eine Wohnung.
RDB
Im westlich von Zürich gelegenen Würenlos im Kanton Aargau erstreckt sich die älteste Autobahnraststätte der Schweiz (Baujahr 1972) über die Autobahn.
Im Volksmund wird sie «Fressbalken» genannt, da sich darin nebst 19 Läden und zwei Tankstellen auch Restaurants befinden. Weniger bekannt dürfte sein, dass zuoberst im «Fressbalken» auch eine 4,5-ZimmerwohnungExterner Link mit Terrasse vermietet wird.
3. Wohnen auf 8m2 neben den Bahngeleisen
Über ein Jahr lebte ein Paar in diesem Häuschen. Heute ist es eine öffentliche Bibliothek.
Corinne Glanzmann/Neue Luzerner Zeitung
Dieses acht Quadratmeter grosse Haus in Luzern ist eigentlich nicht zum Wohnen gedacht. Bis in die 1970-er Jahre sass darin tagsüber ein Bahnwärter, um die Barriere manuell zu bedienen. Trotzdem lebte dort vor einigen Jahren ein Paar unbemerktExterner Link und relativ komfortabel mit Strom, fliessendem Wasser und einem WC, bevor es vertrieben wurde.
Für das denkmalgeschützte Häuschen interessieren sich viele potenzielle Mieter. Doch die Zentralbahn und die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (Eigentümer von Haus beziehungsweise Boden) vermieten das Bahnwärterhäuschen nicht, sondern stellten es einem Gärtnerverein als Abstellkammer zur Verfügung. Heute beherbergt es die BücherhalleExterner Link; eine kleine Bibliothek, in der Bücher getauscht werden können.
4. Ein Märchenhaus? Nein!
Ein anthroposophisch gestaltetes Haus in der Nachbarschaft zum Goetheanum.
Keystone
Auf dem Hügel im solothurnischen Dornach nahe der Stadt Basel haben auffallend viele Wohnhäuser abgerundete Ecken und asymmetrische Dächer.
Die märchenhaft wirkende Architektur ist auf das GoetheanumExterner Link zurückzuführen, das auf dem Hügel thront. Der Sitz der Anthroposophischen Gesellschaft wurde in den 1920-er Jahren nach Plänen von Rudolf Steiner (1861-1925) errichtet, über 170 weitere anthroposophische GebäudeExterner Link folgten.
In der anthroposophischen Architektur sollen Häuser der Natur nachempfunden sein und natürliche Baumaterialien wie Holz verwendet werden.
5. Wohnen wie die Pfahlbauer
Im Hotel Palafitte in Neuenburg schlafen Gäste über dem See.
AFP
Im Rahmen der Schweizerischen Nationalausstellung 2002 (Expo 02) wurden in Neuenburg (NE) Pavillons auf Stelzen in den See gebaut. Damit wollte man die PfahlbautenExterner Link imitieren, wie man sie sich zur Zeit der Romantik vorstellte.
Ein Erdhaus in Untersiggenthal AG.
AURA Fotoagentur
Der bekannte Schweizer Schauspieler Walter Andreas Müller aus Madetswil (Zürcher Oberland) hat eines, und in Dietikon (ZH) gibt es gar eine ganze Siedlung: ErdhäuserExterner Link erregen in der Schweiz grosse Aufmerksamkeit.
Das Haus wird dabei in die Erde gebaut, so dass die Erde vor Kälte, Regen und Wind schützt. Die von Pflanzen bewachsenen Dächer sind in der Regel begehbar.
7. Das kleinste Haus der Schweiz
Das kleinste Haus der Stadt Winterthur im Kanton Zürich.
Marc Dahinden/Landbote
Welches ist das kleinste bewohnte Haus der Schweiz? Wir wissen es nicht.
Aber dieses hier liegt nicht schlecht im Rennen: Ein Wohnhaus in Winterthur aus dem Jahr 1810 mit 33 m2 Wohnfläche und 11 m2 Garten.
8. Wohnen im Bunker
Ein ehemaliger Artilleriebunker auf dem St. Gotthardpass wurde in ein Hotel umfunktioniert.
Reuters
Hier wohnten Schweizer nicht ganz freiwillig: Während des Zweiten Weltkriegs mussten Soldaten in diesem Artilleriebunker unter dem Gotthardpass in Airolo (Tessin) Aktivdienst leisten.
Heute ist «la ClaustraExterner Link» (das Kloster) ein «Seminar-Erlebnishotel» mit Restaurant, Wellnessbereich und Bibliothek. Die Räume auf 2’050 m.ü.M. sind klimatisiert, es gibt fliessend Wasser und Toiletten.
Trotzdem bleibt das «Höhlenfeeling» erhalten: Angeblich kann man in den fensterlosen Katakomben Moder riechen und Niesel kondensieren sehen.
9. Wohnen unter goldenem Dach
Dieses Haus im solothurnischen Olten hat ein goldenes Dach – zum Ärger von Behörden und Nachbarschaft.
SRF
Wer im Zug an Olten im Kanton Solothurn vorbeifährt, sieht ein goldenes Dach am Fluss glitzern. Das 2009 erstellte Haus ist in der ganzen Schweiz bekanntExterner Link.
Nach einem aufsehenerregenden Rechtsstreit hat das Bundesgericht als letzte Instanz entschieden, dass das Dach nicht so goldig glänzen darf. Es wurde unterdessen mattiert. Die auffällige Dachlukarne war ebenfalls Teil des Streits, sie musste verkleinert werdenExterner Link.
10. Wohnen in der Höhle
Im unteren Teil der Felswand ist der Eingang zum Haus sichtbar, links die Spur der Standseilbahn.
SWI swissinfo.ch
Im Krauchthal (BE) wurden Holzhäuser im lokalen Bauernhausstil direkt in zwei Felshöhlen hinein gebaut. Die Höhlen sind seit Langem bewohnt, ein erstes «Baugesuch» für ein Haus in der Höhle wurde im Jahr 1565 gestellt.
Erreichbar sind die Wohnungen nur über einen Wanderweg oder mit einer Standseilbahn.
11. Wohnen in einer ehemaligen Kirche
Diese alte Kapelle in Teufen AR wurde zu einem Wohnhaus umgebaut.
Markus Bertschi
In der Schweiz gehen immer weniger Leute in die Kirche. Die Folge: Leerstehende Kirchen werden verkauft und zu Wohnhäusern umgebaut. Familie Koller zum Beispiel wohnt in Teufen AR in einer ehemaligen methodistischen Kapelle mit Baujahr 1908.
Das Berggasthaus Aescher im Kanton Appenzell-Innerrhoden.
Keystone
Spätestens, seitdem dieses Haus das Cover eines Buchs von «National Geographic» über die schönsten Reiseziele zierte, ist der Berggasthof Aescher weltberühmtExterner Link.
Das Haus wurde 1846 unter den Fels gebaut und seither mehrmals renoviert. Hier finden Sie ein VideoExterner Link von Appenzellerland Tourismus, dass die einmalige Lage des Aeschers zeigt.
13. Wohnen im Schloss
Das «Château de Bavois» steht zurzeit zum Verkauf.
swisscastles.ch
Dieses Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahr 2018 versteigertExterner Link. Es befindet sich in Bavois (Waadt) zwischen Lausanne und Yverdon.
Es umfasst ein Grundstück von 28’457 m2, 18 Zimmer und einen Swimming-Pool.
14. Wohnen auf der Brücke
Eines der vier Zollhäuser auf der Nydeggbrücke in Bern.
swissinfo.ch
Die vier Pavillons auf der Nydeggbrücke wurden 1843 gebaut, um von Durchreisenden Zölle einzuziehen. Nur zehn Jahre später wurden die Brückenzölle abgeschafft und die Zollhäuser verloren ihren Zweck.
In Chavannes-Près-Renens (Waadt) wird bald ein bewaldetes Hochhaus gebaut.
Stefano Boeri Architetti
Das bewaldete HochhausExterner Link von Chavannes-près-Renens in der Nähe von Lausanne rückt nach über einer Dekade Hin und Her in greifbare Nähe. Weil das Projekt umstritten war, konnten sich die Stimmberechtigten der Gemeinde 2014 zu dem aussergewöhnlichen Wald-Wolkenkratzer äussern – über 60 Prozent stimmten zu.
Doch 140 Einsprachen von Privatpersonen und Umweltverbänden haben das Projekt jahrelang verzögert. Im Sommer 2025 wurde schliesslich die Baubewilligung erteiltExterner Link.
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Hypothekarzinsen preisen weitere Leitzinssenkungen ein
Die publizierten Referenzzinsen für zehnjährige Festhypotheken lagen per 6. Dezember bei 1,55 Prozent, schreibt das Vergleichsportal Comparis in seiner jüngsten Zinsprognose. Ende September lag der Richtsatz noch bei 1,81 Prozent.
Verglichen mit Anfang Jahr seien die Sätze für zehnjährige um 0,71 Prozentpunkte gefallen.
Comparis erfasst dabei die von rund 30 Hypothekarinstituten veröffentlichten Durchschnittszinsen. Demnach sind auch die Refinanzierungskosten der Banken gefallen. Der Zehnjahres-Swap sei seit Jahresbeginn um 0,83 Prozentpunkte auf 0,33 Prozent gefallen. Gleichzeitig ging die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen um 0,44 Prozentpunkte auf 0,24 Prozent zurück.
Inflation sinkt schneller als erwartet
«Die Inflation entwickelt sich doch schneller zurück, als zunächst erwartet worden war», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert. «In den stark gefallenen Richtzinsen sind weitere Leitzinssenkungen bereits enthalten.» Bis Ende Juni nächstes Jahr sei mit einer Seitwärtsbewegung der Richtsätze bei den mittel- und langfristigen Festhypotheken zu rechnen.
Auch die Sätze für kürzere Laufzeiten seien in den vergangenen sechs Monaten stetig gefallen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte den Leitzins seit März in drei Schritten jeweils um 25 Basispunkten auf noch 1 Prozent gesenkt. «Die stark gefallenen Richtzinsen für Festhypotheken deuten darauf hin, dass die SNB ihren Zinssenkungszyklus fortsetzt», heisst es weiter. «In den aktuellen Preisen sind bereits mindestens zwei weitere Zinssenkungen enthalten.» Die nächste Zinsentscheidung steht am Donnerstag an.
Die Prognose der Experten sieht die Richtzinsen per Ende Juni 2025 in einer Bandbreite von 1,45 bis 1,65 Prozent. Für fünfjährige Hypotheken werden zwischen 1,30 und 1,45 Prozent erwartet, verglichen mit dem derzeitigen Richtsatz von 1,40 Prozent.
Druck auf Referenzzinssatz
Auch der hypothekarische Referenzzins für Wohnungsmieten werde im kommenden Jahr sinken, schreibt Comparis. Im Dezember war der Durchschnittssatz noch knapp innerhalb der Spanne für den Referenzzins von 1,75 Prozent geblieben.
«Die teils markanten Erhöhungen der Bestandsmieten aus den beiden Erhöhungen des Referenzzinssatzes haben sich nur in sehr bescheidenem Umfang auf die Inflation ausgewirkt», sagt der Experte. Daher sei auch nur mit geringen Inflationseffekten zu rechnen, wenn die Mieter im Nachgang einer Senkung des Referenzsatzes Ansprüche geltend machen.
Höhere Mieten aufgrund der Angebotsknappheit treffen jedoch vor allem Neumieterinnen und Neumieter. «Die insgesamt steigenden Mieten sind und bleiben auch in Zukunft ein bedeutender Inflationstreiber.»
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Hypothekarzinsen preisen weitere Leitzinssenkungen ein
Die publizierten Referenzzinsen für zehnjährige Festhypotheken lagen per 6. Dezember bei 1,55 Prozent, schreibt das Vergleichsportal Comparis in seiner jüngsten Zinsprognose. Ende September lag der Richtsatz noch bei 1,81 Prozent.
Verglichen mit Anfang Jahr seien die Sätze für zehnjährige um 0,71 Prozentpunkte gefallen.
Comparis erfasst dabei die von rund 30 Hypothekarinstituten veröffentlichten Durchschnittszinsen. Demnach sind auch die Refinanzierungskosten der Banken gefallen. Der Zehnjahres-Swap sei seit Jahresbeginn um 0,83 Prozentpunkte auf 0,33 Prozent gefallen. Gleichzeitig ging die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen um 0,44 Prozentpunkte auf 0,24 Prozent zurück.
Inflation sinkt schneller als erwartet
«Die Inflation entwickelt sich doch schneller zurück, als zunächst erwartet worden war», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert. «In den stark gefallenen Richtzinsen sind weitere Leitzinssenkungen bereits enthalten.» Bis Ende Juni nächstes Jahr sei mit einer Seitwärtsbewegung der Richtsätze bei den mittel- und langfristigen Festhypotheken zu rechnen.
Auch die Sätze für kürzere Laufzeiten seien in den vergangenen sechs Monaten stetig gefallen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte den Leitzins seit März in drei Schritten jeweils um 25 Basispunkten auf noch 1 Prozent gesenkt. «Die stark gefallenen Richtzinsen für Festhypotheken deuten darauf hin, dass die SNB ihren Zinssenkungszyklus fortsetzt», heisst es weiter. «In den aktuellen Preisen sind bereits mindestens zwei weitere Zinssenkungen enthalten.» Die nächste Zinsentscheidung steht am Donnerstag an.
Die Prognose der Experten sieht die Richtzinsen per Ende Juni 2025 in einer Bandbreite von 1,45 bis 1,65 Prozent. Für fünfjährige Hypotheken werden zwischen 1,30 und 1,45 Prozent erwartet, verglichen mit dem derzeitigen Richtsatz von 1,40 Prozent.
Druck auf Referenzzinssatz
Auch der hypothekarische Referenzzins für Wohnungsmieten werde im kommenden Jahr sinken, schreibt Comparis. Im Dezember war der Durchschnittssatz noch knapp innerhalb der Spanne für den Referenzzins von 1,75 Prozent geblieben.
«Die teils markanten Erhöhungen der Bestandsmieten aus den beiden Erhöhungen des Referenzzinssatzes haben sich nur in sehr bescheidenem Umfang auf die Inflation ausgewirkt», sagt der Experte. Daher sei auch nur mit geringen Inflationseffekten zu rechnen, wenn die Mieter im Nachgang einer Senkung des Referenzsatzes Ansprüche geltend machen.
Höhere Mieten aufgrund der Angebotsknappheit treffen jedoch vor allem Neumieterinnen und Neumieter. «Die insgesamt steigenden Mieten sind und bleiben auch in Zukunft ein bedeutender Inflationstreiber.»
Fasse den folgenden Artikel auf Deutsch in maximal 120 Wörtern zusammen.
Fokus: Wirtschaft, Finanzen, Banken, Hypotheken und Märkte.
Nutze einen professionellen, sachlich-analytischen Ton, ohne Wertung, keine Bilder, keine Emojis, kein HTML.
Nenne, falls vorhanden, wichtige Zahlen, Entwicklungen oder Zitate kurz.
TEXT:
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage «Immobilien» –
Schweizer Investoren schauen nach Europa
Nach massiven Preiskorrekturen zeigen die europäischen Immobilienmärkte wieder Anzeichen von Stabilität. Verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen im Inland verstärken die Argumente für eine stärkere internationale Diversifikation.
Roger HennigHead of Continental Europe Real Estate, Schroders Capital
Die EZB signalisiert derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf, selbst wenn es kurzfristig zu Abweichungen vom Inflationsziel von 2% kommen sollte.
Bild: Felix Schmitt/EZB
Schweizer Investoren haben in den vergangenen Jahren Immobilienanlagen im europäischen Ausland eher zurückhaltend betrachtet. Geopolitische Spannungen, der Krieg in der Ukraine, eine hartnäckige Inflation und stark gestiegene Zinsen hatten das Marktumfeld erheblich belastet. Zusätzlich sorgte eine protektionistische Handelspolitik der USA für weitere Verunsicherung. Viele institutionelle Anleger setzten daher vor allem auf den Heimmarkt, der als vermeintlich stabiler galt.
Mit den jüngsten Handelsabkommen der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs mit den USA hat sich diese Unsicherheit jedoch teilweise gelegt. Gleichzeitig hat sich die Inflationsentwicklung in der Eurozone deutlich stabilisiert. Nach einer Serie von Zinssenkungen liegt der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen bei 2,15% – dem niedrigsten Stand seit Ende 2022. Die EZB signalisiert derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf, selbst wenn es kurzfristig zu Abweichungen vom Inflationsziel von 2% kommen sollte. Auch in Grossbritannien dürfte es trotz der zuletzt wieder gestiegenen Inflation mittelfristig erneute – wenn auch moderate – Zinssenkungen geben.
Vor diesem geldpolitischen Hintergrund haben sich die europäischen Immobilienmärkte nach einem massiven Preisrückgang wieder stabilisiert.
Dynamische Entwicklungen
Büroimmobilien verzeichneten in den vergangenen zwei Jahren durchschnittliche Wertverluste von mehr als 30%. Mittlerweile deuten erste Marktindikatoren auf eine Stabilisierung der Renditen hin, in einzelnen Märkten zeigen sich sogar Anzeichen einer leichten Renditekompression. Daten bestätigen diese Entwicklung: Während die Nachfrage nach Büro- und Logistikflächen zuletzt leicht zurückging, führt das rückläufige Neubauvolumen dazu, dass der strukturelle Mangel an modernen Flächen künftig eher zunehmen dürfte.
Besonders dynamisch entwickeln sich Segmente wie Logistikimmobilien und Rechenzentren. Der anhaltende E-Commerce-Boom, die Neuausrichtung globaler Lieferketten und die steigenden Anforderungen an resiliente Distributionsnetze sowie das zunehmende Alter des Bestands sorgen für eine nachhaltige Nachfrage. Logistikflächen gelten inzwischen als zentrale Infrastruktur für den internationalen Handel, was Investoren stabilen Cashflow und mittel- bis langfristig attraktives Renditepotenzial verspricht.
Auch Rechenzentren und ihre Vorstufen, das sogenannte Powered Land, gewinnen weiter an Bedeutung. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der steigende Datenverbrauch und neue technologische Anwendungen – von Cloud-Diensten bis hin zu künstlicher Intelligenz – treiben den Bedarf nach hoch spezialisierten Flächen. Diese Entwicklung macht Rechenzentren zu einem wachsenden und vergleichsweise krisenresistenten Teilsegment des Immobilienmarktes.
Darüber hinaus zeigt sich auch der Wohnsektor robust. Demografische Trends, Urbanisierung und die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung der Bestände sichern eine konstant hohe Nachfrage. In allen Segmenten gilt: Immobilien sind langfristige Anlagen mit einer Haltedauer über viele Jahre, sodass Investoren gerade in Phasen der Marktkorrektur attraktive Einstiegsmöglichkeiten finden können. Selbst der Bürosektor, der in den letzten Jahren bei Investoren wenig Interesse fand, bietet angesichts des erwarteten Mangels an hochwertigen Flächen in zentralen Lagen selektiv Opportunitäten, beispielsweise durch Sanierungen. Dabei ist anzumerken, dass der Markt stark polarisiert bleiben wird.
Regulatorische Belastung
Für Schweizer Investoren ist die Entwicklung im Ausland nicht nur eine Frage neuer Opportunitäten, sondern zunehmend auch eine strategische Notwendigkeit. Im Inland verschärfen regulatorische Massnahmen den Handlungsspielraum deutlich. Initiativen auf Bundes- und Kantonsebene – derzeit besonders sichtbar in Zürich – setzen auf eine striktere Regulierung des Wohnungsmarktes. Weitere Eingriffe würden die Flexibilität von Investoren reduzieren und das Renditepotenzial erheblich einschränken.
Zusätzlich sorgt die geplante Verschärfung der Lex Koller für Unsicherheit. Sie sieht vor, ausländische Investoren vollständig vom Schweizer Immobilienmarkt auszuschliessen. Betroffen wären nicht nur internationale Anleger, sondern auch Immobiliengesellschaften, was Preiskorrekturen insbesondere im Bereich der Geschäftsimmobilien nach sich ziehen könnte.
Solche regulatorischen Entwicklungen erhöhen die Risiken für Investoren, die nur auf den Heimmarkt setzen. Angesichts dieser Rahmenbedingungen erscheint eine stärkere Diversifikation über verschiedene Länder und Regionen hinweg ratsam.
Bereits jetzt zeigen Fundraising-Daten, dass sich internationale Investoren auf eine Rückkehr in die europäischen Märkte vorbereiten. So wurden bis Mitte August bereits 20% mehr Mittel für europäische Immobilienfonds eingesammelt als im gesamten Jahr 2024. Historisch betrachtet erwiesen sich die Jahre nach deutlichen Marktkorrekturen regelmässig als besonders attraktive Zeitpunkte für neue Fondsgenerationen.
Für Schweizer Investoren ergibt sich damit ein doppelter Handlungsdruck. Einerseits engen die regulatorischen Rahmenbedingungen im Heimmarkt die Handlungsmöglichkeiten ein, andererseits bietet die Erholung der europäischen Märkte attraktive neue Chancen.
Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, die geografische Allokation neu zu bewerten und stärker auf internationale Diversifikation zu setzen. Für Anleger aus der Schweiz bedeutet dies nicht nur die Chance auf eine attraktive Rendite, sondern auch eine Reduktion der Risiken, die mit einer zu starken Binnenmarktorientierung verbunden sind.
Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.
Erstelle 3–5 stichpunktartige Kernaussagen (je max. 15 Wörter) mit Fokus auf wirtschaftliche oder finanzielle Aspekte.
Verwende nur Zeilen, die mit “- ” beginnen, keine Emojis oder HTML.
TEXT:
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage «Immobilien» –
Schweizer Investoren schauen nach Europa
Nach massiven Preiskorrekturen zeigen die europäischen Immobilienmärkte wieder Anzeichen von Stabilität. Verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen im Inland verstärken die Argumente für eine stärkere internationale Diversifikation.
Roger HennigHead of Continental Europe Real Estate, Schroders Capital
Die EZB signalisiert derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf, selbst wenn es kurzfristig zu Abweichungen vom Inflationsziel von 2% kommen sollte.
Bild: Felix Schmitt/EZB
Schweizer Investoren haben in den vergangenen Jahren Immobilienanlagen im europäischen Ausland eher zurückhaltend betrachtet. Geopolitische Spannungen, der Krieg in der Ukraine, eine hartnäckige Inflation und stark gestiegene Zinsen hatten das Marktumfeld erheblich belastet. Zusätzlich sorgte eine protektionistische Handelspolitik der USA für weitere Verunsicherung. Viele institutionelle Anleger setzten daher vor allem auf den Heimmarkt, der als vermeintlich stabiler galt.
Mit den jüngsten Handelsabkommen der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs mit den USA hat sich diese Unsicherheit jedoch teilweise gelegt. Gleichzeitig hat sich die Inflationsentwicklung in der Eurozone deutlich stabilisiert. Nach einer Serie von Zinssenkungen liegt der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen bei 2,15% – dem niedrigsten Stand seit Ende 2022. Die EZB signalisiert derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf, selbst wenn es kurzfristig zu Abweichungen vom Inflationsziel von 2% kommen sollte. Auch in Grossbritannien dürfte es trotz der zuletzt wieder gestiegenen Inflation mittelfristig erneute – wenn auch moderate – Zinssenkungen geben.
Vor diesem geldpolitischen Hintergrund haben sich die europäischen Immobilienmärkte nach einem massiven Preisrückgang wieder stabilisiert.
Dynamische Entwicklungen
Büroimmobilien verzeichneten in den vergangenen zwei Jahren durchschnittliche Wertverluste von mehr als 30%. Mittlerweile deuten erste Marktindikatoren auf eine Stabilisierung der Renditen hin, in einzelnen Märkten zeigen sich sogar Anzeichen einer leichten Renditekompression. Daten bestätigen diese Entwicklung: Während die Nachfrage nach Büro- und Logistikflächen zuletzt leicht zurückging, führt das rückläufige Neubauvolumen dazu, dass der strukturelle Mangel an modernen Flächen künftig eher zunehmen dürfte.
Besonders dynamisch entwickeln sich Segmente wie Logistikimmobilien und Rechenzentren. Der anhaltende E-Commerce-Boom, die Neuausrichtung globaler Lieferketten und die steigenden Anforderungen an resiliente Distributionsnetze sowie das zunehmende Alter des Bestands sorgen für eine nachhaltige Nachfrage. Logistikflächen gelten inzwischen als zentrale Infrastruktur für den internationalen Handel, was Investoren stabilen Cashflow und mittel- bis langfristig attraktives Renditepotenzial verspricht.
Auch Rechenzentren und ihre Vorstufen, das sogenannte Powered Land, gewinnen weiter an Bedeutung. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der steigende Datenverbrauch und neue technologische Anwendungen – von Cloud-Diensten bis hin zu künstlicher Intelligenz – treiben den Bedarf nach hoch spezialisierten Flächen. Diese Entwicklung macht Rechenzentren zu einem wachsenden und vergleichsweise krisenresistenten Teilsegment des Immobilienmarktes.
Darüber hinaus zeigt sich auch der Wohnsektor robust. Demografische Trends, Urbanisierung und die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung der Bestände sichern eine konstant hohe Nachfrage. In allen Segmenten gilt: Immobilien sind langfristige Anlagen mit einer Haltedauer über viele Jahre, sodass Investoren gerade in Phasen der Marktkorrektur attraktive Einstiegsmöglichkeiten finden können. Selbst der Bürosektor, der in den letzten Jahren bei Investoren wenig Interesse fand, bietet angesichts des erwarteten Mangels an hochwertigen Flächen in zentralen Lagen selektiv Opportunitäten, beispielsweise durch Sanierungen. Dabei ist anzumerken, dass der Markt stark polarisiert bleiben wird.
Regulatorische Belastung
Für Schweizer Investoren ist die Entwicklung im Ausland nicht nur eine Frage neuer Opportunitäten, sondern zunehmend auch eine strategische Notwendigkeit. Im Inland verschärfen regulatorische Massnahmen den Handlungsspielraum deutlich. Initiativen auf Bundes- und Kantonsebene – derzeit besonders sichtbar in Zürich – setzen auf eine striktere Regulierung des Wohnungsmarktes. Weitere Eingriffe würden die Flexibilität von Investoren reduzieren und das Renditepotenzial erheblich einschränken.
Zusätzlich sorgt die geplante Verschärfung der Lex Koller für Unsicherheit. Sie sieht vor, ausländische Investoren vollständig vom Schweizer Immobilienmarkt auszuschliessen. Betroffen wären nicht nur internationale Anleger, sondern auch Immobiliengesellschaften, was Preiskorrekturen insbesondere im Bereich der Geschäftsimmobilien nach sich ziehen könnte.
Solche regulatorischen Entwicklungen erhöhen die Risiken für Investoren, die nur auf den Heimmarkt setzen. Angesichts dieser Rahmenbedingungen erscheint eine stärkere Diversifikation über verschiedene Länder und Regionen hinweg ratsam.
Bereits jetzt zeigen Fundraising-Daten, dass sich internationale Investoren auf eine Rückkehr in die europäischen Märkte vorbereiten. So wurden bis Mitte August bereits 20% mehr Mittel für europäische Immobilienfonds eingesammelt als im gesamten Jahr 2024. Historisch betrachtet erwiesen sich die Jahre nach deutlichen Marktkorrekturen regelmässig als besonders attraktive Zeitpunkte für neue Fondsgenerationen.
Für Schweizer Investoren ergibt sich damit ein doppelter Handlungsdruck. Einerseits engen die regulatorischen Rahmenbedingungen im Heimmarkt die Handlungsmöglichkeiten ein, andererseits bietet die Erholung der europäischen Märkte attraktive neue Chancen.
Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, die geografische Allokation neu zu bewerten und stärker auf internationale Diversifikation zu setzen. Für Anleger aus der Schweiz bedeutet dies nicht nur die Chance auf eine attraktive Rendite, sondern auch eine Reduktion der Risiken, die mit einer zu starken Binnenmarktorientierung verbunden sind.
Dieser Fachbeitrag stammt aus der Sonderbeilage «Immobilien» vom 25.10.2025.