Der Schweizer Hypothekenmarkt hat im zweiten Quartal 2025 eine spürbare Erholung verzeichnet. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die Senkung des Referenzzinssatzes.
Insgesamt stieg das Hypothekarvolumen im Neugeschäft gegenüber dem Vorquartal um 7 Prozent auf mehr als 20 Milliarden Franken, wie der Westschweizer Hypothekenmakler Resolve mitteilte. Haupttreiber der Erholung seien weiterhin selbstgenutzte Wohnimmobilien, die laut Resolve für über zwei Drittel des Marktwachstums verantwortlich waren.
Und auch die Transaktionszahlen seien wieder merklich gestiegen. Das Plus von 6 Prozent bei den Transaktionen und der erneut deutliche Anstieg der durchschnittlichen Hypothekengrösse sie in der Regel ein Zeichen dafür, dass sich auch die Transaktionspreise wieder erholen dürften, heisst es dazu.
«Die Erholung des Marktes ist umso beeindruckender, als mehr als die Hälfte der Schweizer Banken ihre Kreditpolitik weiterhin sehr restriktiv gestalten», schreiben die Immobilienexperten. Die positive Dynamik bleibe indes weitestgehend auf die selbstgenutzten Wohnimmobilien beschränkt.
Tiefe Transaktionspreise bei Anlageobjekten
So wachse der Hypothekenmarkt für Anlageimmobilien zwar auch wieder, was das Plus von 5 Prozent bei der Anzahl der Kredite zeige. Die Transaktionspreise bei Renditeimmobilien seien aber weiterhin niedrig und die durchschnittliche Hypothek falle im Vergleich zum Vorjahr rund 12 Prozent tiefer aus. Begründet wird dieser Trend von den Maklern von Resolve mit der geringeren Nachfrage nach Anlageimmobilien.
Wer in ein Eigenheim investiert, ist weiterhin mit steigenden Preisen konfrontiert. Vor allem Eigentumswohnungen werden teurer.
Wohneigentum in der Schweiz ist weiterhin gefragt. Die Preise für Immobilien sind auch im September leicht im Aufwind. Vor allem für Eigentumswohnungen musste erneut mehr bezahlt werden, während Einfamilienhäuser gleich teuer blieben wie im Vormonat.
Die Kaufangebote für Eigentumswohnungen haben sich im Vergleich zum August im Durchschnitt um 0,5 Prozent verteuert, wie aus dem am Dienstag von Immoscout24 gemeinsam mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI veröffentlichten Kaufindex hervorgeht.
Am Ende des Berichtsmonats seien für Eigentumswohnungen in der Schweiz durchschnittlich 9212,4 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt worden. Innert Jahresfrist entspreche dies einer Zunahme um 5,2 Prozent, hiess es weiter.
Demgegenüber verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im September zum zweiten Mal in Folge auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise 2,6 Prozent höher.
Regionale Unterschiede bei Kaufpreisen
Regional gesehen gab es jedoch spürbare Unterschiede: Besonders deutlich war der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in der Ostschweiz (+1,3 Prozent) sowie in der Zentralschweiz (+1,2 Prozent). In beiden Fällen zeigt sich eine Zunahme, obwohl sich das Angebot ausgeweitet hat.
Im Tessin (+0,3 Prozent) und in der Grossregion Zürich (-0,1 Prozent) hingegen haben sich die Preise kaum verändert. Günstiger wurden die ausgeschriebenen Eigentumswohnungen lediglich in der Nordwestschweiz (-1,3 Prozent).
Auf Seite der Einfamilienhäuser sind die Angebotspreise laut den Angaben im Vergleich zum August in den meisten Regionen gesunken, insbesondere in der Zentralschweiz (-1,8 Prozent). Einzig die Ostschweiz sticht mit einem Plus von 2,9 Prozent hervor.
Empfehlungen der Redaktion
Der IAZI-Index bildet nicht die effektiven Verkaufspreise ab, sondern beruht auf den Immobilien-Angebotspreisen. Damit veranschaulicht er eher die Erwartungshaltung der Verkäufer als die tatsächliche Preisentwicklung. (SDA/bearbeitet von ng)
Was die fortgesetzte Nullzinspolitik der Nationalbank für die Hypothekarzinsen bedeutet.
In Kürze:
Mit ihrem Entscheid, den Leitzins auf 0% zu belassen, schafft die SNB attraktive Konditionen am Hypothekarmarkt.
Die Abstände zwischen verschiedenen Laufzeiten haben sich normalisiert.
Längerfristige Hypotheken bieten bessere Planungssicherheit für Kreditnehmer.
Mit ihrem Zinsentscheid am Donnerstag hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Marktbedingungen für die Finanzierung von Immobilien de facto eingefroren. Sie beliess den Leitzins auf 0% und lieferte zahlreiche Argumente, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass sie Negativzinsen einführen wird.
Damit öffnet sich für Hypothekarnehmer eine attraktive Phase im Zinszyklus: stabil niedrige Hypozinsen ohne Verzerrungen, die durch die SNB-Zinspolitik hervorgerufen werden.
Das betrifft beispielsweise die Zinskurve am Hypomarkt. Damit sind die Abstände zwischen den unterschiedlichen Laufzeiten gemeint. Normalerweise kosten zehnjährige Festhypotheken mehr als fünfjährige und diese wiederum mehr als zweijährige. In den vergangenen Jahren war dies jedoch nicht immer der Fall – zuletzt, in der Abwärtsphase der Zinsen, gab es zum Teil kaum noch Zinsdifferenzen.
Inzwischen sind die Abstände wieder vorhanden. Zehnjährige Festhypotheken sind etwa 30 Basispunkte (0,3 Prozentpunkte) teurer als fünfjährige, deren Zins wiederum rund 20 Basispunkte höher liegt als bei zweijährigen.
Das derzeitige Marktumfeld erinnert an die Jahre 2016 bis 2019. Eine Phase, in der die SNB den Leitzins ruhig hielt, die Preisentwicklung aus der Deflation fand und die Inflation knapp über 1% kletterte. Die Zinskurve am Hypomarkt verlief damals gleich wie heute, einzig das Niveau lag etwas niedriger. Das lässt sich allerdings darauf zurückführen, dass die SNB die Leitzinsen bei –0,75% verankert hatte und selbst zehnjährige Bundesanleihen am Markt negativ verzinst wurden. Aber damit ist gegenwärtig nicht zu rechnen.
Längere Laufzeiten im Vorteil
Wenn Sie eine neue Hypothek abschliessen oder eine bestehende ausläuft und refinanziert werden muss, sollten Sie jetzt längerfristig planen. Denn Hypotheken mit einer längeren Laufzeit weisen Vorteile auf.
Die Sätze sind im historischen Vergleich niedrig. Höher sind sie nur als in den aussergewöhnlichen Jahren, die von der Coronapandemie und dem zeitweise verordneten Lockdown der Wirtschaftsaktivitäten geprägt wurden.
«Mit der Zinspause dürfte auch bei längeren Laufzeiten kein zusätzliches Abwärtspotenzial mehr bestehen», kommentiert der Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, Fredy Hasenmaile. «Und hält sich die SNB bei den kommenden Sitzungen ebenfalls zurück, dürften die Festhypothekenzinsen sogar wieder etwas höher tendieren.»
Mit einer Festhypothek sichern Sie sich die vereinbarten Kosten für die Zukunft, können besser budgetieren und sind vor Überraschungen gefeit.
Hypotheken mit kürzerer Laufzeit kosten absolut betrachtet weniger. Aber wer sich dafür entscheidet, muss auch früher eine Nachfolgehypothek abschliessen. Liegt dann – in zwei, drei oder vier Jahren – das Zinsniveau höher als heute oder niedriger? Und rechtfertigt der derzeit günstigere Preis von 35 bis 50 Basispunkten gegenüber einer sechs-, einer acht- oder einer zehnjährigen Hypothek, dass Sie diese Unsicherheit eingehen? Das muss jeder Kreditnehmer individuell entscheiden.
Die Margen steigen
Die Hypothekenexperten von MoneyPark berichten, dass für Erstkäufer mit angespannter Tragbarkeitssituation der Markt schwieriger geworden ist. Denn wegen verschärfter regulatorischer Anforderungen seien die Top-Konditionen der Anbieter erstens verhältnismässig hoch und zweitens Hypothekarnehmern vorbehalten, die eine sehr gute Bonität aufweisen.
Das betrifft letztlich auch Saron-Hypotheken. Sie sind an den Geldmarktsatz Saron gekoppelt, den die SNB steuert und so nah wie möglich an ihrem Leitzins hält. Bei einem Leitzins von 0% (der Saron wird auf –0,04% gehalten) sind sie aussergewöhnlich günstig. Ein negativer Saron wird nicht berechnet, das Minimum liegt bei 0%.
Preisbestimmend für Saron-Hypotheken ist somit allein die Marge, die Anbieter von den Kunden verlangen. Das von MoneyPark beschriebene erschwerte Umfeld könnte allerdings dazu führen, dass mancher Hypothekarnehmer, der seine Saronhypothek erneuern möchte, eine böse Überraschung erlebt, falls die Hausbank eine höhere Marge verlangt als in der Vergangenheit.
Die Marktübersicht des Vergleichsportals Hypotheke.ch ermittelt derzeit eine durchschnittliche Marge von 1,13%. Vor zwölf Monaten betrug sie 0,93%, ein Plus von 20 Basispunkten.
Andreas Neinhaus ist Redaktor im Ressort Märkte und schreibt über makroökonomische Themen.Mehr Infos
Die Partnerschaft startet mit einem ersten Closing über 200 Millionen Franken und soll Family Offices und qualifizierten Privatanlegern Zugang zu Schweizer Geschäftsimmobilien bieten.
Redaktion – 7. Oktober 2025
Swiss Life Asset Managers vermeldet eine Partnerschaftsvereinbarung mit Club Estate. Zusammen mit der Club-Deal-Plattform, die Niederlassungen in Zürich, Singapur, Hongkong und Luxemburg unterhält, werde eine Anlagestrategie für erstklassige Geschäftsimmobilien mit Fokus auf die begehrtesten Städte der Schweiz lanciert. Die Partnerschaft startet mit einem ersten Closing in Höhe von 220 Mio. CHF. Es bestehe eine Investitionspipeline von bis zu 1 Mrd. CHF, teilen die Partner mit.
Im Fokus stehen Geschäftsimmobilien in Zürich, Genf, Lausanne und Basel – «in Städten, die sich durch anhaltende Angebotsengpässe im Spitzensegment auszeichnen». Die Strategie zielt darauf ab, «den strukturellen Nachfrageüberhang bei erstklassigen Gewerbeflächen in Schweizer Top-Städten zu nutzen und qualifizierten Anlegern ein Engagement in Schweizer Franken, langfristige Preissetzungsmacht, stabile Renditen und Wertsteigerung zu bieten.» Durch die Kooperation sollen qualifizierte Anleger einen exklusiven Zugang zu institutionellen Immobilien erhalten. «Sie bildet eine neue Plattform für langfristige Wertschöpfung in einem der stabilsten Immobilienmärkte Europas», heisst es in der Mitteilung.
Club Estate will Family Offices und Privatanlegern Zugang zu handverlesenen Privatmarktanlagen in ganz Europa und darüber ermöglichen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf Off-Market-Transaktionen und Co-Investment-Strukturen – «mit Fokus auf stabile Erträge und langfristige Kapitalerhaltung». «Diese Zusammenarbeit mit Swiss Life Asset Managers ist ein wichtiger Meilenstein für Club Estate und eine deutliche Bestätigung für unsere Plattform und unsere Strategie», sagt Marcus Sasse, CEO und Managing Partner von Club Estate. Die Partnerschaft biete «einen exklusiven Zugang zu erstklassigen Gewerbeimmobilien in Schweizer Grossstädten und stellt die Expertise von Swiss Life Asset Managers im Portfolio-, Asset- und Immobilienmanagement unter Beweis», sagt Fabian Linke, Co-Head Real Estate Business Development Schweiz bei Swiss Life Asset Managers. (aw)
Die Kaufangebote für Eigentumswohnungen haben sich im Vergleich zum August im Durchschnitt um 0,5 Prozent verteuert, wie aus dem am Dienstag von Immoscout24 gemeinsam mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI veröffentlichten Kaufindex hervorgeht.
Am Ende des Berichtsmonats seien für Eigentumswohnungen in der Schweiz durchschnittlich 9212,4 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt worden. Innert Jahresfrist entspreche dies einer Zunahme um 5,2 Prozent, hiess es weiter.
Demgegenüber verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im September zum zweiten Mal in Folge auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise 2,6 Prozent höher.
Regionale Unterschiede
Regional gesehen gab es jedoch spürbare Unterschiede: Besonders deutlich war der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in der Ostschweiz (+1,3 Prozent) sowie in der Zentralschweiz (+1,2 Prozent). In beiden Fällen zeigt sich eine Zunahme, obwohl sich das Angebot ausgeweitet hat.
Im Tessin (+0,3 Prozent) und in der Grossregion Zürich (-0,1 Prozent) hingegen haben sich die Preise kaum verändert. Günstiger wurden die ausgeschriebenen Eigentumswohnungen lediglich in der Nordwestschweiz (-1,3 Prozent).
Auf Seite der Einfamilienhäuser sind die Angebotspreise laut den Angaben im Vergleich zum August in den meisten Regionen gesunken, insbesondere in der Zentralschweiz (-1,8 Prozent). Einzig die Ostschweiz sticht mit einem Plus von 2,9 Prozent hervor.
Der IAZI-Index bildet nicht die effektiven Verkaufspreise ab, sondern beruht auf den Immobilien-Angebotspreisen. Damit veranschaulicht er eher die Erwartungshaltung der Verkäufer als die tatsächliche Preisentwicklung.
Laut dem Iazi-Index wurde im September für Eigentumswohnungen mehr verlangt, während die Preise für Einfamilienhäuser unverändert blieben.
Wohneigentum in der Schweiz ist weiterhin gefragt. Die Preise für Immobilien sind auch im September leicht im Aufwind. Vor allem für Eigentumswohnungen musste erneut mehr bezahlt werden, während Einfamilienhäuser gleich teuer blieben wie im Vormonat.
Die Kaufangebote für Eigentumswohnungen haben sich im Vergleich zum August im Durchschnitt um 0,5% verteuert, wie aus dem am Dienstag von Immoscout24 gemeinsam mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI veröffentlichten Kaufindex hervorgeht.
Am Ende des Berichtsmonats seien für Eigentumswohnungen in der Schweiz durchschnittlich 9212,40 Fr. pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt worden. Innert Jahresfrist entspreche dies einer Zunahme um 5,2%, hiess es weiter.
Demgegenüber verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im September zum zweiten Mal in Folge auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise 2,6% höher.
Regionale Unterschiede
Regional gesehen gab es jedoch spürbare Unterschiede: Besonders deutlich war der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in der Ostschweiz (+1,3%) sowie in der Zentralschweiz (+1,2%). In beiden Fällen zeigt sich eine Zunahme, obwohl sich das Angebot ausgeweitet hat.
Im Tessin (+0,3%) und in der Grossregion Zürich (-0,1%) hingegen haben sich die Preise kaum verändert. Günstiger wurden die ausgeschriebenen Eigentumswohnungen lediglich in der Nordwestschweiz (-1,3%).
Auf Seite der Einfamilienhäuser sind die Angebotspreise laut den Angaben im Vergleich zum August in den meisten Regionen gesunken, insbesondere in der Zentralschweiz (-1,8%). Einzig die Ostschweiz sticht mit einem Plus von 2,9% hervor.
Der IAZI-Index bildet nicht die effektiven Verkaufspreise ab, sondern beruht auf den Immobilien-Angebotspreisen. Damit veranschaulicht er eher die Erwartungshaltung der Verkäufer als die tatsächliche Preisentwicklung.
Einfamilienhäuser verteuern sich weiterhin deutlich
Wie der Transaktionspreisindex von Raiffeisen zeigt, klettern die Preise für Häuser besonders in der Südschweiz und in der Region Bern kräftig.
In der Schweiz ist der Kauf von Wohneigentum im dritten Quartal 2025 nochmals teurer geworden. Vor allem die Preise für Einfamilienhäuser kletterten weiter in die Höhe. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Häuser in der Südschweiz und in der Region Bern deutlich.
Von Juli bis September wurde selbst genutztes Wohneigentum teurer, wie der am Dienstag publizierte Transaktionspreisindex von Raiffeisen Schweiz zeigt. Für Einfamilienhäuser musste 1,8% mehr bezahlt werden als im Vorquartal, für Stockwerkeigentum 0,1% mehr.
Im Vergleich zum Vorjahr kosten die Einfamilienhäuser damit heute 5,4% und Stockwerkeigentum 4% mehr. «Die Preisdynamik beim selbstgenutzten Wohneigentum hat sich zuletzt nicht mehr beschleunigt, sie bleibt aber weiterhin sehr stark», erklärt Raiffeisen-Schweiz-Chefökonom Fredy Hasenmaile.
Teurere Häuser in der Südschweiz und in Bern
Mit Blick auf die Regionen sind die Einfamilienhauspreise zum Vorjahr in der Region Bern (+7,5%) und in der Südschweiz (+7,4%) kräftig gestiegen. Weniger stark war das Preiswachstum in der West- (+3,9%) und der Nordwestschweiz (+1,8%), während das Plus in Zürich bei 4,5% lag.
Beim Stockwerkeigentum haben die Preise im Jahresvergleich in der Innerschweiz (+5,3%) und in der Ostschweiz (+4,1%) am stärksten zugelegt. In Zürich gingen sie um 2,4% nach oben, während sie sich in der Nordwestschweiz (-0,2%) entgegen dem allgemeinen Trend rückläufig entwickelten.
Deutlich mehr Geld bezahlten Käufer von Wohneigentum in touristischen Gemeinden: Dort sind die Hauspreise in einem Jahr um 6,6% und jene für Wohnungen um 4,4% gestiegen. In Zentren verteuerten sich Häuser mit 3,8% am wenigsten stark, bei Wohnungen war dies auf dem Land (+1,1%) der Fall.
Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch
Die Preisspirale am Markt für Wohneigentum dreht sich weiter und ein Ende scheint nicht in Sicht. Blickt man fünf Jahre zurück, haben sich seitdem die Preise für Einfamilienhäuser schweizweit um 6,2% und jene für Stockwerkeigentum um 5,2% verteuert.
«Die bis auf absehbare Zeit tiefen Zinsen sorgen dafür, dass in den eigenen vier Wänden viel geringere Wohnkosten anfallen als in einer Mietwohnung», erklärte Chefökonom Hasenmaile laut der Mitteilung. Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibe daher weiterhin hoch.
Der Raiffeisen Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich jeweils zu Beginn eines neuen Quartals. Er misst, basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED), die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz.
St. Gallen – In der Schweiz ist der Kauf von Wohneigentum im dritten Quartal 2025 nochmals teurer geworden. Vor allem die Preise für Einfamilienhäuser kletterten weiter in die Höhe. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Häuser in der Südschweiz und in der Region Bern deutlich.
Von Juli bis September wurde selbstgenutztes Wohneigentum teurer, wie der am Dienstag publizierte Transaktionspreisindex von Raiffeisen Schweiz zeigt. Für Einfamilienhäuser musste 1,8 Prozent mehr bezahlt werden als im Vorquartal, für Stockwerkeigentum 0,1 Prozent mehr.
Im Vergleich zum Vorjahr kosten die Einfamilienhäuser damit heute 5,4 Prozent und Stockwerkeigentum 4,0 Prozent mehr. «Die Preisdynamik beim selbstgenutzten Wohneigentum hat sich zuletzt nicht mehr beschleunigt, sie bleibt aber weiterhin sehr stark», erklärt Raiffeisen-Schweiz-Chefökonom Fredy Hasenmaile.
Teurere Häuser in der Südschweiz und in Bern Mit Blick auf die Regionen sind die Einfamilienhauspreise zum Vorjahr in der Region Bern (+7,5 Prozent) und in der Südschweiz (+7,4 Prozent) kräftig gestiegen. Weniger stark war das Preiswachstum in der West- (+3,9 Prozent) und der Nordwestschweiz (+1,8 Prozent), während das Plus in Zürich bei 4,5 Prozent lag.
Beim Stockwerkeigentum haben die Preise im Jahresvergleich in der Innerschweiz (+5,3 Prozent) und in der Ostschweiz (+4,1 Prozent) am stärksten zugelegt. In Zürich gingen sie um 2,4 Prozent nach oben, während sie sich in der Nordwestschweiz (-0,2 Prozent) entgegen dem allgemeinen Trend rückläufig entwickelten.
Deutlich mehr Geld bezahlten Käufer von Wohneigentum in touristischen Gemeinden: Dort sind die Hauspreise in einem Jahr um 6,6 Prozent und jene für Wohnungen um 4,4 Prozent gestiegen. In Zentren verteuerten sich Häuser mit 3,8 Prozent am wenigsten stark, bei Wohnungen war dies auf dem Land (+1,1 Prozent) der Fall.
Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch Die Preisspirale am Markt für Wohneigentum dreht sich weiter und ein Ende scheint nicht in Sicht. Blickt man fünf Jahre zurück, haben sich seitdem die Preise für Einfamilienhäuser schweizweit um 6,2 Prozent und jene für Stockwerkeigentum um 5,2 Prozent verteuert.
«Die bis auf absehbare Zeit tiefen Zinsen sorgen dafür, dass in den eigenen vier Wänden viel geringere Wohnkosten anfallen als in einer Mietwohnung», erklärte Chefökonom Hasenmaile laut der Mitteilung. Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibe daher weiterhin hoch.
Der Raiffeisen Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich jeweils zu Beginn eines neuen Quartals. Er misst, basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED), die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz. (awp/mc/pg)
Wohneigentum in der Schweiz ist weiterhin gefragt. Die Preise für Immobilien sind auch im September leicht im Aufwind. Vor allem für Eigentumswohnungen musste erneut mehr bezahlt werden, während Einfamilienhäuser gleich teuer blieben wie im Vormonat.
Die Kaufangebote für Eigentumswohnungen haben sich im Vergleich zum August im Durchschnitt um 0,5 Prozent verteuert, wie aus dem am Dienstag von Immoscout24 gemeinsam mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI veröffentlichten Kaufindex hervorgeht.
Am Ende des Berichtsmonats seien für Eigentumswohnungen in der Schweiz durchschnittlich 9212,4 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt worden. Innert Jahresfrist entspreche dies einer Zunahme um 5,2 Prozent, hiess es weiter.
Demgegenüber verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im September zum zweiten Mal in Folge auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise 2,6 Prozent höher.
Regionale Unterschiede
Regional gesehen gab es jedoch spürbare Unterschiede: Besonders deutlich war der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in der Ostschweiz (+1,3 Prozent) sowie in der Zentralschweiz (+1,2 Prozent). In beiden Fällen zeigt sich eine Zunahme, obwohl sich das Angebot ausgeweitet hat.
Im Tessin (+0,3 Prozent) und in der Grossregion Zürich (-0,1 Prozent) hingegen haben sich die Preise kaum verändert. Günstiger wurden die ausgeschriebenen Eigentumswohnungen lediglich in der Nordwestschweiz (-1,3 Prozent).
Empfehlungen der Redaktion
Auf Seite der Einfamilienhäuser sind die Angebotspreise laut den Angaben im Vergleich zum August in den meisten Regionen gesunken, insbesondere in der Zentralschweiz (-1,8 Prozent). Einzig die Ostschweiz sticht mit einem Plus von 2,9 Prozent hervor.